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Parteiinterner Klimawandel: Linken-Spitze will mehr öko wagen
DPA

Die Linke wäre gern grüner - aber nicht weniger sozial. Wie das gehen soll, konnte sie bislang kaum schlüssig erklären. Ein neues Strategiepapier soll nach SPIEGEL-Informationen Klarheit schaffen.

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Schartin Mulz 28.06.2019, 13:01
1. Ich wünschte ja,

die "Klimapolitik" der Grünen würde auch mal in ählicher Wiese kritisch beleuchtet.
Aber deren Worte sind ja derzeit das neue Evangelium.

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paul.lemke 28.06.2019, 13:14
2. Zu Ende denken

scheint nicht gerade die Stärke der SED-Nachfolgepartei zu sein. Einerseits sollen die Mieten nicht mehr erhöht werden und andererseits sollen Immobilienbesitzer zu energetischen Sanierungen verpflichtet werden. Wie soll das denn gehen, ohne das die Eigentümer in Insolvenz gehen?

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aschu0959 28.06.2019, 13:16
3. Irgendwie muß man ja wohl vom Umweltboom profitieren

und sich als Koalitionspartner für die künftige Regierung anbiedern, wäre ja gelacht wenn man das nicht mit ein paar Publikationen und halbgrünen Reden auch als Roter hinbekäme. Bemerkenswert ist doch nur, daß es die PDS noch vor den Sozis schafft.

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catomaior 28.06.2019, 13:23
4. Belastung der Besitzer von Wohnungen Entlastung der Eigentümer

Eine interessante Position der Linken. Ich frage mich nur, warum ausgerechnet die Besitzer der Wohnungen, das sind rechtlich die Mieter, verpflichtet werden sollen die energetischen Sanierungen durchzuführen. Das die Linkspartei die Eigentümer entlasten will scheint mir nicht ganz zum Parteikonzept zu passen. Aber heutzutage ist ja alles denkbar.

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geri&freki 28.06.2019, 13:24
5. Quälende Lippenbekenntnisse

Ob die Linke nun das globale Schicksalsthema "Umwelt" in seiner ganzen Komplexität, Dimension und Tragweite erfasst hat, ist doch stark zu bezweifeln. Anscheinend lassen sich die sieben Punkte der Mitgliedschaft auch nur dann verkaufen, wenn sie jeweils mit einer guten Portion Kapitalismuskritik garniert sind. Wirkliche Kritik am herrschenden Wachstumssystem würde jedoch erfordern, auch grundsätzliche Teile des eigenen Weltbildes zu hinterfragen. Plakative, aber unverbindliche Sonntagsreden und etwas grün eingefärbte Schaufenster-Deko alleine reichen nicht - und verschaffen noch lange keine politische Glaubwürdigkeit.

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chjuma 28.06.2019, 13:24
6. Mehr Öko wagen...

Ich glaube einer Ökodiskussion erst dann, wenn sich jemand wirklich an die drastische Beschneidung des Massenflugwahns traut. Nach allem, was man so liest und vergleicht, tut sich mir ein Verdacht auf. Der da wäre.... Egal wie viel ein Auto an CO 2 ausstößt, es ist eigentlich irrelevant, weil es in Bodennähe geschieht und recht schnell von der Vegetation absorbiert wird. Bei Flugzeugen sieht das anders aus. Das Zeug wird in die Stratosphäre gepresst und verbleibt dort. Jahrzehnte lang. Genau so der Eintrag von Kohlekraftwerken. Die Thermik der Abgase befördert diese auch in mittlere Atmosphärenschichten und verbleiben dort länger. Und warum darf ein Privatflieger hochverbleites Flugbenzin in der Atmosphäre verballern, nur aus dekedentem Spass? Dieser Flugwahn gehört eingebremst, aber drastisch. Der Preis dafür wäre, dass wir im Urlaub am Boden bleiben. Oder Thailand auf der Landkarte zu bewundern ist. Aber ich denke mal, dass das im Interesse unserer Kinder zumutbar wäre. Aber schön dass wir jetzt den Rest der Natur umwühlen um das kleinste Problem mit dem Auto zu vergrößern. Wir sind schon echte Helden.

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Heimratt 28.06.2019, 13:24
7. Als ihre Gesinnungsgenossen an der Macht waren,

haben sie die Umwelt nur zerstört. U.a. durch eine Mauer quer durch Deutschland mit so hässlichen Wachttürmen, dass es die Karnickel verschreckte.

Oder durch die Giftsuppe, die die in die Werra schütteten und die Weser bis hinaus zur Nordsee zu einem toten Fluss machte.

Von den Braukohleöfen als sozialistische Errungenschaft gar nicht zu reden. Es stank im Winter in diesem Lande überall nach Schwefel.

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haarer.15 28.06.2019, 13:36
8.

Die Ausrichtung der Linken geht doch schon länger in Richtung Öko, ohne das Soziale aus dem Blick zu nehmen. Die Grünen wollen das im Prinzip ebenso, da muss man nix künstlich um-interpretieren. Auch die SPD ist da ähnlich ausgerichtet. Die Ziele also einigermaßen gut kompatibel. Wer sich aber tatsächlich noch viel mehr in Richtung Öko aufstellen muss, das sind die C-Parteien, die nur heiße Luft hinausblasen, aber nix wirklich verändern wollen. Nur müssen sie das zwingend, wenn sie für jene Parteien noch koalitionsfähig sein wollen. Sonst stehen sie bald allein - nur mit der Kleinpartei FDP.

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Listkaefer 28.06.2019, 13:43
9. Grün, aber trotzdem sozial.

Natürlich geht das, und das muss sogar gehen. Wir in D entlassen ca. 2,5 % des weltweiten CO2 in die Luft, China 28%. Mit den Rezepten der Grünen kommen wir in D dann mit einer komplett umgebauten, aber weltweit weniger wettbewerbsfàhigen Wirtschaft vielleicht auf 1%, in China bleibt es bei 28. Gewinn für das Weltklima minimal, Beeinträchtigung des Lebens in D aber beträchtlich. Das kann nicht unser Weg sein! Besser: Wir beweisen der Welt, dass Klimapolitik trotz Aufrechterhaltung von Sozialstandards und Lebensqualität möglich ist - und das hat dann eine Chance, anderswo und auch in China nachgemacht zu werden! Was ist zu tun dafür: Weitere Förderung der erneuerbaren Energien, Wasserstoff- anstelle von Batterieautos, alternative Kraftstoffe zur Rettung des Verbrennungsmotors und damit unserer Schlüsselindustrie Automobilbau, Geo-Engineering mit Milliarden fördern und Ergebnisse realisieren. Alles besser als die Rezepte der Grünen.

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