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Platz vier im WEF-Ranking: Deutschland holt im globalen Wettbewerb auf
DPA

Nur die Schweiz, Singapur und Finnland schneiden besser ab: Deutschland hat sich in der Spitzengruppe der global wettbewerbsfähigsten Staaten vom sechsten auf den vierten Platz vorgearbeitet, das besagt das neue Ranking des Weltwirtschaftsforums. Die Bundesrepublik hat demnach die USA überrundet.

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micha.w 04.09.2013, 07:58
1. So täuscht eben die Statistik!

Die Schweizer sehen das etwas anders, die Schweiz steuert eher auf eine Katastrophe zu. Das löchrige Bankgeheimnis zieht enorme Gelder ab, der Tourismus gerät ins Stocken da er fast unbezahlbar geworden ist, Schweizer Exporte werden außerdem des hohen Franken und der Nicht-EU Mitgliedschaft immer schwerer, die so hochgelobte private Altersvorsorge funktioniert auf Grund der minimalen Zinsen über haupt nicht im prognostizierten Rahmen, Inlandsdienstleistungen sind für Schweizer kaum noch zu bezahlen......... Wie sagte man schon immer: Papier ist geduldig, heute eben erweitert um Bits und Byts.

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founder 04.09.2013, 08:03
2. Was ist wenn die Kriterien völlig falsch sind?

Wir kennen genügend verrückte Wettbewerbe. Kommasuafen, Wettessen, illegale Straßenrennen.

Für die meisten ist klar, "Er hat mit 0,9 Liter Wodka dan 4. Platz belegt"
ist ein verrückter Wettbewerb.

Also hinterfragen wir einmal diese Wettbewerbskriterien.

Zum Beispiel gibt es da Kriterien "Wie gut wird das Land auf das Eintreten der Prognosen der Energy Watch Group vorbereitet?

Kriterien:

* Verminderung der Ölimporte im Vergleich zum Vorjahr
* Verminderung der Gasimporte im Vergleich zum Vorjahr
* Unabhängigkeit des Verkehrs von fossiler Energie
* Unabhängigkeit der Raumwärme von fossiler Energie
* Unabhängigkeit des Industrie von fossiler Energie

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nickleby 04.09.2013, 08:07
3. Keine Experimente

Dank der Wirtschafts-und Finanzpolitik der schwarz-gelben Koalition, dank der Liberalität, Disziplin und Innovationsfähigkeit unseres Landes befindet sich Deutschland unter den ersten vier Nationen der Welt, was Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität angeht.

Die Apologeten einer rot/grün-Regierung wollen der Forschung Zwangsjacken anlegen, indem sie vorschreiben wollen, in welchen Gebieten an den Universitäten geforscht werden darf ( Militär/Rüstung)

Das hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern ist der Ausfluss ideologischer Verblendung und führt ins ideologische Abseits

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sofiabeo 04.09.2013, 08:07
4. nach dem 22.09.....

Zitat von sysop
Nur die Schweiz, Singapur und Finnland schneiden besser ab: Deutschland hat sich in der Spitzengruppe der global wettbewerbsfähigsten Staaten vom sechsten auf den vierten Platz vorgearbeitet, das besagt das neue Ranking des Weltwirtschaftsforums. Die Bundesrepublik hat demnach die USA überrundet.
... wird sich das dann aber sicher wieder ändern.

Die etablierten Parteien überbieten sich in einer grenzdebilen "Gerechtigkeitsdebatte" , die - verglichen mit allen Ländern rund um den Erdball - schon echt zweifeln lässt.
Wenn erst Steuererhöhungen ala rotgrün, oder gar dunkelrot (Tolerierung einer rotgrünen Minderheitsregierung?) greifen, dann gute Nacht Wettbewerbsfähigkeit.

Ebenso wird die Schuldenkrise und deren Management durch Mutti und ihre gelben Sparringspartner dazu führen, dass die deutsche Wettbewerbsfähigkeit sich mehr der südländischen annähert, als umgekehrt: Harmonisierung in der Eurozone, Zentralisierung (Wirtschaftregierung EU), direkte Staatsfinanzierung der Schuldenländer = Vergemeinschaftung der Schulden ala deutschem Länderfinanzausgleich.

Was also wird mit der Wettbewerbsfähigkeit im globalen Ranking wohl passieren?

Uns geht es einfach zu gut hier, denn unsere Themen im Wahlkampf sind Autobahn-Maut und Stefan Raab :-)

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Wunderläufer 04.09.2013, 08:11
5. Fragen

Welcher Zusammenhang besteht zwischen "wettbewerbsfähig" und "Flexibilität des Arbeitsmarktes?"
Zu bedenken sollte auch geben, dass Deutschland so gut abschneidet, obwohl allerorten immer über zu hohe Löhne gejammert wird

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quark@mailinator.com 04.09.2013, 08:11
6. Klar

Logisch ... Wer seine Bürger am besten ausbeutet, gewinnt. Einfach Sozialleistungen radikal abbauen, staatliche Infrastruktur verfallen lassen, dann am besten noch privatisieren und den Reichen die Steuern bestmöglich ersparen. Einfach traumhaft für die ersten 2..3 Jahrzehnte. Nur dumm, daß einem danach alles auf die Füße fällt. Aber dann ist man ja nicht mehr in der Regierung und kann seine fette Politikerrente im Ausland verfressen. Widerlich.

Mir wär's lieber, es gäbe ein Lebenszufriedenheits-Ranking der "unteren" 80% und DE würde dort führen. Aber man kann ja nicht alles haben :-).

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sigi J 04.09.2013, 08:18
7. optional

Deutschland liegt seit mehreren Jahren in der Spitzengruppe. Der große Fortschritt wurde jedoch zwischen 1995 und 2005 erreicht. Deutschland kletterte von Rang 22 auf Rang 5. Das ist vor allem der Bremse bei den Lohnkosten und den auf den Mittelstand gerichteten Investitionen in Forschung und Entwicklung zu verdanken.

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groegi 04.09.2013, 08:19
8. Alles hat seinen Preis ...

Die Wettbewerbsfähigkeit hat ihren Preis: Dumpinglöhne, Enteignung der Sparer, Verzehr der Altersrücklagen, Altersarmut. Das ist jedoch für diejenigen, die fünfstellige Vortragshonorare – finanziert aus den Anlagen der Kleinsparer – erhalten, kein Problem.

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susiwolf 04.09.2013, 08:26
9. Ein europäischer Akzent ...

Es schreit förmlich nach einer 'unterteilten EURO-Zone' in Nord und Süd.
Die Schweizer,die Schweden, die Norweger, die Dänen, die Engländer als Interessenten einer 'New European Zone' mit 'Nord'-Euro im Wettbewerb und Zugpferd für den 'Süd'-Euro ?

D-a-s wäre für die meisten Europäer erträglicher.
Koste es was es will.
Und nun sollten solche Überlegungen erstmal ihren Anfang finden in Deutschland.
Die 'Denkmaschine' A-f-D ist bereit für diese oder ähnliche Überlegungen in (nur noch) 18 Tagen ...

Ach ja, zum Schluss bleibt noch die Frage in NORD-Europa:
W-a-s kann von Finnland gelernt werden ?
Bildung ? Kultur ? 'lifestyle' ? ... oder einfach 'mal eine Reise dahin ?
Allein das Verkehrsgeschehen im ureigensten Sinne könnte ein grosses Vorbild für Deutschland sein.
Die Deutschen sind gern gesehen in Suomi.
Sehr gern - deswegen haben auch Viele 'Deutsch' studiert
- sprechen und verstehen es -
mit 'suomen aksentti' - ;-)

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