Forum: Wirtschaft
Pkw-Abgabe: Bundesregierung will europaweite Maut
DPA

Kein deutscher Autofahrer wird mehr belastet - das versprechen Kanzlerin und Verkehrsminister in punkto Pkw-Maut. Wie lange die Zusage gilt, ist jedoch fraglich. Pläne einer europaweiten Abgabe könnten die Zusage konterkarieren.

Seite 1 von 7
Senfei1848 21.01.2017, 08:36
1. Es reicht langsam.

Wie tief will uns diese Regierung denn noch in die Tasche greifen. Ich fahre jeden Tag 100km, mal abgesehen von der Zeit kostet mich und meine kleine Familie das auch Geld, das nicht reicht, um näher an meinen Arbeitsplatz zu ziehen. Niemand fährt aus Spaß weite Strecken zur Arbeit, sondern weil es zumindest mittelfristig nicht anders geht. Hauptsache dem Bund geht es finanziell gut! Blutsauger!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danduin 21.01.2017, 08:37
2. Schlag gegen die Freiheiten der Normalbürger

Mit einer Maut kann man die Reisefreiheit der normalen Bürger und die Mobilität von Arbeitsnehmern stark begrenzen.
Jugendliche oder ärmere Bürger, wie beispielsweise damals die DDR-Bürger, die ersteinmal mit Ihrem Auto quer durch Europa reisen um andere Länder kennen zu lernen und auszubrechen aus Ihrer gewohnten Umgebung wird es somit nicht mehr geben.
Arbeitnehmer die sich europaweit bewerben werden dadurch eingeschränkt.
Europa sollte die Reisefreiheit und die Mobilität von Arbeitnehmer sollte von Europa unterstützt werden.
Bspw. die Bahnpreise senken und Mauts abschaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 21.01.2017, 08:59
3. Trugschluss

mir war es mit der LKW Maut bewusst das eine Maut für PKW kommen wird. Das war genauso sicher wie das der Soli nicht nur für ein paar Jahre kommen würde. Auch sehe ich nicht das der Soli abgeschafft wird.
Aber es war doch früher gängige Praxis wenn die Politik Geld zum verteilen brauchte dann wurden 2 Steuern erhöht. Die Tabaksteuer und die Mineralölsteuer plus die darauf zuzahlende Mehrwertsteuer. Es wäre mal interessant ob die Maut wirklich Zweckgebunden ausgegeben wird oder doch nur in den allgemeinen Haushalt fließt.
Eine Aussage eines Politikers ist soviel wert wie die Aussage eines Investment Bankers.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rene.muellender 21.01.2017, 09:00
4. Wer wird mich noch besuchen ?

Ich bin Belgier, glücklich verheiratet mit einer deutschen Frau. Wir haben ein Kind.
Wer wird mich denn von meinen Freunden und Verwandten noch besuchen, wenn er jedesmal Maut zahlen muß ?
Dieser Plan der CSU ist so anti-europäisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 21.01.2017, 09:03
5. 5% des Spritpreises sind die Maut, und gut !

Wenn wir schon nicht in der Lage sind, europaweit auf die Maut zu verzichten, dann ist es natürlich eine gute Lösung, zu einer Maut zu kommen, mit der man dann wieder überall fahren kann. Allerdings sollte diese Maut dann auf das Benzin umgelegt werden. D.h. 5% des Spritpreises sind die Maut. Dadurch erübrigt sich die Erfassung der Verkehrswege einzelner Autos und es werden die besonders belastet, die mit großen Autos viel fahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nochnbier 21.01.2017, 09:11
6. Ganz einfach ...

Man bereitet sich jetzt schon vor auf das Wegbrechen der Mineralölsteuer, wenn es denn bals dazu kommen sollte, dass der Anteil der Elektroautos steigt. Wenn eine kritische Masse an Fahrzeugen erreicht wurde, wird dann eine Steuer auf "Autostrom" erhoben. zudem wird im Hintergrund gerade ausgekaspert, welche Stromkonzerne abzo ... ähm, die Gewinne unter sich aufteilen dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
poetnix 21.01.2017, 09:27
7. Erstaunen

Ich staune, dass offensichtlich viele nicht bemerkt haben, dass hinter
der kaum kostendeckenden Maut für "Ausländer" ein viel weitergehendes Konzept steckt.
Privatisierung der Autobahnen und nun europaweite Einführung der Maut.
Kommt die "europäische Maut", fallen die "Rückvergütungen" für die deutsch-germanischen Autofahrer und die Einnahmen steigen.
Wenn diese Regierung auch kaum eine Vision für die Zukunft hat, aber beim Abkassieren ist sie voller visionärer Hintertür-Konzepte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tsknl 21.01.2017, 09:28
8. Prima Idee

Seit Gründung der EU hören wir gebetsmühlenartig, dass es gilt, Grenzen nieder zu reißen. Und eine Maut ist eine harte, uneuropäische Grenze. Als Dobrinth erstmalig seinen Schwachsinn auspackte, dachte ich zuerst, dies wäre ein geeignetes Druckmittel, um andere Europäische Mautsysteme abzuschaffen. Da habe ich ihn aber gewaltig überschätzt.

Und ja. Eine Europa weite, einheitliche Maut ist besser als jeder nationale Alleingang. Käme eine Maut in DE, so steht ein Jahr danach auch eine Maut in NL, BE, UK, und anderswo. Irgend ein System wird kommen, denn es geht wahrscheinlich um etwas ganz anderes: Lückenlose Überwachung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Flari 21.01.2017, 09:28
9.

Zitat von wasistlosnix
Es wäre mal interessant ob die Maut wirklich Zweckgebunden ausgegeben wird oder doch nur in den allgemeinen Haushalt fließt. Eine Aussage eines Politikers ist soviel wert wie die Aussage eines Investment Bankers.
Natürlich wird die PKW-Infrastrukturabgabe zweckgebunden in die Verkehrs-Infrastruktur fliessen.
Aber überlegen Sie einmal, was alles zur Verkehrs-Infrastruktur dazugehört:
Wasserstrassen, also Flüsse, Wattenmeer und Häfen, Schienenwege und Bahnhöfe, Flughäfen, usw...
Und da überall kann man die Infrastrukturabgabe reinstecken und im Gegenzug die Finanzierung aus dem allg. Steuertopf zurückfahren, wie es seit Einführung der LKW-Maut bei den Bundesfernstrassen praktiziert wird.
Selbst wenn die PKW-Maut verzehnfacht wird, muss trotz Zweckbindung kein einziger zusätzlicher Cent auf der Strasse ankommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7