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Pflege-Alltag in deutschen Kliniken: "Es regiert der Wahnsinn"
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Auf vielen Klinikstationen fehlt es am Nötigsten. Zu wenige Pflegekräfte müssen sich um immer mehr Patienten kümmern. Jetzt gibt eine Pflegerin Einblick in ein System, das für alle zur Gefahr wird.

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lupenrein 15.02.2018, 15:00
130. Die rasant zunehmende

Ökonomisierung in den Krankenhäusern, die man auch als
neue Gedchäftsidee versteht, ist verbunden mit einem
Lohndumping für Pflegekräfte.
Inzwischen ist es schon die Regel, Pflegekräfte aus dem
Öffntlichen Dienst zu entlassen und in privaten 'Personal-
Service- Firmen nedu einzustellen, befristet und mit niedrigeren
Löhnen, wieder einzustellen. Diese Personal-Firmen sind auch noch
nicht selten im Besitz von Privatpersonen und Öffentlicher Hand zugleich.
Das Profitstreben nicht nur in privaten, sondern auch in kommunalen
Krankenhäusern wird in der Regel mit Lohndumping für die Angestellten
im Pflegedienst erkauft. Es ist also kein Wunder, wenn der Pflegedienst
auch in Krankenhäuser kaum noch attraktiv ist. Pflegedient im
Krankenhaus ist Schwerstarbeit, besonders unter den neuen Bedingungen,
wo heute immer mehr Krankenhäuser als Profitcenter ausgebaut werden.
Leidtrasgende sind auch die Patienten, die als Steueerzahler alles
finanzieren müssen. Es ist für unsere Infrastruktur trotz sprudelnder
Steuereinnahmen kein Geld mehr da.

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sponlinekjr 15.02.2018, 15:01
131. Sie glauben also allen Ernstes, ...

Zitat von matbhmx
... gewesen, diesen Privatisierungswahn zu betreiben. Krankenhäuser gehören wie Wasserwerke, Elektrizitätswerke zu den absoluten Grundversorgern im Gemeinwesen und gehören daher ausnahmslos in staatliche Hände. Der Gewinnmaximierungswahn der gegenwärtigen Privatbetreiber führt zu diesen Exzessen. Enteignet die Leute und führt die Krankenhäuser wieder in die öffentliche Hand.
... dass die zum Himmel schreienden Verhältnisse nur in Privatkliniken/privaten öftl. Krankenhäusern auftreten, zu beklagen sind?

Scheuklappen können hin und wieder bei Pferden einen Sinn machen. Zur vorurteilsfreien Einschätzung und Bewertung der hier diskutierten Probleme sind sie eher hinderlich, mögen sie auch in rot-rot angetüncht sein.

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klemmo 15.02.2018, 15:02
132.

Zitat von So Nebenbei
Auch wenn es Fakten sind, ist es populistisch. Denn sollen ihrer Meinung nach Kinder von Versicherten Beiträge zahlen? Womöglich die Gelder mit Kinderarbeit verdienen? Machen sie sich mal schlau, was für im Ausland mitversicherte Angehörigen gezahlt wird. Es sind nicht die riesigen Summen, die sie sich da im Hirn vorstellen. Kindergeldempfänger müssen in Deutschland arbeiten und Steuern zahlen, da das Kindergeld mit dem steuerfreien Exitenzminimum der Kinder verknüpft wurde. Und gefälschte Dokumente kann und konnte man zu jeder Zeit irgendwo kaufen. Was soll das belegen? Die Frage ist doch eher, ob der Staat Fälschungen als solche erkennt. Dazu belegen sie gar nichts. Also, alles Quark was Sie hier schreiben.
Wie können Fakten und Tatsachen populistisch und Quark sein?Fakten und Tasachen sind Fakten und Tatsachen.Leute wie sie tragen eine Mitschuld am erstarken der Radikalen. Aber das werden Leute wie sie wohl nie verstehen. :-(

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KlausF20 15.02.2018, 15:06
133. Steigerung

Vielleicht muss man in einem Land, in dem das BIP ständig steigt, die Aktienkurse der DAX-Unternehmen steigen und zweistellige Milliardenbeträge an Steuerüberschüssen vorhanden sind, auch einfach mal damit leben, dass das Gesundheitssystem für eine alternde Bevölkerung sich verteuert. Auf der einen Seite werden lukrative diagnostische und therapeutische Verfahren zu großzügig eingesetzt und für die dringend notwendige Pflege und Basisdiagnostik sind kein Personal und keine Ressourcen da. Wenn ein Assistenzarzt in der Notaufnahme mehr Zeit hätte, einen Patienten zu befragen, zu untersuchen und die wichtigsten Fragen mit einem erfahrenen Kollegen zu besprechen, müssten auch nicht für tausende von Euro Untersuchungen angesetzt werden, die längere Liegezeit, Strahlenbelastung und besonders für ältere, multimorbide Patienten das Risiko für Krankenhauskomplikationen mit sich bringen.

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freizeitverkaeufer 15.02.2018, 15:11
134. Fehler im System. ..

...zuwenige Beitragszahler und zuviele, die kostenfrei Leistungen erhalten. So funktioniert nunmal keine Versicherung. Systemimanente Fehler kommen dazu : Wer Leistungen erbringt, macht das mittlerweile im Akkord um sein Geld zu verdienen. Wer Leistungen erbringt muss sich auch gar keine Gedanken darüber machen, ob sein Patient überhaupt versichert ist. Unser SGB versorgt die halbe Welt, die komplette EU plus Türkei mit kostenlosen Gesundheitsleistungen. Gemosert wird neuerdings nur von denen, die die hierfür erforderlichen Sozialbeiträge erwirtschaften. Meine Diagnose: Medizinisches Niveau top. Fachpersonal top! Krankenversicherungsbeiträge top! Steuergeld im System top! Allerdings viel zu viele Patienten, die noch niemals Beiträge zum deutschen Gesundheitssystem bezahlt haben. Therapieempfehlung : Zugang zum deutschen Gesundheitssystem limitieren, keine Leistung ohne Krankenversicherung zudem Eigenbeteiligung in Höhe von mindestens 10%. Letzteres erzieht Leistungserbringer und Patienten gleichermaßen.

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bluebill 15.02.2018, 15:13
135. Die Schattenseite des neoliberalen Kapitalismus

Eigentlich gehören Bereiche wie Gesundheitswesen und Altenpflege nicht in die Hand gewinnorientierter Wirtschaftsunternehmen. Aber unsere Politik ist ja leider völlig lobbyhörig und markfixiert. Alles und jedes wird privatisiert und muss nach rein wirtschaftlichen Aspekten funktionieren. Dann kommen halt solche Zustände dabei raus. Dem Investor bzw. dem Pflegekonzern ist ein Patient mit seinen Befindlichkeiten egal, er ist nur ein Werkstück, das möglichst effizient behandelt werden muss, um Profit zu bringen. -- Aber da die braven Deutschen immer schön CDU und SPD wählen, die sich der neoliberalen Ideologie verschrieben haben, wird sich so schnell nichts ändern.

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klemmo 15.02.2018, 15:13
136.

Zitat von sumse123
ist es nicht der Grund für das Problem und Hetze obendrein!
Wie können Fakten und Tatsachen populistische Hetze sein?Fakten und Tasachen sind Fakten und Tatsachen.Leute wie sie tragen eine Mitschuld am erstarken der Radikalen. Aber das werden Leute wie sie wohl nie verstehen. :-(

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Freidenker10 15.02.2018, 15:14
137. "Schwestern und Brüder...?

Ja das ist der Alltag, aber nicht erst seit gestern sondern seit Jahrzehnten! Ja das Gesundheitssystem kostet ein gigantisches Vermögen, aber davon kommt leider bei denjenigen die die Arbeit im Gesundheitsystem machen nichts an, da kann man sich dann selbst überlegen wohin das viele Geld versickert. Kleiner Tipp, den Pharmaunternhemen und Geräteherstellern gehts blendend, die können sich sogar Parteispenden und Lobbyisten leisten! Und eins noch: Die Zeiten in denen "Schwestern" und "Brüder" in den Fluren unterwegs waren die für Gottes Lohn ihre Pflicht erledigt haben sind lange vorbei, also bitte mal eine andere angemessenere Berufsbezeichnung benutzen!!!

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werder11 15.02.2018, 15:23
138. der seit jahrzehnten herrschende zustand

in der gesundheits- energie- und sozialversorgung zeigt ganz genau, wo es lang geht im demokratischen kapitalismus: wo profit ist, ist oben und wenn der mensch das nicht schafft ist er unten - wer daran was ändern will muß LINKS wählen - eine andere alternative gibt es NICHT!

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almiwo 15.02.2018, 15:26
139. @84. mostly_clueless

Schon mal davon gehört, dass examinierte Pflegekräfte eine 3jährige Ausbildung benötigen....?... vollkommen neu dürfte Ihnen auch sein, dass Zivildienstleistende Arbeitsplatz-neutral eingesetzt werden müssen... Sicherlich ist es sehr sinnvoll Menschen zu einer sozialen Tätigkeit zwangszuverpflichten.

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