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Pläne der Union: Familiensplitting der Union kostet Steuerzahler Milliarden
DPA

Ungerecht und viel zu teuer: Das geplante Familiensplitting der Union bekommt miserable Noten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Besserverdiener profitieren demnach unverhältnismäßig stark, Hartz-IV-Bezieher gingen leer aus.

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zero-bond 04.09.2013, 16:21
480. @jb1969

von Art.14 Abs. 2 GG auf die verfassungsmäßige Höhe der Erbschaftssteuer zu schließen ist blanker unsinn.
Gerne wird dieser Absatz aber von links herangezogen um über die Höhe der ErbSt zu diskutieren. Nutzen für das Allgmeinwohl aus Eigentumsnutzung lässt sichbauch anders herleiten, z.b. dadurch dass ein vererbter Betrieb fortgeführt wird und somit Arbeitsplätze und Steuerzahlungen sicher stellt. Leistungslos ist das nicht zu haben, i.d.R. erfordert die Leitung eines Unternehmens Arbeitsleistung.

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JB1969 04.09.2013, 16:22
481.

Zitat von paohlboerger
Sie schreiben immer was "ich" nicht verstehen soll. Ich verstehe wohl, wenn es auch in Ihren Kopf nicht rein will. Ich kann nicht nur 1+1 addieren. Ich verstehe auch die Hintergründe. Auch verstehe ich, dass manche Kinder.....
Die Eltern, um die es geht, verhalten sich aber leider nicht wie Sie. Kratzt Sie nicht. Mich schon. Weil Sie zu denken scheinen, das sei nicht Ihr Problem. Ich sage, die Folgewirkungen sind ganz enorm auch Ihr Problem, sei es finanziell, sei es bei der Sicherheit.

ICH kümmere mich um diese Kinder lieber jetzt in der Betreuung als später im Knast. SIE zahlen den Eltern lieber eine Herdprämie, um diese Kinder von Bildung fernzuhalten, und schweigen sich über die Folgen aus. Vogel-Strauß-Politik.

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JB1969 04.09.2013, 16:23
482.

Zitat von Questionator
Wir diskutieren hier nicht über die Spitzensteuersätze, da wäre ich vermutlich wieder bei Ihnen (ebenso wohl bei unerklärlicherweise geschonten Kapitaleinkünften. Aber a) ist es unlogisch, den Spitzensteuersatz zum Ausgleich eines Freibetrags zu erhöhen, dann wird ja auch die Entlastung höher b) frage ich mich, wie Sie ihre Forderung auch nur halbwegs verfassungsverträglich formulieren wollen
a) Warum? Sie erhöhen Freibetrag um x € und Spitzensteuersatz um y%-Punkte. Voila.
b) Was soll denn daran verfassungswidrig sein?

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JB1969 04.09.2013, 16:25
483.

Zitat von paohlboerger
Ich sprach nicht von den Eltern bedürftiger Kinder die streiken. Ich sprach von den staatlichen Erziehern, die auch schon mal streiken, weil Verdi es so will. Dann wird keine Rücksicht darauf genommen, ob die armen Kinder die frühkindliche Bildung bekommen oder nicht. Aber es scheint Ihnen schwer zu fallen, richtig und folgerichtig zu denken. Ihnen fehlt wohl die frühkindliche Bildung.
Wie üblich: Argumente gehen aus - Beleidigung.

Sachlich: In den frühkindlichen Bildungseinrichtungen wird überwiegend sehr gute Arbeit geleistet. Das generell als vollkommen nutzlos abzuqualifizieren, darin würde Ihnen vermutlich nicht mal die CSU folgen. Vielleicht könnte der Wert noch höher sein. Aber er ist eindeutig da.

Jedenfalls ist das Argument, dass es manchmal Streiks im öffentlichen Dienst gibt, doch kein Argument pro Herdprämie?

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MutzurLücke 04.09.2013, 16:28
484. Klassenkämpfermentalität hilft nicht.

Zitat von JB1969
...Es ist eben politisch gewollt und kein logisches Gesetz, dass Spitzenverdiener leider, leider von Entlastungen immer überproportional mitprofitieren müssen.
Das Wort "profitieren" ist letztlich der Ausdruck Ihres fundamentalen Denkfehlers. Das Geld gehört - ob Ihnen das gefällt oder nicht - zunächst mal dem Steuerzahler. Dann kommt der Fiskus und nimmt es ihm weg. Es ist nicht der Normalzustand des Geldes, dass es beim Fiskus liegt.

Wenn nun der Fiskus sich entscheidet, einen bestimmten Betrag nicht wegzunehmen, ist das kein Geschenk oder Profit, sondern nur eine Entlastung. Und dass man nur den entlasten kann, der vorher belastet wurde, müsste doch eigentlich verständlich sein, oder?

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MaxHeus 04.09.2013, 16:34
485.

Zitat von redwed11
Und wer hat diesen Leuten das Studium ermöglicht? Ja, richtig, die Steuerzahler. Daher ist es ein Akt der Gerechtigkeit, wenn diese Leute, die auf Kosten der Steuerzahler studiert haben, bei einem späteren hochdotierten Job auch etwas davon an die Allgemeinheit zurückzahlen.
Der Steuerzahler hat mein und aller anderer Studenten Studium finanziert. Wow, das wusste ich bisher nicht. Vermutlich auch sonst niemand. Gut, dass diese Tatsache jetzt mal einer erfunden hat...

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huggi 04.09.2013, 16:36
486. Titel

Zitat von JB1969
1. Dass an H4-Zahlungen herangegangen werden muss, dazu musste die CDU wie üblich erst verfassungsgerichtlich gezwungen werden. Ansonsten ein durchschaubarer Wahlkampftrick drei Wochen vorher. Wie überaus glaubwürdig. Die werden schon Wege finden, diesen Leuten das Geld wieder wegzunehmen.
... das ist so nicht richtig, ursprünglich wurden die Sätze entsprechend der Rentenanpassungen erhöht, nun nach einem Preisindex und der Lohnentwicklung. Ich meine dies sei seit 2011 so, also keineswegs im Zusammenhang mit den Wahlen.

Zitat von JB1969
2. Ich habe grundsätzlich kein Verständnis für Leute, die nur mit ihrem Portemonnaie denken anstatt Verständnis für staatlicherseits zu finanzierende Ausgaben zu haben.
... kaum jemand beklagt sich darüber dass die staatlichen Leistungen zu finanzieren sind, es wird aber sehr wohl über die Details gestritten. Schauen Sie sich einfach einmal an wer den höchsten finanziellen Beitrag in Bezug auf die Steuern, und nicht nur diese, leistet. Anzunehmen dass dies nur die Einkommensteuer sei greift aber zu kurz.

Zitat von JB1969
3. Plattner ist die große Ausnahme, und das wissen Sie natürlich.
... in der Grössenordnung sicher, aber ich kenne viele die aus sehr bescheidenen Verhältnissen kommen und es zu etwas gebracht haben.

Zitat von JB1969
4. Im Sinne der Staatsfinanzierung geht es uns alle an, ob wir Probleme haben, unsere Infrastruktur zu erhalten, während Erben diese nutzen und alles andere hier, aber keinen Cent aus ihrem anstrengungslos erworbenen Vermögen dazu beizutragen. Um es mit Westerwelle zu sagen: DAS sind die spätrömisch Dekadenten!
... welch ein Unfug, was veranlasst Sie denn zu behaupten, dass Erben keine Steuern zahlen würden?

Sie sollten sich kundig machen bevor Sie solche Behauptungen aufstellen.

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Questionator 04.09.2013, 16:37
487.

Zitat von DerWeisseWal
Schlagen Sie nach bei "Gossensches Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen". Es ist keine Frage der Gerechtigkeit sondern der Zumutbarkeit.
Sehe ich als Einziger darin keine Antwort auf die Frage?
Wenn wir uns schon im VWL-Anfängerschein tummeln: Was halten Sie denn von der Laffer-Kurve?

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MaxHeus 04.09.2013, 16:37
488.

Zitat von MutzurLücke
Das Wort "profitieren" ist letztlich der Ausdruck Ihres fundamentalen Denkfehlers. Das Geld gehört - ob Ihnen das gefällt oder nicht - zunächst mal dem Steuerzahler. Dann kommt der Fiskus und nimmt es ihm weg. Es ist nicht der Normalzustand des Geldes, dass es beim Fiskus liegt. Wenn nun der Fiskus sich entscheidet, einen bestimmten Betrag wegzunehmen, ist das kein Geschenk oder Profit, sondern nur eine . Und dass man nur den lasten kann, der vorher lastet wurde, müsste doch eigentlich verständlich sein, oder?
Oha, MutzurLücke, haben Sie mal die anderen Kommentaren von JB1969 gelesen. Verlangen Sie da nicht ein bisschen viel "Verständnis" :-).

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Questionator 04.09.2013, 16:41
489.

Zitat von JB1969
a) Warum? Sie erhöhen Freibetrag um x € und Spitzensteuersatz um y%-Punkte. Voila. b) Was soll denn daran verfassungswidrig sein?
Zu a) Dann zahlen also auch die, die den Freibetrag nicht bekommen?
Zu b) Siehe a), das zum Beispiel!

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