Forum: Wirtschaft
Pilotengewerkschaft Cockpit: Schlichtung bei Lufthansa gescheitert
DPA

Mit dem Start der Ferienzeit sind bei der Lufthansa ab sofort wieder Pilotenstreiks möglich. Der Konzern und die Vereinigung Cockpit konnten sich nicht auf eine Schlichtung einigen, so ein Sprecher der Piloten.

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carl.i.fornia 06.07.2015, 16:34
20. Wir buchen nicht mehr Lufthansa...

... weil wir es einfach leid sind, permanent diese Streikaussichten vor den Augen zu haben... im August
3 Tickets L.A. nach Muenchen, frueher ausschliesslich mit Lufthansa geflogen, nunmehr anderweitig gebucht.

Und innnereurop. Fluege fuer Verwandtenbesuche, mittlerweile 2 x 3 Reisen mit den landeseigenen Fluggesellschaften bzw mit Billigflieger Wizzair geordert.
Wir haben einfach keine Lust mehr mit der LH. Mich wuerde es wundern, wenn wir die Ausnahme sind. Ich denke, dass wir mittlerweile nicht mehr die Einzigen sind, die konsequent anderweitige Gesellschaften bevorzugen, da wir es einfach nicht wollen, Gefahr zu laufen, irgendwo zu stranden und all die Hektik der Umbuchungen etc etc mitzumachen. Lufthansa hat sich fuer uns erledigt, so schade das auch ist, da die Flugzeiten immer ideal fuer uns waren... Es gibt aber viele Alternativen, deren Ticketpreise zudem deutlich guenstige sind....

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mchlpfeiffer 06.07.2015, 17:01
21. Bundespräsident Gauck.....

....hat ja heute das Tarifeinheitsgesetz unterschrieben, d.h. diese "Minigewerkschaften" wie "Vereinigung Cockpit", ufo oder GDL haben die längste Zeit die Bevölkerung als Geisel für ihre Interessen zweckentfremdet.

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jiggy_siggi 06.07.2015, 17:02
22.

Entweder sind es die Fluglotsen, oder wie in diesem Fall mal wieder Piloten der Lufthansa. Sie gehören zu den bestbezahltesten Angestellten in Deutschland und dennoch kriegen sie den Hals nicht voll. Das ist auch der Grund warum ich schon seit Jahren nicht mehr von Deutschland aus fliege, geschweige denn mit der Lufthansa. Ich kann nur jedem der nicht gerade in Mitteldeutschland lebt raten, es ähnlich zu machen.

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guki0340 06.07.2015, 17:04
23. Ein Vergleich mit z. B. Poststreik

verbietet sich bei ? 60.000 Anfangs Gehalt nach nur 2 Jahren Ausbildung. Was soll da ein Facharzt nach min. 8 Jahren Studium sagen?

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wallabyxxxx 06.07.2015, 17:10
24. Eurowings

Es ist eine unternehmerische Entscheidung der LH gewisse Strecken auszulagern. Z.B. zu Eurowings. Das ist in der gesamten Privatwirtschaft so, dass Gewerke oder Dienstleistungen outgesourct werden. Da jammert keiner wenn die Putzfrau oder Kantinenpersonal von einem Dienstleister kommen. Was mich extremst stört das man seitens VC keinerlei Aussagen bekommt was es den Piloten wert ist diese Arbeit im Stammkonzern zu halten. Hier wird doch nur sehr einseitig auf die aktuelle Besitzstandswahrung geschielt und nicht auf das Volumen der Arbeit. VC maßt sich hier m. E. doch an über dem Betriebsverfassungsgesetz zu stehen

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svenszymanski 06.07.2015, 17:10
25. 13. 15:46 Uhr

Warum wird in diesem Land so viel gestreikt?
Natürlich nur aus Solidarität, wie bei VERDI und der GDL, und VC bestimmt auch nur für die Anfänger!
HM, überlege mal andersrum, bei VERDI sind Wahlen, welch ein Zufall!
Diejenigen, die zu Streiks aufrufen sitzen in den Vorständen! Und bestimmt nicht schlecht bezahlt!
Spartengewrkschaften: holen noch raus, was sie können, auch nix neues. Und wenn man sich die Gehälter eines Bsirske, Wesselski und sonstige ansieht...
Meine auch gelesen zu haben, daß gerade VERDI kein Problem damit hat, eigene Gesellschaften zu gründen und die eigenen Leute da als Leiharbeiter einsetzt.
Auwachen, aufwachen "pavelchekov"

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dynamohelge 06.07.2015, 17:17
26.

Zitat von deus-Lo-vult
Das müssen Sie doch verstehen! Die armen Piloten sollen bis 61 arbeiten! Das geht doch nicht!
Mich interessieren eher Aussagen wie die vom Spohr-Vorgänger Franz " Die Zitrone ist nie ausgequetscht ". Hat sich dann noch vor Ende seiner Amtszeit vom Acker gemacht. Und Sie schimpfen auf die Piloten. Solche " Manager " ruinieren ein Unternehmen, nicht die Piloten.

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Iggy Rock 06.07.2015, 17:17
27. Willkommen in der Realität

Zitat von renevatio
Was viele verkennen ist, dass auch Piloten Arbeitnehmer sind! Priviligiert, zweifellos, dennoch kämpfen diese einen Kampf, den alle Arbeitnehmer kämpfen sollten.
Solidarität finden sie in Frankreich, wo Generalstreiks zum Alltag gehören, bei uns finden sie die, gewiss auch von vielen Lufthansapiloten gewollte, Leistungsgesellschaft im Rahmen der Marktwirtschaft, die manche auch noch mit Sozial betiteln, damit es schöner aussieht.
Man kann nicht, wie viele Piloten, jahrelang FDP wählen und anschließend über soziale Einschnitte des eigenen Arbeitgebers jammern, die global gesehen noch eine Lachnummer sind.

Wenn Lufthansapiloten glauben, ihre Privilegien und ihre hohen Gehälter langfristig durch Streiks in trockenen Tüchern halten zu können, haben sie unser heutiges Wirtschaftsmodell nicht verstanden. Es gibt global genug Piloten die für weniger Geld arbeiten, denen drei Jahre späterer Ruhestand nichts ausmachen, die auch noch nie gestreikt haben.
Diese Streiks treffen die Kundschaft, und im Gegensatz zur Post oder Bahn gibt es im Flugverkehr erstaunlich gute Alternativen zum Kranich.

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dequincey 06.07.2015, 17:31
28. Wer kann mir das erklären?

Die LH-Piloten führen für ihr sehr hohes Gehalt und ihre Privilegien immer wieder ihre besondere Qualifikation im Vergleich zu anderen Berufen und im Vergleich zur Kabine an. Also schaun wir mal!

Auch ich bin, als Oberarzt in der Unfallchirurgie, im Vergleich zu den Pflegekräften in unserer Klinik, scheinbar privilegiert, verdiene ich doch, wie jeder in den Tabellen lesen kann, einschließlich Bereitschaftsdienste über 8000 Euro im Monat. Natürlich habe ich keine 38,5h Woche, sondern komme mit Bereitschaftsdienste, die ich fast immer in der Klinik/OP (Haus der Maximalversorgung) verbringe, auf weit mehr als 200h/Monat. Ich halte mein höheres Einkommen gegenüber z.B. den Pflegekräften, für gerechtfertigt, denn ich bin deutlich qualifizierter, (komme selbst aus der Pflege!), meine Arbeit ist schwieriger, meine med. Ausbildung dauerte min. 12 Jahre, ich habe erheblich höhere Verantwortung, ich arbeite sehr viel mehr. Ergo sollte ich auch mehr verdienen.

Womit aber begründen Piloten Ihr so viel höheres Einkommen gegenüber den Flugbegleitern, die gleiche Arbeitszeiten haben, deren Job sicher weniger qualifiziert, aber nicht weniger anstrengend ist?Wodurch beanspruchen die wenigen Piloten (5400) mehr als vierzig Prozent der betrieblichen Altersversorgung, bei insgesamt 119 000 Angestellten der LH?

Es gibt in Deutschland 64 Unfallchirurgien der Maximalversorgung sowie 161 Schwerpunktkliniken. D.h. als OA gehöre ich zu einer kleinen exklusiven Gruppe spezialisierter Ärzte. Von uns gibt es deutlich weniger, als vergleichbare Piloten der LH, unserer Ausbildung dauert sehr viel länger, wir arbeiten sehr viel mehr und härter (kein Pilot fliegt 24h) meine Verantwortung ist ebenfalls sehr hoch, dafür aber täglich unmittelbarer. Und ich muss bis über 66 arbeiten. Womit ist also zu begründen, dass ein Pilot nach 25 Jahren mehr als doppelt so viel, als ein Unfallchirurg verdient und dafür acht Jahre früher, bei sehr guter Altersversorgung, in den Ruhestand gehen kann?

Auf eine nachvollziehbare Erklärung bin ich gespannt.

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ExXoN 06.07.2015, 17:32
29.

Zitat von mchlpfeiffer
....hat ja heute das Tarifeinheitsgesetz unterschrieben, d.h. diese "Minigewerkschaften" wie "Vereinigung Cockpit", ufo oder GDL haben die längste Zeit die Bevölkerung als Geisel für ihre Interessen zweckentfremdet.
Keine Ahnung haben aber Hauptsache mal was schreiben :)
VC ist die Größte Gewerkschaft für Piloten, UFO die größte für das Kabinenpersonal und die GDL die größte für die Lockführer.
Somit ändert sich hier GAR NICHTS.

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