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Plastikmüll: Umweltministerium bereitet Tüten-Verbot vor
Sebastian Gollnow/ DPA

Pro Kopf wirft jeder Deutsche im Jahr rund 20 Plastiktüten weg. Das ist zu viel, findet Umweltministerin Svenja Schulze - und hat ein Verbot der Taschen auf den Weg gebracht. Doch es soll Ausnahmen geben.

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post_fuer_tutu 06.09.2019, 11:08
10. Verbote Verbote Verbote

Was soll das eigentlich alles. Spinnt man nun völlig. Einkauftüten, gleich ob Papier oder Plastik verbieten. Erst Geld einsacken, nun doch verbote. Und das bei dem geringen Anteil bei den Verpackungen. Gleichzeitig gibt es nun neuerdings am Brot- und Frischestand Handschuhe aus Plastik. Der Eimer dort quillt über vor Plastik. Wo wird das wohl enden?

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Greenkeeper2021 06.09.2019, 11:11
11.

In Afrika und Co landen Plastiktüten in der Umwelt, im Fluss, im Meer
Da ist ein Verbot sinnig
In Deutschland ist ein Verbot mit obiger Begründung schlicht grober Unsinn, da es Duale Systeme gibt

Eine Politik, die ruhig, sachlich und erfolgsorientiert wäre, würde

A: Export von geben Säcken verbieten
B: Müllverbrennung von gelben Säcken schrittweise eindämmen
C: per Gesetz steuern, wie hoch der Anteil recyclebarer PET und PP Anteile werden muss

Das würde echten Erfolg bringen
Leider sind unsere anscheinend wirklich total unfähigen Versager in der Regierung nicht in der Lage, so zu denken und zu handeln
Da wird nur noch volksverdummender Populismus betrieben

Schade
RIP, CDU/CSU/SPD/Grün
wenn es so weitergeht

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Gluehweintrinker 06.09.2019, 11:12
12. Es braucht noch weit größere Würfe: Mehrweg-Management!

Das Tütenverbot ist nicht mehr als Kosmetik, wie auch die Trinkhalm-Aktion oder das Ding mit den Rührstäbchen oder Ohr-Putz-Wattestäbchen (die sowieso überflüssig bis gefährlich sind). Diesem kleinen ersten Trippelschritt müssen weit größere folgen, nämlich das rigide Mehrwegregime für quasi alles, was wir verbrauchen bzw. konsumieren.

Auf lange Sicht werden wir, wenn wir harte Schnitte verweigern, weiterhin und sogar zunehmend im Plastikmüll versinken. Ob Batterieblister, mehrfach eingepackte Pralinen mit "Bobon-Papier" (eigentlich Bonbon-Plastikfolie), einer Plastik-Formschlale, einer Pappschachtel mit Plastik-Sichtfenster und einer Plastikfolienumhüllung, ob Flüssigwaschmittel, Wasserflasche, Duschgel, Sahne- und Joghurtbecher, Duschgel, you name it... all das muss durch Mehrwegbehälter ersetzt werden, und das hochbepfandet - ab 5 EUR pro Gebinde aufwärts. Nur so kann es gelingen, die Plastikflut einzudämmen.

Ja, das wird teuer, und es wird anspruchsvoll. Los, liebe talentierte Ingenieure, entwickelt das zukunftsfähige Mehrwegsystem für alles, für Reis und Nudeln, Wasch- und Putzmittel, Motorenöl, alles! Es darf zukünftig nur noch EINEN Behälter geben für Butter, nur EINEN für Sahne und Joghurt, nur EINEN für Duschgel, dazu eine Mindestmenge von z.B. 500 ml, denn je mehr drin ist, desto seltener muss das Zeug rotieren. Kein Hersteller soll mehr individuelle Schnickschnackfläschchen produzieren dürfen, zu Werbezwecken. Es muss reichen, sich auf einem Etikett werbetechnisch auszutoben, aus Papier, leicht ablösbar, ohne Mineralölfarben.

Jedem Haushalt bzw. jedem Einwohner sollte man Anfangs einen Startsatz einer angemessenen Zahl von Pfandgutscheinen gewähren, damit für die Erst-Ausstattung mit mehrwegbasierten Nahrungs- und Verbrauchsgütern keine hohen Investitionen anfallen, die sich zahlungsschwächere evtl. nicht leisten können. Arbeit übrigens ist eine erneuerbare Ressource, Materialien sind es ncht. All diese Neuerungen müssen Hand in Hand gehen mit einer weiteren gesellschaftlichen Neustrukturierung. Verkehrswende, Energiewende, Teilhabewende, Sozial- und Gesundheitswende, Steuerwende. Benutzen statt besitzen. Arbeit muss von Steuerlasten befreit und Materialverbrauch mit Steuern belastet werden. Dann können auch die meisten Produkte wieder verpackungsfrei verkauft werden, wie es vor 100 Jahren in jedem Krämerladen möglich war. Man wird ja noch von einer besseren Welt träumen dürfen, oder?

Und Beratung hilft Fehlkäufe zu vermeiden - auch ein wesentlicher Aspekt der Ressourcenschonung.

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5b- 06.09.2019, 11:13
13. Müllsäcke

Ich habe fast nie Einkaufstüten weggeworfen. Ich habe sie damals immer als Müllbeutel verwendet. Einen Müllbeutel wirft man nicht weg, man verwendet ihn.

Müllbeutel gelten ja als Einkaufstüten. Wenn ich aber Einkaufstüten als Mülltüten verwende, dann darf man die doch auch nicht verbieten.

Solange Müllsäcke nicht verboten werden bleibt dieses Verbot lächerlich.

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Greenkeeper2021 06.09.2019, 11:13
14.

Zitat von Duracellhase
...kommt das Verbot so schnell wie möglich. Wir brauchen keine Plastiktüten. Selbst Italien hat die Dinger schon verboten, dort gibt es nur noch kompostierbare Taschen.
kompostierbrare Taschen gibt es bisher nicht
Zumindest keine, die im eigenen Garten kompostierbar sind

Das, was es gibt verrottet nur in Industrie Kompostieranlagen

Sie erreichen mit Ihrem Wunschdenken genau das Gegenteil Ihrers Wunsches

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post_fuer_tutu 06.09.2019, 11:14
15. @duracellhase

Zitat von Duracellhase
...kommt das Verbot so schnell wie möglich. Wir brauchen keine Plastiktüten. Selbst Italien hat die Dinger schon verboten, dort gibt es nur noch kompostierbare Taschen.
Die Bio-Tüten sollen ja gleich mit verboten werden (s. Artikel). Halt jede Art von Einwegtüte, obwohl Plastik Einkaufstüten verwendet wohl jeder mehrfach.

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mwroer 06.09.2019, 11:16
16.

Diese komischen orangenen Tüten habe ich, ganz ehrlich, bis jetzt in keinem Supermarkt gesehen in dem ich in Deutschland oder in den Niederlanden einkaufe. Und das sind rund ... 8 oder 9 Ketten von Albert Heijn über Edeka bis Rewe.

Die Tüten kenne ich eigentlich nur von kleineren Lebensmittelläden (Obst, Gemüse - bevorzugt türkisch, arabisch, asiatisch). Wie hoch kann der Anteil denn da wirklich sein?

Zumal die, zumindest bei uns und im Bekanntenkreis, immer als Mülltüten benutzt werden.

Plastik- oder Papier spielt doch bei Einweg(!)tüten kaum eine Rolle. Das ganze Einwegzeug muss weg - egal aus welchem Material es ist - und bei Mehrweg ist Plastik nun mal besser. Jeder der mal eine Papiertüte durch den Regen getragen hat oder im Sommer Sachen transportiert hat an denen sich in der Wärme Kondenswasser bildet weiss was ich meine.

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sandiro 06.09.2019, 11:17
17. Mogelpackung

In jeder Hinsicht eine Mogelpackung. 1% der Plastikverpackung und der Rest? Ich hätte nie gedacht mal die DUH mir zu wünschen, dass sie den Weg des gelben Sacks oder ähnlicher Wiederverwertung untersuchen und endlich Anklagen was da passiert.

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HansHuckebein 06.09.2019, 11:20
18. Des Pudels Kern

So schlimm Plastiktüten auch sein mögen: Den weitaus größeren Anteil an P-Müll verursachen mit Sicherheit die Verpackungen für geschnittene Wurst- und Käsewaren, die gefühlt oft dasselbe Gewicht auf die Waage bringen wie der Inhalt. Ich verwende übrigens schon seit Ewigkeiten einfache Stofftaschen, die man alle heiligen Zeiten einmal mit in die Waschmaschine gibt...

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social10 06.09.2019, 11:21
19. Wie immer Peanuts

Da mittlerweile bekanntermaßen Plastiktüten eine wesentlich bessere Ökobilanz als Papiertüten haben, aber die grüne Lobby perfekte Arbeit geleistet hat, wundert mich in dem Land nichts mehr. Anstatt die wirklich wichtigen Dinge anzupacken, wird wieder mal (um ein Wort aus dem Artikel zu zitieren) um "Peanuts" ein großes Aufsehen gemacht... Hauptsache die breite Masse ist befriedigt und denkt sie tun was gutes für die Umwelt.

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