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Pläne der Union: Familiensplitting der Union kostet Steuerzahler Milliarden
DPA

Ungerecht und viel zu teuer: Das geplante Familiensplitting der Union bekommt miserable Noten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Besserverdiener profitieren demnach unverhältnismäßig stark, Hartz-IV-Bezieher gingen leer aus.

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JB1969 04.09.2013, 16:42
490.

Zitat von MaxHeus
Ich lese das mit dem Allgemeinwohl sogar sehr gerne. Denn ich habe größten Respekt vor unserer Verfassung und biege sie mir nicht - wie Sie - nach Gutdünken zurecht. Ich zahle auch ganz ordentlich Steuern. Und jeder der erbt, zahlt ziemlich ordentliche Erbschaftssteuern. Alles Ausfluss der Sozialverpflichtung des Eigentums, die ich sehr begrüße. Und was ist am Erben so schlimm? Da geben Leute, die das irgendwann einmal erwirtschaftet haben, an ihre Kinder etc. weiter. Ich kann daran nichts schlechter erkennen. Vielleicht sind Sie nur neidisch auf die, die erben? ich habe übrigens auch keine große Erbschaft in Aussicht, falls Sie mir auch das noch unterstellen wollen.
Die durchschnittliche Erbschaftsteuer liegt offensichtlich bei ca. 2%, ergibt schnelles Googlen. Wie ausgesprochen "ziemlich ordentlich".

Ich habe nichts gegen Erben an sich, ich werde in einer Situation sein, in der ich selbst ein Vermögen zu vererben habe, ohne selbst irgend etwas geerbt zu haben. Aber daran muss die Allgemeinheit eben angemessener als heute beteiligt werden.

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JB1969 04.09.2013, 16:44
491.

Zitat von Questionator
Zu a) Dann zahlen also auch die, die den Freibetrag nicht bekommen? Zu b) Siehe a), das zum Beispiel!
Technisch ist es einmal eine Spitzensteuersatzerhöhung, einmal eine Freibetragsänderung. Zwei legislativ separate Vorgänge. Selbstverständlich ist es verfassungsgemäß, den Spitzensteuersatz um x%-Punkte anzuheben, egal was ich mit Freibeträgen mache, solange die Freibeträge an sich verfassungsgemäß sind.

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MutzurLücke 04.09.2013, 16:45
492. Verengte Sicht auf die "Reichen"

Zitat von JB1969
Die Reichen, denen CDU und FDP zu Diensten sind, sind auch nicht mehr. Gleiches Recht für alle!
Das stimmt wohl, erklärt aber noch weniger, wie es diese beiden Parteien - bei einer angeblichen Klientel von nur 2 % der Bevölkerung - überhaupt an die Regierung bringen konnten...

Dass Problem ist, dass es eben nicht die Superreichen sind, denen solche Steuerermäßigungen wichtig sind. Die brauchen ganz andere Werkzeuge. (Rechnen Sie mal aus, wieviele Kinder ein Albrecht bräuchte, um seine Steuerlast auch nur um zehn Prozent zu senken. Sie sterben wahrscheinlich schon bei der Vorstellung an sexueller Erschöpfung.)

Es ist der Mittelstand, der unter den Steuern ächzt. Der Spitzensteuersatz lag unter Kohl erst beim fünffachen des Durchschnittsverdienstes an. Heute zahlen ihn schon Leute, die gerade ein paar Prozent über dem Durchschnitt liegen. Die sind es, die die paar tausend Euronen im Jahr, die so ein Splitting maximal bringen kann, dringend gebrauchen können. Und für diese Menschen ist es in aller Regel immer noch hart erarbeitetes Geld, das ihnen Papa Staat da aus der Tasche zieht.

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JB1969 04.09.2013, 16:47
493.

Zitat von zero-bond
von Art.14 Abs. 2 GG auf die verfassungsmäßige Höhe der Erbschaftssteuer zu schließen ist blanker unsinn.
Wo habe ich das behauptet? Man sagte zu mir: GG fordert Achtung des Eigentums. Ich antwortete: Ja, aber ebenso verpflichtet Eigentum auch.

Daraus leite ich politisch ab, dass man eine Erbschaftsteuer von mehr als heute durchschnittlich 2% erheben soll (wenn Google recht hat mit der Zahl). Wie hoch, gibt das GG natürlich nicht vor.

Und niemand will Betriebe gefährden, aber das wird ja gerne als "Totschlagargument" verwendet. Man kann auch bei Erbschaften von Immobilien, wie in den fünfziger Jahren abseits vom Erben generell zum Wiederaufbau von der CDU (!) gemacht, eine Zwangshypothek ins Grundbuch eintragen, die dann abgetragen werden muss. Eigentum verbleibt vollständig beim Erben. Er kann die Hypothek abbezahlen oder verkaufen und den "Rest" einstreichen. Voila.

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JB1969 04.09.2013, 16:49
494.

Zitat von MutzurLücke
Das Wort "profitieren" ist letztlich der Ausdruck Ihres fundamentalen Denkfehlers. Das Geld gehört - ob Ihnen das gefällt oder nicht - zunächst mal dem Steuerzahler. Dann kommt der Fiskus und nimmt es ihm weg. Es ist nicht der Normalzustand des Geldes, dass es beim Fiskus liegt. Wenn nun der Fiskus sich entscheidet, einen bestimmten Betrag wegzunehmen, ist das kein Geschenk oder Profit, sondern nur eine . Und dass man nur den lasten kann, der vorher lastet wurde, müsste doch eigentlich verständlich sein, oder?
Kleinkarierte Wortklauberei, um das Thema zu verschleiern. Dann geht es eben darum, dass bei genereller Entlastung, um das Ihnen genehme Vokabular zu verwenden, der Spitzensteuersatzzahler weniger entlastet wird als die breite Mitte.

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huggi 04.09.2013, 16:51
495. Titel

Zitat von JB1969
Die Eltern, um die es geht, verhalten sich aber leider nicht wie Sie. Kratzt Sie nicht. Mich schon. Weil Sie zu denken scheinen, das sei nicht Ihr Problem. Ich sage, die Folgewirkungen sind ganz enorm auch Ihr Problem, sei es finanziell, sei es bei der Sicherheit. ICH kümmere mich um diese Kinder lieber jetzt in der Betreuung als später im Knast. SIE zahlen den Eltern lieber eine Herdprämie, um diese Kinder von Bildung fernzuhalten, und schweigen sich über die Folgen aus. Vogel-Strauß-Politik.
... Sie bringen da zuviele Dinge durcheinander. Bei der von Ihnen als Herdprämie bezeichneten Leistung geht es darum Kindern im alter von 12 - 36 Monaten einen Krippenplatz bereitzustellen oder diesen eben nicht zu nutzen. Ob das sinnvoll ist oder nicht lasse ich erst einmal aussen vor. Die Intention ist aber, den Ansturm zu reduzieren da es schlicht unmöglich ist für alle Babies einen solchen Platz bereitzustellen.

Dass es Kinder gibt denen eine Betreuung in einer Krippe besser täte als bei einigen Eltern mag so sein, aber generell ist es so, dass diese 2 Jahre sicher keinen so grossen Unterschied in der Gesamtbevölkerung machen werden. Die meisten Eltern sind sich ihrer Verantwortung bewusst.

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Mara Cash 04.09.2013, 16:51
496. Leistungsträger finanzieren die Gesellschaft

Zitat von redwed11
Und wer hat diesen Leuten das Studium ermöglicht? Ja, richtig, die Steuerzahler. Daher ist es ein Akt der Gerechtigkeit, wenn diese Leute, die auf Kosten der Steuerzahler studiert haben, bei einem späteren hochdotierten Job auch etwas davon an die Allgemeinheit zurückzahlen.
Ich habe mein Studium, das die Allgemeinheit ca. 150.000 Euro gekostet hat, schon längst mit entsprechend hohen Steuern über die Jahre mehrfach zurück gezahlt. Wenn ich nur einen Teil davon zurück zahlen müsste, wie Sie oben schreiben und nicht das Mehrfache davon, dann könnte ich ihr weltfremdes Gejammere ja verstehen. Wenn eine leistungsfeindliche, enteignungsgeile und wohlstandsvernichtende Linksregierung in Deutschland an die Macht kommt, wobei die Gesamtabgabenlast in Deutschland im internationalen Vergleich bereits ohnehin exorbitant hoch ist (diverse Steuern, diverse Sozialkassen), dann bin ich für meine Person jedenfalls weg. Dann kann der äußerst konzeptreiche Herr Steinbrück gerne allen in Deutschland zurückgebliebenen zeigen, wie er wegbrechende Steuern und abwandernde Arbeitsplätze erfolgreich bekämpft.

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JB1969 04.09.2013, 16:52
497.

Zitat von huggi
... das ist so nicht richtig, ursprünglich wurden die Sätze entsprechend der Rentenanpassungen erhöht, nun nach einem Preisindex und der Lohnentwicklung. Ich meine .....
1. Die von Ihnen selbst als tolle Erhöhung hier gefeierte Entscheidung ist von 2013. Verknackt vom BVerfG wurde schwarz/gelb, die regierten auch schon 2011, und betrieben Arbeitsverweigerung, anstatt proaktiv ein Gesetz zu machen. Schon vergessen? MErkel regierte nicht, sondern wartete auf Verfassungsgerichtsentscheidungen.

2. Eben, nur Einkommensteuer greift zu kurz, denn andere Steuerarten treffen überproportional die kleineren Einkommen, z.B. MwSt.

3. Googlen ergibt durchschnittliche Erbschaftsteuer von beachtlichen 2%. Wenn die CDU/FDP nicht, wie im Fall Flick in den 80ern, die Steuertrickserei unterstützt. 2% sind wirklich sehr beachtlich.

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DerWeisseWal 04.09.2013, 16:55
498. Nichtwissenwollen

Zitat von Questionator
Sehe ich als Einziger darin keine Antwort auf die Frage?
Nur Sie haben die Frage gestellt, nur Ihnen habe ich Sie beantwortet.

Wenn Sie sich mit dem Thema nicht beschäftigen wollen,
ist das Ihre Entscheidung und Ihr Recht.
Ich persönlich mag es lieber, wenn ich Dinge verstehe.

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JB1969 04.09.2013, 16:55
499.

Zitat von MutzurLücke
Das stimmt wohl, erklärt aber noch weniger, wie es diese beiden Parteien - bei einer angeblichen Klientel von nur 2 % der Bevölkerung - überhaupt an die Regierung bringen konnten...
Die übliche Angstmacherei, die Kommunisten nehmen euch allen euer Geld weg, verbunden manchmal mit Ausländerfeindlichkeit (Kochs Unterschriftenaktion), manchmal mit Anti-Schmarotzer-Wahlkampf (Griechen, Hartz IV, ...). Und so weiter. Die Leute wollen eben gerne behalten, keine Veränderung. Wenn dann noch die Gegenseite versagt, tja dann wähle ich eben den, der mir weniger Angst einjagt. So irreal das auch sei.

Ein Rest von Obrigkeitsstaatlichkeit ist natürlich auch noch dabei.

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