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Pläne in Frankreich, Spanien, Italien: So will Europa wachsen
REUTERS

Die Länder in Europas Süden wollen weniger sparen und mehr investieren - dafür soll der Stabilitätspakt gelockert werden. Doch wo soll das Geld überhaupt hinfließen? Die Pläne von Frankreich, Italien und Spanien.

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stranger66 26.06.2014, 11:38
1. Die Fakten haben sich

nicht geändert. Die negativen vorraussagen der Kritiker bei der Einführung des Euros haben sich sogar übertroffen.
Der Mantel EURO hat weder damals noch heute noch wird er morgen für alle Euroländer passen. Für das eine Land zu Groß und für das andere Land zu klein.
Grundsatz: Reformen macht man in guten Zeiten. Den verarmten Leuten in den südländern können sie nicht nochmehr wegnehmen. Da gibt es nix zu reformieren.
An die Steuern für Reiche und Kriesengewinnler traut man sich ja nicht herran

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analyse 26.06.2014, 11:50
2. Wo soll das Geld hinfließen? Und wichtiger:Woher soll das Geld kommen ?

Es gibt noch viele unnütze Ausgaben in den Südländern ,dazu Milliardäre,hohe Goldreserven und Bodenschätze.Auch das Steuersystem funktioniert noch nicht ! Und da soll nach ROTGRÜNem Plan,der deutsche Steuerzahler Gelder direkt und indirekt (Schulden-und Bankenunion)nach Süden pumpen ?Hoffentlich bleiben Schäuble und Merkel hart !Erst wenn alle eigenen Reserven (s.o)der Südländer erschöpft sind,könnte man über sinnvolle Investitionshilfen nachdenken,dafür gibts dann aber auch Geld vom privaten Kapitalmarkt

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Augustus99 26.06.2014, 12:02
3. Sinnvoll investieren

Genau das ist der Punkt: Wo soll man investieren? Das weltweit vagabundierende Kapital sieht kaum noch sinnvolle Möglichkeiten, in die Realwirtschaft zu investieren. Alles wird schon produziert , die Märkte sind gesättigt. Für den Staat, der kein Unternehmer ist, ist das noch viel schwieriger. Am Ende wandern die Mittel doch nur wieder nur in den Konsum ohne nachhaltige Wirkung. Mit einer Ausnahme : die Staatsverschuldung nimmt weiter zu.

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WILHHERDE 26.06.2014, 12:08
4. Wenn die Südländer, einschließlich Frankreichs

es bei diesen niedrigen Zinsen es nicht schaffen, den Stabilitätspakt ohne unzulässige Neuverschuldung einzuhalten, wie wollen sie es bei wieder normalisiertem Zinsniveau schaffen?
Fazit, die Verschuldung geht ungebremst weiter.
Und wir Deutsche bürgen.

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christiewarwel 26.06.2014, 12:17
5. Welche Stabilität?

Zitat von sysop
Die Länder in Europas Süden wollen weniger sparen und mehr investieren - dafür soll der Stabilitätspakt gelockert werden. Doch wo soll das Geld überhaupt hinfließen? Die Pläne von Frankreich, Italien und Spanien. [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/stabilitaetspakt-investieren-statt-sparen-in-frankreich-italie
Stabilitätspakt? Was ist daran noch stabil? Aufweichen? Es hält sich doch ohnehin kaum noch einer tatsächlich daran!

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naklar? 26.06.2014, 12:22
6. Am Ende wird wohl der Euro abgewertet werden. Bis dahin werden ...

... weiter die Lebensverhältnisse in Europa angeglichen. Für Deutschland heisst das: Die Verarmung großer Teile der Bevölkerung weiter voranzutreiben. Und wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen.

Wichtig:
Es soll nicht zu schnell vom Bürger bemerkt werden. Später kann man dem Volk dann wieder etwas von Notwendigkeit der Maßnahmen erzählen. Denn alles ist wie immer "Alternativlos".

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cherrypicker 26.06.2014, 12:23
7. Die Deflation ist unausweichlich!

Das Kapital hat in Europa in den vergangenen 20 Jahren überproportional zugenommen, die Bevölkerung aber stagniert. Nach der Theorie der Faktorentlohnung müsste also der relative Wert des Kapitals gegenüber dem Faktor Arbeit sinken -- tut er aber nicht. Ist deswegen die Theorie falsch? Nein, aber die Anpassung wurde durch politische Maßnahmen verhindert, die für ein immer größeres Arbeitskräfteangebot bei gleichzeitiger steuerlicher Entlastung des Faktors Kapital gesorgt haben. Das ist absurd!

Grund war der einseitige Blick auf die eigene Exportindustrie, die gegenüber China grosso modo dennoch nicht konkurrenzfähig sein kann, es sei denn in Spezialgebieten mit extrem hohen Know-How. Und: 70% der europäischen Wertschöpfung erfolgen im Dienstleistungssektor, der so gut wie überhaupt nicht mit dem Ausland konkurriert! Wozu also diese ganze verfehlte Politik? Um 1% Industrielle noch reicher zu machen, weil sie so schön für die Parteien spenden, ja?

Selbst der Euro war letztlich nur ein Projekt, um eine weitere Aufwertung der DM zu verhindern, indem man die schwachen Südländer mit ins Boot geholt hat. Ergebnis: Deutschland exportiert weiter wie verrückt, aber unsere Löhne sind im Keller und die Südländer sind pleite! Wann werden unsere Politiker endlich nicht mehr den Einflüsterungen der Großindustrie erliegen und verstehen, dass die Deflation -- und damit das Abschmelzen der Kapitalwerte -- umso unausweichlicher ist, je länger die Spirale aus Schuldenmachen und Hungerlöhnen weitergeht?

Und ich verweise nicht auf Keynes (obwohl der auch seine Berechtigung hat ...), sondern auf Schumpeter und von Hayek und deren Analysen der Wirtschaftskrisen in den 30er Jahren. Dummerweise sagen die voraus, dass eine Anpassung immer erfolgt (sofern es keine kapitalbeschränkenden Maßnahmen gibt) und dass man sich durch Austerität NIE aus einer Schuldenkrise heraussparen kann!

Kapitalbesitzer: Zieht euch warm an! Der Sturm, der jetzt kommen wird, den kann auch Herr Draghi nicht aufhalten! Und wer in dieser Situation ein Haus auf Pump kauft, der gehört mit dem Klammerbeutel gepudert. Die Deflation kommt!

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emmerot 26.06.2014, 12:23
8. Wo soll das Geld herkommen?

Die erste Frage sollte sein, wo das Geld herkommen soll. Dann kann man fragen, wo es sinnvoll verwendet werden könnte.
Ich denke, ich kenne die Ideen der Südländer: Woher - Deutschland und dem Rest des Nordens. Wohin - Subventionen und Fassade, damit man die dahinter liegenden Ruinen nicht mehr sieht. Vielelicht noch eine Werbekampagne, wie sie unsere eigene Andrea Nahles so schön vorgemacht hat.

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frank1980 26.06.2014, 12:24
9. Frankreich und Italien und Spanien

Alle genannten Länder "reduzieren" ihre Schulden schon seit Jahren nicht, sondern erhöhen sie jedes Jahr um 3-7%. Schon frech, jetzt zu behaupten sie würden zu viel sparen...

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