Forum: Wirtschaft
Pekinger Ökonom zum Handelsstreit: "Die Amerikaner tun mir leid"
Privat

Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich immer weiter zu. Der Pekinger Ökonom Mei Xinyu sieht die Schuld bei den Amerikanern - und spricht von einem möglichen "Finanzkrieg" mit unvorstellbaren Folgen.

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dasfred 20.06.2018, 11:12
10. Sehr interessant mal die andere Seite zu hören

China lässt sich also nicht einseitig drängen, sondern hält sich verschiedene Optionen offen. Das macht es für den Dealmaker nicht viel leichter. Auch der Ansatz, nicht gewinnen zu wollen, sondern nur nicht zuerst zu verlieren ist ein Konzept, dass in der Trumpschen Logik nicht bedacht wird. Auf chinesischer Seite sitzen Spezialisten, die alle möglichen Szenarien durchkalkulieren. Auf der anderen Seite sitzt Trump mit seinem immer gleichen Verhalten. Dadurch macht er sich berechenbarer als er glaubt.

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Ottokar 20.06.2018, 11:13
11. Falsch

nicht die Amerikaner sollten uns Leid tun, die ganze Welt sollte sich leid tun denn sie hat sehenden Auges dazu beigetragen das sich die USA alles erlauben können. Handelskrieg, Finanzkrieg ? Können nur hoffen das es dabei bleibt, denn die USA haben weltweit ein militärisches System aufgebaut und werden auch vor einem heissen Krieg nicht zurückschrecken um ihre Interessen durchzusetzen.

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10prozentfett 20.06.2018, 11:14
12. Wenn

man in China stolz darauf ist wenn es anderen schlecht geht anstatt auf die Vorwürfe wie Protektionismus und Plagiate inhaltlich einzugehen ist das für Wissenschaftler ein echtes Armutszeugnis. Aber gut - was soll er auch (öffentlich) sagen ohne ins Umerziehungslager zu kommen. Die Welt wird jeden Tag beschi****** ...

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ADie 20.06.2018, 11:19
13. Wie kann man diese Ansagen nicht verstehen?

Zitat von charly25
typisch chinesisch, viel Gerede, keine Antworten, keine klaren Aussagen.
Über diese Bewertung bin ich etwas erstaunt. Wie man diesen Satz "Aber in den USA spielt der Finanzsektor eine viel größere Rolle als in China. Insofern sind die USA hier verwundbar, und insofern ist das natürlich eine Option." nicht als klare Ansage verstehen kann, ist mir ein Rätsel.
Das heißt: Wenn's hart auf hart kommt, werden die Chinesen ihre US-Staatsanleihen verramschen um deren Preis zu drücken und damit den USA die Möglichkeit zu nehmen, ihre Armee auf Pump zu finanzieren.
"Das wäre dann ein Finanzkrieg - und wie ein solcher Finanzkrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften aussieht, das liegt wahrscheinlich jenseits unserer Vorstellungskraft." Zu dieser klaren Ansage gibt's eigentlich nichts hinzuzufügen.

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Circular 20.06.2018, 11:19
14. Warum solte ein Chinese eine deutsche Meinung vertreten

Zitat von charly25
typisch chinesisch, viel Gerede, keine Antworten, keine klaren Aussagen. typischer Parteisoldat. da haette der Interviewer mal nachhaken sollen.
Die chinesische Logik unterscheidet sich deutlich von der Logik im Westen. Zudem lernen Chinesen schneller vom Westen als umgekehrt. Das mag man bedauern, aber bedauern hilft nicht.

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angst+money 20.06.2018, 11:22
15.

Tja, in China sitzen vielleicht nicht die sympathischeren, aber die klügeren Politiker. Und der Westen gibt sich die größte Mühe, mit welchen dagegen zu halten, die weder das eine noch das andere sind. In Deutschland scharren sie auch schon mit den Füßen - hoffentlich lassen sich die Wähler hier nicht so leicht an der Nase herumführen wie es im Internet manchmal den Anschein hat.

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stadtmusikant123 20.06.2018, 11:27
16. Chinesisches BlaBla

Interessant das Ignorieren des Vorwurfs des Know-How Diebstahls.
Wie hier schon erwähnt wohl Parteisoldat.
Vergessen und Unterschlagen hat der gute Mai X, dass der Beschäftigungsdruck in China um ein vielfaches höher ist als der in den USA.

Und zum Finanzkrieg ist zu sagen, dass nicht alle Teilnehmer, speziell die Öl-Exporteure , kein Interesse an einem zu starken Verfall des Dollars haben werden. Selbst die Europäer nicht, bekämen die doch die ganze chinesische Pracht geliefert.

Die USA haben Vollbeschäftigung und in der Zinspolitik noch Luft.
Den Finanzkrieg kann der gute Mai X stecken lassen, dass würde unverzüglich die US-Importe aus China auf Nahe Null bringen, und die Auswirkungen auf den Dollar sind eher theoretischer Natur respektive beherrschbarer Natur. Dazu käme noch der Wertverlust für die chinesischen Dollar-Bestände.
Das Interview war wohl eher eine Propaganda-Übung.

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Normaler Wutbürger 20.06.2018, 11:31
17. Nettes Interview

Wozu dient ein solches "Interview" ? Keine Antoworten auf direkte Fragen, schon gar nicht auf die kritischen. Alles andere nur aus parteipolitischer Sicht. Dazu faktisch völlig falsch.
Der einzige "Vorteil" überhaupt den China hat ist, dass sie die USA gleichzeitig auch mit ihren Partnern streiten. Im Normalfall sollten eigentlich die USA mit Partnern gegen Chinas Handelspolitik vorgehen, weil alle davon betroffen sind.

China wird dennoch irgendwann einlenken. China ist die aufstrebende Macht mit dem Potenzial die Nr 1 zu werden, und die kann es sich nicht leisten dass dieser Prozess in Stillstand gerät, oder gar in Rückschritt. Dazu fehlen noch ein paar Jahre.

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Geopolitik 20.06.2018, 11:32
18. Weichgespueltes Interview

Ohne nachzuhaken und auch mal wirklich kritische Fragen zu stellen wird das wohl nichts mit einem ueberzeugenden Interview, wo man im China des Xi sowiso wenig Ehrlichkeit und Offenheit in der Diskussion solcher Zusammenhaenge erwarten kann. Armes China wuerde ich sagen, denn irgendwann wird das Chinesische Wirtschaftsmodell nicht mehr so weiterlaufen, egal wie es den Amerikanern ergehen wird. Waere schoen, wenn der Spiegel mal tiefer in die Materie einsteigen wuerde, denn in China gibt es viele kluge und kritische Kraefte die man ja nicht unbedingt beim Namen nennen muss, wenn man ihre Ansichten hoeren will.

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neanderspezi 20.06.2018, 11:39
19. Wenn zwei sich streiten kommen die anderen besser ins Geschäft

Gegenseitiges wirtschaftliches Schwachreden mit entsprechenden sich zugefügten Handelserschwernissen zwischen den USA und China wird noch Formen annehmen, die auf beiden Seiten für jeweils bedeutsame Wirtschaftszweige schwere Einbußen mit sich bringen werden. Hierauf können andere wirtschaftlich starke und für den globalen Handel gut präparierte Volkswirtschaften untereinander prächtige Wirtschaftsschübe in Gang setzen und den beiden Großakteuren zeigen, welche Vorteile es mit sich bringt, an ihnen vorbei den Handel tüchtig auszuweiten und technologische Entwicklungen voranzutreiben. Letztendlich entscheiden nahezu ausschließlich verbesserte Herstellungsprozesse und konkurrenzfähige Qualitätsmerkmale wie sich Produkte auf dem Weltmarkt verkaufen lassen.

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