Forum: Wirtschaft
Panama Papers: Whistleblower fürchtet angeblich um sein Leben
Getty Images

Er nennt sich "John Doe" und brachte die "Panama Papers"-Affäre ins Rollen. Jetzt fürchtet der Whistleblower offenbar Racheakte. Die "Süddeutsche Zeitung" weigert sich deshalb, die Dokumente an die Behörden zu geben.

Seite 1 von 7
ach 08.04.2016, 09:53
1. John Doe

Vor über einem Jahr bekam die Süddeutsche 80 GB aus den dem leak.
Jetzt sind es 2,8 TB.
Gab es 2 John Does?

Außerdem stellt sich dei Frage, ob die Papiere bei NDR & WDR ähnlich geschützt sind wie bei der Süddeutschen - öffentlich-rechtliche Anstalten sind zur Amtshilfe verpflichtet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SpitzensteuersatzZahler 08.04.2016, 09:55
2.

Er kann doch vielleicht einfach Asyl hier beantragen und Schutz genießen. Bei Snowden hat man sich ja leider nicht getraut.

Generell ist es leider so, dass das einzige Mittel gegen solche Machenschaften ein anständiges Steuersystem wäre. Wenn jeder 15% zahlen müsste, würde NIEMAND mehr das Risiko eingehen, wegen 3-5% mehr Ersparnis Straftaten zu begehen. Das zu versteuernde Einkommen würde geradezu explodieren und der Fiskus hätte mindestens genauso viel Budget wie vorher. Natürlich müsste man in dem Zug dann auch alle möglichen Steuersparmodelle verunmöglichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rollerfahrer 08.04.2016, 09:57
3. Whistleblowerschutz ist und muß sich allem anderen Unterwerfen!

Transparenz ist der nächste logische und dringend notwendige Entwicklungsschritt für die Demokratie!
Alles andere ist deren tot!
Und genau damit sich Transparenz durchsetzen kann, damit geheime Transaktionen und Verträge von und mit Staaten Gefahr laufen aufgedeckt zu werden, dafür brauchen wir die Whistleblower. Sie sind für uns alle zwingend notwendig und müssen von Staatswegen geschützt werden. Alles andere ist politische Heuchelei!
So hat die Süddeutsche unbedingt recht mit dem Quellenschutz vor allem anderen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steinbock8 08.04.2016, 10:00
4. Devise

wer nichts tut macht auch keine Fehler die Politik will sich nicht mit den reichen und Mächtigen dieser Welt anlegen außerdem weiß die Politik nicht wer alles involviert ist außerdem hat Herr Schäuble auch mindestens eine Leiche im Keller und hinter den Kulissen gibt es andere regeln die Skandale über Jahrzehnte machen halt leicht abhängig und beeinflussen alle Entscheidungen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_e._kurtz 08.04.2016, 10:01
5. nachvollziehbar

In der Sendung "die story im ersten; PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshore-Firmen" vom Montag (http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/panamapapers-im-schattenreich-der-offshorefirmen-104.html) war zu sehen, in welcher Festung Herr Mossack in Panama wohnt, und der dient Despoten und organisierten Kriminellen.
Da möchte man sich kaum ausmalen, wie diese Klientel mit jemandem umspringt, der sie entlarvt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinzpeter0508 08.04.2016, 10:10
6. Willkommen auf Planet Erde

unserer Welt des „homo cupidus“ (gieriger Mensch). „Homo sapiens“ nur ein süsser Traum, eine Minderheit, die sich nur noch im „Kampf gegen Windmühlen“ verschleisst. Übernommen hat längst der homo cupidus und man findet ihn überall, in Politik, in Wirtschaft, bei den Banken, im Sport, im Verbrechen. Politiker, Wirtschaftskriminelle, Korrupte, Warlords, Geheimdienste, Mafiosi, geben sich die Türe nicht nur in den Steueroasen, doch selbst wie bei Illner gestern erwähnt im eigenen Land, in EU Ländern wie Luxembourg, Niederlande, Irland, u.a., wie auch in den US Staaten. Wer da noch an Gerechtigkeit, Ethik und Moral glaubt, der glaubt sicherlich auch noch an den Weihnachtsmann. Wenn Merkel und Obsama von „unseren hohen Werten“ faseln, dann ist das doch nur noch ein Lügen und Betrügen der Menschen, eine Verhöhnung. Denn wie Herr Fiedler richtig sagte, die Politik unternimmt dagegen fast nichts, sie baut nur „smoke screens“ auf, schützt die Korrupten und Wirtschaftskriminellen, oder ist ganz einfach ohnmächtig, und belügt das Volk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
black-mamba 08.04.2016, 10:10
7.

Es ist mir immer wieder unverständlich, weshalb Behörden so scharf darauf sind, die Identität von Whistleblowern quasi an die Öffentlichkeit bringen zu wollen. Denn geschützt werden die Whistleblower von denen doch nicht. Die Identität ist doch nicht wichtig. Anhand der Unterlagen, die ein Whistleblower beschafft, kann nahezu immer festgestellt werden, ob hier Tatbestände vorliegen. Wenn ja kann man einfach mit Ermittlungen gegen Täter anfangen, weil ja begründete Verdachtsmomente vorliegen. Man muss niemanden in Gefahr bringen, wenn man genau das nicht will. Stellt sich mir deshalb die Frage: Was wollen die Behörden also tatsächlich - Straftaten unabhängig vom Ansehen der Person verfolgen, oder Whistleblower mundtot nachen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ironpolem 08.04.2016, 10:10
8. Das ist Ausdruck der westlichen

Wenn in China Menschen gegen die dortigen Diktaturen agieren, dann nennt man sie im Westen Freiheitskämpfer. Dort nennt man sie Verräter. In der Türkei stehen Journalisten vor Gericht - weil sei die Wahrheit sagten In Russland sitzt seit Jahren ein Amerikaner fest, der die Machenschften der amerikanischen Geheimdienste öffentich machte. Ihm droht die Todesstafe für seinen Verrat. Diese westliche Wertegemeinschft hat nichts mehr mit den Demokratievorstellungen der Gründerväter zu tun. Immer deutlicher wird, daß die Demokratie ausgehölt wird. Da müssen sich Journalisten zurückhalten oder man hängt ihnen ein Verbrechen an (wie in allen Diktaturen). "Wihstleblower", sind Menschen, die die Wahrheit sagen und den westlichen, selbstverliebten "Demokratien" die Maske etwas vom Gesicht ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Knacker54 08.04.2016, 10:11
9. Helden!

Whistleblower sind die Helden unserer Zeit. Leider werden ihre Interessen von den Nutznießern ihres Handelns allzu schnell vergessen! Wer denkt noch an Bradley Manning, der in den USA für 35(!) Jahre im Knast schmohrt, nachdem er ungalubliche Menschenrechtsverletzungen der US_Army ans Licht der Weltöffentlichkeit gebracht hat?
Auch Edward Snowden ist sicherlich alles andere als glücklich im höchst unsicheren russchischen Exil. Und Julian Assange geht es auch nicht besser!
Dass sich trotzdem noch Menschen finden, die zum Wohl ihrer Mitmenschen Skandale öffentlich machen, wundert mich schon. Wir sollten uns viel mehr, intensiv und permanent für ihre Freilassung bzw. Freistellung von sog. Strafverfolgung einsetzen, damit sie unter uns ein Leben in Freiheit und Menschenwürde führen können.
Edward Snowden, Julian Assange und Bradley Manning zahlen für unsere Faulheit und Ignoranz. Vergessen wir bitte nicht unsere Helden!
Sonst gibt es bald keine Whistleblower mehr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7