Forum: Wirtschaft
Parteitag der KP: Wie China einen neuen Super-Boom entfachen kann
REUTERS

Hinter verschlossenen Türen hat Chinas Regierung die größte Wirtschaftsreform seit Jahrzehnten beschlossen. Kühne, tiefgreifende Änderungen sind nötig, sonst drohen ein Einbruch des Wachstums und politische Unruhen. Doch mächtige Interessengruppen versuchen die Reform zu behindern.

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joG 12.11.2013, 11:36
1. Es ist schön, dass wir die chinesischen Probleme....

.....so gut im Griff hätten, wären es die Probleme Eurolands. Dummer Weise sind unsere Probleme viel schwieriger zu lösen.
;)

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Progressor 12.11.2013, 11:48
2. Künstliches Wachstum

Der Artikel suggestiert, es könne so etwas wie "natürliches" Wachstum geben. Diese Vorstellung ist falsch, aber weit verbreitet und wird deshalb der Eurozone das Genick brechen (gut so!).

Wirtschaftswachstum muss immer durch eine Erhöhung der Kreditaufnahme jährlich induziert werden. Natürlich muss das nicht immer der Staat sein. Private Haushalte, Unternehmen oder das Ausland tuns auch. Jedenfalls eine Zeitlang. Dann kommt die Stunde der Wahrheit und der Staat ist immer letzten Endes wieder dran.

China hat Probleme, die im Vergleich zur Eurozone sogar noch schlimmer sind. Die sollen sich mal warm anziehen. Mehr Geld ist das Mindeste.

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autocrator 12.11.2013, 11:57
3. au weia

Jesum, wo hat denn Stefan Schulz bloß diese Weisheiten her?
Das Ganze war offensichtlich ein ziemlich normales Arbeitsplenum des ZK, außer ein paar kleine Stellschrauben, an denen immer rumgefummelt wird, ist kein großer Wurf passiert.

Weder wurde der Hauptwiderspruch neu definiert, noch kam es zu einer nennenswerten Korrektur der wichtigsten Nebenwidersprüche,
Weder wurde eine personelle / personalisierte Kritik (immer ein Hinweis auf tiefgreifende Änderungen des politischen Kurses der KP) geäußert,
noch sind spektakuläre institutionelle Änderungen angedacht, geschweige denn durchgeführt worden.

Routiniert wurde die übliche Polit-Routine abgeartbeitet, nichts, aber auch rein gar nichts deutet darauf hin, dass Chinas Führung irgendwas am Status quo zu ändern gedenkt.

Schulz tischt und hier in eurozentristischer Sichtweise seine westliche Wunschliste auf, die mit den realen Gegebenheiten des chinesischen Politbetriebes nichts, aber auch rein gar nichts zu tun haben.

Mit amusement muss ich feststellen, dass die China-Berichterstattung des Spiegels noch immer so grottenschlecht ist, wie sie schon immer war.

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raumbefeuchter 12.11.2013, 12:03
4. Zustimmung

Zitat von Progressor
Der Artikel suggestiert, es könne so etwas wie "natürliches" Wachstum geben... Wirtschaftswachstum muss immer durch eine Erhöhung der Kreditaufnahme jährlich induziert werden.
Stimmt genau, leider ist das Wachstumsmärchen sehr weit verbreitet, daher sehr hartnäckig. Möglicherweise bedarf es noch entlicher kollabierender Zyklen bis dieser Glaube Risse bekommt.

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keinuntertan 12.11.2013, 12:08
5.

Chinas Politik der kleinen Schritte und großen Ziele ist klar im Vorteil. Statt kurzfristiger Rendite steht dort die langfristige Planung im Vordergrund. Da mögen zwar Finanz- und Immobilienblasen platzen. Doch den Koloss wird es auf Dauer nicht aufhalten. China rückt auf seinen historischen Platz zurück: als Reich der Mitte.

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MiniDragon 12.11.2013, 12:11
6. Danke für diesen SPON- Artikel

er enthält vieles, was uns in Europa zum Nachdenken anregen sollte.
Und mir scheint, dass unsere Politiker einiges von der heutigen chinesischen Führung lernen könnten.
China wird die USA als DIE Weltmacht ablösen.

Wir sollten uns hier in Europa rechtzeitig darauf einstellen.
Wer zu spät kommt.........

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WaldemarIdar 12.11.2013, 12:16
7. Unsinn

"Kühne Schritte sind nötig, sonst drohen ein Einbruch des Wachstums und politische Unruhen."

Die bisherige Wirtschaftspolitik mit der bewussten und kontinuierlichen Beteiligung aller am jeweils mehr Erwirtschafteten hat zu einem stabilen Konjunkturaufschwung über nun mehr als einem Jahrzehnt geführt. Man kann den Chinesen nur raten: Weiter so. Und nicht die Belastbarkeit der Wirtschaft prüfen, indem man unproduktive Leute fördert und damit das Wachstum abwürgt. Willy Brandt (der andere Meriten hat) hat das für Deutschland 1972 bejammernswerter Weise gemacht. Und so stiegen die Arbeitslosenzahlen in Deutschland von 176.000 auf über 5 Mio. und viele verelendete.

Erhard wusste es auch, dass es Wohlstand nur für Alle gibt und hat damit das Wirtschaftswunder geschaffen. Was bereits der erste Erforscher von Marktwirtschaft Adam Smith 1776 wollte: Wohlstand der Nationen, nicht von Einzelnen. Man muss die Kraft des reissenden Tigers bändigen, wenn man sie nutzvoll einsetzen will.

Nur Deppen glauben, dass Ökonomie funktioniert, wenn man sich nur selbst alles unter den Nagel reisst. "Hauptsache ICH" vergisst, das Menschen in Sozialität und arbeitsteilig wirtschaften.

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WaldemarIdar 12.11.2013, 12:21
8. Was verlangen Sie von "Atlantikern" mit klarem Feindbild?

Zitat von autocrator
(...) Mit amusement muss ich feststellen, dass die China-Berichterstattung des Spiegels noch immer so grottenschlecht ist, wie sie schon immer war.
Wer selbst nicht mehr weiter weiss, braucht Feindbilder. Und wer nichts taugt, sucht sich immer jemanden, der er hassen kann.
Wilhelm Busch, Schein und Sein:
Schein und Sein
Buch des Lebens

Haß, als minus und vergebens,
Wird vom Leben abgeschrieben.
Positiv im Buch des Lebens
Steht verzeichnet nur das Lieben.

Die Mitarbeiter des Spiegels können nicht lieben. Sie können noch nicht einmal achten und respektieren.

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neanderspezi 12.11.2013, 12:51
9. Horch was kommt von draußen rein, Hollahi Hollaho, wird wohl Chinas Super-Boom sein

Bimbambom, Boom, Boom, Super-Boom, Hyper-Boom, Kolossal-Boom, Bumm, Peng, Bimmelbammel. Solange es die KP nicht versteht den Smog zu komprimieren, in Dosen abzufüllen und den Bürgern mit oder ohne städtischem Bürgerrecht anzudrehen, bleibt der Boom auf schwer atmungsschädigendem Level hängen, da kann sich Europa und die übrige Welt noch so sehr Teilhabe an einem chinesischen Super-Boom herbeiwünschen mit Wachstum, Stabilität, Bürgerglück, politischem Höhenflug ohne Netz, das Ding wird eher ein Rohrkrepierer auf komplett sichtbehinderndem Smog-Niveau, wohl bekomm’s.

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