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Ost-West-Angleichung: Höhere Renten - welche Finanzierung ist gerecht?
DPA

Die Angleichung der Ostrenten wird zur Hälfte durch Steuern bezahlt - ein fauler Kompromiss? Fest steht: Der Staat hat die Rentenkasse schon einmal stärker finanziert als heute.

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spiegelleser987 23.12.2016, 09:58
1.

Zitat: "Der Staat hat die Rentenkasse schon einmal stärker finanziert als heute. "
Der Staat hat das nicht finanziert sondern der Steuerzahler. Dem nimmt man das Geld über Steuern und zusätzlich über RV-Beiträge. Damit das nicht auffällt sind zusätzlich auf die RV-Beiträge noch Einkommenssteuern zu zahlen. Damit es noch mehr wird, muss der Steuer- und RV-Zahler später auf die Rente nochmal Steuern zahlen.
Wie soll der Staat denn sonsnt die Pensionen noch mehr erhöhen?

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frentzen001 23.12.2016, 10:02
2. Bezeichnenderweise nichts

Das zu diesem Thema kaum ein Kommentar erscheint zeigt auf wie egal diese Thema den Betroffenen ist.Die Verantwortlichen freut es so können sie weiterhin die Sozialkassen plündern und missbrauchen ohne auf Widerstand zu treffen. Würde schon die Wiedervereinigung zu großen Teilen über diese Kassen finanziert, so hat man sich auch nicht gescheut die Mütterrente als auch jetzt die Anpassung der Ost West Renten zum großen Teil der Rentenkasse aufzubürden. Der staatliche Rentenzuschuß finanziert nach Angaben des BAM circa 50% der versicherungsfrei den Leistungen den Rest zahlt der Beitragszahler. Das ist nicht fair. Übrigens das gleiche bei den Krankenkassen der Staat zahlt für Flüchtlinge und Hartz4 Bezieher 96€ - die tatsächlichen Aufwendungen liegen bei 143€ pro Monat. Jetzt raten Sie mal wer die Differenz bezahlt.


von

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Gauswadl 23.12.2016, 10:10
3. Der Sozial-Beitrag aus Roboterarbeit muss kommen

Die Arbeit wird heute von den Robotern übernommen. Daraus resultieren sehr hohe Gewinne (deshalb machen Unternehmer das) und auch sehr hohe Steuern.

Von diesen Steuern will die Politkaste nichts dem Volke abgeben und lässt es in seiner Tasche verschwinden. Die Roboterabgabe, die schon unter Blüm diskutiert wurde, haben die deshalb unter den Teppich gekehrt.

Statt dessen wurden die Menschen aus dem Arbeitsprozess und aus eigenem Lebenserwerb mit 50 rausgekegelt und dann über Hartz-4 abgespeist und auch noch ausgeplündert. Blüm war ein einziger Fehler, der als Rentenminister alles falsch gemacht hat, was man falsch machen konnte. Seine Nachfolger waren nur -sagen wir es vorsichtig- nicht sonderlich begabte Menschen. Oder sogar Betrüger, s. Riester, der gekaufte Minister der Versicherungswirtschaft*. Mit einer Arbeitsministerin heute, die noch keinen einzigen Tag in ihrem Leben wertschöpfend gearbeitet hat.

"Die grosse Ahnungslosigkeit" würde ich es heute in Anlehnung an die Analyse von Rudolf Bahro über die DDR: "Die organisierte Verantwortungslosigkeit " nennen.

*Wikipedia: "Die geschäftlichen Verbindungen Riesters (und Bert Rürups) zum Finanzdienstleister AWD kritisierte Transparency International als „Beispiel für politische Korruption“."

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Berg 23.12.2016, 10:15
4.

Zitat von spiegelleser987
Zitat: "Der Staat hat die Rentenkasse schon einmal stärker finanziert als heute. " Der Staat hat das nicht finanziert sondern der Steuerzahler. Dem nimmt man das Geld über Steuern und zusätzlich über RV-Beiträge. Damit das nicht auffällt sind zusätzlich auf die RV-Beiträge noch Einkommenssteuern zu zahlen. Damit es noch mehr wird, muss der Steuer- und RV-Zahler später auf die Rente nochmal Steuern zahlen. Wie soll der Staat denn sonsnt die Pensionen noch mehr erhöhen?
Merke, der "Staat" nimmt nicht nur Einkommensteuern vom kleinen "Steuerzahler", also vom gesetzlich rentenversicherten AN, sondern auch von Unternehmen und Unternehmern, also AG, die gar nicht rentenversichert sind, aber mit ihre Steuern die Rentenkasse mitfinanzieren.

Und steuerzahlungspflichtig werden nur die Rentner/innen mit hohen Renten und zusätzlichen Einkommen.

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schnurre64 23.12.2016, 10:17
5. Sehr gute Information

Endlich eine gute und sachliche Übersicht zur Rentenstruktur!
Warum werden Bundeszuschüsse gezahlt? Nun, der Staat zahlt ja auch die Pensionen. Und in Sachen Steueraufkommen sollte endlich der entscheidende Schritt zur ausreichend diskutierten Finanztransaktionssteuer vollzogen werden.

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noalk 23.12.2016, 10:18
6. Verursacherprinzip

Dieses sollte auch für die Rente gelten. Auszahlungen für Leistungen, für die keine Einzahlungen geleistet wurden, sollten aus Steuermitteln finanziert werden, insbesondere, wenn es sich um Leistungen für Personen handelt, die nie in die RV eingezahlt haben.

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Mister Stone 23.12.2016, 10:21
7.

Renten angleichen ist gut. Man sollte dann aber auch die rentenbezogenen Lebensarbeitszeiten angleichen.

Diese diese ewig dümmliche Frage, wer das alles bezahlen soll, stellt sich nicht. Rentenkassen abschaffen! Der Staat hat genügend Steureinnahmen, um die gesamten Renten steuerfinanziert zu leisten. Und wenn der Staat mehr Geld braucht, dann sollte er Millionenerbschaften und Kapitalerträge spürbar besteuern und endlich die "legale" Steuerflucht unterbinden.

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Adrianstein 23.12.2016, 10:24
8. Weihnachtsdekoration : Ost-West Angleichung ist ....

.. eine nachvollziehbar Leistung der Steuerzahler. Aus den Lasten der Wiedervereinigung.Und diese werden in die Zukunft geklrgt. Aber was nicht mehr nachvollziehbar ist, scheint das gesamte gesetzliche Rentensystem zu sein. Wenn immer größere Defizite dieses Umlagesystems in den nächsten Jahren "erwirtschaftet" werden, muss doch die Frage lauten : das Rentensystem müsste eigentlich sparen bzw. die Kostenstellen identifizierbar gemacht werden . Nicht allein die Demographische Lücke wird größer, sondern auch die Möglichkeit der Politik Klientelpolitik als Input ins System zu geben, dass dann pauschal als Defizit von allen Steuerzahler ausgeglichen werden muss. Ohne Wirtschaftsplan und politische Kontrolle. Einen Bundesrechnungshof gibt es, einen Sachverständigenrat auch, aber keinen echten gesetzlichen Durchgriff, der nicht nach Wahlkampflage die Regelungen vorgibt, so wie jetzt die SPD Sozialfinanztechniker sich mit den Fiskalingenieuren geeinigt haben. Wahlkampf ist Zahltag, klar als "Geschenk" für den Wähler und wie so oft dann als "Rechnung" für den Steuerzahler.

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Benjowi 23.12.2016, 10:25
9. Immer die gleiche Masche

Zitat von frentzen001
Das zu diesem Thema kaum ein Kommentar erscheint zeigt auf wie egal diese Thema den Betroffenen ist.Die Verantwortlichen freut es so können sie weiterhin die Sozialkassen plündern und missbrauchen ohne auf Widerstand zu treffen. Würde schon die Wiedervereinigung zu großen Teilen über diese Kassen finanziert, so hat man sich auch nicht gescheut die Mütterrente als auch jetzt die Anpassung der Ost West Renten zum großen Teil der Rentenkasse aufzubürden. Der staatliche Rentenzuschuß finanziert nach Angaben des BAM circa 50% der versicherungsfrei den Leistungen den Rest zahlt der Beitragszahler. Das ist nicht fair. Übrigens das gleiche bei den Krankenkassen der Staat zahlt für Flüchtlinge und Hartz4 Bezieher 96€ - die tatsächlichen Aufwendungen liegen bei 143€ pro Monat. Jetzt raten Sie mal wer die Differenz bezahlt. von
Das läuft alles auf die gleiche Masche hinaus: Den rentenversicherten Mitgliedern der Gesellschaft werden immer wieder gesamtgesellschaftliche Aufgaben ohne adäquaten Ausgleich aufgebürdet und die nicht rentenversicherten Mitglieder dieser Gesellschaft, die nichts dafür zahlen, drücken sich konsequent seit Gründung dieser Republik darum. Und jetzt dürfen Sie dreimal raten, wer den größten Teil dieser letzten Gruppe stellt........

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