Forum: Wirtschaft
Parteizellen der KP in Unternehmen: "Deutsche Firmen könnten sich aus China zurückzie
AFP

Chinas Staatsapparat macht Druck, damit ausländische Konzerne in ihren Betrieben Parteizellen aufbauen: Die Kommunisten wollen mitreden bei Firmenentscheidungen.

Seite 4 von 8
auweia 27.11.2017, 13:42
30. What?

Zitat von blauerapfel
Da es effektive Betriebsräte in China nicht gibt, kann es ausländischen Unternehmen nur gut tun, wenn dort ein Stück Mitbestimmung einzieht. Interessanter ist ein anderer Punkt: ausländischen Arbeitnehmern in China sollte grundsätzlich erlaubt werden, in die Partei einzutreten. Vor der Befreiung ging das, warum nicht jetzt? Auch unter ausländischen Arbeitnehmern gibt es einige, die sich mit aller Kraft für den Aufbau China, für das Endziel des Kommunismus einsetzen.
Mal ganz wertfrei vom Sinn und Unsinn der Mitbestimung abgesehen - wie stellen Sie sich das vor? Als ausländischer Mitarbeiter , sagen wir mal der Daimler AG, werden Sie *für die Firma* nach China geschickt und setzen sich dort "mit aller Kraft" sowie mit deutschem Gehalt und (vermulich) guter Auslandszulage für den Sieg des Kommunismus ein?
Wie lange, glauben Sie, werden Sie ihr Gehalt beziehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neurobi 27.11.2017, 13:43
31.

Zitat von Klaus Peters
Da entsteht in China ein ähnliches Investitionshemmnis wie durch die Institution des Betriebsräts in Deutschland.
Sie vergleichen eine Arbeitnehmervertretung ersthafte mit einer Institution eines totalitären Staates?
Gehört schon viel Dreißstigkeit zu und lässt tief in ihre idiologische Einstellung blickeb.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tyrone 27.11.2017, 13:43
32.

Ohne mich groß in die Diskussion einmischen zu wollen möchte ich doch darauf hinweisen, dass, mit Ausnahme der letzen 250 Jahre China schon seit 5000 Jahren immer das am weitensten entwickete Land der Erde war;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
newbie99 27.11.2017, 13:51
33. wohl kaum Arbeitnehmer-Mitbestimmung

Schwer nachvollziehbar, wenn hier Verständnis für solches Gebaren geäußert wird. Mit betrieblicher Mitbestimmung - also von Arbeitnehmern! - wird das nicht viel zu tun haben. Schließlich wird da nicht etwa ein Gremium der dort arbeitenden Menschen errichtet, sondern ein Komitee der kommunistischen Partei. Man stelle sich vor, in Deutschland würde ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Firmen dazu verpflichtet, die Gründung von betrieblichen CDU- oder SPD-Gruppen zu fördern, ihnen Räume zuzuweisen, deren Funktionäre arbeitsfrei zu stellen und sie an unternehmerischen Entscheidungen zu beteiligen. Schwer vorstellbar, dass irgend jemand so was gut finden würde. Aber nunja, ist halt China. Da ist das etwas anderes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auweia 27.11.2017, 13:57
34. "Deutsche Firmen könnten sich aus China zurückziehen"

Na, das will ich doch sehr hoffen.
Insofern bin ich froh über diesen chinesischen Versuch sich zu isolieren. Der zeigt doch, mit wem man es zu tun hat.

Zunächst könnte das meiste was wir von dem Krempel benötigen mit modernene Fertigungsmethoden und weniger Personalaufwand auch in Deutschland oder Europa oder (meinetwegen) traditionell mit mehr Personalaufwand in Nordafrika hergestellt werden.
Was seltene Erden betrifft muß man wohl mit China als Lieferant leben.
Dass die Chinesen im Gegenzug weniger aus Deutschland importieren ist zu verkraften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oaonorm1 27.11.2017, 13:59
35. Ah, also wie Gewerkschaft

nur nicht so stark beeinflusst ;)

Wo ist das Problem?
Ihnen passt es nicht und sie überlegen sich aus China zurückzuziehen?
Oh ja, sind grade alle am schlottern in China...

Solange es einen Markt zu erschließen gibt, werden die alles schön schlucken. Außerdem redden die denen ja nicht in die Firma rein, nur in den Chinesischen Teil und von dem, warden sie eh nichts mit nach Hause nehmen. Das war aber vorher klar. Es geht darum den Markt zu bedienen und ich verstehe nicht was diese Nachricht mir mitteilen will, auch in der Machart...

Egal, in China interresseirt es eh keine Sau.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cvdheyden 27.11.2017, 13:59
36. Ja leider

Zitat von tpro
"...für den ganzensch Chinaschrott, den eh keiner braucht..." Irgendwo benutzen Sie auch Chinaschrott. Computermaus, Tastatur, Monitor, Handy.... Einfach mal nachschauen. Irgenwo steht garantiert "Made in China".
Es wäre eben gut auch dieses Monopol aufzubrechen und wieder Wettbewerb zu ermöglichen und nicht durch einen riesen kommunistisch subventionierten Produktionsprozess zu unterstützen. Ich vermeide China wo ich nur kann. Nur manchmal ist es fast unmöglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wannbrach 27.11.2017, 14:01
37.

Sich derart in China zu engagieren war von Anfang an ein Problem das weiter wachsen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FrankH 27.11.2017, 14:01
38. Gegenteil

Zitat von iffelsine
straff und streng vom Staat gelenkt.
...was dann so ziemlich genau das Gegenteil von Gewerkschaften ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ebenfalls.hofnarr 27.11.2017, 14:01
39. Es geht um etwas ganz anderes....

nämlich um die schleichende Erosion der Parteimacht einzudämmen. Es ist der KPCh immer mehr bewusst, daß mit zunehmendem Wohlstand für sehr viele auch eine gewisse Politisierung der Massen einhergeht und zwar im Sinne der franz. Revolution und nicht der kommunistischen wo der Arbeiter nur als Aufmarschelement zu dienen hat.
Das Strotzen vor Selbstbewusstsein ist in vielerlei Hinsicht nur ein Pfeifen im Walde, denn die sozialen Spannungen in China nehmen massiv zu je größer die Unterschiede zwischen den superreichen Provinzen an der Küste und dem armen (Nicht-Han)-Provinzen und autonomen Gebieten Zentralasiens, bzw. zwischen den Vermögenden und den Arbeitskräften werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8