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Pleite bei Privatversicherten: 150.000 Opfer von Ulla Schmidt
DPA

Sie zahlen keine Beiträge mehr, aber rauswerfen dürfen die Krankenkassen sie nicht: Privatversicherte, die sich ihre Police nicht mehr leisten können, sind das Strandgut der letzten Gesundheitsreform von Ulla Schmidt. Schon 150.000 Deutsche sind davon betroffen.

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kein_gut_mensch 08.03.2012, 11:52
1. Naja

Zitat von sysop
Sie zahlen keine Beiträge mehr, aber rauswerfen dürfen die Krankenkassen sie nicht: Privatversicherte, die sich ihre Police nicht mehr leisten können, sind das Strandgut der letzten Gesundheitsreform von Ulla Schmidt. Schon 150.000 Deutsche sind davon betroffen.
Opfer ist wohl etwas übertrieben und Mitleid hab ich auch nicht. Jahrelang will man das beste für sich allein und dann wenns nicht mehr läuft will man wieder ins gemeinschaftliche Auffangbecken. Und mit 50 kann ich dann schon erwarten das man sich vorher Gedanken darüber macht.

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heinz.mann 08.03.2012, 11:56
2. Eine Krankenkasse für alle...

Zitat von sysop
Sie zahlen keine Beiträge mehr, aber rauswerfen dürfen die Krankenkassen sie nicht: Privatversicherte, die sich ihre Police nicht mehr leisten können, sind das Strandgut der letzten Gesundheitsreform von Ulla Schmidt. Schon 150.000 Deutsche sind davon betroffen.
dann kommt sowas nicht mehr vor.

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El Plagiator 08.03.2012, 12:00
3. Reißleine ziehen

Professionelle Finanzgenies der Versicherer konnten 2008 nicht vorhersagen dass Menschen sich ihre Beiträge nicht werden leisten können. Beitragserhöhungen waren nichts absehbar, schlechte Zahlungsmoral der Versicherten oder einfach armut gab es damals noch nicht. Die Versicherer waren zu ignorant und zu dumm. Auf jeden Fall war die schnelle Provision wichtiger als durchdachte Konzepte. Daran sollen jetzt wieder andere Schuld sein.

Die PKV bereiten sich darauf vor Staatshilfen beabspruchen zu wollen, Systemrelavant, zum Wohle aller, blabla. PKVs sofort abschaffen bevor das Drama richtig los geht. Zusatzversicherungen müssen reichen.

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cwalana 08.03.2012, 12:00
4. Kein Mitleid...

...mit Zeitgenossen, die irgendwann mal meinten, sich aus der Solidargemeinschaft verabschieden zu können, um ein paar Euro zu sparen und nun plötzlich feststellen, dass die gesetzliche Krankenversicherung doch ein paar Vorteile bietet. Würden alle Bürger solidarisch in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen, wären die Beiträge niedriger.

Und eine Reform zu kritisieren, die dafür gesorgt hat, dass niemand ohne Krankenversicherung dasteht, ist geradezu hanebüchen. In den USA würde sich manch einer freuen, wenn er zumindest eine rudimentäre Form der Krankenversicherung hätte.

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schmitz-maier 08.03.2012, 12:02
5. Frage der Perspektive

Warum sollten all diese Menschen nun der gesetzlichen Versicherung zur Last fallen und gesetzlich Versicherte damit zum Opfer machen?

Ich sehe in dieser Entwicklung nur Positives und eine Gleichbehandlung der Versicherungen. Während die gesetzlichen Versicherungen heute Milliardenüberschüsse erwirtschaften, ist es mit den Rosinenpicken für die Privaten hoffentlich endgültig aus. Vielleicht sollte diese ihre Einsteigertarife einfach einmal kräftig erhöhen.

"Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren" passiert in dieser neoliberalen Republik dennoch viel zu oft.

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starsnake 08.03.2012, 12:02
6. zu einfach

Zitat von kein_gut_mensch
Opfer ist wohl etwas übertrieben und Mitleid hab ich auch nicht. Jahrelang will man das beste für sich allein und dann wenns nicht mehr läuft will man wieder ins gemeinschaftliche Auffangbecken. Und mit 50 kann ich dann schon erwarten das man sich vorher Gedanken darüber macht.
So einfach sollte man es sich nicht machen.
Wir alle haben ein gewisses Gefühl dafür, wie sich unsere Lebenshaltungskosten entwickeln und rechnen zu Recht nicht mit solchen immensen Erhöhungen innerhalb kürzester Frist. Von daher geht Ihre Einschätzung ziemlich an der Sache vorbei.

Wir haben doch überall auch immer das Soziale , die soziale Gerechtigkeit im Blick, warum nicht hier ? Und helfen den Leuten aus dem Schlamassel. Eine solche brutale Entwicklung war nicht vorher zu sehen, da kann man nicht noch draufhauen.

Außerdem wird es auch noch ganz andere , besser Verdienende treffenund dann kocht es bestimmt über. Aber vielleicht will die Politik das ja, um dann "gnädigerweise" die Probleme der PKV zu lösen und damit gleichzeitig diese im Grunde ungeliebte Versicherung endgültig zu entsorgen.
Gruß

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noritz 08.03.2012, 12:02
7. Opfer sind nicht die 150000

sondern diejenigen, die NOCH zahlen können und jetzt deutlich mehr zahlen. Für die 150000 mit.

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johnbatz 08.03.2012, 12:03
8. Erst alles billig wollen

Erst alles billig wollen und sich dann wundern, jedoch nicht ohne die Jahre vorher ständig herumgeprollt zu haben: "Ihr seid doch alle blöd, ich bekomme für weniger Geld soviel mehr Leistung und muss beim Arzt nicht warten". Am Ende kommt aber die gleiche Rechnung für alle. Und die soll jetzt nicht mehr bezahlt werden? Warum nicht von dem Geld, das vorher gespart wurde?

Nehmt endlich mal euer Leben selbst in die Hand und lebt mit euren Entscheidungen. Wer PK will und sie sich dann nicht mehr leisten kann ist eben nicht versichert. Der zahlt beim Arzt in Bar und ohne Geld gibt es eben keinen Arzt. Das ist Freiheit, die Freiheit zu wählen. Geht in USA auch und das Land ist deswegen nicht untergegangen.

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les2005 08.03.2012, 12:06
9. Opfer von Ulla Schmidt?

Zitat von sysop
Sie zahlen keine Beiträge mehr, aber rauswerfen dürfen die Krankenkassen sie nicht: Privatversicherte, die sich ihre Police nicht mehr leisten können, sind das Strandgut der letzten Gesundheitsreform von Ulla Schmidt. Schon 150.000 Deutsche sind davon betroffen.
Wohl eher Opfer ihrer eigenen Habgier und Dummheit. Solange man jung ist und gut verdient will man die Vorteile für sich alleine genießen, sicher oft auch nach dem Motto "Ich find später schon wieder einen Weg zurück in die Gesetzlichen". Pech gehabt.

Wer mir leid tut, sind dienigen, die aus Unwissenheit und schlecht verdienender Selbständiger in diese Situation gerutscht sind. Aber die große Mehrheit dürfte doch diejenigen ausmachen, die besonders schlau - und unsolidarisch - sein wollten.

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