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Personalpolitik: Bahn-Managerin sucht Führungskräfte mit "Angststörungen"
DPA

Eine Personalerin der Deutschen Bahn sagte auf einer Konferenz, sie stelle für Finanzaufgaben "gerne Zwanghafte" ein. Die Budgets seien besser und es gebe weniger Ärger.

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ede-wolff 14.12.2014, 14:01
1. Lieschen Müller als Quotenfrau

Sowas kommt dabei raus, wenn man Topmanagement-Posten nach Geschlecht vergibt: Lieschen Müller wird Quotenfrau! Verwechselt Angststörung und Zwangsstörung, verwechselt zwanghafte Persönlichkeit und Zwangsstörung, außerdem hat die gute (?) Frau sicher noch nie einen Finanz- oder Controllingbereich geleitet, aber macht alles nichts! Gottseidank reicht es nicht, keine Ideen zu haben, man muss auch unfähig sein sie umzusetzen. Da kann man wirklich nur hoffen, dass ihre Mitarbeiter sie rechtzeitig und sicher an die fachliche Leine legen!

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histei-ikania 14.12.2014, 14:34
2. Korrektheit!

Liebe Frau Schütz-Kreikkamp, vergessen Sie mal für einen Moment „Finanzen“ und „Controlling“ und konzentrieren Sie sich ganz auf „Compliance“. Sensibilisieren Sie sich mit einer deutschen Vokabel dafür, worum es dabei eigentlich geht: „Korrektheit“! …. OK, fertig? Sehr gut: JETZT sind Sie mit Ihrer zynischen Bemerkung da, wo Sie hinsollen, quasi auf dem Königsweg!! Dann wird nämlich ganz oben bei der DB dafür Politik gemacht, daß die Bahn mit Ihren Kunden KORREKT umgeht, d.h.: Kunden fühlen sich ernstgenommen und haben keine Angst, bei jeder sich bietenden Möglichkeit um ein paar weitere Euros gebracht zu werden oder daß ihre Anliegen in den „Hotlines“ versanden. Dann wird nämlich ganz oben bei der DB dafür Politik gemacht, daß Fahrpläne nicht „auf Kante genäht“ werden, sondern dem Primat der Machbarkeit unterliegen. Und dann würden Bahnkunden bei Verspätungen vielleicht sogar sagen: „Was soll’s, sie haben’s versucht, mehr kann man nicht verlangen!“

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hayakyu-ou 14.12.2014, 14:39
3. Von wegen Lieschen Müller

Wer glaubt, dass nur diese Bahn-Personalerin mit, für Außenstehende merkwürdigen Rekrutierungsparametern arbeitet, lebt im Arbeitnehmer-Wunderland. Psychologie, Soziologie, Verhaltensforschung usw. werden schon lange herangezogen, um Anforderungsprofile und Rekrutierungsprofile abzugleichen. Gerade bei hochdotierten Posten will man sich heute keine Fehlgriffe mehr leisten. Allein, dass die Dame offen darüber gesprochen hat wäre ihr vorzuwerfen. Obwohl sie eigentlich nur ein offenes 'Geheimnis' 'öffentlich' gemacht hat. Dass das ganze 'Profiling' trotzdem keine Garantie für beste Mitarbeiter ist, kann man fast täglich im Wirtschaftsteil der Tageszeitungen lesen.

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bumminrum 14.12.2014, 14:43
4. genauso

funktioniert Personalmanagement. Wir suche gestörte Typen für Führungspositionen ohne Sachkenntnis. Herzlichen Glückwunsch an die Bahn, die sind schon weiter und kommunizieren die Strategie öffentlich.

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towo1960 14.12.2014, 14:51
5. Chefs mit Angststörungen...

Das ist nichts Neues-ca.gut 75% des Führungspersonales das ich in meiner beruflichen Laufbahn kennenlernen dufte hatten definitiv eine Zwangsneurose,eine Angststörung oder hatten ähnliches neurotisches Verhalten gezeigt,so das ein fachliches und/oder personliches Zusammenarbeiten völlig ausgeschlossen war.Diese Erfahrungen habe ich nicht nur in Deutschland gemacht sondern auch auf dem ausländischem Arbeitsmarkt beobachten können. Man sollte aber diesen Sachverhalt nicht allzu sehr dramatisieren,denn der Druck dem die sogenannte Leitungsebene ausgesetzt ist ist, hausgemacht, entweder durch generelle Fehlentscheidungen oder systematisches Dilletantentum.

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cobaea 14.12.2014, 15:02
6.

Zitat von bumminrum
Genau so funktioniert Personalmanagement. Wir suche gestörte Typen für Führungspositionen ohne Sachkenntnis. Herzlichen Glückwunsch an die Bahn, die sind schon weiter und kommunizieren die Strategie öffentlich.
Dass diese Typen keine Sachkenntnis haben sollen, hat die DB-Dame nicht gesagt, und zu ihren Gunsten gehe ich mal davon aus, dass sie das auch nicht meint. Sie sucht eben z.B. Finanzverantwortliche, Buchhalter etc., die genau das gelernt haben, aber zusätzlich noch "Zwängler" sind. Klar, hört sich zynisch an, ist aber durch Forschungsergebnisse durchaus gestützt.

Und ehrlich: Lieber ein zwanghaft korrekter Buchhalter oder Controller, als ein absoluter Egomane oder Narziss oder Grössenwahnsinnigere an der Firmenspitze. Wobei die - wenn man sich die Wirtschaft anschaut - wohl deutlich häufiger vorkommen.

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DerNachfrager 14.12.2014, 15:04
7. Was soll die Aufregung ?

Hedgefonds-Manager müssen Zocker sein.

Autisten sind die besten Lagerverwalter.

Kreative müssen sowieso.......

Also; wo ist die Nachricht ?

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katzenheld1 14.12.2014, 15:10
8. Ist doch gar keine so schlechte Idee

Eine Angststörung hätte ich mir bei ein paar Aufsichtsratsmitgliedern gewünscht. Nämlich die mögliche oder tatsächliche Bedrohung der brutalen Verschwendung von Steuergeldern in ihrer Gefährlichkeit überschätzt zu haben. Bei einem fluguntauglichen Wowereit z.B. oder den philharmonischen Herrschaften an der Elbe.

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hotgorn 14.12.2014, 15:18
9.

Wenig hilfreich für Menschen die wirklich an solchen Krankheiten leiden, die Einschätzungen der Bahnmanagerin und einiger Foristen kommen eher aus dem Wendymagazin als aus ernsthaft Psychologischer Literatur.

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