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Plastiktüten-Schwemme: Ein Beutel erstickt die Welt

Die Beutelschwemme bedroht Mensch und Tier: Jedes Jahr spucken Fabriken weltweit eine halbe Milliarde Plastiktüten aus, das Gros wird achtlos weggeworfen. In Asien verstopfen die Tüten Gullys und Siele, in Afrika ersticken Wildtiere daran - selbst ins Weltall ist der Plastikmüll schon vorgedrungen.

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schrunz 13.10.2007, 16:49
1. Fehler?

"Die Beutelschwemme bedroht Mensch und Tier: Jedes Jahr spucken Fabriken weltweit eine halbe Milliarde Plastiktüten aus, das Gros wird achtlos weggeworfen. In Asien verstopfen die Tüten Gullys und Siele, in Afrika ersticken Wildtiere daran - selbst ins Weltall ist der Plastikmüll schon vorgedrungen."

Fehler: Müsste vermutlich lt. Artikel eine halbe Billion (500 Mrd.) heißen.

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Montanabear 13.10.2007, 17:11
2.

Zitat von sysop
Die Beutelschwemme bedroht Mensch und Tier: Jedes Jahr spucken Fabriken weltweit eine halbe Milliarde Plastiktüten aus, das Gros wird achtlos weggeworfen. In Asien verstopfen die Tüten Gullys und Siele, in Afrika ersticken Wildtiere daran - selbst ins Weltall ist der Plastikmüll schon vorgedrungen.

Danke, Sysop, endlich wird dieses Thema einmal aufgegriffen. Schon in den 60-ger Jahren berichtete Radio Tokio in seinem Auslandsdienst darüber, dass stromabwärts von einer Plastikfabrik Fische mit Zwitterbildungen und
einer überhöhten Anzahl von Weibchen auftauchten.
Wissenschaftler haben es dann auf den Ausstoss der Plastikproduktion zurückgeführt. In den grossen Seen in den USA und an Teilen der kalifornischen Küste gibt es ähnliche Beobachtungen.
Natürlich ist die Produktion von Plastik ein Millliardengeschäft in jeder Währung und wenn es nur die mechanische Verschmutzung wäre, der man ja leichter habhaft werden kann als der chemischen, könnte man vielleicht verstehen, warum dieses Thema über Jahrzehnte nicht von der Presse aufgegriffen worden ist. Es geht aber um genverändernde Substanzen; ich kenne noch nicht einmal eine Studie, die sich mit dem Impakt auf Menschen befasst hat.
Natürlich wäre es ein guter Anfang, die Produktion von Plastiktüten zu beschränken, so wie es in Deutschland und auch in Gebieten der USA schon seit Jahren geschieht . Das ist aber nur eine Richtung. Das Problem muss von zwei Richtungen angegangen werden : Konsum und Produktion. Erbgutverändernde Chemikalien müssen aus der Produktion verschwinden ! Ein Kampf mit der chemischen Industrie - der Stoff, aus dem zukünftige Nobelpreise gemacht sein sollten : Engagement nicht für Profit, sondern zum Wohl der Menschheit.

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Dennis Grosser 13.10.2007, 17:23
3. Plastiktüten in Bangladesch

In Bangladesch sind Plastiktüten seit einiger Zeit verboten. Es werden dafür Papiertüten benutzt. Das funktioniert bis in die kleineren Döfer hinein, wo man bei Kauf von Hemden, Gebäck oder anderen Dingen keine Plastiktüte bekommt, sondern Papiertüten in verschiedenen Dicken und Größen.
Bei der Ursache für diesen Wechsel bin ich mir nicht ganz sicher, meine aber gehört zu haben, dass es mit den Problemen während diverser Hochwasser (1998/2004) zu tun hat.

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Montanabear 13.10.2007, 17:32
4.

Zitat von Dennis Grosser
In Bangladesch sind Plastiktüten seit einiger Zeit verboten. Es werden dafür Papiertüten benutzt. Das funktioniert bis in die kleineren Döfer hinein, wo man bei Kauf von Hemden, Gebäck oder anderen Dingen keine Plastiktüte bekommt, sondern Papiertüten in verschiedenen Dicken und Größen. Bei der Ursache für diesen Wechsel bin ich mir nicht ganz sicher, meine aber gehört zu haben, dass es mit den Problemen während diverser Hochwasser (1998/2004) zu tun hat.
Das ist doch prima ! Vielleicht hat man ja auch dies gelesen :
http://www.anapsid.org/cnd/hormones/estrogen5.html
Am 5. November werden wir mehr wissen.

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Spiegelkabinett 13.10.2007, 17:34
5. Ersatzstoffe vorhanden?

Zitat von Montanabear
... Natürlich ist die Produktion von Plastik ein Millliardengeschäft in jeder Währung und wenn es nur die mechanische Verschmutzung wäre, der man ja leichter habhaft werden kann als der chemischen, könnte man vielleicht verstehen, warum dieses Thema ... Erbgutverändernde Chemikalien müssen aus der Produktion verschwinden ! ...

Zum einen,aus was bestehen "Plastiktueten" Ihrer Meinung nach?
Zum anderen,welche "chemische" "Verschmutzung" geht von "Plastik" aus?
Darueberhinaus muessen Sie schon zwischen einer Ausgangsverbindung und dem Endprodukt unterscheiden.

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Time-witness 13.10.2007, 17:45
6. Einkaufsverhalten

Es gibt Situationen da sind Plastiktüten angebracht zBsp. beim Einkauf von bestimmter Waren, aber bei vielen Sachen sind sie einfach überflüssig.
Ich benutze beim Einkaufen in der Regel Stoffbeutelund für den Großeinkauf gibt es Faltkörbe. Merke ein gut erzogener Ex-DDR-Bürger hat immer einen Beutel einstecken:-)
Einen Plastebeutel lasse ich mir allenfals mal geben wenn ich mal garnichts mit habe

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Spiegelkabinett 13.10.2007, 17:47
7. Die Nachfrage des Marktes

Die Industrie stellt genau diejenigen Produkte her,die sie verkaufen kann.Die Kundenwuensche nach "Plastiktueten" sind leider ungebrochen.
Bedauerlicherweise hat sich in der BRD das "Duale System" gegenueber Mehrwegverpackungen durchgesetzt.
"Tetra-Pack"-Verpackungen sind leider garnicht pfandpflichtig und somit ubiquitaer in der Umgebung anzutreffen.
Leider fehlt dem Verbraucher die Motivation auf Mehrwegverpackungen zu draengen.Einwegverpackungen sind leider so bequem und praktisch.
Wer macht sich ausserdem schon gerne Gedanken darueber,wie und wo der Muell entsorgt wird?

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Gandhi 13.10.2007, 17:50
8. Republikaner als Fuehrer im Kampf gegen Plastik und Profit?

Zitat von Montanabear
Danke, Sysop, endlich wird dieses Thema einmal aufgegriffen. Schon in den 60-ger Jahren berichtete Radio Tokio in seinem Auslandsdienst darüber, dass stromabwärts von einer Plastikfabrik Fische mit Zwitterbildungen und einer überhöhten Anzahl von Weibchen auftauchten. Wissenschaftler haben es dann auf den Ausstoss der Plastikproduktion zurückgeführt. In den grossen Seen in den USA und an Teilen der kalifornischen Küste gibt es ähnliche Beobachtungen. Natürlich ist die Produktion von Plastik ein Millliardengeschäft in jeder Währung und wenn es nur die mechanische Verschmutzung wäre, der man ja leichter habhaft werden kann als der chemischen, könnte man vielleicht verstehen, warum dieses Thema über Jahrzehnte nicht von der Presse aufgegriffen worden ist. Es geht aber um genverändernde Substanzen; ich kenne noch nicht einmal eine Studie, die sich mit dem Impakt auf Menschen befasst hat. Natürlich wäre es ein guter Anfang, die Produktion von Plastiktüten zu beschränken, so wie es in Deutschland und auch in Gebieten der USA schon seit Jahren geschieht . Das ist aber nur eine Richtung. Das Problem muss von zwei Richtungen angegangen werden : Konsum und Produktion. Erbgutverändernde Chemikalien müssen aus der Produktion verschwinden ! Ein Kampf mit der chemischen Industrie - der Stoff, aus dem zukünftige Nobelpreise gemacht sein sollten : Engagement nicht für Profit, sondern zum Wohl der Menschheit.

Und wenn jetzt noch jemand anfaengt zu erzaehlen, ein republikanischer Praesidentschaftskandidat, z.B. Freddie Thompson, waere am besten geeignet, den Kampf gegen Plastik und Profit zu fuehren, dann muss ich laut lachen.

Selbst die Huehner im Bergland wuerden laut lachen.

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klaus1201 13.10.2007, 18:51
9. Seit der Erfindung der Plastiktüte...

Zitat von sysop
Die Beutelschwemme bedroht Mensch und Tier: Jedes Jahr spucken Fabriken weltweit eine halbe Milliarde Plastiktüten aus, das Gros wird achtlos weggeworfen. In Asien verstopfen die Tüten Gullys und Siele, in Afrika ersticken Wildtiere daran - selbst ins Weltall ist der Plastikmüll schon vorgedrungen.
...gibt es auch solche, die sich natürlich zersetzen.
Es gibt gewisse Nachteile in der Reissfestigkeit etc., aber der Hauptgrund sind, wie so oft die Basiskosten. Wenn dann von kritischen Bürgern Verbote oder Einschränkungen gefordert werden ist dieses natürlich wieder nur ein Eingriff in die Wirtschaftsfreieheit.

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