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Paketzusteller zur Weihnachtszeit: Ausgeliefert
DPA

330 Millionen Pakete versenden die Deutschen zur Weihnachtszeit. Jedes Jahr werden es mehr. Die Zusteller leiden unter der hohen Belastung und der schlechten Bezahlung. Und die Straßen der Städte verstopfen. Wie kommen wir daraus?

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markus_wienken 20.12.2018, 12:59
400.

Zitat von Einhorn
Eine Ergänzung noch, da Sie das offenbar gar nicht wissen: Die wunderbare Hartz-IV-Welt hat einen Haken: Sie dürfen keinen Job ablehnen, nur wegen einem bisschen Schikane. Wenn Sie also im Umkreis von zwei Stunden (erst ab zweieinhalb wird es unzumutbar) von einem Auslieferungslager wohnen, dann werden die sort arbeiten, so lange das Unternehmen das wünscht. Weigern Sie sich, wird ihr Existenzminimum gekürzt oder gestrichen. Die Schizophrenie dieses Satzes dürfen Sie nach Gusto genießen - so ist das in Deutschland mit der Existenz geregelt. Das erklärt hoffentlich, warum mich Ihre Beiträge so wütend gemacht haben.
Ja, das ist mir alles bekannt und ändert rein gar nichts an dem was ich vorab geschrieben habe.

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markus_wienken 20.12.2018, 17:20
401.

Zitat von Einhorn
Allein aus diesem Satz schließe ich, Sie selbst mussten sich noch nie auf dem Arbeitsamt arbeitslos melden. Dort müssen Sie sich bis zum Erbrechen rechtfertigen, wie es zu einer Kündigung kommen konnte. Mir hatte man damals noch gesagt "in Ihrem Alter haben Sie jetzt wirklich ein Problem, das hätten Sie vermeiden müssen" - "da müssen wir jetzt sehen, ob wir für Sie nochmal was finden". Ich war Mitte 40. Lamentieren Sie ruhig weiter von Ihrem warmen Sofa darüber, was andere tun müssten um Ihrem Großvater Ehre zu machen. Aber vielleicht könnten Sie einmal kurz überlegen, wie die Lebenswirklichkeit anderer Menschen aussieht.
All das ändert nichts daran, dass eine Entlassung wg. gewerkschaftlicher Betätigung (oder auch Betriebsrat) kein Grund ist Hartz4 zu verweigern.
Die Lebenswirklichkeit unserer (Ur)Großväter sah erheblich schwieriger aus als es sich heute darstellt.
Aber ist schon Recht, machen Sie (und andere Betroffene) so weiter wie bisher, ergeben sich in Ihr Schicksal und jammern über das ach so ungerechte Leben/Lebensumstände.
Wenn sich niemand wehrt, wird sich auch nichts ändern.

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Einhorn 20.12.2018, 18:33
402.

Zitat von markus_wienken
All das ändert nichts daran, dass eine Entlassung wg. gewerkschaftlicher Betätigung (oder auch Betriebsrat) kein Grund ist Hartz4 zu verweigern. Die Lebenswirklichkeit unserer (Ur)Großväter sah erheblich schwieriger aus als es sich heute darstellt. Aber ist schon Recht, machen Sie (und andere Betroffene) so weiter wie bisher, ergeben sich in Ihr Schicksal und jammern über das ach so ungerechte Leben/Lebensumstände. Wenn sich niemand wehrt, wird sich auch nichts ändern.
Die Zeiten haben sich geändert. Heute glaubt die Welt dass alle Hartz-IV-Empfänger saufen, den ganzen Tag fernsehen und sich nicht um ihre Kinder kümmern. Diese Art der öffentlichen Meinung gab es früher nicht. Die Urgroßväter, die sich gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen wehrten galten als mutig. Heute ist, wer sich nicht beugt "sich zu fein" oder "zu faul zum richtig Arbeiten".

Aber natürlich, irgendwann werden die Schwächsten der Gesellschaft aufbegehren und sich wehren. Und das wird für die, die immer so laut sagen "sollen sie halt einen anderen Job machen" sicher nicht so schön sein. Aber bis dahin wird unser Hartz-IV-System weiterhin Menschen in Mindestlohnjobs in 2 Stunden Umkreis füttern, weil der Sachbearbeiter vom Arbeitsamt ihnen klar gemacht hat, dass sie keine Wahl haben. Wer weiß, vielleicht beginnt es, wenn all diese Mindestlöhner in den Ruhestand gehen und Grundsicherung beziehen, weil sie halt nichts einbezahlt haben in die Rente. Wovon denn auch.

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von kraehenburg 20.12.2018, 21:28
403. ....

Zitat von luny
DHL beschäftigt überhaupt keine Fahrer.
das ist grundsätzlich falsch. Das Produkt DHL Paket wird zum Teil von der DHL Delivery GmbH bedient, eine 100% Tochter von DPDHL. Hier werden eigene Fahrer eingesetzt.

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