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Paketzusteller zur Weihnachtszeit: Ausgeliefert
DPA

330 Millionen Pakete versenden die Deutschen zur Weihnachtszeit. Jedes Jahr werden es mehr. Die Zusteller leiden unter der hohen Belastung und der schlechten Bezahlung. Und die Straßen der Städte verstopfen. Wie kommen wir daraus?

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Southwest69 17.12.2018, 11:59
20. Die Ausgenutzten sind Teil des Problems.

Ich war in den 90ern Subunternehmer für DHL, nach einem halben Jahr hab ich gemerkt das die Versprechen von Disponenten nichts wert sind und das kaum Rücklagen gebildet werden konnten.

Wer diese Art von Beschäftigung ausübt, trägt dazu bei,. das solche prekären Arbeitsverhältnisse für den Unternehmer erfolgreich fortbestehen können.

Die Leute sind also selber schuld, wenn sie diese Arbeit machen und mein Mitleid hält sich in sehr engen Grenzen.

Wechselt den Job, sonst wechselt er euch aus.

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StefanXX 17.12.2018, 12:00
21. Verstopfte Straßen und Umweltbelastung ist fadenscheiniges Argument

Das mit den verstopften Straßen und der Umweltbelastung durch die vielen Pakete lasse ich so nicht gelten. Das geht mal wieder in Richtung böse Online-Shops (Amazon etc.) und ist grundfalsch. Man muss dann nämlich auch dazusagen, wie es ohne Pakete aussähe. Vergleichen wir doch mal: Bei einer Online-Bestellung liefert ein LKW 100 Amazon-Pakete im Rahmen einer Rundfahrt aus. Wenn jeder selbst die Waren beim Fachhändler besorgen würde, würden sich im Vergleich dazu mindestens 50 Autos (denn nicht jeder wohnt nun mal in der Großstadt wo der nächste Händler gleich um die Ecke ist) in die Stadt quetschen, zwecks Parkplatzsuche auch noch einige Ehrenrunden drehen und sich dann dieselben 50 Autos wieder aus der Stadt herausquälen. Da wären die Straßen aber erst verstopft! Man kann leicht erkennen: Es ist genau das Gegenteil der Fall, die Belieferung via LKW ist viel umweltfreundlicher.

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TheFunk 17.12.2018, 12:00
22. DHL ist ja ein Staatsunternehmen

Also sehe ich die Bundesregierung in der Verantwortung, gute und faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. Angebot und Nachfrage... In einer Branche, in der händeringend Arbeitskräfte gesucht werden, sollte man davon ausgehen das es eine gute Bezahlung und wertschätzende Arbeitsatmosphäre gibt.
Tja, dieses "Arbeit muß sich wieder lohnen" und sonstiges neoliberale Geschwätz gildet wohl nur für Menschen, die in Aufsichtsräten sitzen. Siehe Friedrich Merz.

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pirx64 17.12.2018, 12:00
23.

Zitat von lapje
...hat Hermes bei mir geklingelt: Stand jemand an meiner Tür mit Kippe in der Schnautze und hielt mir mit einem "Hier!" den Digitizer zum Unterschreiben hin. Seit dem kein Hermes mehr wenn es sich irgendwie verhindern lässt.
Wenn ich online was bestelle immer der Hinweis "Nicht über Hermes, sonst keine Bestellung mehr".
Das hat gefruchtet, von denen bekomme ich nichts.

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CobCom 17.12.2018, 12:01
24.

Hier glaubt hoffentlich nicht ernsthaft jemand, dass auf der Straße weniger los wäre, würde jeder Emofänger der Paketware einzeln losfahren?

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Msc 17.12.2018, 12:01
25.

Wenn Amazon und andere Versender die Lieferanten zu Weihnachten überfordern, dann sollte DHL mehr Versandkosten verlangen. Das Geld kann dann in Aushilfspersonal investiert werden. Dann fahren die Zusteller zu zweit und teilen sich die Schlepparbeit. Alle sagen immer, der Markt regle alles. Dann soll er regeln.

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collateral 17.12.2018, 12:02
26. Trinkgeld?

Zur Besserung der schlechten Gehälter sollte jeder, der sich sein Paket bequem nach Hause liefern lässt, dem Paketboten mal ein anständiges Trinkgeld geben. Ich lasse mir sehr selten was liefern, aber wenn, dann gebe ich immer Tringeld zwischen 2 und 5 Euro. Sollte sich jeder mal angewöhnen, das wäre ein ordentliches Zubrot für die Zusteller. Aber dafür sind wohl die meisten zu geizig.

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China 17.12.2018, 12:02
27.

Wie in allen Berufen, auf die unsere Gesellschaft angewiesen ist, herrschen desolate Zustände. Polizisten, Krankenpfleger, Altenpfleger, Paketboten, Lehrer .... die Belastung und die Dienstzeiten passen überhaupt nicht zur Bezahlung, obwohl diese Berufe quasi das Fundament einer funktionierenden Gesellschaft.

Und in vielen dieser Berufe versucht man nun die Lücken zu füllen mit Menschen, die diese Arbeit zu diesen Bedingungen machen, anstatt die Bedingungen zu verändern.

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gehmlich 17.12.2018, 12:05
28. Schlecht bezahlte Arbeit?

Falls die Arbeit schlecht bezahlt und anstrengend ist haben die Mitarbeiter dieser Logistikunternehmen doch die Freiheit eine andere Anstellung zu finden. Sie müssen sich allerdings schon selbst darum kümmern und nicht nur jammern! Und, ja: Sie müssen sich evtl. auch weiter bilden. Früher oder später werden sie eh gegangen sein.

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Jonas B. 17.12.2018, 12:05
29. Mindestlohbn radikal erhöhen.

Ich glaube fast alle Jobs in prekären Verhältnissen sind aus dem Dienstleistungssektor und können nicht mal eben ins Ausland verlagert werden.
Daher verstehe ich nicht was gegen eine Erhöhung des Mindestlohns spricht.

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