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Pflegekräftemangel: Berlin fehlen 4000 Kräfte für Kliniken und Heime
UIG via Getty Images

Überlastete Mitarbeiter, "beschämende" Bezahlung: 2018 müssen in Berlin rund 4000 Pflegestellen neu besetzt werde. Doch die Rahmenbedingungen sind katastrophal.

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mali123 01.10.2017, 20:36
80. einfach weniger lohn bezahlen

das hilft immer. so wie überall. (sarkasmus)

deutschland quo vadis?

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mali123 01.10.2017, 20:38
81. bei den sanktionen von h4

Zitat von Gwylim
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Ihre Argumentation unproduktiv ist: Bei anderen Berufen und anderen Preisfragen soll das Prinzip von Angebot und Nachfrage wirken, aber nicht hier. Ihre Argumentation läuft darauf hinaus, dass das Aussetzen der Wehrpflicht das Problem ist. Noch einfacher kann man es sich wirklich nicht machen... Wenn die Beiträge hier aufmerksam gelesen wurden, kann man ganz klar sehen, dass sich das Pflegepersonal sehr wohl über eine Anhebung der Löhne freuen würde. sowie über eine Reduzierung der Belastung, wobei der bürokratische Teil nicht der Hauptgrund der Belastung ist, sondern das mangelnde Personal. Natürlich würden sich auf längere Sicht gesehen mehr junge Menschen für diesen Beruf entscheiden, wenn er viel besser bezahlt werden würde. Unser Kapitalismus gründet sich doch geradezu auf dem Egoismus der Menschen und auch Pflegekräfte sind Menschen, oder?
kann man lange nicht mehr von "marktmechanismen" sprechen, denn die verhandlungsmacht bei der lohnfindung ist stark eingeschränkt auf der seite der arbeitnehmer.

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lahozdeoro 01.10.2017, 20:40
82. "zusätzlich" gehen auch noch welche in Rente, na sowas

"Perspektivisch gehen in unseren Berliner Einrichtungen in den kommenden fünf Jahren 29 Pflegefachkräfte und 65 Pflegehilfskräfte in Rente", sagt Thomas Gleißner, Sprecher des Caritasverbands im Erzbistum Berlin. Das erhöhe den Personalbedarf zusätzlich."

Unglaublich, dass Leute auch noch in Rente gehen und dem Arbeitgeber das komischerweise immer erst ein paar Monate vorher klar wird. Pflegekräfte, die 55 Jahre alt sind, wollen wahrscheinlich nicht bis 70 arbeiten, das könnte man eigentlich früher begreifen und einkalkulieren. Leider ist das in vielen Berufen so.

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Patrik74 01.10.2017, 20:44
83. Nicht zwangsläufig

Zitat von meiner79
Massive Lohnerhöhungen haben zur Folge, das sich erstens viel weniger Menschen die Pflege leisten können.
Man könnte auch einfach die Superreichen an der Finanzierung beteiligen, damit der Staat zu ihrem Nutzen die Zinssklaven arbeitsfähig hält.

Es ist ALLES finanzierbar, in einem Land, in dem 90% der Bevölkerung lediglich über 30% des Einkommens verfügen; die Konsequenz dieser perversen Verteilung machen sich nur viel zu wenig Leute bewusst.

Kleines Rechenbeispiel: Wenn 10% 70% des Einkommens haben und 90% nur 30% und man nur 10% umverteilen würde, dann hätten die 10% immer noch 50% mehr als alle anderen zusammen, aber jene hätten ein 33% höheres Einkommen. Man könnte also jeder Pflegekraft 30% mehr zahlen, ohne dass es für den Normalo mehr kosten würde.

Ob es dann immer noch einen "Fachkräftemangel"gäbe?

Das Problem ist nur die "intensive Beratung" der Politik durch die "Elite", die sämtliche staatliche Leistungen natürlich gerne zum Nulltarif haben wollen.

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janos71 01.10.2017, 20:59
84. an hört doch immer: Unser Land ist reich, uns geht's gut

Zitat von mini-max12
Man hört doch immer: Unser Land ist reich, uns geht's gut
Sie haben es schon richtig erkannt, die Aussage „Man hört doch immer: Unser Land ist reich, uns geht's gut“ wird natürlich gerne von den deutschen Politikern & Standard-Medien verbreitet. Die haben auch jahrelang erzählt Deutschland hat die sichersten Atomkraftwerke. Ist klar die Franzosen, Schweden ...erzählen dann ihrer Bevölkerung sie hätten die zweit/drittbesten weil die sichersten AKWs stehen ja in Deutschland. Das Schema wird uns auch bei den deutschen Automobilen angeboten (das tollste, beste Auto...)
Man Deutsche wacht auf ihr habt und seid weder das Beste, das Tollste oder Sicherste. (höchstens beim Vergleich mit Afrika oder Osteuropa mag das passen aber beim Vergleich mit Skandinavien, Japan, USA, Westeuropa seid ihr in vielen Bereichen abgeschlagen auch im Lohnniveau) Das Lohnniveau im Pflegebereich ist schlecht weil Deutschland auch nicht wirklich reich ist sondern mittlerweile den größten Niedriglohnsektor in Europa unterhält.

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ephlang 01.10.2017, 21:00
85. liebe mitforisten

das Problem ist immer noch nicht erkannt.Die pflegepersonen die noch in Festverträgen in Pflegeeinrichtungen arbeiten wird das pflegen dermassen durch Schreibarbeit erschwert, daß sich Frust aufbaut der nicht selten versucht wird durch Mobbingähnliche Attacken gegenüber neuen Kollegen kompensiert.
Pflege wird zu Versorgung, Zeitvorgaben beinhalten meist nur Tätigkeiten, nicht aber die Präsenz der Pflegeperson im Krankenzimmer, pflegebedürftige Menschen brauche Nähe,Zuspruch oder Zuhörer.
Seit 1983 arbeite ich in Pflegeeinrichtungen in zwei europäischen Industrienationen, darunter auch Deutschland, in beiden Ländern besteht die Pflege aus Gewinnmaximierung und nicht nur aus pflege sondern aus Verwahrung der Kranken.
Zu Zeit habe ich keine motivation mehr in der Pflege zu Arbeiten, es sei denn man bietet mir 7 bis 8000 euro brutto exclusive Zulagen!

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der_weisse_wal 01.10.2017, 21:02
86. Kein Fachkräftemangel

Das ist kein Fachkräftemangel. Es ist ein Mangel an fachgerechter Entlohnung. Und in dieser Feststellung liegt auch schon die Lösung verborgen.

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Havel Pavel 01.10.2017, 21:04
87.

Zitat von ats3788
würde mich mal interessieren wie viele Frauen Moslemischen Glaubens in Krankhäuser und Altenheimen arbeiten!!!
Gar keine natürlich, das verbietet ihr Glaube! Warum stellen Sie Fragen, die sich von selbst beantworten? Früher gab es hierzulande schon mal Engpässe im medizinischen Bereichen, da konnte man noch ganz schnell und unproblematisch Personal aus asiatischen Ländern, wie etwa von den Philippinen, anwerben, die einerseits gerne kamen, sich problemlos integrieren konnten und dazu noch eine sehr gute Ausbildung mitbrachten. Soetwas scheint heutzutage trotz oder etwa vielleicht wegen der Globalisierung absolut nicht mehr zu funktionieren! Wo bleiben hier die Aktivitäten der politisch Verantwortlichen, die anscheinend nur noch mit sich selbst beschäftigt sind und ihren eigentlichen Auftrag nur noch am Rande nachkommen.

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wjb27 01.10.2017, 21:08
88.

Zitat von Patrik74
Man könnte auch einfach die Superreichen an der Finanzierung beteiligen, damit der Staat zu ihrem Nutzen die Zinssklaven arbeitsfähig hält. Es ist ALLES finanzierbar, in einem Land, in dem 90% der Bevölkerung lediglich über 30% des Einkommens verfügen; die Konsequenz dieser perversen Verteilung machen sich nur viel zu wenig Leute bewusst. Kleines Rechenbeispiel: Wenn 10% 70% des Einkommens haben und 90% nur 30% und man nur 10% umverteilen würde, dann hätten die 10% immer noch 50% mehr als alle anderen zusammen, aber jene hätten ein 33% höheres Einkommen. Man könnte also jeder Pflegekraft 30% mehr zahlen, ohne dass es für den Normalo mehr kosten würde. Ob es dann immer noch einen "Fachkräftemangel"gäbe? Das Problem ist nur die "intensive Beratung" der Politik durch die "Elite", die sämtliche staatliche Leistungen natürlich gerne zum Nulltarif haben wollen.
Hat die DDR auch schon versucht, am Ende gab es statistisch keine Armen mehr und reich waren die Funktionäre, denen zwar nichts gehörte aber alles nutzen durften.

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sucher533 01.10.2017, 21:42
89. Bei den Preisen

in den Senioren- und Pflegeheimen könnte man die Senioren auch auf Dauerkreuzfahrt schicken. Genug Geld wird also verdient, nur bei den Pflegekräften kommt nichts an.

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