Forum: Wirtschaft
Panik nach Rubel-Absturz: Russische Notenbank erhöht Leitzins auf 17 Prozent
AP

Der Rubel ist dramatisch abgestürzt, die russische Notenbank reagiert radikal: Sie hebt den Leitzins um satte 6,5 Prozentpunkte an.

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agathon68 16.12.2014, 13:10
60. Hetze?

Zitat von Andi500
Ich finde es schlimm, mit welchen Mitteln wird, Russland zu schaden. In unseren Medien findet zudem eine unerträgliche Hetze statt. Das ist einfach nur traurig, und wird uns auf Dauer mehr schaden als Russland.
Haben Sie schon mal Russia Today gesehen?
Sie wissen nicht, wovon Sie reden! Immerhin herrscht hier Presse- und Meinungsfreiheit, was man von Russland nicht sagen kann. Dort werden missliebige Medien einfach verboten, die Journalisten kriminalisiert oder - wie die Politkowskaja - ermordet: die Täter findet man dann natürlich nicht oder man beschuldigt ein paar wehrlose Kaukasier. Ich denke, dass wir hier eine der freiesten Medienlandschaften der Welt haben. Es geht doch um die Wahrheit und nicht darum, Russland zu schaden. Gegen die Russen hat hier niemand etwas, im Gegenteil. Allerdings wenden wir uns zu Recht gegen Völkerrechtsverletzungen, Aggression und Annexion, die beispiellose Zerstörung der europäischen Friedensordnung durch einen machtgeilen Diktator, der sein Volk ins Unglück führt.

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agathon68 16.12.2014, 13:14
61. Warum, fragen Sie noch?

Zitat von x+n
Ein möglicher Grund wird von SpOn nicht genannt: die USA planen neue Sanktionen "Nach den Plänen des US-Kongresses sollen die neuen Sanktionen russische Rüstungsunternehmen und ausländische Investoren in der russischen Ölindustrie treffen." http://derstandard.at/2000009418230/Furcht-vor-US-Sanktionen-drueckt-Rubel-auf-Rekordtief Und das alles warum? Weil Russland sich genauso verhält wie der Westen.
Wegen Völkerrechtsverletzungen (z.B. das Budapester Protokoll von 1994, in dem u.a. Russland die territoriale Integrität der Ukraine garantiert hat), Aggression und Annexion. Wenn Russland zur europäischen Friedensordnung zurückkehrt, zur Respektierung der Grenzen und zur friedlichen Zusammenarbeit, werden die Sanktionen schnell aufgehoben werden. Russland müsste natürlich vorher seine Eroberungen zurückgeben und Schadensersatz für seine Verbrechen leisten.

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agathon68 16.12.2014, 13:21
62. Traurig, traurig

Zitat von BettyB.
Die Weltwirtschaft schrumpft nicht, der Ölverbrauch geht nicht zurück, die Förderung ist nur minimal gestiegen und der Ölpreis um 40% eingebrochen. Die USA und die Saudis kämpfen gemeinsam gegen Russland und den Iran und nicht wenige meinen, der Aggressor sei Putin. Man könnte sich schief lachen, wenn es nicht so traurig wäre...
Putin hat nicht begriffen, worauf es ankommt: auf eine konkurrenzfähige Wirtschaft, aber doch nicht auf militärische Hochrüstung, Aggressionen und Annexionen. Im übrigen ist wegen der schwachen Weltkonjunktur natürlich der Ölverbrauch zurückgegangen, zudem gibt es wegen der hohen Produktion in den USA ein Überangebot. Dass dann die Preise fallen, wenn die Produktion nicht gedrosselt wird, ist doch ein simples Marktgesetz. Putin hat wohl geglaubt, seine aggressive Außenpolitik würde straflos bleiben, denn der Westen sei schwach und dekadent: da hat er sich gründlich getäuscht.

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Teile1977 16.12.2014, 13:22
63. Propaganda

Zitat" Solange sich Russland nicht der Nato unterordnet
und seine Rohstoffe amerikanischen Investoren überlässt, wird der Druck auf das Land anhalten. Dann folgt das gleiche Spiel mit China. Die USA sind schließlich Gottes ausgewählten Volk. Zitatende

Manchmal frage ich mich bei solchen Kommentaren, ob die Leute wirklich so (XXXXX) sind.
Die NATO hat absolut kein Interesse daran Russland unterzuordnen, es war bis letztes Jahr sogar so das Russland der PARTNER der NATO war!
Und das Raketenschild (bei dem Russland beteidigt war) wurde bereits vor mehreren Jahren abgesagt.
Zu guter letzt: Ein NATO Beitritt der Ukraine wurde vor vielen Jahren abgelehnt und die NATO benötigt auch nicht den Hafen auf der Krim! Die NATO hat genügend Mitgliedsstaaten am schwarzem Meer, die Häfen haben!!

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heinz.mann 16.12.2014, 13:26
64. Es ist der ÖLpreis und die OPEC, die ihn niedrig hält

um das Fracking in den USA zurückzudrängen. Dies schadet auch der russischen Wirtschaft. Jedoch werden die OPEC Länder dieses Manöver höchstens ein halbes Jahr durchhalten können. Dann wird man wieder nachsteuern müssen. Und dann geht es auch den Russen wieder besser. China braucht Rohstoffe, man wird sich umorientieren.

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joe sixpack 16.12.2014, 13:26
65. Die Krim

Zitat von denken-drücken-sprechen
Nix da! Wir lassen uns doch nicht von diesem Autokraten mit seinen Großmachtsfantasien vom russischen Imperium tyrannisieren. Alle Initiative liegt bei Putin. Russische Soldaten raus aus der Ukraine, keine Unterstützung mehr für die Terroristen im Donbas und über die Krim wird neu verhandelt. Schwups sind alle Sanktionen aufgehoben. So läuft der Hase und nicht anders. Putin hat es in der Hand!
Wir koennen nicht ueber die Krim verhandeln. Die Krim ist Teil des souverainen Staates Ukraine. Die Zeiten wo wir mit den Russen ueber Staaten, die zwischen uns liegen, verhandeln konnten, sind Gottseidank vorbei.

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Teile1977 16.12.2014, 13:35
66. Wahrheit?

Zitat" Ich mag in den allgemeinen Jubel über den Niedergang Russlands nicht so recht einstimmen. Dazu kenne ich genügend Russen, die sich bisher keine Sprünge leisten konnten und das in naher Zukunft noch viel weniger können. "Zitatende

Hm, bisher haben die Putinfreunde doch alle behauptet das es Russland blendend geht, und sie den Westen nicht brauchen!
Aber leider geht es den Menschen anscheinend nicht so toll, Provitieren können von den Aktionen des Kremel anscheinend nur die Reichen.

Im übrigen hat Putin die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus dem Westen verboten, und nicht wir! Das er damit die Nahrung für die Ärmeren SChichten bald unbezahlbar macht ist ihm egal. denn schuld alleine hat natürlich der Westen.
Traurig, Russland war bis vor 2-3 Jahren auf dem richtigem Weg.
Bald werden wir wieder wie in den 90er Jahren Carepakete nach Russland schicken, damit die Bevölkerung nicht verhungert. Wird Putin diese Pakete hereinlassen, oder sind diese Nahrungsmittel dann auch mit Sanktionen belegt.

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lieber_incognito 16.12.2014, 14:15
67.

Zitat von BettyB.
Die Weltwirtschaft schrumpft nicht, der Ölverbrauch geht nicht zurück, die Förderung ist nur minimal gestiegen und der Ölpreis um 40% eingebrochen. Die USA und die Saudis kämpfen gemeinsam gegen Russland und den Iran und nicht wenige meinen, der Aggressor sei Putin. Man könnte sich schief lachen, wenn es nicht so traurig wäre...
Wenn Ihre Logik auch nur halbwegs stimmen würde, hätten die Saudi und andere Golf-Staaten die Ölfördermengen ja drastisch steigern müssen. Genau das ist aber nicht passiert.

Also woher kommt denn dann das Überangebot welches für den Preisverfall verantwortlich ist?

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lieber_incognito 16.12.2014, 14:17
68.

Zitat von willibaldus
aber wer soll es richten? Einen Umsturz wünsche ich Russland nicht. Höchstens eine vernünftige Führung, die weiss, dass ein anderer es auch kann. Putin I und Medwedew haben doch relativ gut regiert. Hat das Land sonst niemand? Muss es wirklich ein autoritäres System sein und wo ist dann die Grenze zu einem totalitären System?
Medwedew wäre vielleicht noch eine Alternative. Zu Beginn seiner Präsidentschaft hat er sich offen und als Modernisierer gezeigt. Auch politisch wollte er Russland liberalisieren. Bis Putin ihn in die Schranken gewiesen hatte.

Deshalb kann es mit Medwedew evt. besser werden. Aber nur, wenn Putin dann absolut raus ist aus dem Spiel.

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lieber_incognito 16.12.2014, 14:27
69.

Zitat von x+n
Im Saarland gab es eine Volksabstimmung. Die Leute haben sich für Deutschland entschieden. Vielleicht nehmen Sie sich Ihren letzten Satz mal zu Herzen.
Das Saarland war deutsch und wurde als Kriegsfolge von Frankreich besetzt und verwaltet.
Eine völlig andere Situation, als die mit der Krim.
Die Krim war Teil der Sowjetunion. Und in dieser ein teil der ukrainischen Sowjetrepublik. Und zwar nicht aus einer "Schnapslaune" heraus, sondern aus sehr pragmatischen und wohl durchdachten Gründen, die nichts, aber auch nichts mit ukrainischen Nationalismus zu tun hatten, sondern u.a. mit dem Abbau von Verwaltungshemmnissen beim dringend notwendigen Wiederaufbau der total zerstörten Krim nach dem zweiten Weltkrieg. Diesen Wiederaufbau hat maßgeblich die Ukraine gestemmt.

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