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Pilotprojekt für Ökostromförderung: Wind gegen Sonne
DPA

Das Wirtschaftsministerium lässt Wind- und Solarfirmen ab 2018 um Fördergeld für Ökostrom kämpfen. Nicht einmal das Ministerium selbst findet, dass das eine gute Idee ist.

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bluescreen70 06.03.2017, 15:20
20. Und bei Dunkelflaute?

Sinnvoll wäre es gewesen, die Windrad- und Solaranlagenbetreiber von Anfang an zu einer gewissen Stetigkeit ihrer Energieeinspeisung zu verpflichten. Z.B. 20% der Maximalleistung für mindestens 24 Stunden. Dieser Gedanke wird erst jetzt, Jahre später in die Betrachtung einbezogen und vermutlich zu neuerlichen horrenden Kosten führen.

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larsmach 06.03.2017, 15:24
21. Windrad in Norwegen, Verbraucher in München

Zitat von anton_otto
Wo kämen wir auch hin, wenn Windräder vor allem an windreichen und Solaranlagen an sonnenreichen Standorten gebaut würden? Da würde ja noch wirtschaftliches Denken einziehen! Der Gipfel des Realismus wäre erreicht, wenn "Ökostrom"-Produzenten nur für den Strom bezahlt würden, der tatsächlich auch abgenommen werden kann! Es kommt sehr selten vor, daß ich das befürworte, aber in dem Fall könnte eine Übernahme durch die EU helfen, den deutschen "Ökostrom"-Irrsinn zu beenden.
Wirtschaftliches Denken bedeutet, wie etwa in Dänemark Energieerzeugung dezentral zu gestalten, d.h. ALLE Kosten zu berücksichtigen. Ansonsten könnten Sie ein Windrad am norwegischen Polarkreis aufstellen und den Strom dann nach München transportieren.
Was Strom angeht, der nicht verbraucht wird, wäre wünschenswert, den "heiligen Gral" anzutasten: Windstromüberschüsse ließen sich vorzüglich durch Heizsonden in den Heizungskesseln Tausender Haushalte in einer Region nutzen: Dank "Smart Grid" und Internet lassen sich Informationen zu Kesseltemperaturen und Überschussstrom in Sekundenbruchteilen übermitteln und entsprechend nutzen - und der Verbrauch importierten Erdgases zum Nachheizen des gespeicherten Warmwassers reduzieren.
Wir müssen das ganze Bild sehen.

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christian-h 06.03.2017, 15:26
22. Angabe

Zitat von Michael200669
Dann bitte aber auch für den Atom, wie Kohlestrom die Subvention streichen. Dann werden sie ganz schnell erkennen, wer die teuersten Energieträger sind. Da ist einmal der Atomstrom, danach kommt der Kohlestrom. Dann kommt lange nichts und dann erst der Ökostrom.
Das ist falsch. Die verbindlichen Ausgaben für EE Strom liegen bis 2025 schon bei rund 520 Mrd Euro.

Ökostrom ist die am meisten geförderte Stromerzeugungstechnologie.

Rechnen Sie es einfach auf die erzeugte Strommenge um.

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Bodenbelag 06.03.2017, 15:30
23. Wind gegen Sonne? Wie überheblich.

Wind gegen Sonne? Wie überheblich. Wind stagniert bei 10% und wurde zuletzt von 8% auf 10% gesteigert *grins*. Sonne liegt noch darunter. Insgesamt irrelevant und wenn der Wind nicht weht und die Sonne nachts. und im Winter kaum, scheint doppelt abgängig. Die einzige Frage ist, wann wir das endlich begreifen. Noch vor dem großen Stromausfall oder erst danach.

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tatsache2011 06.03.2017, 15:37
24. teure Energie

Zitat von helmut.alt
Die beste Lösung wäre überhaupt keine Subventionen für die Energieerzeugung zu zahlen, denn dann kommt der Verbraucher am besten weg. ... Jetzt ist es an der Zeit, dass diese Technologien ohne Subventionen auskommen.
Da haben Sie recht. Das Sondergesetz für Atomkernkraft (Atomgesetz AtG) muss weg und diese Technologie muss ohne diese Subvention auskommen.
Dann kommen die Verbraucher am besten weg, weil sie nicht enteignet werden können wie die 170.000 geschädigten Japaner.
Ohne AtG würde die Atomkernkraft sehr teuer und wäre als Energie-Erzeugung sofort weg.

Der teure Atomkernmüll dieser teuren Technologie könnte bezahlt werden als Atommüll-Cent in der Stromrechnung während mehrerer Jahrhunderte.

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Flari 06.03.2017, 16:01
25.

Zitat von Michael200669
Nicht der Strompreis ist zu hoch, sondern die staatlichen Lasten, die auf dem Strompreis liegen. Die liegen bei über 50 Prozent. Würde alleine die MWST wegfallen, so wäre der Strompreis gleich um 1/5 günstiger.
Prozentrechnung ist nicht jedermanns Sache...
Unsere 19% MwSt stellt 16% oder 1/6,3tel des Bruttopreises dar.
Nebenbei liegt die MwSt der ganzen europäischen Billigstromländer leicht bis heftig ÜBER dem deutschen Satz.
DORT würde IHR 1/5 stimmen (bei 25% MwSt).

Zitat von
Des weiteren sind die meisten einfach zu faul, sich einmal im Jahr darum zu kümmern, so sie den günstigen Strom bekommen. Denn dadurch könnten schon gespart werden. Aber was machen viele, sie lassen sich sogar oft noch Verträge von ihren Lieferanten aufschwätzen, die den Strompreis noch erhöhen.
Würden alle wechseln, könnte keiner mehr dabei sparen.
Und wer heute beim Wechseln (und danach) nicht aufpasst, zahlt ggf. einiges mehr, als beim Grundversorger.

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oldman2016 06.03.2017, 16:26
26. Der letzte Satz ist wichtig

Würde der letzte Satz im Artikel am Anfang stehen, dann würde der Leser sofort verstehen, dass die EU einen EU-weiten Strommarkt vorantreiben will, bei dem die Fördergelder ertragsorientiert vergeben werden sollen. Im sonnigen Süden stehen die Chancen der Solarindustrie auf dem Festland nicht so schlecht wie in den nördlichen Breitengraden. Hier wird mit wenigen sonnreneichen Landstricken, die Windkraft die Nase vorn haben. Das gilt auch für die Küsten und bergigen Regionen. Windkraft hat allgemein den Vorteil, dass der Wind auch nachts wehen kann. Aber egal ob Solar- oder Windstrom:Die Speicherprobleme sind noch nicht gelöst.

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diospam 06.03.2017, 16:33
27. Doch, genau das muss passieren

Zitat von RobMcKenna
Photovoltaik und Windkraft gegeneinander ausspielen zu wollen, ist auch aus technischer Sicht nicht sinnvoll. Im Sommer scheint hierzulande viel Sonne, es gibt aber tendentiell weniger Wind. (Zumindest an Land) - im Winter ist es umgekehrt. Es würde also helfen, Wind- und Sonnenstrom komplementär einzusetzen.
Doch, genau das muss passieren.
Wenn man nämlich mal anfängt die REALEN Einspeisedaten im 5min Fenster von Wind und PV dem Strombedarf gegenüberzustellen, dann stellt man schnell fest, dass die Summe der Einzelteile kleiner ist als die Einzelteile selbst. Tatsächlich werden sich nämlich Wind und Sonne um Faktor 10 häufiger gegenseitig auf die Füße treten und die Netze gegenseitig verstopfen als dass der Eine der andere Unterstützt.

Tatsächlich liegt aus Netzstabilitätssicht das finanzielle Optimium eines Erneuerbaren Netzes zu +90% aus Wind. Dies liegt primär an der höheren Auslastung von Wind gegenüber Sonne.

Genauso wird übrigends ABSICHTLICH verschwiegen, dass ein 100% EE Netz gigantische SAISONALE Speicher benötigt. Für Deutschland z.B. mindestens 60TWh. Weltweit +2000TWh. Ab 2020 wird es weltweit vielleicht maximal eine Herstellungskapazität von 120GWh/a geben ...

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allessuper 06.03.2017, 16:35
28. Ja, man MUSS den kleinen Energieproduzenten

Zitat von reisenderdenker
Kleine Energieproduzenten (Die vielleicht regional produziern) haben durch den Wettbewerb keine Chanche. Denn es gibt keine Planungssicherheit, weil man erst investieren muss um ein Gutachten für den Wettbewerb zu bekommen und dann kriegt man vlt. gar keine Förderung für das Projekt und hat nur Verluste gemacht. Hilfreicher wäre es wenn die Förderung bei jedem Projekt einfach beantragt wird.
eine reelle Chance geben, denn es ist unsere einzige, um aus der fossilen Industrie rauszukommen - gegen die Millionen, die Konzerne in Lobbyarbeit gegen die Energiewende ausgegeben haben. Schauen Sie sich doch alle mal den Film The Power To Change an. http://powertochange-film.de/ PS. und Anbieter zu Hause wechseln hilft auch. EWS Schönau und andere haben inzwischen gezeigt was geht und wie es geht!

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bwk 06.03.2017, 17:01
29. Die Energiewende

Man kann es drehen und wenden wie man will. Die sog. Erneuerbaren sind auch 18 Jahre nach der Energiewende nicht wettbewerbsfähig. Warum die Bundesregierung trotzdem an einer Subvention festhält erschließt sich mir nicht. Wer nicht Wettbewerbsfähig ist, scheidet in einer Marktwirtschaft aus. Das ist zum Nutzen aller. Dann müssten Stromverbraucher nicht mit weiter steigenden Kosten zu kämpfen haben, was insbesondere die Sozialschwächeren entlasten würde. Herr Schulz, bitte mal nachdenken ob das nicht ein Thema für sie SPD im BTW-kampf wäre.
Es wird Zeit die Subventionen einzustellen.

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