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Parteiinterner Klimawandel: Linken-Spitze will mehr öko wagen
DPA

Die Linke wäre gern grüner - aber nicht weniger sozial. Wie das gehen soll, konnte sie bislang kaum schlüssig erklären. Ein neues Strategiepapier soll nach SPIEGEL-Informationen Klarheit schaffen.

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muzepuckel 28.06.2019, 13:59
10.

Jau, fangt nun auch ihr noch an das Leben für die "kleinen Leute" noch teurer zu machen. Die (aus mehrererlei Sicht zweifelhaften) energetischen Sanierungen bleiben am Mieter hängen! Auch die Linke auf dem Weg unter die 5% Hürde. Na dann: Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Glück ab.

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Klaus David 28.06.2019, 14:04
11. Was bringt

eine klarere Linie in der Klimapolitik, wenn man es nach außen kaum kommuniziert und man deswegen sogar Wähler verliert? Eigentlich hätte im Zuge des Rezo-Videos die Linke bei der Europaparlaments-Wahl sogar eher profitieren müssen. Sie haben es aber versäumt, ihren grundlegende Stellung zur Klimapolitik darzulegen und auf die Jugend zu zugehen. Gleichzeitig müssten sie besonders der Jugend auch verständlich machen, das Klimapolitik auch eng mit dem sozialen zusammen hängt. Das ständiges ungebremstes Wachstum gerade in den Industrieländern (Vorbild für viele andere Länder) sich eben auch auf Klima auswirkt. Mehr Bescheidenheit und Nachhaltigkeit muss kommuniziert werden und zwar offensiv und nicht erst, wenn jemand nachfragt, was die Linke denn so im Programm hätte. Das würde sie dann auch von den Grünen, die eben doch um einiges mehr kapitalistisch denken, abgrenzen. Vielleicht sollte auch der Spiegel als (angeblich) traditionell eher linksgerichtetes Blatt mehr über linke Politik(er) schreiben. Sonst verschwindet die Linke irgendwann und keiner hat`s gemerkt.

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nach-mir-die-springflut 28.06.2019, 14:05
12. Trittbrettfahrertum (kurz vor der 5-%-Ausfahrt)

Energiewende muss man ökonomisch und juristisch angehen, nicht ökologisch. Die EE werden sich nur durchsetzen, wenn die Energie billiger ist als die fossile und atomare. Um sie billiger zu bekommen, muss man die Voraussetzungen schaffen im Ökonomischen und Juristischen. Wenn die Linke mehr Ökologie wagen will, sagt sie nur, dass sie keine Ahnung hat. Wagenknecht hätte sich vor einigen Jahren der Energiewende ökonomisch zuwenden können. Tat sie nicht. Heute bestimmt Kipping, die (manchmal) aussieht wie aus den 1920er Jahren, die Marschrichtung.

Das Verrückte ist Folgendes: Energiewende klappt nur genossenschaftlich. Wenn die vielen Anlagen Volkseigentum sind. Energiewende ist - ökonomisch gesehen - etwas Planwirtschaftliches, damit Sozialistisches. Wenn eine Partei Energiewende haben wollen würde/dürfte/könnte, dann die Linke. Wenn die Partei das begreift, die Energiewende ökonomisch zu begreifen,. das Ökologische als Nebeneffekt stehen zu lassen, um den sich nicht groß zu kümmern ist, könnte sie aus ihrem Sinkflug herauskommen.

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Supertramp 28.06.2019, 14:16
13. die Kohle Kraftwerke müssen aber auch die die linken abschaffen

Bergbau an Fossilien Energie Trägern darf in Deutschland nicht mehr gefördert werden

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Klaus David 28.06.2019, 14:17
14. Das traurige

Zitat von paul.lemke
scheint nicht gerade die Stärke der SED-Nachfolgepartei zu sein. Einerseits sollen die Mieten nicht mehr erhöht werden und andererseits sollen Immobilienbesitzer zu energetischen Sanierungen verpflichtet werden. Wie soll das denn gehen, ohne das die Eigentümer in Insolvenz gehen?
ist ja wohl eher, das seit Jahren ständig (hauptsächlich durch die großen Konzerne) die Mieten erhöht werden, die Nebenkosten auch aus unerfindlichen Gründen immer höher werden und mit dem eingenommen Geld nichts saniert wird. Die Sanierung sollen dann nachträglich durch total überhöhte Mieterhöhungen die Mieter tragen.
In einem muss ich ihnen recht geben. Es gibt viele Privatvermieter mit nur einigen wenigen Wohnungen. Die werden dann aber wohl dementsprechend unterstützt.
Und hören sie bitte endlich mit diesem unsäglichen SED-Gebrabbel auf. Sie wissen genau, das die Linke mit der nichts mehr gemein hat. Aber diffamieren geht immer, gelle?

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jeby 28.06.2019, 14:21
15.

Genauso wie die Grünen sollen die Linken mal genau erkären, was das alles kosten wird. Das wird nämlich gerne verschwiegen.

Gleichzeitig sollen die Nebenwirkungen der umweltfreundlicheren Alternativen auch nicht verschwiegen werden. Niemand will ein Windrad in unmittelbarer Nachbarschaft und jedes tötet etliche Vögel im Jahr. Für Biosprit werden etliche Felder mit Monokulturen zugepflastert und die Flächen fallen auch weg für den Anbau von Nahrungsmitteln. Dank des Biosprits werden auch Regenwälder abgeholzt, weil u.a. Palmöl dem Sprit zugemischt wird. Biodiesel aus Palm-, Raps- oder Sojaöl ist zum Bespiel noch schädlicher für das Klima als Erdöl.

Auch Elektroautos haben ihre Nachteile. Die Energie für sie muss ja irgendwo herkommen und das sind nicht immer umweltfreundliche Wege. Auch die Herstellung der Batterien belastet die Umwelt und wie sie dann irgendwann mal recycelt werden, muss man mal sehen. Im Moment schaffen wir das ja noch niemals mit Plastik, was meistens verbrannt oder ins Ausland verschifft wird. Die Recyclingquote liegt wohl nur bei 5,6 %.

Die Grünen und jetzt auch die Linken machen immer große Forderungen, aber wie das dann genau gehen soll, wird nicht erklärt. Es ist immer nur ein schwarz und weiß. Das eine ist immer ganz schlecht, das anderen immer ganz gut. Gleichzeitig machen sie Versprechungen, dass Normalverdiener und Ärmere nicht belastet werden. Wie soll das denn aber gehen, wenn Firmen und Haus- und Wohnungsbesitzer mehr zahlen sollen. Die reichen die höheren Kosten natürlich an ihre Kunden und Mieter weiter. Es ist naiv, etwas anderes zu glauben. Sie sollen wenigsten so ehrlich sein und sagen, dass Umwelt- und Klimaschutzt die Ärmsten am meisten belasten wird.

Und wo wir schon mal dabei sind, man sollte auch mal den Einfluss von Deutschland auf das Klima in der Welt realistisch betrachten. Die Grünen und anscheinend die Linken jetzt tuen immer so, als ob Deutschland alleine die Welt retten kann. Die Wahrheit ist aber, dass Deutschland nur für etwa 2 % des jährlichen weltweiten CO2 Ausstoß verantwortlich ist. Die EU insgesamt für etwas 9 %. Selbst wenn wir Deutschen gar kein CO2 mehr ausstoßen würden, würde das kaum einen Unterschied machen. Und China und die USA, die zusammen für 40 % verantwortlich sind, werden sowieso nicht auf uns hören.

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undog 28.06.2019, 14:22
16. Die Kapitalismuskritik der Linken

Zitat von geri&freki
Ob die Linke nun das globale Schicksalsthema "Umwelt" in seiner ganzen Komplexität, Dimension und Tragweite erfasst hat, ist doch stark zu bezweifeln. Anscheinend lassen sich die sieben Punkte der Mitgliedschaft auch nur dann verkaufen, wenn sie jeweils mit einer guten Portion Kapitalismuskritik garniert sind. Wirkliche Kritik am herrschenden Wachstumssystem würde jedoch erfordern, auch grundsätzliche Teile des eigenen Weltbildes zu hinterfragen. Plakative, aber unverbindliche Sonntagsreden und etwas grün eingefärbte Schaufenster-Deko alleine reichen nicht - und verschaffen noch lange keine politische Glaubwürdigkeit.
bedient vor allem deren neidische Wähler. Denn für die Bezahlung der linken Konzepte benötigen sie ja gerade diese Kapitalisten, Vermögenden und Hochverdiener, die extrem hoch besteuert werden sollen.
Und Umweltsteuern bzw. Verteuerrung von vielen notwendigen Konsumprodukten trifft relativ die Ärmsten am stärksten.

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sparrenburger 28.06.2019, 14:25
17. Immer weiter entfernen ...

vom normalen Arbeiter. Außerdem braucht Deutschland dringend noch eine ökokogische Partei. Das macht Sinn, das bringt Stimmen. Weiter so @dieLinke - läuft.

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Klaus David 28.06.2019, 14:27
18. Seit wann

Zitat von muzepuckel
Jau, fangt nun auch ihr noch an das Leben für die "kleinen Leute" noch teurer zu machen. Die (aus mehrererlei Sicht zweifelhaften) energetischen Sanierungen bleiben am Mieter hängen! Auch die Linke auf dem Weg unter die 5% Hürde. Na dann: Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Glück ab.
gehören Millionäre zu den sogenannten kleinen Leuten. Ich war übrigens mein Leben lang auch nur (gerne) einfacher Arbeiter, weil es solche auch geben muss. Aber klein habe ich mich nie gefühlt. Nur verarscht von den bestimmenden Leuten aus Wirtschaft und Politik.
Gehörte die Linke nicht so wirklich dazu.

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nach-mir-die-springflut 28.06.2019, 14:33
19. Jeder Sonnenstrahl eine Münze

Zitat von muzepuckel
Jau, fangt nun auch ihr noch an das Leben für die "kleinen Leute" noch teurer zu machen. Die (aus mehrererlei Sicht zweifelhaften) energetischen Sanierungen bleiben am Mieter hängen! Auch die Linke auf dem Weg unter die 5% Hürde. Na dann: Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Glück ab.
Man muss das Joule aus dem EE-Komplex als Währung handhaben. Dann bringt Energiewende Geld. Anders ist sie unbezahlbar. Wollen die Leute aber nix von wissen.

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