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Plan der Energie-Konzerne: Bund soll Abriss von Atom-Meilern finanzieren
DPA

Die drei großen deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgeschäfte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atommülls finanziert.

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j.vantast 11.05.2014, 12:03
500. Sie Vergessen scheinbar

Zitat von m.schrader
wieso der Staat? Das sind Kosten die den Unternehmen entstehen und in der Preiskalkulation zum Strompreis mit eingehen sollten. Hier muss der Verbraucher seinen Anteil tragen, nachdem Jahrzehntelang von günstigen Strompreisen profitiert wurde!
Sie vergessen scheinbar dass der Verbraucher seinen Anteil in Form von staatlichen Subventionen schon lange im Voraus geleistet hat. In Form von Steuern die als Subventionen an die Energieversorger gezahlt wurden hat der Verbraucher seinen ach so billigen Atomstrom schon seit Jahren quasi selbst subventioniert.

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vax10 11.05.2014, 12:04
501.

Zitat von makuzei
Die Franzosen sind irgenwie trotzdem Menschen , OBWOHL sie die Atomindustrie-mit grossem Erfolg-verstaatlicht haben.- Ich weiss,Sie würden aus Prinzip auf französische Stromkosten von 10 ct/kWh verzichten.- Frankreich ist der grösste Stromexporteur der Welt- die Areva der grösste Hersteller atomarer Technik weltweit - kürzlicher Auftrag für 19 Mrd € ein akw in England- Kooperation mit China und Japan- nachdem dort deutsche Unternehmen ausgestiegen sind. Es ist ein vernichtendes Urteil über deutsche Politik.
Sie schreiben höllischen Unsinn! Frankreich ist auf Stromimporte angewiesen und zwar aus Deutschland und das in jedem Sommer! Warum das so ist, können Sie bitte selbst recherchieren.

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barmec 11.05.2014, 12:04
502. Jupp müßt ich wohl

Zitat von mstoever
Sie planen den Bau eines kleinen Einzelhandels und der Staat bietet Ihnen Subventionen an, wenn Sie ein bestimmtes Baumaterial verwenden. Dieses Material ist umstritten und birgt möglicherweise Risiken. Sie entschließen sich aber, da das Material zugelassen ist und der Staat sie dazu ermuntert, dazu, es zu verwenden unter Beachtung aller geltenden Sicherheitsvorschriften. Ihr Geschäft läuft gut und sie haben Einnahmen. Einige Jahrzehnte später kommt die Regierung zu Ihnen und sagt Ihnen, es habe in Japan ein ähnliches Haus an der Küste gegeben, das durch einen Tsunami weggeschwemmt wurde, wobei Menschen gefährdet wurden. Sie müssen jetzt ihr Geschäft wieder abreissen. Würden Sie die Kosten hierfür übernehmen?
Alle, die z. B. Asbest verarbeitet haben, darunter viele Häuslebauer haben die Sanierungskosten doch wohl auch nicht vom Staat finanziert bekommen.

Beim Atomstrom war von Anfang an jedem klar, dass es sich um eine gefährliche Sache handelte bei der a) die Risikokosten unversicherbar und deshalb vom Staat - also von uns - abgesichert wurden und b) die Endlagerung auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wurde.

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lokisflatmate 11.05.2014, 12:05
503. na klasse …

Wundert das eigentlich irgendjemanden?

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verhetzungsschutz 11.05.2014, 12:05
504. Es ist nicht alles Wurst, was strahlt

Zitat von sysop
Die drei großen deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgeschäfte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atommülls finanziert.
Ich fordere den Fußballverein Bayern München auf, der dem Lebensgefühl des einfachen Volkes wohl am nächsten stehen dürfte, eine Stiftung zum Ankauf der nicht mehr genutzten Atomkraftwerke einzusetzen. Nirgendwo in Deutschland werden wir leichter und billiger an Gebäude kommen, die wir künftig als Haftanstalten für Führungskräfte brauchen werden. Man kann jetzt schon zurecht von einem Fachkräftegefängnismangel sprechen und sicher würden die Bürger gerne zahlen, wenn man die Haftanstalten nach großen und berühmten Namen benennt...

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Yeti 11.05.2014, 12:05
505.

Zitat von schlob
20 Jahre festgelegt sind diese-also 460 Mrd für existierenden ee-Unfug- die förderung für akw betrugen 80 mrd-dafür haben wir 40 jahre lang unglaubliche mengen strom erhalten-
Sie vergessen dabei, dass wir den Strom aus AKW allerdings nicht geschenkt bekommen haben. Von daher passt Ihre Rechnung nicht.

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cbaurtx 11.05.2014, 12:06
506. Gewinne privatisieren, Lasten sozialisieren

Zitat von sysop
Die drei großen deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgeschäfte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atommülls finanziert.
Es ist das alte Lied:
Am einfachsten machen Firmen Profit indem sie Gewinne privatisieren und Lasten sozialisieren. Und Worte kosten ja nichts also fordern, fordern, fordern....

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knuty 11.05.2014, 12:08
507.

Zitat von x+n
Es kann doch jeder Vorschläge unterbreiten, odet?
Sicherlich, ich fand Ihre Formulierung nicht angemessen.

Zitat von
Sicher hätte man früher einiges anders machen sollen, dafür ist es aber zu spät.
Ja, deshalb finde ich den Vorschlag prinzipiell gar nicht schlecht. Das wäre früher oder später sowieso passiert.

Zitat von
Ca. 1 Mrd Rückbaukosten pro block, bleiben ca. 10 mrd übrig. Das sollte locker ausreichen.
Es gibt noch 33 Blöcke, die zurückgebaut werden müssen, bzw. im Rückbau sind. Dazu kommt die Lagerung des Atommülls.

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MonsterKrabbe 11.05.2014, 12:09
508. Dann lieber pleite gehen lassen...

Zitat von Tr1ple
Erst subventionen abkassieren und dann rückstellungen bilden dürfen und nun soll der STEUERZAHLER erneut zahlen? Dreister geht es nicht! Ekelhaftes verhalten. Dann lieber pleite gehen lassen. Denn was im Moment auf dem Strommarkt abgeht... Von wegen preise nicht an den Kunden weitergeben...
Das habe ich schon befürchtet: Wenn KKWs abgeschaltet werden, obwohl sie noch technisch in Ordnung sind, wird der Strom teurer. Ob die Stromkonzerne Pleite gehen oder nicht, ist dabei unwesentlich. Frankreich lässt seine KKWs weiter laufen. Sie zahlen nur halb so viel für ihren Strom.

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politikverdrossen100 11.05.2014, 12:10
509. Ideologie?

Zitat von karl-felix
2) Natürlich sind die exorbitanten Milliardengewinn der EVU an den Preisen beteiligt, daher kommen diese Milliarden doch. Eigenkapitalrenditen von über 20%, Dividendenrenditen von bis zu 10% , natürlich geht das auf die Preise. Sie sind mir aber ein sonderbarer Ideologe.
1. Ich bin gar kein Ideologe. Ich bin weder für noch gegen Atomkraft. Ich bin nur dafür, dass man gravierende Entscheidungen wie die Energiewende vorher sorgfältig abwägt und plant.
2. Dass die EVU ordentliche Gewinne gemacht haben, daran zweifelt wohl niemand.
3. Ich schrieb über die Preissteigerungen der letzten zehn Jahre, nicht über die Kosten, die die EVU (netto, inkl. Gewinn, ohne staaatliche Zwangsabgaben) dem Verbraucher in Rechnung stellten. Schauen Sie mal wie die Kosten der EVU sich entwickelt haben und wie die Strompreise. Das geht im Internet ganz schnell...

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