Forum: Wirtschaft
Plan der Energie-Konzerne: Bund soll Abriss von Atom-Meilern finanzieren
DPA

Die drei großen deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgeschäfte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atommülls finanziert.

Seite 95 von 98
karl-felix 13.05.2014, 11:12
940. Nun

Zitat von makuzei
1)Das ist völlig unmöglich -bei ee liegen wir über 460 Mrd - 2)aut greenpeace - früherer beitrag -soll der -im übrigen völlig überflüssige unfug wie abriss und endlager rund 44 mrd kosten- 3)so blöd wie wir sind,schmeissen wir auch das noch zum fester raus - 20 jahre später buddeln wir alles wieder aus - dieses land ist so total von der rolle
1) Unsinn, ohne Angabe der Zeit auf die Sie sich beziehen. Sie bezahlen in der gleichen Zeit, in der 460 Mrd für Strom bezahlt werden, 1,5 Millionen Euro Miete .

2) Ihre Aussage ist völlig unsinnig , wenn Sie nicht angeben für wieviele
Atommeiler und für welche Zeit. Für einen einzigen Reaktorblock und ein einziges Endlager halte ich die Zahl für etwas zu hoch gegriffen. Obwohl Sie schon recht haben, das ist so wie bei den Baukosten. Es wird immer erheblich teurer als geplant. Würggassen z.B. um 40 % . Trotzdem halte ich 44 Mrd. Euro für den Rückbau und die Atommüll Entsorgung eines einzigen Reaktors für zu hoch gegriffen.
Wenn wir mal die Asse mit 10 Milliarden ansetzen, und Rheinsberg/Lubmin mit 10 Milliarden... Es läppert sich schon . Da werden wir mit 3-4 Endlagern und 30 Blöcken unter 100 Milliarden nicht hinkommen.

3) Unsinn, Würggassen ist geschreddert, kein Mensch buddelt mehr einen einmal abgerissenen Atommeiler wieder aus. Das ist vorbei in Deutschland, genauso wie ein einmal geflutetes Kohlekraftwerk nie wieder geöffnet wird.

Ich denke, dieses Land macht das hervorragend. Könnte nur etwas schneller gehen, aber das ist eben so: wenn man aus der nuklear/fossilen
Energieversorgung schleichend raus und in die saubere, unendliche und weitgehend Brennstoffkosten freie Energieversorgung einschleicht, das dauert eben ein halbes Jahrhundert. Aber das sind wir Ihren Enkel schuldig. So als Wiedergutmachung für die Gier der nimmersatten Grosseltern. Wir haben die sicherste Stromversorgung der Welt und dank EE eine Perspektive für Haushalte und >Industrie zur Energieversorgung zu vertretbaren Preisen, wenn nuklear/fossile Brennstoffe nicht mehr bezahlbar/verfügbar sind. Schon jetzt ist Ökostrom häufig günstiger als konventioneller. Und wir stecken ja noch in den EE Kinderschuhen.

Beitrag melden
karl-felix 13.05.2014, 11:17
941. Das

Zitat von gegenstrahler
wird mit dem Leben der Beschäftigten in der Landwirtschaft bezahlt, da kippt auch schon mal ein Trecker um, quetscht sich jemand den Daumen, vertritt sich jemand das Bein.
ist richtig. Allerdings ist Essen lebensnotwendig, die Atomkraft aber, wie seit 1 Million Jahren der Mensch beweist überflüssig wie ein Kropf. Ausser andere Völker in die Steinzeit zurückbomben kann die Atomkraft nichts, was andere Energieträger nicht auch könnten.
Also gut, wenn man sich entschieden hat, die Menschheit nicht auszurotten, kann man auf die dümmste , teuerste und gefährlichste Art Strom zu erzeugen gut verzichten.
Das ist schon in Ordnung, wie Deutschland das macht. Belohnt wird das eben durch eine relativ robuste ökonomische Entwicklung und einer stabilen Position unter den reichsten Nationen dieser Erde.

Beitrag melden
karl-felix 13.05.2014, 11:21
942. Nein

Zitat von apfelmännchen
Und das 30Mrd Angebot gibt auch nicht wirklich... ;-)
Das Bundesumweltministerium und das Bundeskanzleramt haben gesagt: Das gibt es nicht .

Die Atomkraftwerksbetreiber haben gesagt: Kein Kommentar.



Fakt ist nach den Bilanzen nur: Die haben das Geld nicht.
RWE z.B. hat 30 Milliarden Schulden, die können wir gerne von denen haben. Aber bares Geld, da muss man erst einmal drüber reden.

Beitrag melden
karl-felix 13.05.2014, 11:24
943. Das

Zitat von apfelmännchen
Nur war auch die erste Laufzeitbegrenzung schon eine einseitige Kündigung - denn davon war beim Bau der AKW nicht die Rede.
ist falsch. Der Kompromiss wurde ausgehandelt zwischen Atomkraftwerkesbetreibern und der Bundesregierung.

Und natürlich wurde bei jedem AKW die Laufzeit geplant. Nur sind die Dinger alle vorher verreckt.

Beitrag melden
apfelmännchen 13.05.2014, 11:59
944. zum Quietschen komisch

Zitat von karl-felix
*** Das ist vorbei in Deutschland, genauso wie ein einmal geflutetes Kohlekraftwerk nie wieder geöffnet wird. ***
Was es im Spiegel-Forum nicht alles gibt, jetzt werden hier schon Kohlekraftwerke geflutet und nicht wieder geöffnet.

Sie haben in diesem Post das Wort "Unsinn" gleich 3x verwendet, mit Recht, wie ich meine ;-)

Beitrag melden
apfelmännchen 13.05.2014, 12:31
945.

Zitat von karl-felix
Das Bundesumweltministerium und das Bundeskanzleramt haben gesagt: Das gibt es nicht . Die Atomkraftwerksbetreiber haben gesagt: Kein Kommentar. Fakt ist nach den Bilanzen nur: Die haben das Geld nicht. RWE z.B. hat 30 Milliarden Schulden, die können wir gerne von denen haben. Aber bares Geld, da muss man erst einmal drüber reden.
Klar, die pösen Konzerne bieten 30Mrd an, die es "gar nicht gibt"...

http://www.energie-fakten.de/pdf/rueckstellungen.pdf

Übrigens ist die Idee, den Rückbau der AKW durch den Bund zu übernehmen nicht neu - wenn in dem nachfolgenden Thread sich nicht ausgerechnet ein gewisser Forist K.F. geäußert hätte, würden wir ihnen ja glauben, dass die "Idee der AKW-Betreiber" für sie neu war und ihre Empörung echt...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-933482.html

Beitrag melden
apfelmännchen 13.05.2014, 12:42
946.

Zitat von karl-felix
ist falsch. Der Kompromiss wurde ausgehandelt zwischen Atomkraftwerkesbetreibern und der Bundesregierung.
Wenn der Atomausstieg ein "Kompromiss" war, dann ist die Herausgabe ihrer Geldbörse an einen bewaffneten Straßenräuber auch ein Kompromiss, schließlich läßt er sie ja dafür am Leben...

War dieser "Kompromiss" beim Bau der AKW schon bekannt?
Zitat von
Und natürlich wurde bei jedem AKW die Laufzeit geplant. Nur sind die Dinger alle vorher verreckt.
Dann wäre wohl der Ausstiegsbeschluss und das Moratorium nicht notwendig gewesen. Aber vielleicht verwechseln sie ja AKW und WKA?

Beitrag melden
soulbrother 13.05.2014, 13:20
947.

Zitat von knieselstein
haben Sie den wiedergewählt, der die KKW wieder ans Netz bringt ?
Die Japaner haben den gewählt, weil AKWs kein Thema im Wahlkampf gespielt haben. Politiker sind ja nicht dumm, die wissen, dass 80% der Japaner den Wiedereinstieg ablehnen. Also klammert man das Thema wahltaktisch geschickt aus.

Man hat ja hier auch keinen Wahlkampf geführt mit: wir bremsen die Energiewende ab und treiben die Solarbranche in die Insolvenz.
Niemand hätte SPD gewählt.

Beitrag melden
karl-felix 13.05.2014, 13:28
948. So

Zitat von apfelmännchen
Was es im Spiegel-Forum nicht alles gibt, jetzt werden hier schon Kohlekraftwerke geflutet und nicht wieder geöffnet. Sie haben in diesem Post das Wort "Unsinn" gleich 3x verwendet, mit Recht, wie ich meine ;-)
ist es . Die Arbeitsplätze meines Grossvaters und meiner Onkel sind sämtliche geflutet.
Sie haben nur die Wahl: entweder gezielt fluten oder auf Ewigkeit pumpen oder absaufen lassen.
Und sowohl die Flutung der Braunkohletagebaue als auch der Steinkohlekraftwerke brachte die Menschen auf die Idee, dass man dies auch energetisch nutzen kann z.B. als Pumpspeicherkraftwerk und gleichzeitig die Geothermie nutzt. Sie waren ja offensichtlich noch nie unter Tage, da ist es mucklig warm.
Und ich finde das schon eine gute Idee:
www.uni-due.de/wasserbau/upw.php

Beitrag melden
antilobby 13.05.2014, 13:31
949.

Zitat von Yeti
Wenn das wirklich so ist, hilft eigentlich nur, Aktiengesellschaften zu verbieten.
Es ist zwar mehr als 20 Jahre her: in der DDR waren alle solche unschöne Dinge verboten. Trotzdem waren die Einwohner so unglücklich dass sie per Montagsdemo die DDR abgeschafft hatte.

Beitrag melden
Seite 95 von 98
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!