Forum: Wirtschaft
Ost-West-Angleichung: Höhere Renten - welche Finanzierung ist gerecht?
DPA

Die Angleichung der Ostrenten wird zur Hälfte durch Steuern bezahlt - ein fauler Kompromiss? Fest steht: Der Staat hat die Rentenkasse schon einmal stärker finanziert als heute.

Seite 6 von 14
Nordstadtbewohner 23.12.2016, 12:08
50. Ungerecht.

Ich finde die Variante, bei der die eine Hälfte aus Steuern finanziert wird, massiv ungerecht. Ich unterliege nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht, das heißt, ist sorge selbst für meine Rente. Später einmal werde ich nichts von der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, muss jedoch heute durch Steuerzahlungen einen Teil der gesetzlichen Rentner finanzieren. Das zeigt, wie groß die Schieflage in Deutschland ist. Ich muss den Lebensabend fremder Menschen bezahlen. Das ist ein absolutes Unding.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sarang he 23.12.2016, 12:10
51. Tja

Zitat von vonlipwig
Ende der 50-er Jahre wurden die Bruttobezüge der Beamten um die "Pensionsbeiträge" gekürzt, sie wurden/werden also pauschal direkt vom Gehalt abgezogen. Daher verdient ein Beamter brutto weniger als ein vergleichbarer Angestellter im ÖD. Dass diese Gelder nicht, wie eigentlich vorgesehen, genutzt wurden, um Rücklagen zu bilden, können Sie der Politik vorwerfen.
das Beamtensystem stimmt schon lnge nicht mehr. Für jeden Beamten werden bereits heute mehr Rücklagen aufgebaut werden als der Arbeitgeberanteil der PV bei den Angestellten im ÖD beträgt und kann dabei gerade mal ein Drittel der Pensionenleistungen abdecken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Havel Pavel 23.12.2016, 12:11
52. Pensionierten Beamten geht es in aller Regel doch nicht schlecht!

Zitat von mailand2
Ich gehe mal davon aus, dass Sie Beamter sind. Auch wenn nicht: Wieviel Prozent des letzten (Brutto)Einkommens beträgt die Pension...?? Das sind sicher mehr als die 47,5 % im staatlichen Rentensystem. Sicher kommt der Einwand, es müssen Beamte Krankenversicherungsbeiträge entrichten... Rentenempfänger müssen das auch.... Und wo genau war jetzt noch die Benachteiligung?
Den "normalen" Beamten wird es auch als Pensionär nicht schlecht ergehen, habe selbst solche im Bekanntenkreis und keiner beschwert sich! Natürlich steigen für alle auch Beiträge, wie etwa bei der privaten Krankenversicherung in der Beamte in der Regel versichert sind, wobei die Beihilfen hierzu allerdings gedeckelt sind und somit Mehrbelastungen allein auf den Versicherten zukommen. Aber dies betrifft die ehemals in der freien Wirtschaft tätigen Rentner gleichemassen! Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Ehemaliger BW Offizier, tätig als Flugzeugführer, hat nun eine Pension in Höhe von ca. 5000,00 Euro, brutto. Hiervon zahlt er für seine PV einen monatlichen von der Steuer abzugsfähigen Beitrag von rund 720,00 Euro. Sicher ist das nicht gerade wenig, reduziert sich aber, wenn man die Steuerersparnis und die vom Bund dazu gewährte Beihilfe gegenrechnet. Dafür ist er aber vernünftig versichert und muss sich nicht mit den teilweise abstrusen Reglungen der GKV rumschlagen wenn er denn mal medizinische Hilfe benötigt oder schlicht Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen möchte..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwabenmaul 23.12.2016, 12:14
53. Du hast Recht !

Zitat von herrenschirm
Ohne höhere Rentenbeiträge ist die gesetzliche Rente tot. Denn höhere Beiträge bedeuten auch für die Jüngeren eine belastbare Rente im Alter. Wenn die Renten über die Beiträge immer mehr gekürzt werden, laufen wir, ohne eine realistische Alternative, in ein Rentenchaos. Mich wundert, dass nicht schon heute eine Rentnerpartei ganz vorne mitmischt. Potential zum Einzug in den Bundestag wäre allemal vorhanden.
Mich wundert das auch, aber viele Rentner sind träge geworden und
es geht den Meisten jetzt noch gut.Die neuen Rentner (ab ca. 2030 ) werden die großen Gesellschaftlichen Verlierer sein, aber es kümmert sie nicht sonst würden Sie auf die Strasse gehen.
Unter anderem sind natürlich auch die Politiker und die Beamtenlobby bestrebt das Thema klein zu halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Räuber Hotzenplotz 23.12.2016, 12:25
54. Immer dieses Gejammer...

Zitat von dr.eldontyrell
..Rente? Ah, die Systemwette, bei der ich 45 Jahre einzahle und nichts gewinne, außer Altersarmut mit Grundsicherung und Flaschensammeln. Also das Gegenteil von Pension, 35 Jahre nix einzahlen, hinterher dick absahnen und den süßen Lebensabend in der Sonne der Kanaren genießen. Zumindest reicht die Rente hinterher noch für einen Strick im Baumarkt, da kann man sich dann marktkonform verabschieden.
...das Gros der Rentner in D lebt hervorragend, einfach mal durch die Statistiken und die Welt schauen und vergleichen. Altersarmut ist außerdem oft, nicht immer, hausgemacht, weil die vielleicht knappe Rente für hohe und ständig überproportional steigende Lebenshaltungskosten in Großstädten draufgeht. Auf dem Land kann man die Miete leicht halbieren oder dritteln, wenn man dann noch etwas Günzeuganbau macht und ein paar Hühner hält, kommt man schon sehr gut auch mit kleinsten Renten über die Runden. Man muß halt flexibel sein und sich umstellen, so wie das von der jetzt beitragszahlenden Generation auch verlangt wird. Gejammer, Neid und die Schuld auf andere schieben hilft da leider gar nichts. P.S.: Warum sind Sie denn nicht Beamter geworden, wenn das Ihnen denn sooo attraktiv erscheint?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
werjor 23.12.2016, 12:25
55. Es ist ein Unding,

dass die maroden Sozialversicherungssysteme mit Steuergeldern finanziert werden. Damit muss Schluss sein !
Wenn man die Beiträge nicht erhöhen kann(aus Gründen, dass sonst Arbeitsplätze verloren gehen) muss innerhalb des Systems gespart werden...also Renten runter.
Und wer das nicht will.....es gibt Alternativen wie längere Lebensarbeitszeit(Rente mit 73 wie von Experten gefordert aber nicht erst ab 2040 oder so... Rente ab 73 ab 2018 spätestens.) Man könnte auch die Wochenarbeitszeit erhöhen zb. am Samstag arbeitet jeder nur für die Rente oder Feiertage streichen. Damals hat man den Buß und Bettag gestrichen.....man könnte auch noch Ostermontag, Pfingstmontag, 2. Weihnachtstag streichen. die ohnehin Anhängselfeiertage sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
axelmueller1976 23.12.2016, 12:26
56. Warum an den Ost-Rentnern Sparen ?

Zitat von noalk
Dieses sollte auch für die Rente gelten. Auszahlungen für Leistungen, für die keine Einzahlungen geleistet wurden, sollten aus Steuermitteln finanziert werden, insbesondere, wenn es sich um Leistungen für Personen handelt, die nie in die RV eingezahlt haben.
Was sind schon 3,9 Milliarden für Rentner wenn wir 25 Milliarden jährlich für Flüchtlinge ausgeben.Und da gibt es noch einen Unterschied die Rentner haben sogar Sozialbeiträge und Steuern bezahlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isar56 23.12.2016, 12:27
57.

Zitat von Thilo_Knows
Findet sich denn nirgendwo ein mutiger Politiker, der dieses kranke System reformiert? Der Generationenvertrag ist tot. Entweder die Rentner haben nicht genug Geld oder die Beitragszahler müssen zu viel bezahlen. Dazwischen gibt es nichts mehr. Also wo bleiben die großen Ideen? Wann kommt endlich die steuerfinanzierte Rente, zu der JEDER (Angestellte, Unternehmen, Selbstständige, Beamte) seinen Beitrag leistet? Das Thema wird schon seit Jahrzehnten verschleppt. Je länger man am kaputten System herumdoktert statt einzusehen, dass es nicht mehr funktioniert, desto teuerer wird es. Vor allem für uns, die noch 30 Jahre oder länger arbeiten müssen.
Volle Zustimmung.
Ich wünschte ein Ende der unsäglichen "Schiebereien" von Steuereinnahmen und der "Jung-Alt" Diskussionen.
Die Generation um die heute 60 jährigen begann überwiegend mit 15 Jahren zu arbeiten und nach 40 - 45 Jahren, darf es denn mal gut sein. Heute liegt das Alter in den Berufs Eintritt bei ca. 10 Jahren später.Nur ein Aspekt.
Zuerst müssen endlich alle, ausnahmslos ALLE einzahlen und die Differenzierung , Angestellte zu Beamte gehört aufgehoben.
Anders geht es nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 23.12.2016, 12:29
58. Alle Renten im Osten ...

... die nicht auf Zahlungen in unser Rentensystem beruhen, hätten von Beginn an - steuerfinanziert sein MÜSSEN. Die Finanzierung der Renten der ehemaligen DDR-Bürger war eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und hätte auch so behandelt werden müssen. Das war einer der ersten großen Skandale im Kontext Wiedervereinigung, dass die Arbeitgeber-Lobbyisten es schafften, die gesamte Finanzierung den Arbeitnehmern aufs Auge zu drücken.

Und alle Renten im Osten, die auf Zahlungen in unser Rentensystem beruhen. hätten - von Beginn an - die gleiche Höhe haben müssen wie West-Renten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gustavsche 23.12.2016, 12:31
59.

Zitat von noalk
Dieses sollte auch für die Rente gelten. Auszahlungen für Leistungen, für die keine Einzahlungen geleistet wurden, sollten aus Steuermitteln finanziert werden, insbesondere, wenn es sich um Leistungen für Personen handelt, die nie in die RV eingezahlt haben.
Das ist Unfug. Kinder zahlen nicht ein, bekämen aber Halbwaisen- oder - wenn es ganz hart kommt - Waisenrente. Was soll daran "versicherungsfremd" sein? Warum soll das mit dem Stigma belegt werden, vom Steuerzahler finanziert zu werden? Damit fette IG-Metall-Rentner auf Malle ein paar Prozent mehr bekommen und sich besser fühlen?

Wäre ich Familienvater, ich würde mich schlichtweg weigern, in die Kasse einzuzahlen, würde man den Hinterbliebenenschutz kastrieren. Hinterbliebenenschutz ist eine originäre Versicherungsleistung. Altersvorsorge ist nur Vermögensaufbau. Ich halte es ohnehin für Trauerspiel, dass in Deutschland das offensichtliche auf den Kopf gestellt wird und sich alle vor allem um die Altersrente sorgen und kümmern. Man sollte die Altersrente abschmelzen. Die Leute müssen Vermögensaufbau betreiben, am besten mit Aktien. Nach 40 Jahren Aktiensparen kann da was sehr großes entstehen. Alles andere ist Lokushokuspokus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 14