Forum: Wirtschaft
Ost-West-Angleichung: Höhere Renten - welche Finanzierung ist gerecht?
DPA

Die Angleichung der Ostrenten wird zur Hälfte durch Steuern bezahlt - ein fauler Kompromiss? Fest steht: Der Staat hat die Rentenkasse schon einmal stärker finanziert als heute.

Seite 9 von 14
viceman 23.12.2016, 12:57
80. ja und in diesem

Zitat von Berg
Merke, der "Staat" nimmt nicht nur Einkommensteuern vom kleinen "Steuerzahler", also vom gesetzlich rentenversicherten AN, sondern auch von Unternehmen und Unternehmern, also AG, die gar nicht rentenversichert sind, aber mit ihre Steuern die Rentenkasse .....
artikel fehlt die information, wie auch in den meisten anderen abhandlungen, daß die kosten der "versicherungsfremden leistungen" regelmäßig den bundeszuschuß überschreiten.
nach verschiendenen berechnung handelt es isch seid 1980 um mindestens 700 mrd euro , welchen den versicherten entzogen wurden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 23.12.2016, 12:59
81. Ehrlichkeit

Ich lese immer von höheren Renten für Ossis. Vielleicht sollte man der Ehrlichkeit halber mal deutlicher herausstellen, daß damit einher eine Rentensenkung für jüngere Ossis läuft. Darüber schweigt die Presse aber. Hintergrund ist die Zählung der Rentenpunkte. Es würde mich nicht wundern, wenn in irgendeinem Ministerium jemand ausgerechnet hätte, wann der effektivste Zeitpunkt für diese Umstellung ist. Denn nun bekommen die geburtenstarken Jahrgänge weniger Rente für die zu DDR-Zeiten angesammelten Punkte (nachdem man schon die Anrechung der Ausbildungszeiten gekappt hatte, allerdings für alle).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bauklotzstauner 23.12.2016, 13:04
82.

Zitat von Nichtraucher
Natürlich ist das keine Sparbüchse. Aber dennoch hat Ihr Vorredner Recht. Ein Umlagesystem funktioniert nur dann, wenndiejenigen, die was einzahlen auch irgendwas zurück bekommen. Die Ost Rentner haben eben nichts einbezahlt ....
Das ist für eine UMLAGE unerheblich! Verstehen Sie das nicht?
Warum wurde den unter Adenauer das Umlagesystem eingeführt? Weil dank des Krieges nichts "angespartes" mehr da war! Die ganzen Beitragszahlungen aus Vorkriegszeiten waren weg! Somit hatten die Alten in den 50er, 60er und 70er Jahren auch "nie etwas eingezahlt". Jedenfalls nicht in das System, aus dem sie aber dann tatsächlich eine Rente bekamen!

Das ist doch der Vorteil einer Umlage, daß sie nie kaputtgehen kann, weil immer die AKTUELLEN Beitragszahler für die AKTUELLEN Leistungsbezieher aufkommen! Was auch irgendwie sehr logisch ist, da auch das Brot, das ein Rentner ißt, im Hier und Jetzt gebacken werden muß! REAL kommt also schon immer die aktuelle Erwerbsgeneration für die Alten auf - wer denn sonst?
Man muß das natürlich gestalten, aber prinzipiell ist eine Umlage unzerstörbar. Im Gegensatz zu jeder Form Kapitalrente, die jederzeit ihren Wert komplett und unwiederbringlich verlieren kann. Zumal eine Kapitalrente zu einer irrsinnigen Billionen-Verschuldung fürhren würde. Haben Sie das auch mal berücksichtigt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hardner 23.12.2016, 13:06
83. Geistig moralische Wende, vielleicht ?

Zitat von nickleby
Der Staat schießt pro Jahr85 Milliarden Euro der Rentenkasse zu, ohne dass ein Beamter irgendeinen Nutzen davon hat. Die Beamten hinken der allgemeinen Einkommensentwicklung um ca. 15-20 % hinterher und werden sie auch nicht einholen, da der Staat immer ......
Hallo nickleby,
mein Semester kann sich vermutlich recht gut an jene Tage erinnern, als die privaten Lohnempfänger hämisch auf die Beamten herabsahen - die mit vergleichsweise kargen Bezügen, nur vom Vorteil einer Pension träumend, dahinlebten. Was haben sich Letztere alles für Bosheiten anhören müssen.

Jetzt geht es wieder los. Nur:
Das Blatt hat sich seither um 180° gewendet. Seit damals nämlich, als man Geist und Moral dem Kapital opferte und die Finanzindustrie über die Marktwirtschaft hat herfallen lassen.Jetzt ist man plötzlich neidisch auf die Beamtenpensionen.
Gruss, hardner
(der kein Beamter ist, und trotz der Vorteile auch nicht werden möchte).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gustavsche 23.12.2016, 13:07
84.

Zitat von mostly_harmless
... die nicht auf Zahlungen in unser Rentensystem beruhen, hätten von Beginn an - steuerfinanziert sein MÜSSEN. Die Finanzierung der Renten der ehemaligen DDR-Bürger war eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und hätte auch so .....
Was sind Sie denn für ein Verschwörungsheini? Die Arbeitgeber-Lobbiyisten? Die Arbeitgeber zahlten schon immer in die Rentenkasse für ihre Angestellten und Arbeiter ein.
Sie erzählen Müll. Es gibt bei SPON eine Zensur, aber eine Qualitätskontrolle. Das ist gut, dann kann ich das übernehmen und den Müll aufspießen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 23.12.2016, 13:17
85.

Zitat von nickleby
[...] Die Beamten hinken der allgemeinen Einkommensentwicklung um ca. 15-20 % hinterher und werden sie auch nicht einholen, da der Staat immer dann bei den Beamtengehältern einspart, [...]
Das war vielleicht vor 30 Jahren so, vor den diversen Null-Runden und vor der Agenda 2010 und vor den kontinuierlichen Reallohnverlusten bis 2012.
Heute fängt selbst der einfache Dienst in A3 bei über 2k monatlich an. Beträge, von denen viele in der Privatwirtschaft nur träumen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brasshead 23.12.2016, 13:23
86.

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich finde die Variante, bei der die eine Hälfte aus Steuern finanziert wird, massiv ungerecht. Ich unterliege nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht, das heißt, ist sorge selbst für meine Rente. Später einmal werde ich nichts von der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, muss jedoch heute durch Steuerzahlungen einen Teil der gesetzlichen Rentner finanzieren. Das zeigt, wie ......
Der von Ihnen beschrieben "Automatismus" ist kein trauriges Übel, sondern eine ökonomische Tatsache. Der Lebensabend von Nichtarbeitenden wird immer und zwangsläufig von fremden Menschen bezahlt. Es gibt dafür ja keine andere Quelle als das aktuelle Volkseinkommen, das vom produktiven Teil der Gesellschaft erwirtschaftet wird.

Legen Sie heute "höchstselbst" Geld für Ihren Lebensabend zurück, verlassen Sie sich darauf, dass fremde Menschen irgendwann Teile ihrer Wirtschaftsleistung an Sie abtreten. Entweder bedienen diese die Tilgung und Zisen Ihrer Wertpapiere oder sie verkaufen Ihnen die Güter des täglichen Bedarfs.
Die Jungen müssen immer und zwangsläufig für die Alten "bluten", da diese schlicht und ergreifend keine aktuelle Wirtschaftsleistung mehr erbringen. Die Generationendebatte ist insofern von vornerein hinfällig, worum es geht sind ausschließlich Verteilungsfragen. Nämlich die der Verteilung des Volkseinkommen.

Wenn Sie in der Lage sind, selbst für Ihr Alter vorzusorgen, werden Sie auch in der Lage sein selbst herauszufinden wer sich hierbei am meisten aus der Verantwortung stielt. Kleiner Tipp: Produktivität und Volkseinkommen steigen seit geraumer Zeit, es ist also prinzipiell und insgesamt immer mehr Verteilungsmasse vorhanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
werjor 23.12.2016, 13:24
87. Da die Lebenserwartung stetig steigt...

Zitat von kartackel
Bis 73 arbeiten?! Handwerker, Arbeiter etc. .. Sehr realistisch! Jeden Samstag für die Rente?! Klar und als nächstes müssen alle die zur Miete wohnen Leuten wie Ihnen den Garten am Sonntag mähen und pflegen.. Leute wie Sie sind es die nicht verstanden haben wie ein Sozialstaat funktioniert und nur sich und ihre Situation bewerten. Leuten wie Ihnen sollte das Wahlrecht entzogen werden!!
muss man eben länger arbeiten, so einfach ist das !
Nun wenn man Samstag für die Rente arbeitet, dann kann man die Leistungen der Rente erhöhen oder/und die Beiträge senken. Von nichts kommt nichts.
Meinen Rasen brauchen sie nicht mähen, das mache ich alleine und gerne, denn Arbeit ist nicht mein Feind.
Sie verstehen vermutlich nur die Funktion des Sozialstaats von der Bezugsseite aus. Man sollte endlich das Wahlrecht wie von der AfD gefordert nach Steuerhöhe gewichten. Warum sollte jemand der nichts in die Steuerkasse Bund/Land/Stadt einzahlt über die Verwendung der Gelder mitbestimmen dürfen ?
Und das Thema Sozialstaat...schauen sie sich mal in der Welt um....wie viele Staaten sind daran bestrebt den "Sozialstaat" europäischer Prägung einzuführen ? Keiner... !
Und die Krisen in Europa sind keine Krisen der Banken sondern es ist einfach der Untergang des "rheinischen" gegenüber dem "angel-sächsischen" Kapitalismus. Das kann man bejubeln oder betrauern ist aber ein Fakt.
1)
NIEMAND kann einen Arbeitgeber(Besitzenden) zwingen sein Geld in Staat x zu investieren und dort Produktionsstätten aufzubauen. Und
2)
NIEMAND kann einen umworbenen Arbeitnehmer mit TopQualifika-tionen zwingen einen schlechten Job anzunehmen.

In der DDR hat man das mit Mauer und Schießbefehl versucht...lief aber alles in allem nicht so gut. Wenn man nun die Fakten unter 1) und 2) betrachtet sieht man....
ALLE Staaten der Welt mit Arbeitslosigkeit küssen die Hand des 1) damit er dort investiert. Alle AG küssen die Hand des 2) damit er in ihrer Firma arbeitet.
Möglichkeiten zu 1 sind Steuersenkungen, Senkungen nicht tariffären Hindernisse(Umwelt,Arbeitsschutz) oder indem man Sozialkürzungen durchführt oder eine Top Infrastruktur bietet.
Möglichkeiten zu 2 sind höhere Löhne, bessere Bedingungen oder mehr Netto vom Brutto.

Sie erhöhen also die Sozialausgaben müssen diese aber durch Steuerhöhungen kompensieren. Dann werden 1) abwandern oder Arbeitsplätze auslagern. Die nun Arbeitslosen zahlen nichts mehr ein, sondern erwarten Gelder was die Sozialausgaben wieder erhöht etc.
Nun erhöhen sie die Beiträge zu den Sozialversicherungen und der junge Ingenieur sieht, dass ihm netto kaum mehr als 3000€ verbleiben. Er spricht eh gut englisch da er Auslandssemester gemacht hat. Seine Familie wohnt in Köln, sein Studium hat er in München gemacht sprich der Kontakt zu Familie und alten Freunden ist eh lockerer geworden, seine Kommilitonen zieht es auch in alle Winde...warum soll er nicht in Land xy gehen wo er vielleicht 10.000€ netto verdient ? Wollen sie das verbieten ? Das nennt man Braindrain.
Die besten Köpfe gehen und die sozialen Probleme werden mehr.

Tja und nun ihre Lösung...bin schon sehr gespannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
werjor 23.12.2016, 13:35
88. Haben wir die ?

Zitat von bauklotzstauner
Ähm... wir haben REAL jetzt schon etwa 6 Millionen Dauerarbeitslose (schauen Sie sich die Zahlen der Leistungsbezieher in Alg1 und 2 an, und nicht die statistisch geschönte Arbeitslosenzahl in der Tagesschau) ! Und da wollen Sie die Arbeitzeiten (Wochen-, Lebens-) noch HERAUFsetzen? Auf daß noch mehr Menschen arbeitlos werden, weil schon lange nicht mehr Produkte und Dienstleistuingen benötigt werden?
Ich bestreite dass, denn es gibt immer noch sehr viel Schwarzarbeit im Lande von der ich glaube dass die eher von den 6 Mio gemacht wird.
Wir brauchen Erntehelfer, die aus dem Ausland kommen müssen, die Auslieferungsfahrer für die Paketdienste brauchen Leute. Krankenpfleger/Schwestern werben wir im Ausland an, junge Leute erfüllen meist die einfachsten Dinge nicht mehr um eine Lehre zu bekommen Dreisatz, %-Rechnung etc., fehlerfreies Deutsch !
Die Infrastruktur vergammelt, die Städte vermüllen etc. es gibt genug zu tun aber viele haben bei "realer" Arbeit auf einmal Rücken können ihr beliebtes Vormittagsprogramm bei den Privaten nicht mehr sehen.
Die Deutschen sind teils der Arbeit entwöhnt !
Heute hält man vermutlich Stromberg...läuft im Büro sinnlos auf und ab, klopft Sprüche nichts Produktives und kassiert eine schicke Lohntüte, für das Mass der Dinge.
Für harte Arbeit hat man dann die verhassten Immigranten, Osteuropäer oder sonstige.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vaclav.havel 23.12.2016, 13:37
89.

Zitat von noalk
Dieses sollte auch für die Rente gelten. Auszahlungen für Leistungen, für die keine Einzahlungen geleistet wurden, sollten aus Steuermitteln finanziert werden, insbesondere, wenn es sich um Leistungen für Personen handelt, die nie in die RV eingezahlt haben.
Rentner, die nie einen Cent in die RV eingezahlt haben, gibt es kaum.
Die meisten versicherungsfremden Leistungen werden an Rentner gezahlt, die auch RV Beiträge entrichtet haben, d.h. diese erhöhen den Rentenbetrag ehemaliger Beitragszahler.

Der größte Block versicherungsfremder Leistungen ist dauerhaft die Anrechnung von Kindererziehungszeiten für Mütter.
Zu den anderen großen Blöcken versicherungsfremder Leistungen in der RV gehören Rentenzahlungen bei vorzeitiger Zurruhesetzung, Ostrenten und Witwenrenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 14