Forum: Wirtschaft
Pflegekosten für die Eltern: Keine Angst mehr vorm Sozialamt
DPA

Die Pflege der gebrechlichen Eltern kann ganz schön ins Geld gehen. Gute Nachricht: Ab kommenden Jahr soll davon verschont bleiben, wer weniger als 100.000 Euro verdient. Eine schwierige Reform.

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alpha0711 07.09.2019, 19:49
80. Zwei Kinder mit je 99999 Euro

Einkommen zahlen also nichts. Ein Kind mit 100001 zahlt voll. Klingt sehr durchdacht , wie immer was aus Berlin kommt. Aber alles was vom Amt in Deutschland kommt werde ich eh zerreissen da rechtlich mit meinem Wohnsitz Ausland so nicht legal. Meine Eltern haben das ganze Leben gearbeitet und Steuern bezahlt und meine Geschwister ebenfalls. Wenn's nicht reicht darf der Staat mal zahlen.

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tatsache2011 07.09.2019, 20:49
81. Ihr Irrtum

Zitat von alpha0711
Einkommen zahlen also nichts. Ein Kind mit 100001 zahlt voll. Klingt sehr durchdacht , wie immer was aus Berlin kommt. ...
[Zitat] "Aber auch auf Menschen mit Einkommen über 100.000 Euro werden keine übermäßigen Lasten zu kommen.
Denn das Einkommen des Ehepartners wird nicht mehr mit einberechnet.
Zudem werden sie weiterhin hohe Freibeträge geltend machen können, so dass am Ende ihre Belastung im Regelfall nur wenige hundert Euro monatlich betragen dürfte."
https://www.tagesschau.de/inland/pflegekosten-plan-101~_origin-683e36b7-188b-497c-857a-22135cf33371.html

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katja78 07.09.2019, 21:19
82. Zu Nr 13

Sie sollen aber nicht für ihr Leben, sondern für das einer anderen Person, die nicht ihr Abkömmling ist, geradestehen.

Ohne die Chance, für diese andere Person Vorsorge treffen oder sonstwie auf finanzielle oder gesundheitliche Belange Einfluss nehmen zu können.

Was schlagen Sie vor, wenn ein Elternteil Haus und Hof versäuft, entsprechend früh in die Demenz rutscht und natürlich nicht bereit war, seine Unterschrift für eine zusätzliche Pflegeversicherung herzugeben?

Soll das eh schon gebeutelte Kind dafür auch schon wieder gerade stehen? Wie die unzähligen anderen Male? Irgendwann muss man doch seine beschissene Herkunft einmal hinter sich lassen dürfen!?

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Éowyn 08.09.2019, 10:54
83. Einkommensteuer gleicht aus

An alle, die das „Pech“ haben, knapp über der Ermessungsgrenze zu liegen: Sie können Ihren Anteil an den Pflegekosten ja in Ihrer Steuererklärung angeben. Ich kann diese Probleme nicht ganz nachvollziehen, als Alleinerziehende mit zwei Kindern, die kein Unterhalt von ihrem Vater bekommen. Zu den Beamten: Es gibt zwei Nachteile
- geringerer Verdienst als üblich in der freien Wirtschaft
- lange Abstände zwischen Beförderungen

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Jane Doll 09.09.2019, 14:44
84. Tja

dafür, dass in Deutschland nicht gestorben zu werden hat (ich schreibe es extra so kompliziert), zahlen wir alle mit...Außer die Kinerlosen, die haben einen lächerlichen Zuschlag und fallen eines Tagen auch allen zur Last...Wenn man der Definition des Dudens folgt, nenne ich das assozial.

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Wendekind1987 09.09.2019, 14:49
85. Leistung lohnt sich in Deutschland echt nicht mehr

Es ist taurig, wenn man dann irgendwann mal den Mitelstandtraum mit 100k, Haus in Schwaben, Oberbayern, etc. mit Kind, zwei Auto und Hund hinbekommen hat, wird man bestraft und sagt seinem Chef, sorry geht nicht, da sonst Elternunterhalt.

Ich werde für die Pflege meiner Eltern im Rahmen des Möglichen aufkommen, aber eben nur im Rahmen des Möglichen und ich weis einfach nicht, warum soll ich verdammt nochmal von meinen 100k (wenn ich Sie jemals erreiche, was abggeben).

Deswegen wandern einfach alle aus, aus Deutschland.
70 % Abgabenlast plus Versicherungen, Kredite, etc. und dann sowas. Was soll der Kram. Wann kapieren Sie es endlich, es kommt nicht auf das Einkommen an, wir müssen an die Vermögen und die wirklichen Vermögen.

jemand mit 10 mio auf dem konto arbeitet nur 20 Std. aus lust und den rest der zeit dattelt der rum
jemand mit 150 bis 200k Jahreeinkommen, schuftet mindestens 80 std. die woche mit massiver Verantwortung und Druck und soll dann auch noch schön 1900 euro für den Pflegeplatz eines Elternteils zahlen.

Die Erben in Deutschland werden nur noch bevorzugt und unsere Generation, insbesondere die Wendegeneration (ob Ost oder West) steht vor einem Sozialsystem und einer sozialen Infrastruktur, was marode und von den Generationen vor uns nur geplündert wurde.

Echt toll. Arbeitest du 45 jahre in einer globalisierten Welt (mit massiver globaler Konkurrenz) für eine Steuerlast von indirekt 70 % um dann dir eine überteuerte Immobilie für 1000k in München oder einer anderen Zukuntsregion zu leisten um dann bis 67 fertig zu ein und dann von 2800 Euro Rente (Spitzenrente) zu leben. Natürlich darfst du dann noch mal 30 % an Steuern abgeben und in den nächsten 15 Jahren kannste zusehen wie du deine Schäffchen ins trockene bekommst. bist ud dann deine 2000 Euro für einen Pflegeplatz, der wahrscheinlich dann 3000 Euro kostet abgeben darfst. Dein Haus wird dann verrentet oder verwertet und am Ende gehste +/- Null raus aus dem Leben.

Leute wacht endlich auf. Leisung lohnt sich in Deutschland einfach nicht mehr und unser Sozialstaat wird irgendwann man zusamenberechen, wenn wir nicht langsam aber sicher alle mal was machen und nein es liegt nicht an den Ausländern, der Globalisierung, etc. sondern an uns. Wir müssen den Wohlstand unser Generation erhalten und aufbauen, müssen aber gleichzeitig den Wohlstand der alten Generation mit anzapfen, den für die Fehler der Vergangenheit müssen wir zahlen nicht unserer Eltern.

Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass es so nicht weitergehen kann und sollte. Man sollte was tun. Aber der Kopf stinkt eben von oben und solange die Leute nicht gezwungen werden, passiert nichts.

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Villeroy 09.09.2019, 15:29
86. "Mama kommt erst nächstes Jahr ins Altenheim"!

Tür und Tor werden nun geöffnet, die Alten schnell ins Altenheim abzuschieben. Es sollte mehr Unterstützung im häuslichen Bereich geben, um den Alten ein Leben in Würde nach ihrer Lebensvorstellung zu ermöglichen. Es profitieren vor allem wieder "Sehr- Gut-Verdiener": " Mama kommt erst im nächsten Jahr ins Altenheim, wenn das Gesetz "durch ist". Es ist erwiesen, dass Akademiker, ohnehin die Besserverdienenden, egoistischer sind und ihre Eltern sehr schnell ins Heim geben - vorausgesetzt - sie brauchen nicht zu zahlen. Ist dieses Gesetz für Pensionäre, die ohnehin schon über sehr gute Renten mit mindestens 40.000 € jährlich verfügen. Und Frau und Herr "Klein" denken auch noch, dieses Gesetz ist für sie gemacht. Zum Totlachen.

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thomas_guenther 09.09.2019, 15:59
87. Und was ist mit dem Vermögen ?

Dieses Gesetz ist völlig unnötig, wichtiger wäre es gewesen das Vermögen zu schützen, meine Oma (46 Jahre gearbeitet) musste ihr Haus verkaufen um die Pflege zu bezahlen und meine andere Oma (nie gearbeitet, Beamtenwitwe) bekam alle Kosten bezahlt und hatte monatlich noch 640€ Taschengeld...

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studibaas 10.09.2019, 05:54
88. Das ist jammern

Zitat von MisterD
denn es trifft halt, wie immer, den gut verdienenden Mittelstand. Der soll Häuser bauen, die Kinder im Studium finanziell unterstützen, fürs Alter privat vorsorgen, sich gegen Berufsunfähigkeit, Unfall, Tod, versichern und dann natürlich die Pflege der Eltern bezahlen. Nebenbei bezahlt man fleissig Steuern, bei Krankenkasse und Pflege natürlich den Höchstsatz... wenn man alles wirklich tun würde, bliebe zum Leben nicht mehr als der Regelsatz übrig. Das ist kein Gejammer, es soll nur aufzeigen, was in diesem Land von den Leuten erwartet wird, die noch relativ gut verdienen...
Wer mehr als 100.000 EUR verdient bekommt mit Lohnsteuerklasse 1 in Hamburg wenn er gesetzlich krankenversichert ist 56.000 Netto pro Jahr.
Im Schnitt, so stand es ja dort, zahlt man für die Pflege der Angehörigen nach Abzug der der gesetzlichen Leistungen ca. 1300-2300 EUR übrig. Abgesehen davon, dass ich mich Frage wie man auf diese Summe kommt bei einem Verdienst von Altenpflegern um den Mindestlohn, nun davon mal abgesehen haben Ihre Eltern ja auch noch Rente. Wenn ich die mit 1000 EUR annehme bin ich wohl nicht größenwahnsinnig.
Im worst case bleiben Ihnen also, nach Abzug der Pflege, ca. 40400 EUR / Jahr NETTO zum Leben.

Das das Luxus ist will ich gar nicht behaupten, aber dass da zum Leben nicht mehr als der "Regelsatz" übrig bleibe ist eine dermaßen dreiste und falsche Aussage. Und zeigt mir dass sie anscheinend keine Ahnung vom Regelsatz haben.

Der liegt bei 424 EUR. Und wenn sie es genau wissen wollen:
mit 2 Kindern unter 10 Jahren, Ehefrau und der absolut erlaubten maximal Warmmiete (Beispiel Niedersachsen, Kreis Stade) bekommt so eine Bedarfsgemeinschaft 1680 EUR / monat.

Nach Abzug der Pflegekosten liegen sie also etwa bei 200% vom Regelsatz einer Harzt IV Familie.

Im übrigen gehört man mit über 100.000 EUR Jahreseinkommen NICHT zum gut verdienenden Mittelstand.

Das Medianeinkommen in Deutschland liegt bei 3000 EUR/Monat,- Brutto.

Wenn sie 250% vom Medianeinkommen verdienen sind sie nicht mehr gehobener Mittelstand sondern schlicht Oberschicht.

Ich, mit ca. 4000 EUR/Brutto bin gehobene Mittelschicht. Und leiste mir kein Auto. Jeder soll sein Geld dafür ausgeben was Ihm wichtig ist.

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studibaas 10.09.2019, 06:05
89. Ist falsch

Zitat von stefan211
Ich lese und lese diesen Artikel vorwärts und Rückwärts, versteh ihn aber einfach nicht. Ich fass mal zusammen was ich meine entnommen zu haben: Für Gutverdiener über hundertausend Euro Einkommen gilt, dass sie weiter über Steuern die Pflege mitfinanzieren müssen. Wenn es dann aber darum geht die Gelder für die Pflege in Anspruch zu nehmen, dann wird ihnen jegliche Unterstützung versagt. Das ist doch unlogisch. Wenn alle Einzahlen bekommen auch alle das gleiche dafür. Der Sozialausgleich wird durch die höheren Steuern mit steigenden Einkommen erreicht. Aber bei diesem System müsste man eigentlich Gutverdienern die Steuern als Ausgleich erlassen, aber dann hätte man schon wieder ein Zweiklassensystem.
Es gibt eine Beitragsbemessungsgrenze, die liegt bei ca. 5000 EUR / Monat bzw. 60.000 / Jahr.

Im Klartext: Verdienen sie ca. 60.000 / Jahr zahlen sie darauf ca. 20% Sozialversicherungsabgaben. (Krankenversicherungen, Rentenversicherung, Pflegeversicherung).

verdienen sie ca. 120.000 / Jahr zahlen sie ca. 10 % Sozialversicherungsabgaben, weil es für für alle drei (Kranken, Pflege und Rentenversicherung) den max. Betrag schon bei 60.000 EUR erreicht hatten. (Bei der Rentenversicherung bin ich mir nicht ganz sicher, bei Kranken und Pflegeversicherung lasse ich mich festnageln).

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