Forum: Wirtschaft
Organisierte Kriminalität: So funktioniert der Milliarden-Betrug mit Pflegediensten
DPA

Die Masche ist einfach, der Ertrag gewaltig: Mit Betrug bei der Pflege sollen osteuropäische Banden Milliarden aus den Sozialversicherungen ergaunern. Der Staat ist weitestgehend machtlos.

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keine-#-ahnung 30.05.2017, 11:33
130. Was hat der Speicherchip in der KVK ...

Zitat von Nörgelkopf1
Das setzt sich in der Krankenkassen Abrechnung der Ärzte fort. Hier wurde zum Beispiel das Passbild auf der Versichertenkarte eingeführt, mit Speicherchip, warum kann der Patient die Abrechnungen nicht sehen?
... mit der Abrechnung zu tun :-)?
Und würde es Sie glücklich machen, wenn Sie als Kassenpatient bspw. Ihren Hausarzt zum 3. Mal im Kalenderquartal mit irgendwelchen Zipperlein bemühen, dieser auf seinem (recht teuren) Gerät ein EKG erstellt, er Ihnen dieses EKG 10 Minuten lang erklärt und sagt ... auch da ist nichts zu finden, er stöhnend eine Blutentnahme anordnet (obwohl er im Vorfeld aufgrund seiner Erfahrung weiss, dass dabei nix rauskommen wird, aber er ja "sorgfältig" arbeiten muss) und von seinem von ihm bezahlten Personal durchführen lässt und er Ihnen dann eine Rechnung erstellt und ausdruckt?
Das würde Sie befriedigen??
Und BTW: wissen Sie eigentlich, dass auf dieser Rechnung ein Praxishonorar von 0,00 Euro stehen würde?

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Gelber Rabe 31.05.2017, 00:19
131. Diese ständige Pauschalierung,

finde ich als Altenpflegerin langsam unerträglich.Ich arbeite schon lange als Fachkraft in der Altenpflege und habe selbst schon üble Dinge in diesem Bereich erlebt.Hatte schon viele Phasen,in denen ich dachte,ich halte es keinen Tag mehr aus.Aber ständig mehr oder weniger kriminalisiert zu werden,empfinde ich inzwischen als unerträglich.Ich finde die Zustände in der Pflege selbst als untragbar,aber die ganze Branche zu verdammen,ist eben auch nicht gerecht.Ist aber wohl inzwischen in allen Bereichen üblich ...die Flüchtlinge, die Banker und eben auch die "Pflegemafia",hauptsache man kann sich aufregen.

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dorezierer 31.05.2017, 11:41
132. „Abrechnungsbetrug:

Ich bin Pflegepatientin, und erstaunt über soviel Unkenntnis im Artikel und Kommentaren über die Abrechnung in der Pflege. Die Pflege ist ein komplexes Abrechungssystem das hier im Forum offensichtlich niemand kennt. Ein Großteil der Pflegebedürftigen ist über 70 Jahre und geistig verlangsamt, deshalb auch die unterstützenden Pflegeangebote aus SGB XI §45b. Der Pflegepatient hat einen Rechtsanspruch auf Auskunft über die von ihm in Anspruch genommenen Leistungen nach SGB XI §108. Das muß er erst einmal wissen! Da es meinen Betreuern nicht egal war, was mit meinem Pflegebudget passiert, haben sie für mich diesen gesetzlichen Anspruch geltend gemacht. Dieser wurde von einem Mitarbeiter einer namenhaften Pflegekasse in einem Rechtsmittelbescheid zurückgewiesen, weil er völlig überlastet wäre, wenn jeder der 2,2 Millionen Pflegebedürftigen Auskunft über in Anspruch genommene Leistungen begehre. So auch die Bestätigung der Vorsitzenden Richterin des Sozialgerichtes München über den Auskunftsanspruch. Erst das Landessozialgericht München gab dem gesetzlichen (!) Auskunftsanspruch statt. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass der fleissige Mitarbeiter der Pflegekasse mittels Stornobelegen aus meinem Pflegekonto umfangreiche Rücküberweisungen nicht verbrauchter Vermögenswerte auf sein Konto vorgenommen hatte. Ein wasserdichtes lukratives Geschäft, mit vielen rechtlichen Hürden, die die Aufklärung unterbinden. Da ist es nicht nur einfacher sondern auch sensationeller, sich auf die „Russenmafia“ zu stürzen und haltleere Behauptungen über Apotheker und Ärzte anzuführen, die angeblich mit im Pflegegeschäft über den Abrechnungsbetrug involviert seien. Niemand hat im Artikel oder im Forum die Qualitätskontrolle bei den Pflegekassen angesprochen. Warum sollen immer nur Patienten, Ärzte, Apotheker und die Russenmafia die Bösen sein????

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