Forum: Wirtschaft
Parteizellen der KP in Unternehmen: "Deutsche Firmen könnten sich aus China zurückzie
AFP

Chinas Staatsapparat macht Druck, damit ausländische Konzerne in ihren Betrieben Parteizellen aufbauen: Die Kommunisten wollen mitreden bei Firmenentscheidungen.

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hwmueller 27.11.2017, 12:48
10. Wie vernünftig ist das denn?

Ein probates Mittel gegen den Raubtierkapitalimus! Ich glaube nämlich nicht, dass die ausländischen Firmen großes Interesse am Wohlergehen der chinesischen Bevölkerung haben. Lohn- und Umweltstandards sind Firmen aus Deutschland egal, schließlich lässt es sich ohne billiger produzieren. Also ein bisschen weniger Bigotterie. Das der Staat sein Land durch Kontrolle schützen will, ist weder undemokratisch noch diktatorisch. Diese Art des Einflusses würde ich mir seitens unserer Regierung gelegentlich auch mehr wünschen. Auch gut: Jetzt kommen die Arbeitsplätze zurück nach Oldgermany!

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upalatus 27.11.2017, 12:54
11.

Zitat von lathea
..... was für Folgen es hat, mit nicht-demokratischen Staaten derartige wirtschaftliche Verflechtungen zu machen, wie Deutschland. Müssen wir dann langsam auch bei uns befürchten, dass in europäischen Firmen, die in chinesischen Händen liegen, auch solche Zellen entstehen? Deutschland sollte bei Übernahmen von Firmen durch chinesische Firmen und Personen vielleicht in Zukunft etwas vorsichtiger sein. ;-)
'Wirtschaftliche Verflechtungen' heisst übersetzt nichts anderes als 'zur Freude und Befriedigung des hiesigen Verbrauchers'. Der Günstigkrempel von Badelatsche bis Trommelerdsieb etx. wird von nichtdemokratischen Staaten sehr gerne vom Kunden erworben, gleiches kennt man zum Thema Billigstkleidung. Der antidemokratische Hintergrund, Ausbeutung, Verschmutzung usw. ist Herrn/Frau Konsument und Geldanleger in wirksamer Gesamtheit herzlich egal. Auch egal ist, mit diesem Kaufverhalten die eigene Nahgrundversorgung mit alltäglich Bedarfsartikeln als auch Hochtechnologie zu amputieren. Wir sollten alle erheblich vorsichtiger sein.

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seppfett 27.11.2017, 12:56
12. Wann

Wann verstehen die Manager und Politiker endlich, dass die 'Offenheit' und der Niedriglohnsektor in China nicht aus Nächstenliebe angeboten werden. China ist ein staatskapitalistisches Land das seinen Einfluss ausdehnen will - Über Asien, Afrika und Europa.

KP steht für (Neo)Kapitalistische Partei und schon lange nicht mehr für Kommunismus.

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Björn L 27.11.2017, 12:58
13. Gut so, denn dies Stop evtl den Know-How-Transfer

Man nehme die Technologie Transrapid als Beispiel und stellt fest, dass die 2.Generation von den Chinesen nun ohne nenneswerte deutscher Beteiligung gebaut wird. In der Vergangenheit haben allerlei Firme und Konzerne unbedacht ihr Wissen samt Infrastruktur verkauft und/oder vor Ort installiert. Die Asiaten schicken ihren Nachwuchs auf westliche Universitäten und bald schon ist das Siegel Made in Germany (or elswhere in EU/western world) ein Erinnerung an gute Zeiten. Diese angedachte Einflussnahme seitens der KP kann etwas stoppen/verlangsamen, was sonst unaufhaltsam wäre.

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darthmax 27.11.2017, 12:58
14. Politischer Einfluss

Da hat sich doch nun gerade der Herr Schulz bei Siemens über die politische Einflussnahme einen Namen gemacht. Gemeinsam mit dem Betriebsrat unprofessionelle Vorschläge gegeben.
Gut , er ist nur Vorssitzender einer Partei, aber einer Regierungspartei.

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OskarVernon 27.11.2017, 13:00
15.

Zitat von lathea
Müssen wir dann langsam auch bei uns befürchten, dass in europäischen Firmen, die in chinesischen Händen liegen, auch solche Zellen entstehen?
Das können wir doch auch alleine: Aufforderungen an Unternehmen, Zulieferer, Mitarbeiter und sogar zahlende Kunden einer Gesinnungsprüfung zu unterziehen und sich ggf. von denen zu trennen oder gar nicht erst mit denen einzulassen, sind schon uneingeschränkt salonfähig.

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Idinger 27.11.2017, 13:03
16. Seit jeher

bin ich der Meinung, dass wir ausländischen Unternehmen, die unsere freiheitlichen Regeln nicht übernehmen wollen, diese nicht aufzwingen sollten. Bleibt als Reaktion auf die chinesischen Pläne nur, für die hier tätigen chinesischen Firmen zur Voraussetzung zu machen, dass in ihren Betrieben Parteizellen der GROKO (oder besser noch: der Dalai-Lama-Partei) eingerichtet werden.

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brooklyner 27.11.2017, 13:04
17.

Jeder Mittelständler, der Geschäfte mit China machen will, sollte sich unbedingt das Gebaren der Chinesen in Myanmar oder Siem Reap, Kambodscha ansehen (gilt sicher auch für Afrika, aber dort kenne ich mich nicht aus). Auch ein Langstreckenflug mit einer chinesischen AIrline und das Auftreten der Passagiere erweitert den Horizont. Wenn man sich dessen bewusst ist und sein eigenes Auftreten gegenüber dem Geschäftspartner dahingehend "eingenordet" hat, werden die Überraschungen kleiner. Entgegenkommen und Mitgefühl sind dieser Kultur fremd, man schafft es aber z.B. anhand der Spieltheorie einigermassen einen Schnitt zu machen. Hier Gelerntes im Umgang mit Geschäftspartnern funktioniert mit Chinesen nur sehr bedingt. Und da ist weitaus mehr, als so banale Dinge, wie die Visitenkarte mit beiden Händen zu überreichen.

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cogite et dice 27.11.2017, 13:05
18. Die Flitterwochen sind vorbei

Chinas Gesellschaftsordnung ist mit unseren Vorstellungen nicht kompatibel, sein Expansionskurs läuft unseren Interessen zuwider. Ein Einlenken der totalitären chin. Führung ist nicht zu erkennen. Die realistischen Szenarien lauten zunehmende Konfrontation oder auch Krieg. Darauf sollten wir uns einstellen.

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hojens 27.11.2017, 13:11
19. Na und ???

Ersteinmal ist China - Kommunistisch - Also ein Arbeiter und Bauernstaat.
Wenn ich im Ausland arbeite dann gelten für mich die Gesetzte und auch Sicherheitsbestimmungen von diesem Land.Wenn die sagen es wird nur noch 3 Stunden gearbeitet - dann ist das so.
Also was tun denn unsere Gewerkschaften ? Ich finde eine Ausbeutung weltweit sollte in diesen Zeiten ausgerottet werden. Also völlig ok oder stimmt es euch traurig, das diese Leute durch Ausbeutung der Landsleute noch reicher werden.
Hätten ja hier in Deutschland bleiben können- Nein wir sind zu teuer . Sei es drum aber der Staat hat nun mal eine Fürsorgepflicht und wenn er diese anwendet - ist das ok.

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