Forum: Wirtschaft
Pflegekosten für die Eltern: Keine Angst mehr vorm Sozialamt
DPA

Die Pflege der gebrechlichen Eltern kann ganz schön ins Geld gehen. Gute Nachricht: Ab kommenden Jahr soll davon verschont bleiben, wer weniger als 100.000 Euro verdient. Eine schwierige Reform.

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MisterD 07.09.2019, 08:38
1. Problematisch...

denn es trifft halt, wie immer, den gut verdienenden Mittelstand. Der soll Häuser bauen, die Kinder im Studium finanziell unterstützen, fürs Alter privat vorsorgen, sich gegen Berufsunfähigkeit, Unfall, Tod, versichern und dann natürlich die Pflege der Eltern bezahlen. Nebenbei bezahlt man fleissig Steuern, bei Krankenkasse und Pflege natürlich den Höchstsatz... wenn man alles wirklich tun würde, bliebe zum Leben nicht mehr als der Regelsatz übrig. Das ist kein Gejammer, es soll nur aufzeigen, was in diesem Land von den Leuten erwartet wird, die noch relativ gut verdienen...

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dirkcoe 07.09.2019, 08:46
2. Ich bin der Meinung

das es sich bei der Pflege um eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft handelt - dieses Gesetz also vernünftig und richtig ist. Beispiele dafür finden wir auch in anderen europäischen Ländern.

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holy64 07.09.2019, 08:57
3. Kinder kaifen lieber Wohnmobil als

Geld fürr Pflege auszugeben. Das ist ein unmöglicher Satz. Volkswirtschaftlich und gesellschaftlich haben Familien mit Kindern viel geleistet, kinderlose eher weniger. Nun sollen die Kinder wiederum die Pflege der Eltern stemmen? Für Kinderlose zahlt im Bedarfsfall der Staat alles. Pflegebeiträge für Kinderlose sind einfach zu niedrig, diese haben oft keinen Bruch in der Karriere und verdienen gut.

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ZweterHornung 07.09.2019, 09:00
4. Begrüßenswert

Wenn das Gesetz beschlossen ist, herrscht Planungssicherheit für die Angehörigen, die weniger als 100.000€ brutto und mehr als 21.600€ netto im Jahr verdienen. Der zweite Betrag ist die bisherige Grenze für Alleinstehende.

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hobbyastronaut 07.09.2019, 09:14
5. Hoffentlich...

.. werden diese Fragebogenpakete vom Sozialamt bald Geschichte sein. Das ist vom Inhalt und Umfang aufwendig und demütigend gewesen und hat auch nicht unbedingt zum familiären Frieden beigetragen. Da ich nie Leistungsbezieher war, meinen gesellschaftlichem und sozialen Beitrag mehr als geleistet habe, sehe ich es ohnehin nicht ein, auch nur einen Cent zu zahlen. Punkt

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Helina 07.09.2019, 09:15
6. Haushaltseinkommen

Noch nirgendwo habe ich gelesen ob es hier um das Haushaltseinkommens oder nur um das Einkommen des Kindes geht. Kann da jemand aufklären? Die Frage für mich ist darüber hinaus auch wie die Kosten gedeckelt werden. Es gibt ja große Unterschiede bei den Heimen. Wenn jetzt jeder das teuerste nehmen kann, weil im Zweifel das Amt zahlt, führt das theoretisch ins Unendliche. Wo ist mein Denkfehler?

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Mehrleser 07.09.2019, 09:16
7. Überschrift

Auch Finanzexperte Tenhagen kann nicht erläutern, wie die Regelung genau aussieht. Wie werden die 100.000 € errechnet? Bezahlt man mit 99.999,99 € nichts und mit einem Cent mehr die vollen Unterstützung?

Trotzdem werden die Auswirkungen diskutiert bzw. spekuliert. Ist doch nur Glaskugel, solange die Basics nicht auf dem Tisch liegen!

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ZweterHornung 07.09.2019, 09:16
8. Begrüßenswert

Für die Betroffenen bedeutet das neue Gesetz mehr Planungssicherheit.

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patsm 07.09.2019, 09:22
9.

Es ist doch selbstverständlich, dass das „Erbe“ im Pflegefall verwendet wird. Die Pflege von alten Menschen ist ein Fass ohne Boden bei steigenden Lebenserwartungen. Das Volk jubelt bei solchen Forderungen, jedoch reicht der Horizont leider oft nur bis zur Nasenspitze.
In meinen Augen werden die bereits jetzt die unwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherungen bei zusätzlicher Leistungserweiterung zum Ende genau dieser führen.
Nebenbei bemerkt leben wir aktuell bereits in einer Erbengeneration, wobei vielen die Sparbereitschaft fehlt mit der die ältere Generation den Wohlstand aufgebaut hat.

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