Forum: Wirtschaft
Oxfam-Studie: 62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt
AFP

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit immer schneller zu. Wie dramatisch das ist, zeigt eine Zahl der Organisation Oxfam: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - und der Trend hält an.

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rexsayer 18.01.2016, 22:02
360. Diese Vermögen basieren auf Wertpapierbesitz.

Sie sind heute um mindesten 20% weniger wert.
Die Bloomberg Daten sind nicht aktuell.
Man sieht, auch Reiche können verlieren.
http://bigcharts.marketwatch.com/quickchart/quickchart.asp?symb=WMT&insttype=Stock&freq=2&show =&time=20

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querulant_99 18.01.2016, 22:07
361.

Zitat von promod
Die Vermögensverteilung in Deutschland und der gesamten Welt ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Das muss sich ändern und wird sich ändern. Stiftungen, Spenden, Steuerschlupflöcher. Starke Interessengruppen haben sich selbst die Gesetze geschrieben. DIe Superreichen müssen einfach ihre Steuern in angemessener Höhe zahlen. Wer auf einem globalen Markt verkauft, muss auch "global" Steuern zahlen und nicht z.B. in Luxemburg.Mit Sicherheit wird es irgendwann auch Vermögensobergrenzen geben. z.B. 1 Mrd. - der darüberhinausgehende Betrag wir zur Erhaltung des Planeten verwendet...Es ist eine Frage der Vernunft und des Überlebens. Aber wie lange braucht die Menschheit noch, das zu begreifen?
Ach, die Superreichen haben solche Sorgen nicht. Die finden immer ein Plätzchen, wo sie angenehm leben können.

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querulant_99 18.01.2016, 22:17
362.

Zitat von UweZ+
Wenn schlappe 62 Nasen tatsächlich fast die gesamten staatsschulden Deutschlands tilgen können, dann ist deren reinen Willkür logischerweise Tür und Tor geöffnet . Weil die dann schlicht machen können was die wollen, ohne sich um Gesetze kümmern zu müssen.
Trotzdem wundern sich die meisten Leute, warum die Politiker oft seltsame Entscheidungen treffen, die gewöhnliche Menschen nicht nachvollziehen können...

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leweda 18.01.2016, 22:36
363. Ungleichheit führt zu Wohlstand

Im gleichverteilten Sozialismus musste man Mauern bauen, um die Menschen am Weglaufen zu hindern - trotz Gulag, Stasi und Mauerschützen scheitert die totalitäre Unterwerfung von Menschen oder führt zu bitterem Elend. (Wagenknecht hat Recht: Stalin tat im Gulag das politisch Notwendige - im Sinne Sozialismus)
Eigenverantwortung, individuelle Freiheit, Marktwirtschaft und Kapitalismus können sich vor Zulauf nicht retten.
Und die Nationen, die sich vom Joch des Sozialismus befreit haben, konnten in kurzer Zeit von bitterster Armut bis hin zu Hungersnöten zu beachtlichem Wohlstand gelangen - Wohlstand durch freien Tausch und Toleranz für Ungleichheit: China, Russland, Vietnam, ...

Selbst die übelsten totalitären Hassprediger leben im Kapitalismus angenehm und es bleibt ihnen immer die Wahl mitzumachen oder nicht.
Kapitalisten nehmen niemandem etwas gegen dessen Willen weg.
Und der unermessliche Reichtum besteht hauptsächlich in Eigentumsrechten an Unternehmen, die täglich mehr Wert für die Menschen der Welt schaffen als alle Kapitalismuskritiker jemals zusammen.

Ohne Kapitalismus gäbe es weder das Internet für jeden noch IT Hardware für all die Feinde der Freiheit, die gar nicht verstehen, dass selbst Umverteilung im marktwirtschaftlichen Kapitalismus besser funktioniert als in jedem anderen Wirtschaftssystem.

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-snowlife- 18.01.2016, 23:24
364.

Zitat von happy2010
Wie oft muss man Ihnen das GGEGENTEIL beweisen? Glencore, Schweizer Konzern: Schürft Rohstoffe im Kongo Steuern im Kongo 21% Das ist Glencore zuviel. Deswegen verkauft Glencore Kongo die Rohstoffe gewinnlos über die Bahamas und Jungferninseln IN die Schweiz. Gewinne gibts NUR in der Schweiz, mit Steuersatz weit weit unter 5% Wenn es weltweit 20% Mindeststeuersatz geben würde, dann gäbe es KEINEN Grund für Steuerverschiebung, und der Kongo hätte plötlich Steuereinnahmen Ach ja, diese schweizer (und andere Steueroasen) steuergesetze ermordeten indirekt im Kongo binnen 3 Jahren 30.000 Menschen. 30.000 Menschen, die der Staat Kongo nicht beschützen konnte, da er keine Steuern einnimmt. Und deswegen herrschen dort Warlords. Und als weitere Zahl: 2/3 aller weltweiten "Geschäfte" finden INNERHALB konzerneigener Strukturen statt, Grund meist Steuerermeidung
wenn sie bloss mit beweise kommen würden.

ja sie haben ja recht:
glencore ist ein schweizer konzern, warum auch nicht?
schürft im kongo, unter anderem.
steuern kongo, keine ahnung, beweise?
ja glencore verschiebt gewinne und ja zahlt die steuern in der schweiz (haben sie genaue zahlen? nein!!)
und nun kommt der clou, dass dann die verschiebung aufhört ist ein wunschdenken.

und alles weitere sind wieder haltlose behauptungen die ich wirklich weit weg von einem beweis sind.

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demokratie-troll 18.01.2016, 23:55
365. Der Zauberstab des Westens in einer globalisierten Welt

Nicht der Wille der Völker bestimmt über das Leben der Menschen, sondern die Herrschaft über die Geschicke der Menschen haben die Reichen übernommen, deren Willen sich aus ihrer Geldmacht nobilitiert.

Seitdem klargestellt ist, dass die Welt, in der wir leben, nicht mehr allen gemeinsam gehört, sondern käuflich ist, hat es sich rein zufällig so ergeben, dass die Welt nun den Reichen gehört und die anderen folglich die Welt nicht mehr besitzen. Das eherne Gesetz, warum es so kommen musste, heißt Kapitalismus. Es ist eine geheime Zauberhand, die dafür sorgt, dass Systembanken nicht untergehen, sondern das Kapital an die Herrschenden ausschütten bis in alle Ewigkeit.
Mag die Welt ruiniert sein, der Kapitalist jedenfalls nicht.

Inzwischen gehört dir nicht mal mehr die Luft zum atmen, sondern sie wird, in Tüten verpackt, an dich verkauft. Die Lizenz dafür haben die Reichen. Man nennt das, glaube ich, ökologische Marktwirtschaft und es ist ein Supergeschäft, nachdem die Reichen den Planeten, der ihnen gehört, versaut haben.
Die Herrschaft der Verdienten kennt kein Versagen, das nicht ihre Macht erhöht.
Nur der Sklave ist endlich.

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klaus meucht 18.01.2016, 23:55
366. Big New Deal als Lösungsvorschlag

Zunächst ist diese extreme Ungleichverteilung ein Hinweis, dass neue Finanzkrisen sehr wahrscheinlich werden.

Mir fällt das Buch von Kathrin Hartmann ein, das ich gerade lese. Der Wachstum des Getreides wächst schneller als die Welt Bevölkerung. Nur wird die Hälfte davon für Biosprit verwendet. Da ein Grossteil der landwirtschaftlichen Fläche, für den westlichen Lebensstil verwendet wird - verteuert dies die Nahrung für die einheimische Bevölkerung.

Frau Hartmann berichtet aus den ganz armen Ländern wie Indonesien und Bangladesh. Hier entstehen Monokulturen, in denen westliche Konzerne, Palmöl oder Garnelen gewinnen. Die indigene Völker die vor Jahren noch Selbstversorger waren, sind enteignet worden und arbeiten unter extrem schlechten Bedingungen für die Grosskonzerne. Grosskonzerne die durch Entwicklungshilfe noch gepampert werden.

Wir haben das Problem dass viel Geld angelegt wird, aber es nur wenige Menschen bzw. Firmen gibt die bereit sind sich zu verschulden und auch in der Lage sind die Schulden später zurückzuzahlen.

Gerade in den armen Ländern gibt es noch Wachstumspotential. Nur sind Monokulturen wie Palmölplantagen alles andere als nachhaltig. Momentan bringen sie noch Geld, aber irgendwann sind die Böden für Jahrzehnte nicht mehr fruchtbar.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen extremer Armut und extremen Reichtum. Und dies wird zu Finanzkrisen führen. Amerikas Antwort auf die Finanzkrise ca. 1928/29 war The Big New Deal und Deutschlands Antwort waren die Rezepte von Frau Merkel für Europa. Sorry es war natürlich Brüning - aber die Rezepte waren gleich.

Das extrem kommunistische Amerika blühte wieder auf, was in Deutschland und Europa passierte haben wir im Geschichtsunterricht hoffentlich gelernt.

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meine_foren 19.01.2016, 00:49
367. Und nun?

Ich bin mit dem zufrieden, was ich habe. Ob diese Personen nun diese Summen besitzen oder nicht, hat auf mein persönliches Glücksempfinden keinerlei Einfluss. :-)

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Berg 19.01.2016, 07:30
368.

Zitat von böseronkel
Was hat es eigentlich mit dem Median und Durchschnitt auf sich? Natürlich kann jemand der weniger als 60% des Median oder ca. 950 € monatlich zur Verfügung hat als wohlhabend bezeichnen. Ernst genommen wird man mit diesem Unfug allerdings nicht.
Diesen kann man dann nicht als "wohlhabend" bezeichnen, wenn er NUR von der gesetzlichen Rente leben müsste. Sobald aber das Einkommen des Ehepartners, ein schuldenfreies EFH und diverse Nebeneinkünfte hinzukommen, dann kann man auch mit 900 Euro gesetzliche Rente in einem gewissen Wohlstand leben und wird sehr "ernst genommen". :-)

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karljosef 19.01.2016, 08:01
369. Der Kapitalismus?

Zitat von tölpell
nix neues für einen aufgeklärten menschen. mal sehen wie lange der artikel in der top bleibt damit mehr menschen davon erfahren.... sollte ein ziel sein diese ungleichheit zu beseitigen. der kapitalismus ist aber nicht so aufgebaut....
Im "lupenreinen Kommunismus" gibt es so etwas nie?

(Russland, China usw.)

Dass ich nicht lache!

Die jeweiligen Politiker sorgen dafür, dass die "starken Schultern" entlastet werden, da sehe ich keinerlei relevanten Unterschied zwischen den Systemen.

Der Arbeiter/Arbeitnehmer hat immer seinen Beitrag in Form von Steuern/Sozialabgaben "alternativlos" zu leisten, die Reichen haben wohl überall ihre Lobby...

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