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Ost-West-Angleichung: Höhere Renten - welche Finanzierung ist gerecht?
DPA

Die Angleichung der Ostrenten wird zur Hälfte durch Steuern bezahlt - ein fauler Kompromiss? Fest steht: Der Staat hat die Rentenkasse schon einmal stärker finanziert als heute.

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Nordstadtbewohner 23.12.2016, 12:49
70. Nein, das müssen nicht alle.

Zitat von isar56
Zuerst müssen endlich alle, ausnahmslos ALLE einzahlen und die Differenzierung , Angestellte zu Beamte gehört aufgehoben. Anders geht es nicht.
Am besten wäre es, wenn jeder während seiner Lebensarbeitszeitphase selbst für das Alter vorsorgt. Das funktioniert in vielen den englischsprachigen Ländern sehr gut. Jegliche Generationendebatten würden verstummen, denn wer dann im Alter zu wenig hat, ist selbst schuld. Der Automatismus, dass die Jungen für die Alten zahlen müssen, ist gerade in Deutschland das größte Übel. Für den sogenannten "Generationenvertrag" werden die Jungen noch bluten müssen. Traurig, aber wahr.

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kumi-ori 23.12.2016, 12:51
71.

Zitat von Räuber Hotzenplotz
...das Gros der Rentner in D lebt hervorragend, einfach mal durch die Statistiken und die Welt schauen und vergleichen. Altersarmut ist außerdem oft, nicht immer, hausgemacht, weil die vielleicht knappe Rente für hohe und ständig überproportional steigende Lebenshaltungskosten in Großstädten draufgeht. Auf dem Land kann man die Miete leicht halbieren oder dritteln, wenn man dann noch etwas Günzeuganbau macht und ein paar Hühner hält, kommt man schon sehr gut auch mit kleinsten Renten über die Runden. Man muß halt flexibel sein und sich umstellen, so wie das von der jetzt beitragszahlenden Generation auch verlangt wird. Gejammer, Neid und die Schuld auf andere schieben hilft da leider gar nichts. P.S.: Warum sind Sie denn nicht Beamter geworden, wenn das Ihnen denn sooo attraktiv erscheint?
Der Großteil der Rentner in Deutschland zahlt auch hervorragend ein. Ich schätze, in Indonesien wären die Renten genausohoch, wenn die Menschen dort genausoviel einzahlen würden. Wieso Sie wollen, dass ich nach Jahren des Beitragszahlens auf das Land ziehen und mich als Rentner als Kleinbauer ernähren soll, leuchtet mir nicht ein. Soll ich dann mit dem Auto in die Stadt fahren und meine Gurken und meine selbstgeschlachteten Hühner auf einem Klapptisch am Rande der Hauptstraße verkaufen?

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Nichtraucher 23.12.2016, 12:52
72.

Zitat von bauklotzstauner
Das ist schlicht falsch: http://www.deistung.de/weltall/bilder/d-geburten.jpg Die Geburtenrate war vor allem seit dem "Pillenknick" in der DDR erheblich höher als in der BRD! Also kann es schon mal nicht "Europas niedrigste Geburtenrate" gewesen sein. Bleiben zwei Möglichkeiten: Sie wissen es nicht, oder Sie lügen. Und zum ersten Absatz: Vor 1990 hat auch kein Ossi Leistungen aus der westdeutschen Rente bekommen. Wissen Sie eigentlich, wie ein UMLAGEsystem funktioniert? Das ist KEINE Sparbüchse!
Natürlich ist das keine Sparbüchse.

Aber dennoch hat Ihr Vorredner Recht. Ein Umlagesystem funktioniert nur dann, wenndiejenigen, die was einzahlen auch irgendwas zurück bekommen. Die Ost Rentner haben eben nichts einbezahlt .... deshalb hätten diese Renten eben durch steuermittel finanziert werden müssen. Ich neide keinem Rentner in den neuen Bundesländern irgendwas an seiner Rente. Die haben auch viel leisten müssen in ihrem Bankrott-Staat. Nur die finanzierung heute nur durch den Beitragszahler ist grottenfalsch. Kohl wollte es, Blüm fand das toll, und wir alle bezahlen es.
Das gleiche gilt auch für Mütter-Renten. Keine Frage, jede Mutter, die Kinder aufgezogen hat, hat einen grossen Beitrag dazu geleistet, dass unser Gemeinwesen funktioniert. Das sollte aber von ALLEN honoriert werden, nicht nur von Beitragszahlern. Was unsere Arbeitsministerin letztes Jahr geleistet hat, ausser ihrem Vater eine höhere Rente zu verschaffen, dass wissen die Götter. Oder die Wähler......

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tpro 23.12.2016, 12:53
73.

Zitat von Räuber Hotzenplotz
...das Gros der Rentner in D lebt hervorragend, einfach mal durch die Statistiken und die Welt schauen und vergleichen. Altersarmut ist außerdem oft, nicht immer, hausgemacht, weil die vielleicht knappe Rente für hohe und ständig überproportional steigende Lebenshaltungskosten in Großstädten draufgeht. Auf dem Land kann man die Miete leicht halbieren oder dritteln, wenn man dann noch etwas Günzeuganbau macht und ein paar Hühner hält, kommt man schon sehr gut auch mit kleinsten Renten über die Runden. Man muß halt flexibel sein und sich umstellen, so wie das von der jetzt beitragszahlenden Generation auch verlangt wird. Gejammer, Neid und die Schuld auf andere schieben hilft da leider gar nichts. P.S.: Warum sind Sie denn nicht Beamter geworden, wenn das Ihnen denn sooo attraktiv erscheint?
"...wenn man dann noch etwas Günzeuganbau macht und ein paar Hühner hält, kommt man schon sehr gut auch mit kleinsten Renten über die Runden..."

Klar, flexibel sein. Warum kommen die Leute nicht selbst auf den Gadanken und Sie müssen erklären, wie man das regeln kann.

Man kann dann noch im Winter die Heizung auslassen, beim Vermieter bettelt man um Mietfreiheit, die paar Hühner oder Kaninchen in der Wohnung werden wohl niemand stören.
(auch auf dem Land wohnt der Großteil in Miete), die Stromrechnung wird einfach nicht mehr bezahlt und als Essen gibt es Katzenfutter. Ist genauso nahrhaft wie Eintopf.

PS: warum empfehlen Sie nicht die freie Abgabe von Zyankali-Kapseln an Renter. Schließlich haben die ihren steuerfinanzierten Anteil geleistet, an Ihrer schulischen oder universitären Ausbildung und werden nicht mehr benötigt.

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gustavsche 23.12.2016, 12:53
74.

Zitat von nickleby
Der Staat schießt pro Jahr85 Milliarden Euro der Rentenkasse zu, ohne dass ein Beamter irgendeinen Nutzen davon hat. Die Beamten hinken der allgemeinen Einkommensentwicklung um ca. 15-20 % hinterher und werden sie auch nicht einholen, da der Staat immer dann bei den Beamtengehältern einspart, wenn es populistisch angesagt ist. Dem Beamten wurden Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gestrichen, ohne dass er sich dagegen wehren kann. Man benachteiligt die Beamten und lässt sie sprichwörtlich im Regen stehen. Man denke z.B. nur an die Verschlechterung der Beihilfesätze und der Versorgungsbestimmungen. Der Beamte kann sich nicht wehren, weil er kein Streikrecht hat. Das fällt der Öffentlichkeit nicht auf, weil der Beamte staatstreu und bescheiden ist, seine Rechte gegenüber dem Großen und Ganzen hintanstellt. mehr Solidarität mit den Beamten !!!
Die Beamten genießen Kündigungsschutz ohne Beispiel, zudem bekommen sie später Pension. Die sind abgesichert. Ein junger Beamter kann viel erreichen, wenn er seinen gesparten Sold anspart und investiert. Selber schuld, wenn er alles verballert. Übrigens rede ich auch so über Angestellte mit gutem Gehalt. Ich bin ja selber aus dem Milieu und ich bin der Meinung, dass man es mit einem durchschnittlichen Gehalt in der Branche und ein bisschen intellektuelle Eigenleistung es zum Millionär schaffen kann. Viele sind aber nicht bereit, ca. 100 € für Literatur auszugeben und vielleicht 100 h bis 200 h Zeit fürs Durcharbeiten. Stattdessen wird nur herumgemäkelt und Schwachsinn beredet. Neulich gab es in der Teeküche eine Diskussion, was für eine Steckdose man im Gästezimmer installieren sollen, was mich zum bissigen Kommentar hinreißen ließ: "Darüber redet die Mittelschicht." - Das sorgt dafür, dass die Mittelschichtler immer Mittelschichtler bleiben oder wieder abrutschten. Einer der Diskutanten war auch knapp 50 und hat immer noch nicht sein Haus abbezahlt. Das ist auch so typisch. Das kommt von mangelnder Finanzbildung. Man redet lieber über eine Steckdose als über Unternehmen, über Finanzmathematik und Geldanlage.

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kartackel 23.12.2016, 12:53
75. Ich wette Sie..

Zitat von werjor
dass die maroden Sozialversicherungssysteme mit Steuergeldern finanziert werden. Damit muss Schluss sein ! Wenn man die Beiträge nicht erhöhen kann(aus Gründen, dass sonst Arbeitsplätze verloren gehen) muss innerhalb des Systems gespart werden...also Renten runter. Und wer das nicht will.....es gibt Alternativen wie längere Lebensarbeitszeit(Rente mit 73 wie von Experten gefordert aber nicht erst ab 2040 oder so... Rente ab 73 ab 2018 spätestens.) Man könnte auch die Wochenarbeitszeit erhöhen zb. am Samstag arbeitet jeder nur für die Rente oder Feiertage streichen. Damals hat man den Buß und Bettag gestrichen.....man könnte auch noch Ostermontag, Pfingstmontag, 2. Weihnachtstag streichen. die ohnehin Anhängselfeiertage sind.
..wären von keiner dieser Maßnahmen betroffen. Sie haben von der Realität der arbeitenden Bevölkerung die nichts erben, ausser vllt. die Kosten für die Beerdigung der Eltern, keine Ahnung oder Sie sind schlicht dumm oder ein Troll.

Bis 73 arbeiten?! Handwerker, Arbeiter etc. .. Sehr realistisch!
Jeden Samstag für die Rente?! Klar und als nächstes müssen alle die zur Miete wohnen Leuten wie Ihnen den Garten am Sonntag mähen und pflegen..

Leute wie Sie sind es die nicht verstanden haben wie ein Sozialstaat funktioniert und nur sich und ihre Situation bewerten. Leuten wie Ihnen sollte das Wahlrecht entzogen werden!!

Eine Alternative wäre noch Sklavenarbeit einzuführen, eine weitere die mir sehr gut gefällt wäre: eat the rich!!

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isar56 23.12.2016, 12:54
76.

Zitat von gumbofroehn
Polemik wird nicht wahrer dadurch, dass sie permanent wiederholt wird. Der Vergleich von Durchschnittsrente und Durchschnittspension führt gleich mehrfach in die Irre: Einerseits sind Beamte im Durchschnitt weit besser qualifiziert als der durchschnittliche Arbeiter oder Angestelle (da sind in großen Mengen Akademiker darunter, bspw. Richter, Lehrer, Professoren). Anderseits müssen die Dienstherren (angesichts der Vergleich zur Privatwirtschaft in qualifizierten Bereichen eher kümmerlichen Besoldung) etwas in die Waagschale werfen, um für gute Bewerber attraktiv zu bleiben (der Zugang zum Beamtentum unterliegt grundsätzlich dem Prinzip der Bestenauslese). Dieses "etwas" ist eben u.a. die Pension (Alimentationsprinzip). Wie wenig attraktiv das Berufsbeamtentum heute schon ist, sehe ich oft in Berufungskommissionen (ich bin Professor an einer HAW, kennen die Älteren noch als FH). Gerade Berufungsgebieten mit MINT-Bezug müssen wir oft mehrfach ausschreiben, da die Bewerberfelder quantitativ nicht selten zu wünschen übrig lassen.
Kleiner Widerspruch:ich habe als angestellte Akademikerin bei gleicher Arbeit und gleichen Dienstjahren 600.-- netto weniger als mein verbeamteter Kollege (kein Akademiker).
Ich halte es vollkommen sinnfrei solche Klagen zu führen, solange qualifizierte Menschen, ob Akademiker oder nicht, als Leiharbeiter, Billiglöhner mit späterer Rente auf Hartz IV Niveau ausgebeutet werden

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isar56 23.12.2016, 12:55
77.

Volle Zustimmung.
Ich wünschte ein Ende der unsäglichen "Schiebereien" von Steuereinnahmen und der "Jung-Alt" Diskussionen.
Die Generation um die heute 60 jährigen begann überwiegend mit 15 Jahren zu arbeiten und nach 40 - 45 Jahren, darf es denn mal gut sein. Heute liegt das Alter in den Berufs Eintritt bei ca. 10 Jahren später.Nur ein Aspekt.
Zuerst müssen endlich alle, ausnahmslos ALLE einzahlen und die Differenzierung , Angestellte zu Beamte gehört aufgehoben.
Anders geht es nicht.

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bauklotzstauner 23.12.2016, 12:56
78.

Zitat von werjor
dass die maroden Sozialversicherungssysteme mit Steuergeldern finanziert werden. Damit muss Schluss sein ! Wenn man die Beiträge nicht erhöhen kann(aus Gründen, dass sonst Arbeitsplätze verloren gehen) muss innerhalb des Systems gespart werden...also Renten runter. Und wer das nicht will.....es gibt ......
Ähm... wir haben REAL jetzt schon etwa 6 Millionen Dauerarbeitslose (schauen Sie sich die Zahlen der Leistungsbezieher in Alg1 und 2 an, und nicht die statistisch geschönte Arbeitslosenzahl in der Tagesschau) ! Und da wollen Sie die Arbeitzeiten (Wochen-, Lebens-) noch HERAUFsetzen? Auf daß noch mehr Menschen arbeitlos werden, weil schon lange nicht mehr Produkte und Dienstleistuingen benötigt werden?

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Nichtraucher 23.12.2016, 12:57
79.

Zitat von gustavsche
Das ist Unfug. Kinder zahlen nicht ein, bekämen aber Halbwaisen- oder - wenn es ganz hart kommt - Waisenrente. Was soll daran "versicherungsfremd" sein? Warum soll das mit dem Stigma belegt werden, vom Steuerzahler finanziert zu werden? Damit fette IG-Metall-Rentner auf Malle ein paar .....
"Wäre ich Familienvater, ich würde mich schlichtweg weigern, in die Kasse einzuzahlen, würde man den Hinterbliebenenschutz kastrieren. Hinterbliebenenschutz ist eine originäre Versicherungsleistung. Altersvorsorge ist nur Vermögensaufbau. Ich halte es ohnehin für Trauerspiel, dass in Deutschland das offensichtliche auf den Kopf gestellt wird und sich alle vor allem um die Altersrente sorgen und kümmern. Man sollte die Altersrente abschmelzen. Die Leute müssen Vermögensaufbau betreiben, am besten mit Aktien. Nach 40 Jahren Aktiensparen kann da was sehr großes entstehen. Alles andere ist Lokushokuspokus."

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