Forum: Wirtschaft
Plan der Energie-Konzerne: Bund soll Abriss von Atom-Meilern finanzieren
DPA

Die drei großen deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgeschäfte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atommülls finanziert.

Seite 59 von 98
Jabagrafs 11.05.2014, 13:07
580.

Zitat von vax10
Sie schreiben höllischen Unsinn! Frankreich ist auf Stromimporte angewiesen und zwar aus Deutschland und das in jedem Sommer! Warum das so ist, können Sie bitte selbst recherchieren.
Sie sind es, der mal woanders recherchieren sollte, als das nachzuplappern, was andere ohne jejliche Ahnung verbreiten.

Frankreich ist in den letzten 10 Jahren weniger vom Stromimport angewiesen gewesen, wie wir es aufgrund der EE fast jeden einzelnen Tag sind.
Wir sind es, die ohne Ausland die Hälfte unserer EE-Anlagen sofort stilllegen müssten, wenn uns nicht das ganze netz um die Ohren fliegen soll.

Beitrag melden
freddygrant 11.05.2014, 13:09
581. Ich habe da ...

... auch noch einen Vorschlag! Wie wäre es, wenn man
der ganzen Atomlobby und bisherigen -befürworten den
Atommüll und -Abfall in ihr Wohn- und Schlafzimmer
kippen bzw. einlagern würde?

Als Probelauf könnte man ja mit den leckenden Atom-
müllfäsern der Asse mal anfangen ...

Beitrag melden
soulbrother 11.05.2014, 13:09
582.

Zitat von susanne_tatter
Der Vorschlag hätte den Charme, dass die Gesellschaft zumindest die ca. 30 Milliarden an steuerfreien Rückstellungen von den großen EVU bekommen würde. Im Großen und Ganzen sollte das für den Rückbau ausreichen.
Das reicht vermutlich nichtmal für das Asse-Desaster.

Zitat von susanne_tatter
Zusammen mit einer fallengelassenen Klage wäre das ein Weg. Dazu kämen noch die Betriebsgewinne der nächsten Jahre. Solange die Kernkraftwerke staatlich betrieben werden, wäre mir ein stillgelegtes Braunkohlekraftwerk lieber, als die Restlaufzeit der Kernkraftwerke nciht auszunutzen. Natürlich wird es hinterher teurer werden, aber das hängt auch von den in dreißig Jahren gültigen Gesetz ab, die die EVU nicht beeinflussen können. Wenn aber andererseits die Entwicklung der großen EVU so weiter geht, wie bisher, sind diese in 30 Jahren längst in Konkurs gegangen. Von daher ist der Vorschlag eine Win-Win Situation. Die EVU können sich mit einem Kahlschlag von den Risikien befreien und haben planpare Verhältnisse. Die Gesellschaft bekommt zumindest die Rückstellungen als realen Wert in die Hand. Es könnte im Falle eines Konkures noch viel teurer werden.
Den einzigen Vorteil sehe ich darin, dass der Bund alle AKW nun frühzeitig abschalten kann.

Beitrag melden
mehrgedanken 11.05.2014, 13:10
583. mhm....

Zitat von Steuerbürger Auspressen
E.on und RWE nun auch Vattenfall klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland - also gegen ihre eigenen Stromkunden, die Steuerzahler und Wähler sind. Allein EON beziffert seinen angeblichen Schaden auf 8 Milliarden Euro. Vattenfall angeblich 3,7 Milliarden. Ich habe gerade eben meinen Vertrag bei Vattenfall gekündigt.
RWE gehts auch gar nicht gut...
Hannelore, Angie übernehmen Sie bitte..... es ist immer dasselbe,
bis auf eines: das strahlende Relikt dieser "Politik" trifft auch noch Nachkommen in xter Generation einer Kraft, eines Gabriel.... nur Merkel hat gewonnen wie immer, sie hat keine Nachkommen heisst es.

Beitrag melden
bernd.o 11.05.2014, 13:11
584.

Zitat von floydpink
...euer Märchen vom billigen Atomstrom geht immer mehr den Bach 'runter.
Das war nie ein Märchen. Die Kosten waren allen Abgeordneten bekannt http://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Strohm Friedlich in die Katastrophe, dieser Wälzer wurde an alle Entscheidungsträger kostenlos verteilt.

Beitrag melden
privado 11.05.2014, 13:11
585. Zu unser aller Wohl...

Zitat von sysop
Die drei großen deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgeschäfte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atommülls finanziert.
...und zum Schutz der Umwelt wird hier sicher die aktuelle Regierung eine Lösung für das Problem der Stromkonzerne finden. Und ratet mal, wer das bezahlen wird? Naja, ihr habt sie ja gewählt, die transatlantischen Kapitalisten und die feigen Opportunisten von der SPD.

Beitrag melden
schlauberger007 11.05.2014, 13:13
586. der bund ????

das wird ja immer verrückter ...

Beitrag melden
neanderspezi 11.05.2014, 13:13
587. Finanzierungsdetails zu atomaren Hinterlassenschaften sind nicht bürgertauglich

Dieses Atomkind im Entsorgungsmodus wurde zweifellos schon lange in seiner atomaren Wiege geschaukelt, ohne dass die Energieversorger oder irgendeine Regierung im Land den Steuerzahlern auch nur von fern ein strahlendes Lichtlein aufgesetzt hätten. Nun da der Countdown für die Abschaltung der Meiler, deren Rückbau und ganz heikel, die Strahlemüllentsorgung dräuend am Firmament auszumachen ist, kommen so verschiedene Joker aus den Ärmeln de Energie-Konzerne strahlend auf den Pokertisch. Das Dauerproblem der Entsorgung, besser der Zwischen- Nachprüfungs- Versuchs- Alternativ- und Sonstwie-Entsorgung der strahlenden Atommeiler-Hinterlassenschaften müssen nun elegant dem zahlungskräftigen oder auch klammen Steuerzahler zugeschoben werden und dazu muss natürlich wie üblich die Regierung in geheimen Verhandlungen mit den Konzernen ihren, die Bürger verwirrenden Beitrag leisten und dafür sorgen, dass die atomare Stromerzeugung nach wie vor als die Günstigste aller Zeiten weiterhin im Energienachschlagewerk verzeichnet bleiben kann.

Beitrag melden
cirkular 11.05.2014, 13:13
588. Der Staat soll sich da zurückhalten

Wenn sich abzeichnet, dass die Konzerne das nicht stemmen können, bietet sich die Insolvenz an. Und wenn es keinen Verantwortlichen mehr gibt, dem man in die Tasche greifen kann, verfällt die Investitionsruine halt wie alle anderen Ruinen auch.

Beitrag melden
Luscinia007 11.05.2014, 13:16
589.

Zitat von Walther Kempinski
Ich weiß gar nicht wo das Problem sein soll. Der Bund kann hierbei doch sogar Gewinn machen. Die 30 Mrd. Rücklagen der Stromindustrie werden doch auch in die neue Stiftung überführt. Das heißt: Wenn man mit dem Geld auskommt und den Abriss+Lagerung billiger gestaltet als die 30 Mrd. dann kriegt der Steuerzahler sogar noch Geld raus. Abgesehen davon ist es ohnehin dämlich die ganzen Atommeiler still zu legen. Man hätte die Reaktoren doch entkernen und durch neue EPR ersetzen können. Diese neuen Reaktortypen sind nämlich wirklich idiotensicher. Ja ich weiß, viele Ökos und Kernenergieangsthasen werden nun wieder arrogant lachen und meinen, dass es sichere Atomreaktoren nicht geben kann. Falsch! Es gibt sichere Kernreaktoren. Ich meine wenn man die uralten und zudem völlig falsch konstruierten Reaktoren wie Tschernobyl oder Fukushima als Maßstab nimmt, dann braucht man sich nicht wundern. Es gibt schließlich auch gigantische Unterschiede bei den KKW-Modellen. Tschernobyl zB ist eine gigantische Todesfalle, völlig lächerlich konstruiert. Ein Wunder, dass nur einer dieser Reaktortypen explodiert ist! Fukushima hingegen hat zu 90% der größten Naturkatastrophe der letzten Jahrhunderte relativ gut getrotzt. Aber auch der Reaktor wurde in den 60ern konstruiert und in den 70ern gebaut. Die Notstromsysteme waren nicht wasserdicht, aber immerhin hat sich der Reaktor von selbst abgeschaltet wie vorgesehen (sonst hätte es eine größere Katastrophe gegeben, ähnlich Tschernobyl). Außerdem verfügt der Reaktor aus den 60ern über keinen Core-Catcher, was die Sache erst zu einem GAU gemacht hat. Aber alles in allem ist relativ wenig radioaktives Material ausgetreten. Kein Vergleich zu Tschernobyl. Der EPR hingegen ist absolut sicher. Jeder der sich das mal ansieht wird schnell merken, dass selbst im Falle eines zweiten Tsunamis wie in Japan mit Erdbeben etc es zu keinem Austritt von radioaktivem Material in die Umwelt kommen würde.
Sie unterliegen einem Denkfehler: Wenn mit dem Rückbau bei 30 Mrd. Euro noch ein Gewinn gemacht werden könnte, würden die Energieunternehmen den Betrieb selbstverständlich NICHT an den Staat abtreten. Das würde ihnen sogar Gerichtsverfahren wegen Untreue einbringen, denn sie sind in erster Linie den Gewinnen der Shareholder verantwortlich, und nicht dazu da, um dem Staat ein lukratives Geschäft zu überlassen.

Außerdem ist das Credo des Liberalismus, dass solche Unternehmungen immer in der Privatwirtschaft in besseren, tüchtigeren und effektiveren Händen sind. Wieso soll der ineffektive und bürokratische Staat dann das Ganze übernehmen?

Beitrag melden
Seite 59 von 98
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!