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Platz für Windräder und Solaranlagen: Greenpeace will RWE-Braunkohlerevier kaufen
DPA

Die Ökostromfirma Greenpeace Energy will die Braunkohlesparte von RWE im Rheinischen Revier kaufen und stilllegen. Revolutionärer Plan - oder Werbegag?

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Skifahrer 26.11.2018, 10:54
1. Lächerliches Angebot...

Das angebliche Angebot von Greenpeace ist nur ein Werbegag.
Kein ernsthafter Interessent würde sonst schon ein Angebot öffentlich machen, bevor nicht mit dem möglichen Verkäufer darüber verhandelt wäre.
Aber werbetechnisch ist das sicher ein geschickter Schachzug von Greenpeace Energy, da Greenpeace insgesamt längst kein Umweltverband, sondern ein knallhartes Wirtschaftsunternehmen ist, das es versteht, mit den Ängsten der Menschen Geschäfte zu machen

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syt 26.11.2018, 10:55
2. Eigentlich sollte unsere Regierung,

und die EU ,sich gemeinsam möglichst stark da für ein zu setzen,von der Kernenrgie, den Kohleabbau und der Ölverbrennung ,hin zu erneuerbaren Energien zu kommen.Das wird die Zukunft sein,und hier muss mit aller Kraft erforscht werden,wie wir für die nächsten Gererationen ,möglichst sauber ,Energie erzeugt werden. Dann müssen wir uns um die rein Haltung unserem Grundwassers,des Bodens und der Meere kümmern.

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christian-h 26.11.2018, 10:56
3. Angabe

Deren Gesamtleistung: 8,2 Gigawatt. Das entspricht der Kapazität von acht Atomkraftwerken. Durch die Umsetzung des Greenpeace-Energy-Plans sollen insgesamt 441 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Hier wird wieder der übliche Fehler begangen die inst. Leistung von PV+WK mit der von konv. Kraftwerken (in dem Fall Kernkraftwerken) zu vergleichen.

Das funktioniert so nicht.
Zum einen können diese 8,2GW aus konv. Kraftwerken jederzeit im Normalbetrieb zur Verfügung gestellt werden, während bei PV+WK im günstigsten Fall nur die Hälfte vorhanden sein dürfte.
Im ungünstigsten Fall, bei Dunkelheit und relativer Flaute, dürfte die nutzbare Leistung bei wenigen 100 MW liegen.
Der Unterschied liegt in der Höhe der Volllaststunden.

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Marvin__ 26.11.2018, 10:57
4. So gut Intention und Idee sein mögen ...

... zuerst Demonstranten auf zu fahren, um einen Konzern unter Druck zu setzen, und dann ein Kaufangebot zu geben, mit der Aussicht auf mehr Repressalien, sollte das Angebot abgelehnt werden - solche Methoden kennt man eigentlich eher von einer anderen ehrenwerten Gesellschaft.

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Fering 26.11.2018, 11:04
5. Völlige falsche Überschrift: Greenpeace Energy ist nicht Greenpeace

Greenpeace Energy ist ein marktwirtschaftliches Unternehmen, welches in der Produktion von Energie so hohe Umweltstandards hat, dass es den Namen Greenpeace im Titel haben darf.
Greenpeace ist ein gemeinnütziger Verein, der sich aus Spendengeldern finanziert und schon deswegen dafür kein Geld ausgeben darf.

Ein wenig Recherche wäre auch bei der Überschrift hilfreich.

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neurather 26.11.2018, 11:13
6. Denkanstoß in die richtige Richtung

Immerhin ein Vorschlag, der einen echten Strukturwandel umreißt und sich wohltuend von dem Gezeter von RWE und NRW-Landesregierung abhebt. Ich kann dieses ganze Gelaber, der Strukturwandel brauche Geduld, Zeit und Geld, nicht mehr hören. Damit wird nur versucht, dringend notwendige Schritte auf die lange Bank zu schieben und noch ein paar Euro mehr aus dem Betrieb vollkommen veralteter Kraftwerke zu quetschen. Aber leider findet sich für diese Haltung bis hin zur Bundeskanzlerin (ex Klimakanzlerin) politische Unterstützung. Die Kohlekommission soll jetzt wohl so lange weiter tagen, bis das Ergebnis auch Rolf-Martin Schmitz und Armin Laschet gefällt. So wird's nix mit dem Klima- und Umweltschutz.

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claudio_im_osten 26.11.2018, 11:16
7. Völlig richtig.

Wenn ein solches Modell kommt, werde ich mich auf jeden Fall mit dem Kauf von Anteilen daran beteiligen. Aber bitte auch mit einem Konzept für die ostdeutschen Braunkohlereviere. Hier ist man in manchen Bundesländern schon viel weiter als sich die Nordrhein-Westfalen bislang vorstellen können - Sachsen-Anhalt bspw. hat im vergangenen Jahr bereits einen Anteil von 54% an der Bruttostromerzeugung (vgl. https://mule.sachsen-anhalt.de/energie/erneuerbare-energien). Genau deshalb ist eine Vorreiterrolle für die Braunkohlereviere richtig und sinnvoll; wir wollen nicht die Fehler des Ruhrgebiets wiederholen und in 50 Jahren noch immer von gestrigen Technologien abhängig bleiben, während die ökologische und ökonomische Dynamik woanders stattfindet. Das Verhalten der Großkonzerne wie RWE, möglichst bis zur letzten Kilowattstunde weiter Dreck aus den Schornsteinen zu blasen, nur weil die Kraftwerke alle abgeschrieben sind und man hiermit gern die Lizenz zum weiteren Gelddrucken in der Hand behalten möchte, ist zwar aus kurzfristiger betriebswirtschaftlicher Sicht verständlich. Es ist aber für die Zukunft des Unternehmens brandgefährlich, sich an sterbende Technologien fest zu klammern und den Zug in die Zukunft abfahren zu lassen. Aber das können wir uns seit Jahrzehnten anschauen, manche lernen's halt nie.

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Alles Gute kommt von oben 26.11.2018, 11:19
8. Endlich

mal ein Konzern, der auf die Bedürfnisse der Bürger bezüglich Lebensqualität, Erhalt der Umwelt, Erhalt der Gesundheit für Alle, aber auch sozial nicht nur verträglich, sondern sozial gebührlichen Umbau von Arbeitsplätzen eingeht. Das sind die Konzerne der Zukunft, hinter denen sich die Bevölkerung versammeln wird. Da können hier einige ewig gestrige schreien wie sie wollen. Sie gehen mit RWE unter.

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spiegelleser987 26.11.2018, 11:20
9.

Das ist nichts anderes als nur Werbung. So wurde 1975 auch die Deutsche Umwelthilfe von einem Unternehmensberaterbüro (gegründet 1974) gegründet.

Zitat: "Dort, wo derzeit riesige Kohlebagger arbeiten, sollen bis Mitte der Zwanzigerjahre neue Wind- und Solarparks entstehen."

Wenn die Kohle weg ist, kann man dort wieder echte Natur aufbauen. Das geht allerdings nicht, wenn der Staat immer mehr Gebühren haben will. Dann fehlt das Geld für diese Arbeit.

Und was haben Wind- und Solarparks mit Umweltschutz zu tun? Mit Solarparks werden durch Magnetfelder Insekten, bestimmte Vögel, Ratten, Mäuse und andere Tiere vertrieben. Windparks zerhacken nicht nur Vögel. Dadurch werden auch sehr viele Tiere aus einem sehr großen Umgebungsbereich vertrieben. Die verschwinden auch aus Wäldern, die dort noch teilweise vorhanden sind. Große Teile der Wälder müssen abgeholzt werden, damit dort Platz für die Windparks ist. Danach entstehen nicht nur Infraschallwellen in der Luft sondern auch Vibrationen im Boden. Das vertreibt viele Tiere auch in Abständen von mehreren Kilometern. Der Effekt ist schon seit den 1970er Jahren bekannt.

Das hat alles nichts mit Umweltschutz zu tun. Das Gegnteil ist der Fall .... aber es geht doch nur um Geld.

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