Forum: Wirtschaft
Paul Achleitner bei der Deutschen Bank: Gescheitert, versagt - und trotzdem im Amt
Kai Pfaffenbach/REUTERS

Paul Achleitner hat als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank so viele Fehler gemacht, dass ein würdevoller Abgang kaum mehr möglich ist. Bei der Hauptversammlung erwartet ihn zu Recht der Zorn der Aktionäre.

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merlin 2 23.05.2019, 09:16
1. Schaden abwenden - Achleitner entlassen

Der Schaden ist nie zu groß, um zu reagieren. Ja, man hätte bereits 2017 die Reißleine ziehen müssen und hat das nicht hinbekommen. Dann jetzt! Was muß noch passieren?

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Anton Waldheimer 23.05.2019, 09:28
2. Mythos Achleitner

Der Ruhm von Paul Achleitner und Fidel Castro beruht auf völliger Erfolglosigkeit. Achleitner war schon Beteiligungschef bei der Allianz die nach dem Börsenkrach im September 2001 eine Kapitalerhöhung (!) durchführen musste, weil die Beteiligungen derart an Wert verloren, und darauf hin beteiligte sich die Allianz mit ihrem Beteiligungenchef Achleitner an der Dresdner Bank , was schließlich dazu führte, dass die Allianz 40 Milliarden abschreiben musste. So jemand passt wirklich in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank ,.............

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Bayuware1947 23.05.2019, 09:33
3. Wie schaffen die das nur?

Zitat: Gescheitert, versagt - und trotzdem im Amt Zitat Ende
Ja, genau! Das ist das Geheimnis dieser Menschen. Wie schaffen die das nur?

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trevorcolby 23.05.2019, 09:39
4. liebes SPIEGEL-Redatktionsteam

Versagen und Scheitern und dabei die Arbeitsplätze von Hunderdtausneden aufs Spiel setzen sind Qualitätsmerkmale und Auszeichnungen deutscher DAX-Versager-Vorstände. Das fängt bei B wie Bayer an und und endet bei V wie Volkswagen. Was ist neu daran? Wo ist ausgerechnet hier der Unterschied? Verstehe ich nicht. Aber ich bin auch nur ein kleiner Angestellter, der beim geringsten Fehler geköpft wird. Das wird solchen Nieten in Nadelstreifen nicht passieren und wenn doch, dann gibts Gehaltszuschlag von 20% p.a. wegen des großen Erfolges.

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kayakclc 23.05.2019, 09:39
5. Völliger Realitätsverlust

Leider leiden Aufsichtsrat und Vorstand unter einem völligen Realitätsverlust. Seit jahrzehnten verhalten sich die leitenden Angestellten und der Führung von Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzenden wie Eigentümer und greifen ungeniert in die Kassen des Unternehmens. Trotz Mrd Strafzahlungen, und schlecher Performenz werden 1Mrd€ Boni ohne Leistung bezahlz, über 600 Leute haben Jahresgehälter von mehr all 1Mil Euro, und gleichzeitig werden die Aktionäre mit mageren Dividenden und Kapitalvernichtung abgestraft. Achleitner war weniger am Wohl der Bank als am eigenen Bankkonto interessiert. Es ist eine Schande, dass er nicht von selbst sich zu seinem Versagen bekennt und freiwillig zurücktritt. Es ist an der Zeit, dass die Eigentümer diesen Leuten die Grenzen aufzeigen.

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Pless1 23.05.2019, 09:55
6.

Zitat von Bayuware1947
Zitat: Gescheitert, versagt - und trotzdem im Amt Zitat Ende Ja, genau! Das ist das Geheimnis dieser Menschen. Wie schaffen die das nur?
Vielleicht schreiben die ja ein Buch darüber, wenn sie denn dann doch irgendwann weg sind.

"Wie man sich an der Macht hält" - ein Praxisratgeber von Paul Achleitner und Theresa May, mit einem Vorwort von Angela Merkel.

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Harry_S 23.05.2019, 10:01
7. Achleitner ist bei weitem nicht der Einzige

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die Nieten in Nadelstreifen halten können und/oder neue Top-Jobs bei namhaften Unternehmen bekommen. Meine persönliche Meinung ist, dass die gute Vernetzung zur Politik eine relevante Rolle spielt, Stichwort "Deutschland AG". Dass Achleitner schon bei Allianz und Dresdner Bank und jetzt bei der Deutschen Bank massiven Schaden angerichtet hat, steht wohl außer Frage. Weitere Beispiel für massive Mehrfach-Geldvernichter sind aus meiner persönlichen Sicht Heinz Dürr (AEG, Deutsche Bahn), Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn, Air Berlin, Flughafen BER), Jürgen Schrempp (DASA, Daimler, DaimlerChrysler), daneben gibt es natürlich noch viele Namen mehr, die bei einem Unternehmen richtig Mist gebaut haben (wie Baumann bei Bayer mit der Glyphosat-Übernahme, Winterkorn/Stadler VW Diesel, Ackermann Deutsche Bank,....)....das Problem ist, dass es der Politik nur um Wählerstimmen geht und sie daher von den Konzernen erpressbar ist: Diese können ständig mit dem Abbau bzw. der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland drohen, was dann der Politik auf die Füsse fällt.

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biolon 23.05.2019, 10:04
8. das Versagen der Eliten

Es gab bei SPON mal einen schönen Artikel über das Versagen der Eliten. Ich glaube, es war kurz nach dem Versagen unserer Nationalelf bei der WM 2018. Dieser Artikel traf und trifft den Kern unserer Gesellschaftsführung. Jeder für sich, aber nicht für alle anderen. Banker, Manager der Autoindustrie, Politiker und ja auch Sportler. Eigentlich sollten sie Vorbildfunktionen ausfüllen. Eigentlich.

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ThomasS79 23.05.2019, 10:11
9. Das eigentlich kranke am System ist...,

dass völlig egal wie und ob Herr Achleitner geht, über Jahre, und so auch bei seinem Abgang, er für seine Leistungen Bonuszahlungen in Millionenhöhe erhalten hat und erhalten wird! Jahresbeträge, die ganze Familien über Generationen absichern können! Ich möchte die Verantwortung für solche Positionen nicht schmälern, auch spielt Neid hier definitiv keine Rolle - aber die völlig entarteten Verhältnismäßigkeiten in den Vorständen lassen die normale Bevölkerung (zumindest mich) derartig deklassiert und ratlos zurück, dass ich derartige Berichterstattung irgendwie nur müde lächelnd abwinken kann!

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