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Pferdefleischskandal: Aigner will mit Frühwarnsystem Betrüger aufspüren
DPA

Lassen sich Lebensmittelbetrüger mit härteren Strafen abschrecken? Nein, sagt Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner. Sie setzt auf ein Frühwarnsystem, um künftig Fleischskandale zu verhindern: Über Lieferketten und Schlachtlisten könne überprüft werden, wo gepfuscht wird.

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Nachtheinigte 18.02.2013, 11:13
50. Pferdefleisch

Zitat von sysop
Lassen sich Lebensmittelbetrüger mit härteren Strafen abschrecken? Nein, sagt Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner. Sie setzt auf ein Frühwarnsystem, um künftig Fleischskandale zu verhindern: Über Lieferketten und Schlachtlisten könne überprüft werden, wo gepfuscht wird.
Erstaunlich, was so die Minister der Schwarz-Gelben vor der Wahl so für Initiativen entwickeln.
Die Gelben sind gegen die Bankenabgabe, "aus Sorge um die Kleinanleger". Da lachen ja die Hühner, die Medien verbreiten dies sogar als ernsthafte Meldung.

Frau Aigner, die nur herunterspielte bei solchen Sachen geht nunmehr nassforsch zu Werke. Vor 10 Tagen heißen es noch bei ihr, Deutschland ist nicht betroffen.
Frau von der Leyen, verlangt sogar von Amazon die Offenlegung ihrer Ausbeutungspraktiken bei Wanderarbeitern.
Für wie dumm halten diese Leute eigentlich die Wählerschaft?
Man wünschte sich, dass solche Themen die ganze Legislatur auf der Agenda stünden, aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

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rg-net 18.02.2013, 11:20
51.

Ein ziemlich dummes Argument, wenn 100 % Rindfleisch draufsteht sollte auch 100 % Rindfleisch drin sein. Was nirgentwo gesagt wird ist der Grund für die Verscheiberei: Eu-Subvention da ist der Fehler EU.

Zitat von schäubles100000
Das Fleisch ist weder vergammelt noch sonst irgendwie giftig. Der große Hype ist völlig ungerrechtfertigt. Würden sie 1% Putenfleisch im Hühnerfrikasse finden würde es auch niemanden jucken. Schade finde ich das die betroffenen Waren jetzt auf dem Müll landen.

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sappelkopp 18.02.2013, 11:30
52. Was nutzen die albernen Kontrollen...

Zitat von sysop
Lassen sich Lebensmittelbetrüger mit härteren Strafen abschrecken? Nein, sagt Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner. Sie setzt auf ein Frühwarnsystem, um künftig Fleischskandale zu verhindern: Über Lieferketten und Schlachtlisten könne überprüft werden, wo gepfuscht wird.
...wenn die Konsequenzen kaum ins Gewicht fallen. Da werden über Jahre Millionen gemacht und dann gibt es alberne Geldstrafen von einigen Hunderttausend.
Es geht auch anders: Betroffene Unternehmen werden abgewickelt, das Vermögen fällt dem Staat zu, auch das der Leitenden Angestellten und die Verantwortlichen werden einen Kopf kürzer gemacht. Abschreckung muss richtig weh tun. Unser Strafsystem streichelt ja die Straftäter, dass muss endlich ein Ende haben.

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Ausfriedenau 18.02.2013, 11:38
53. Aigner

Zitat von sysop
Lassen sich Lebensmittelbetrüger mit härteren Strafen abschrecken? Nein, sagt Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner. Sie setzt auf ein Frühwarnsystem, um künftig Fleischskandale zu verhindern: Über Lieferketten und Schlachtlisten könne überprüft werden, wo gepfuscht wird.
soll zurücktreten oder funktionierende staatliche Kontrollsysteme einrichten. Die Selbstkontrolle funktioniert in dieser kriminellen Marktwirtschaft nicht mehr. Deshalb sind alle Privatisierungsbestrebungen der marktorientierten FDP zu verhindern, z.B. auch die Privatisierungsansätze des Trinkwassers (Water campaign | Water and sanitation are a human right!). Diese Marktwirtschaft hat nichts Soziales mehr und ist als Wirtschaftssystem dem Scheitern nahe, da sie zum Schaden des Verbrauchers immer betrügerischer wird. Sie hat jedes Maß an Moral verloren, wirkt wertezersetzend und sozialstaatsgefährdend.

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kf_mailer 18.02.2013, 11:42
54. Vorbehaltlose Aufklärung

ach was solls, in ein paar Wochen ist alles vergessen und die schonungslose Aufklärung. Schließlich ist ja niemand vergiftet worden, es war halt nur gammeliges Pferdefleisch und kein gedoptes Rindfleisch. Gönnen wir doch die paar zusätzlichen zehntel Prozentpunkte für den Profit, den armen Unternehmen. Der Unterschied zwischen einem Rind aus Massentierhaltung und einem alten Gaul kann bei den Fertigprodukten eh, kein Mensch rausschmecken, oder hat sich etwa jemand beschwert, das die Lasagne jetzt nach Pferd schmeckt? Bei dem Chemiecocktail der in dieser Art von Produkten steckt, ist es doch nun wahrlich unerheblich welches Tier gerade verarbeitet worden ist.

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cirkular 18.02.2013, 11:44
55. Hund und Ratte

Zitat von schäubles100000
Das Fleisch ist weder vergammelt noch sonst irgendwie giftig. Der große Hype ist völlig ungerrechtfertigt. Würden sie 1% Putenfleisch im Hühnerfrikasse finden würde es auch niemanden jucken. Schade finde ich das die betroffenen Waren jetzt auf dem Müll landen.
wird in Kürze in den Fertiggerichten auch noch auftauchen. In anderen Ländern ist deren Verzehr durchaus üblich und gilt als Delikatese.

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_thilo_ 18.02.2013, 11:47
56. Korruption und noch mehr Kontrollen ?!

Entgegen der Diskussion geht es NICHTeinfach um Pferdefleisch oder Schweinefleisch statt Rindfleisch. Pferd ist ja auch essbar ...

Der Punkt ist, dass bei Fleisch die Herkunft der Tiere, die Mastbetriebe, die Schlachthöfe und die Futtermittelhersteller usw. Kontrollen unterliegen. Diese Kontrollen sollten (theoretisch) dafür sorgen, dass wenigstens Mindeststandards eingehalten werden bzgl. Tierschutz, Verwendung von Medikamenten, Antibiotika, Giftstoffen usw.

Der Pferdefleischskandal zeigt jetzt auf, dass es offensichtlich in grossem Masstab möglich ist "Fremdfleisch" einzuschmuggeln, also Fleisch, dass - egal ob Pferd, Schwein oder Rind - NICHT KONTROLLIERT wurde.
Dieses Fleisch könnte also alle möglichen Medikamente, Giftstoffe oder Krankheitserrger enthalten ...

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krauseneu 18.02.2013, 11:49
57. Wieso schützen härtere Strafen uns nicht vor Betrügern?

Zitat von sysop
Lassen sich Lebensmittelbetrüger mit härteren Strafen abschrecken? Nein, sagt Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner...
Ah ja, zuerst die Ursachen klären und klären und klären. Aber Frau Aigner weiß sofort, dass schärfere Strafen nichts nützen. Schon mal ausprobiert? Vielleicht geht sogar – im Widerspruch zu der übrigen Entwicklung - alles besser ohne jegliche Strafe? Hier werden m. E. Brüder im Geiste geschützt. Die Betrügerei sickert durch große Gesellschaften und Großfirmen, die immer durch Gesetze und ihr Geld, bis zum Ende prozessieren zu können, geschützt werden, in die gesamte Gesellschaft ein.

Die Kleinen wären ja noch blöder als erwartet, wenn sie nicht auch versuchten, ihren schmalen Teil am Kuchen illegal zu vergrößern. Und wer hat Schuld? Selbstverständlich zunächst der Betrüger selbst, aber gleich danach auch der unfähige Staat, der kein Geld für eine vernünftige Ordnungspolitik hat, sondern lieber auf Steuereinnahmen bei den Vielhabern verzichtet und Bankster und Boni-Empfänger unterstützt anstatt das Geld für eine zuverlässige Ordnungspolitik und Lebensmittelkontrolle auszugeben

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20099 18.02.2013, 11:49
58. optional

Der EU-Landwirtschaftsetat beträgt 300 Milliarden Euro. Warum nicht einfach aus diesem Etat pro Fall 500.000 Euro Belohnung für jeden aufgedeckten Skandal ausloben? Dann gibt es plötzlich hundertausende von Kontrolleuren in den Mästereien, Fleischfabriken, Schlachthöfen, Speditionen, Supermärkten! Nämlich jeden Mitarbeiter der sich bislang nicht traut die Schweinereien anzuzeigen weil er dann seinen Job verliert! Den verlöre er so zwar auch aber mit ner halben Million Abfindung dürfte das kein Problem sein!

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keinquerleser 18.02.2013, 11:52
59. Ilse Aigner

Ilse Aigner - die unendliche Geschichte!

Auch hier läuft doch wieder der gewohnt schlechte Film ab: Jetzt wird groß angekündigt, was endlich und unbedingt verändert werden muss (Sie hat es ja schon immer gewusst und gewollt!), solange bis das Thema aus den Schlagzeilen ist. Sobald die ersten Lobbyisten der Lebensmittelindustrie, irgendwelcher Bauernverbände oder oder oder bei ihr auftauchen, werden hinter verschlossenen Türen wieder Freiräume, Interpretationen und Spielräume an der ganz langen Leine eingeräumt - der Verbraucher bekommt nix davon mit - Job erledigt! 4 Wochen später steht sie wieder auf der "Grünen Woche" und stopft sich voll und erzählt jedem, wie toll die Systeme funktionieren.
Das geht so, seit sie im Amt ist und wird sich auch nicht ändern. Der Verbraucher/Bürger wird hier doch am laufenden Band getäuscht - nicht nur von irgendwelchen Fleischverschiebern, auch vom "Ministerium für Verbraucherschutz"

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