Forum: Wirtschaft
Pläne der Stromkonzerne: Das Comeback der Nachtspeicherheizung
ddp

Einst galten sie als Stromfresser - nun könnten Nachtspeicherheizungen zu den Gewinnern der Energiewende werden. Mehrere Versorger wollen die alten Klötze mit moderner Technik aufrüsten und so das Problem schwankender Strommengen lösen.

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hxk 03.12.2012, 19:58
1. Der Irrsinn nimmt keine Ende!

Eine rein wahltaktisch-ideologisch motivierte Energiewende lässt die ollsten Kamellen wieder auferstehen:

Dazu solle das ab 2019 geplante Verbot für den Verkauf von Speicherheizungen fallen.

Bei elektrischen Speicherheizungen geht zwar viel Energie verloren. Doch herkömmliche Wasserkraftwerke mit Pumpspeichern reichen als natürliche Batterien immer weniger aus, um die schwankenden engen Ökostrom aufzunehmen: Nach Angaben der "FTD" mussten 2011 dreimal so viele Windräder zwangsweise stillstehen wie im Jahr zuvor. Die Energie konnte weder abtransportiert noch zwischengelagert werden - rund 407 Gigawattstunden Strom seien so laut Windenergie-Verband verloren gegangen.


Tja, man hätte sie vielleich vor dem Umsteig darüber Gedanken machen sollen, wie man Kleinigkeiten wie Speicherung, Stromleitungen usw. zu bezahlbaren Preisen umsetzt.

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u.loose 03.12.2012, 20:02
2. Peinliche Entwicklung...

Bringen wir es mal auf den Punkt:

Man plant "Erneuerbare" auf Teufel komm raus - wenn ich recht informiert bin, eine Kraftwerkskapazität von über 200 GW bei einem Bedarf von gerade mal 80 GW - und will nun die Nachtspeicherheizung als Widerstand benutzen die gigantische Überproduktion zu vernichten.

Niedlich: Gerade im Sommer wenn die Photovoltaik heute schon immense Überschüsse die abgenommen werden müssen produziert, braucht kein Mensch diesen "Speicher" und im Winter wenn man schon zu "Abschaltverboten" für fossile Kraftwerke greifen muss und im Ausland Kapazitäten "bucht", herrscht Mangel und man muss die "Speicher" aus fossilen Kraftwerken füllen.

Man kann sich nur noch an den Kopf fassen! Erneuerbare zwischen immenser Überproduktion und Mangel und alle müssen "irgendwie" diesen Irrsinn ausbaden...


Mein Vorschlag: Wir brauchen eine Steuerförderung für private Klimanlagen - die benötigen genau dann Strom, wenn die PV-Anlagen ihre Überschüssen produzieren...

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der_pirat 03.12.2012, 20:05
3. Unsere Technik ist uralt

Da erscheint der Vorschlag gar nicht so schlecht. Warum soll jemand mit Gas heizen, wenn gleichzeitig Unmengen an Strom verballert werden?

Auch wenn es merkwürdig klingt, ist die Idee gut.

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günter1934 03.12.2012, 20:16
4.

Zitat von sysop
Einst galten sie als Stromfresser - nun könnten Nachtspeicherheizungen zu den Gewinnern der Energiewende werden. Mehrere Versorger wollen die alten Klötze mit moderner Technik aufrüsten und so das Problem schwankender Strommengen lösen.
Aus dem Artikel:
Die Energie konnte weder abtransportiert noch zwischengelagert werden - rund 407 Gigawattstunden Strom seien so laut Windenergie-Verband verlorengegangen.
Das heisst, 2011 wurden schon über 40 Millionen Euro Einspeisevergütung für nichts bezahlt.
Da werden auch Nachtspeicheröfen nicht helfen, wenn diese unnützen Einspeisevergütungen demnächst Milliardenhöhe erreichen.

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ash26e 03.12.2012, 20:17
5. Wird´s nicht Zeit unsere Hymne auszuwechseln?

Ich schlage vor : My Baby -Baby balla -balla - balla.......

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Tostan 03.12.2012, 20:45
6.

Zitat von der_pirat
Da erscheint der Vorschlag gar nicht so schlecht. Warum soll jemand mit Gas heizen, wenn gleichzeitig Unmengen an Strom verballert werden? Auch wenn es merkwürdig klingt, ist die Idee gut.
Ähm, die Idee mit den Nachtspeicherheizungen ist nur ein kleiner Teil einer Idee.

Intelligente Kühlaggregate(Kühlschrank, Kühltruhe, Klimaanlage) welche genau dann kühlen, wenn der Strompreis niedrig ist. Diese Geräte müssen nicht auf das Grad die Temperatur halten, da kann durchaus mal eine Zeit gewartet werden, dass der Energiepreis fällt.
Waschmaschinen die befüllt werden und sich dann einschalten, wenn der Preis günstig ist...
Und so weiter und so fort.

Intelligente Stromzähler gibt es schon und sollen auch massiv verbaut werden laut EU.
Aber: Es gibt kaum intelligente "Stromverbraucher" und kaum passende Tarife. Ich als Kunde kann meinen Strom nicht frei kaufen, ich bin an einen Versorger gebunden. Und die Energieversorger sehen diese Intelligenten Stromzähler nur als Instrument der besseren Kundenkontrolle .... Strom per Knopfdruck in der Zentrale abschalten wenn der Kunde nicht zahlt ist da nur das extremste Beispiel .... Daher will die auch wohl niemand freiwillig haben.

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martinherwartz 03.12.2012, 20:50
7. Ich find's logisch

Wenn wir gerade nachts Strom erzeugen, der nicht gebraucht wird, dann ist die Nutzung in Nachtstromspeicherheizungen kein schlechter Weg. Dazu noch über den Strompreis geregelte, gasbetriebene Blockheizkraftwerke, und wir federn eine Menge Probleme weg, die wir jetzt durch die oft gegenläufigen Stromerzeugungs- und -nachfragespitzen haben. Aber wenn Sie unbedingt maulen wollen, dann tun Sie's halt. Erneuerbarer Strom ist im Schnitt in der Herstellung jedenfalls deutlich billiger. Was wir mit der EEG-Umlage zahlen, ist im Grunde eine Anschub- und Umstellungsfinanzierung.

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ostap 03.12.2012, 20:59
8. immer noch besser als in Frankreich

Zitat von joepino
na klar ,wen Überkapazitäten vorhanden sind ists immer kalt ,so das die Heizung gebraucht wird!oder wie?wen die Speicheröfen anfangen sich aufzuladen ,geben diese schon ordentlich wárme ab ,ob der Besitzer das nun braucht oder auch nicht.und nach einem Tag hat es sich ausgespeichert und was dann?dann wird es richtig teuer.
Schauen Sie doch nach Frankreich. Dort sind Speicheröfen gang und gäbe. Dabei wird nicht parasitärer EE-Strom verbraten, der ohne weitere Kosten ohnehin anfällt, sondern der teure Atomstrom. Und davon gibt es dann, wenn gebraucht wird, ohnehin nicht genug, weshalb ja im verangenen Januar die Franzosen ihre Speicheröfen mit deutschem Solarstrom heizen mussten. Also, was spricht dagegen, in Deutschland überschüssigen EE-Strom in Speicheröfen zu verheizen?

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Tostan 03.12.2012, 21:01
9.

Zitat von günter1934
Aus dem Artikel: Das heisst, 2011 wurden schon über 40 Millionen Euro Einspeisevergütung für nichts bezahlt. Da werden auch Nachtspeicheröfen nicht helfen, wenn diese unnützen Einspeisevergütungen demnächst Milliardenhöhe erreichen.
Sie Zitieren da aber bloß die hälfte. ...
Nach Angaben der "FTD" mussten 2011 dreimal so viele Windräder zwangsweise stillstehen wie im Jahr zuvor.
Wenn die Windräder sich nicht drehen gibt es keine Stromeinspeisung, somit auch keine Einspeisevergütung.... oder sehe ich das falsch....

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