Forum: Wirtschaft
Oxfam-Studie zu Assam-Tee: 2,80 Euro für die Unternehmen, 4 Cent für die Arbeiter
Roanna Rahman / Oxfam India

Lebensmittel legen lange Wege zurück, bis sie in deutschen Supermärkten landen. Auf der Strecke bleiben dabei häufig die Menschenrechte der Arbeiter in den Herkunftsländern. Eine Oxfam-Studie zeigt das am Beispiel von Assam-Tee.

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fatherted98 10.10.2019, 07:43
1. Es ist müssig...

...sich hier in Europa über die Arbeitsverhältnisse in Fern-Ost aufzuregen. Die Menschen dort müssen ihre Rechts selbst durchdrücken....Gewerkschaften bilden, streiken.....nur so kann dauerhaft diese Ausbeutung gestoppt werden.....alle anderen Maßnahmen die von den Industrieländern ausgehen werden kreativ umgangen.

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bkkopp 10.10.2019, 07:50
2. So alt wie die Kolonialzeit

Vor mehr als 300 Jahren haben die Engländer begonnen Tee zu trinken. Seitdem werden Plantagenbesitzer, die Verarbeiter, und die Händler damit reich. A day without Earl Grey is not a good day - since 1706. Die Arbeiter auf den Plantagen sind arm geblieben weil sie sich nicht ausreichend organisiert und gewehrt haben. Wenn unsere Vorfahren das Feudalsystem nicht überwunden hätten, dann wäre es bei uns noch ähnlich. Die Inder ( stellvertretend für alle anderen ) werden nicht darum herumkommen ihre Ketten abzuschütteln.

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outofthebox39 10.10.2019, 08:00
3.

Wir Käufer*innen haben es in der Hand. Es gibt sehr guten Fairtrade Tee, der nicht viel teurer ist und schmeckt.

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damei 10.10.2019, 08:08
4. den letzten beissen die Hunde

Tja, auch wenn jeder nun 2,65 für den Tee bezahlt, sagt sich der Lebensmittelhändler hier, die 5 Cent sack ich mir ein. Wenn er sie weiter gibt, sagt der Hersteller, davon kauf ich mir ne Jacht. Gibt der Hersteller es an seinen Lieferanten durch, sagt der davon mach ich Urlaub. Reicht der Lieferant es an den Plantagenbesitzer durch, kauft der sich einen neuen SUV. Weitergereicht wird nicht, was sollen die Arbeiter sich schon kaufen?

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steka22 10.10.2019, 08:14
5. Von den 3 Euro...

, die der Tee im Supermarkt kostet, gehen erst mal noch die Mehrwertsteuer ab. Das sollte man nicht vergessen,
Auch wenn der Betrag für Supermarkt und Hersteller immer noch beträchtlich ist.

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wasistlosnix 10.10.2019, 08:27
6. Kosten für die Label!

Label wie Fair Trade, UTZ usw. verursachen Kosten die wiederum aufs das Produkt umgelegt werden. Umso mehr Kontrollen umso höhere Kosten umso teurer das Produkt. Verdient wird dazwischen und nicht beim Ausgangsprodukt.
Wenn Bauern zu viel Milch auf den Markt bringen sinkt der Preis.
Die Label sind doch auch nur Wirtschaftsunternehmen die ein gutes Gewissen verkaufen.

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bstendig 10.10.2019, 08:28
7. Es geht auch anders

Wer wirklich guten Tee mag, sollte sich mal bei der Teekampagne umschauen (teekampagne.de).

Das ist Bio, das ist fairer Handel und der Tee ist eher billiger als das Zeugs, das man im Supermarkt bekommt. Egal von welchem Hersteller. Und der Geschmack erst, kein Vergleich.

Liebe SPON-Redaktion, macht euch mal schlau und ergänzt euren Artikel. Gut für die Verbraucher, gut für die Arbeiter in Darjeeling und Assam.

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ursbert 10.10.2019, 08:30
8. @ fatherted98, Beitrag 1

Wie überheblich und herablassend ihre Aussage sich anhört!
Natürlich sind die Arbeitenden dort selbst schuld an ihrem Elend. Schließlich können sie ja einfach eine Gewerkschaft gründen, wenn es ihnen nicht gefällt. Mit ihrer guten Schulbildung, ausreichender Freizeit und im Artikel beschriebener guten Gesundheit wird das kein Problem sein nach Feierabend.
Und die Plantagenbesitzer werden das sicher begrüßen und nicht mit Kündigungen und finanziellen Einbußen drohen.

Es ist ja schließlich in Europa schon so einfach Gewerkschaften zu gründen, oder in Deutschland Betriebsräte zu bekommen.


Ich werde weiter versuchen noch öfter "teurere" Produkte mit fairtrade Siegel zu kaufen. Oder z.B. selbst getrocknete Minze aus unserem Garten als Tee zu verwenden.

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Der_schmale_Grat 10.10.2019, 08:34
9. Nur ein Beispiel

Diese Studie steht symptomatisch für so viele unmenschlichen Produktionsbedingungen. Vor einigen Monaten habe ich eine Schokolade bei einem führenden Discounter entdeckt: 1,29 € für 100 Gramm, Bio und Transfair-Siegel (gut, ich bin nicht naiv, auch hier hilft nur "Glauben"). Die Qualität ist für meinen Geschmack so viel höher als die vielen doppelt, dreifach teureren konventionellen Schokoladen. Es ist auch noch eine der biliigsten Schokoladen im Laden. Da habe ich mal so richtig gespürt, wie extrem die Gewinnspannen sein müssen, und das Bio und Transfair zusammen sogar billiger sein können als auch qualitativ besser, hat mich erstaunt.

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