Forum: Wirtschaft
Panikmache oder Schönfärberei: Wie schlimm wird der Abschwung?
Fabian Bimmer / REUTERS

Lange sah es so aus, als ob der Aufschwung unkaputtbar sei. Doch das ist vorbei. Mit der Konjunktur geht es abwärts - offen ist nur, wie tief der Fall sein wird.

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mina2010 07.04.2019, 17:19
1. Dass wird letzlich davon abhängen,

wie verantwortungsvoll die Medien mit diesem Thema umgehen.
Leider erlebt man immer wieder effekthaschende Beiträge, die zu genereller Verunsicherung führen und ein Teil der "sogenannten" Krise beruht dann nur auf "Panikmache".
Seit den 80er Jahren haben wir kein Erdöl mehr.
Nach Tschernobil ist Europa fast ausgestorben.
Seit Deepwater Horizon ist der Pazifik ein totes Wasser.
Und die Vogelgrippe hat die halbe Menschheit ausgerottet.

An diesen Ecken fehlen mir dann immer entsprechende Artikel ...
war zwar Mist, aber nochmal davongekommen.

Von den bisher fetten Zeiten haben die Bosse was bemerkt, bei Ottonormalverdiener ist da kaum was angekommen.
Die Herrschaften haben da sicher schon die Notfallpläne in der Tasche ... Personalabbau, Produktionsverlagerung ins Ausland.
Alternativ freundliche Förderungen aus öffentlichen Geldern, die Ottonormalverdiener dann über Steuererhöhungen oder noch einen Soli schultern darf.

Wie sagt Vdl:"Wir sind auf dem richtigen Weg!"

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Nordstadtbewohner 07.04.2019, 17:20
2. Der Arbeitsmarkt wird stabil bleiben

Ich kann Henrik Müller nur zustimmen. Auch wenn die Konjunktur zurückgehen oder gar stark einbrechen wird, der deutsche Arbeitsmarkt wird stabil bleiben. Da ist einerseits der demografische Wandel, andererseits die nach wie vor vielen unbesetzten Stellen in der Privatwirtschaft, die schon seit langer Zeit nicht besetzt werden können. Man schaue da nur in die Pflegebranche. Sicherlich wird die Industrie Federn lassen (müssen), aber der Wandel von der Industriegesellschaft hin zur Dienstleistungsgesellschaft ist seit Jahrzehnten im Gange. Dazu kommt, dass im Zuge einer andauernden Wirtschaftskrise arbeitssuchende Industriearbeiter umschulen und ihr Geld als dringend benötigte Pflegekräfte verdienen können, wenn sie denn nur wollen. Oder das Beispiel Bundeswehr und Ford... Bei meinem Arbeitgeber ist es so, dass wir für die nächsten Jahre mehr als genug Aufträge haben, eigentlich sogar mehr, als wir haben wollen. Von daher wird die Krise kein Problem sein. Am Ende steht daher wieder ein Aufschwung.

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Haarfoen 07.04.2019, 17:25
3. Endlich mal eine Verschnaufpause ...

Puuh ... irgendwie ackern alle wie die Wahnsinnigen. Vielleicht gibt es ja mal eine kleine Pause, genügend Arbeitskräfte haben wir ja auch nicht. Der Sommer kommt, 10% weniger produzieren und mal öfters am Badesee liegen und etwas mit den Kids unternehmen. Das haben wir uns ganz eindeutig verdient. Ob die "Eliten" dabei Geld verlieren, kann einem egal sein. Mir zumindest. Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sommer!

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mercuriusstraat13 07.04.2019, 17:29
4. und wieder ein Experte ...

Leute, die ihr Wochenende damit verbringen, eine Kolumne zu schreiben, sind sicherlich nicht die, die wissen, wie es geht. Die haben das nämlich gar nicht mehr nötig. Die liegen in der Sonne und geben keine Tipps. Alle, die noch arbeiten müssen, sind hier leider keine Experten, sorry.

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curiosus_ 07.04.2019, 17:33
5. Tja, Herr Müller..

Zitat von Henrik Müller
Deutschland vor! Die Bundesrepublik ist die einzige größere europäische Volkswirtschaft, die noch über nennenswerte konjunkturpolitische Spielräume verfügt. Die Staatsschuldenquote wird 2020 auf 53 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken, prognostizieren die Forschungsinstitute. Die Forderungen aus dem Ausland nach höheren öffentlichen Ausgaben dürften laut und lauter werden. Die Bundesregierung und die Wirtschaft sollten sich darauf vorbereiten und überzeugende Antworten parat haben, am besten eine Investitions- und Innovationsoffensive.
..Sie wiederholen sich. Wie schon damals, zu Zeiten des [url=http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/wirtschaftsausblick-2019-investiert-endlich-thread-845713-1.html#postbit_71249725]Kommentars von binibona[url], soll nun mal wieder der deutsche Staat die Welt retten. Dann bleibt mir nichts anderes übrig als mich ebenso zu wiederholen.. Spart Aufwand.

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egoneiermann 07.04.2019, 17:34
6.

Natürlich gibt es immer ein Auf- und Ab. UNd leider gibt es auch immer Medien, die besonders den Abschwung genüsslich zelebrieren. Heute kann man das zumindest quantitativ bestimmen, ob es bei solchen Artikel eine höhere Klickzahl gibt, qualitativ kenne ich aber niemanden, der sowas andauernd lesen will.

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Tinselownrebell 07.04.2019, 17:40
7. Alle wollen Klimaschutz ...

keiner will auf Wachstum verzichten. Wenn wir ernsthaft das möchten, was ein paar unserer Kinder Freitags bestreiken, dann müssten wir noch mit ganz anderen Abschwüngen umgehen. Echter Verzicht bedeutet, dass es unbequem wird, das wir mit weniger Geld und weniger Komfort leben. Konjunktur heißt "weiter so", dann ändert sich nichts.

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harald441 07.04.2019, 17:41
8. Nordstadtbewohner (heute, 17:20 Uhr)

scheint übersehen zu haben, daß eine reine Dienstleistungsgesellschaft nicht funktionieren kann, denn diese lebt davon, daß die Industrie Geld verdient und diesen Mehrwert weitergibt an ihre Arbeiter und Angestellten. Und nur das, was diese nach Abzug der Lebenshaltungskosten ausgeben können, kommt bei der sogenannten Dienstleistungsgesellschaft an.
Machen wir ein Gedankenexperiment: Wenn in einem isolierten Dorf jeder jedem die Haare schneiden und dafür 20.- EURO kassieren würde, dann wäre dieses Dorf eine hunderprozentige Dienstleistungsgesellschaft, die aber zum Aussterben verurteilt wäre, weil das vorhandene Geld ohne Mehrwert nur im Kreis herumgereicht würde.
Verstanden?

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brathbrandt 07.04.2019, 17:43
9.

Und? Haben wir vorgesorgt? In guten Zeiten muss man vorsorgen. Ist unsere Infrastruktur tipptopp? Die Straßen? Die Brücken? Die Eisenbahnstrecken? Die Flughäfen? Die Schulen? Die Altenversorgung? Das Militär? Die Penionsfonds? Die Rücklagen für Pflege? - Daran wird unsere Kanzlerin gemessen werden.

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