Forum: Wirtschaft
Plan-B-Abstimmung verschoben: Zyperns Parlament widersteht dem Druck
AFP

Demonstranten schreien ihre Wut heraus, die Euro-Gruppe drängelt, die EZB stellt ein Ultimatum. Die zyprischen Parlamentarier aber lassen sich nicht hetzen. Statt Plan B abzunicken, nehmen sie sich die Zeit, das Gesetzeswerk in Ruhe durchzuarbeiten - und verschieben die Abstimmung.

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tromsø 21.03.2013, 23:54
1. Upps

Demokratie!
Ganz im Gegensatz zu Deutschland! Die Parlamentarier wollen zuerst verstehen und dann nach ihrem Gewissen abstimmen?!? So ganz anders als in Deutschland, wo die Meisten keine Ahnung haben und nach Parteidoktrin abnicken

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aufmerksamleser 21.03.2013, 23:56
2. Ist Zypern am Ende?

Vertrauen ist eine teure Währung. Aber sie ist schnell verspielt. Ist der Regierung Zyperns bewusst, dass sie jetzt für die Sünden der Vergangenheit bezahlt und die Bürger erst recht?

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totalmayhem 21.03.2013, 23:58
3.

Zitat von sysop
Statt Plan B abzunicken, nehmen sie sich die Zeit, das Gesetzeswerk in Ruhe durchzuarbeiten - und verschieben die Abstimmung.
Abgeordnete, die sich durchlesen ueber was sie abstimmen sollen. Eine Frechheit sondergleichen! :)

Erinnert sich noch jemand an die peinlichen Gestalten die Monitor damals vorgefuehrt hat? Ich meine dieses ahnungslose Pack im Bundestag, das den Euroschutzschirm vollkommen planlos durchgewwunken hat, ohne einen blassen Schimmer zu haben um was es eigentlich ging.

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flüchtig 21.03.2013, 23:59
4. Hochmut kommt vor dem Fall!

Zitat von sysop
Am Freitagmorgen werden sie wieder da sein und den Abgeordneten ihre Plakate entgegenstrecken: "Es ist besser stehend zu sterben, als auf Knien zu leben."[/url]
Bei allem Verständnis für Wut und Entäuschung.......aber solche Aussagen sind doch sehr überheblich! Auch hier sammelt ein großer Teil des ehemaligen Mittelstands inzwischen Pfandflaschen aus den Abfallkörben!

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chefrationalist 22.03.2013, 00:00
5. Schwarzgeld-Solidarität

Die Idee dieses euphemistisch als "Solidarfonds" bezeichneten Verschuldungsmodells zeigt einmal mehr, dass die zypriotische Politik das Grundübel des durch Geldwäsche aufgeblähten Bankensektors nicht angehen will. Natürlich wäre dieses Geschäftsmodell im dunklen Graubereich passé, wenn die Bankenumlage gekommen wäre. So wälzt man die Last lieber auf die Zukunft des eigenen Volkes durch eine völlig verantwortungslose Beleihung der Sozialkassen ab. Das heißt nichts anderes, als neue Schulden zu machen. Ich hoffe, die Troika bleibt hier hart und besteht auf der Bankenumlage. Zum Wohle der Zyprioten selbst. Im Übrigen ist ein Verlust in der diskutierten Höhe im Anbetracht des drohenden Totalausfalls bei Staatspleite durchaus verschmerzbar. Und bei den Schwarzgeldern dürfte ein Abschlag von 15% wohl noch weniger sein, als die hinterzogene Steuer.

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karend 22.03.2013, 00:00
6. Gut so!

Zitat von sysop
Demonstranten schreien ihre Wut heraus, die Euro-Gruppe drängelt, die EZB stellt ein Ultimatum. Die zyprischen Parlamentarier aber lassen sich nicht hetzen. Statt Plan B abzunicken, nehmen sie sich die Zeit, das Gesetzeswerk in Ruhe durchzuarbeiten - und verschieben die Abstimmung.
Die Zyprioten haben die Euro-Gruppe durchschaut; diese werden die Bürgschaft der Geberländer sicherlich noch etwas erhöhen.

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2wwk 22.03.2013, 00:03
7. Was fuer ein dummes Argument ... sterben oder knien

wenn die Zyprer das EU Angebot angenommen haetten, haetten die moisten einen relativ kleinen Betrag ihres Geldes gezahlt (wie jede andere Steuer) und die Hilfe der EU waere da gewesen ... jetzt werden die Scherben noch weiter verkleinert ... Murphy hat immer Recht, es kann schlechter werden.

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Booker_T 22.03.2013, 00:10
8. Logik? Gerechtigkeit?

Alles egal, der Druck der Strasse regiert. Da bleibt der Staat auf der Strecke. Jahrelang hohe Zinsen kassieren, aber dann mit aller Gewalt die Zinsen der "Kleinsparer" schützen. Geschützt werden die Erträge der russischen Mafia, sonst keine.

Abartig das Schauspiel

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cicero_muc 22.03.2013, 00:21
9. last minute ...

Zitat von sysop
....und verschieben die Abstimmung.
Tja, Eile mit Weile ...

Die Zyprioten haben sich komplett darauf verlassen dass schon nix passieren wird, deshalb hatten sie ja schon lange vor der Eskalierung der Lage keine Interesse sich mit der Sache auseinander zu setzen und Gespräche anzunehmen.

Jetzt wissen die Parlamentarier nicht wirklich was los ist, können die Situation nicht abschätzen, sie wissen nicht wirklich welche Optionen sie haben oder auch nicht haben.

Sie sind ratlos.
Sie blicken nicht mehr durch - weil sie diesbezüglich noch nie durchgeblickt haben und dies auch nicht wollten.
Sie haben sich schlicht nicht darum gekümmert.
Laissez-faire halt.

Aus dem Geschehen kann man auch ableiten, dass Russland derzeit auch nicht sonderlich motiviert scheint irgendwelche Assets auf Zypern zu erwerben.

Letztlich wäre es für die russische Regierung auch gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung schwer zu erklären warum sie Milliarden verschenkt um damit eine Steueroase am Leben zu erhalten die unter anderem darauf optimiert war den russischen Staat seine ihm zustehenden Steuern vor zu enthalten.

Wenn die Russen Assets von/auf Zypern haben wollen, dann kriegen sie die nach der Staatspleite auch - aber billiger. War schon immer so.

Die Zyprioten haben ihren Joker einstimmig und aus vollem Herzen abgelehnt. Über den Preis, den sie hätten zahlen sollen, würden so manche Iren heute vielleicht nur milde lächeln, wer weiß.

Lassen wir die zypriotische Staatspleite mal kommen.

Das ist das beste was eigentlich passieren kann.

Die zypriotischen Parlamentarier sind ihrer Aufgabe nicht wirklich nachgekommen, jetzt bekommen sie die Konsequenzen präsentiert.

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