Forum: Wirtschaft
Pleite von Germania und Flybmi: Braucht Deutschland 39 Regionalflughäfen?
imago/Fotoagentur Nordlicht

Nur zwei Airlines haben Rostock-Laage angesteuert - beide sind pleite. Der Flughafen bangt um seine Existenz und hofft auf neues Geld vom Land. Der Fall wirft erneut die Frage auf, ob der Betrieb solcher Kleinst-Airports sinnvoll ist.

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Dieter Koll 19.02.2019, 13:29
140. Ist doch....

Zitat von Wolfgang Probstmeier
Von Rostock aus zum BER sind es 256 km und zum Hamburger Flughafen 180 km. Ist es da nicht verständlich, wenn gerade Geschäftsleute sich auch in der Region einen Flughafen mit etlichen Direktverbindungen wünschen? Welches Unternehmen, dass nicht nur regional aufgestellt ist, soll sich sonst in Rostock ansiedeln?
alles bestens.... dann sollen eben die Geschäftsleute den Betrieb bezahlen. Somit sind alle Probleme gelöst. Und die Airlines scheinen sich ja darum zu reißen, in Rostock abfliegen zu dürfen.... also win-win

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lilioceris 19.02.2019, 13:30
141. Exakt.

Zitat von hman2
Entschuldigung, man kann nicht beides haben. Auf dem Land wohnen UND super Verkehrsanbindung haben.
Von Kassel 1 Stunde bis Hannover Hbf, dann noch mit der S-Bahn nach Langenhagen. Machbar.

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kloppskalli 19.02.2019, 13:31
142. Ja, kein wunder..

"Nur zwei Airlines haben Rostock-Laage angesteuert - beide sind pleite." Kein Wunder, dass die pleite sind!

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muunoy 19.02.2019, 13:31
143. Die Diskussion hier nervt

Ist sie doch von vielen Foristen sehr egozentrisch geführt. Selbstverständlich sind viele Regionalflughäfen auch dann dringend erforderlich machen, wenn sie Verluste machen. Die Anbindung ans Luftverkehrsnetz ist aus wirtschaftlichen Gründen für viele Regionen außerordentlich wichtig. Ich bin beruflich z. B. auf den Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) angewiesen. Leider durfte der auf Druck der Grünen die Starbahn nicht verlängert. Die Grünen wollen den Flughafen auch schließen. Begründet wird dies immer mit fehlenden Touristen. Komisch, die Typen (sind fast kaum Frauen dabei), die man morgens zwischen 6 und 7 im Flieger trifft, sind für Touristen ziemlich seltsam gekleidet. Wichtiger als die Flughäfen selbst sind jedoch Fluggesellschaften, welche zu den Tagesrandzeiten die Hubs anfliegen. Das machen viele Fluggesellschaften falsch, weil sie sich nur auf Touristen konzentrieren und mittags die Gebühren für die Slots günstiger sind. In Rostock hätte es gelingen müssen, die Lufthansa dazu zu bringen, FRA und MUC zu den Tagesrandzeiten zu bedienen. Eigentlich müsste das Bundesland McPom vor Kraft nur so strotzen. Wirtschaftlich hat man dort super Bedingungen, um Unternehmen anzusiedeln. Aber es ist eines der ärmsten Bundesländer, weil man dort nur sehr schlecht hin und wieder weg kommt. Das Grand-Hotel Heiligendamm hatte auch vergessen, dass die Jet-Set Touristen schnell hin kommen müssen.
Und wer hier mal wieder fordert, dass die Unternehmen die Flughäfen finanzieren müssen, wenn sie diese brauchen: Das tun sie bereits über ihre Gewerbesteuer. Dazu kommen die Gebühren pro Passagier (natürlich auch für Fracht), die der Flughafen einnimmt. Dazu kommt dann noch die Ticket-Steuer. Und es heißt hier auf SPON doch so oft, wir bekämen für unsere Steuern die Infrastruktur, was leider für die meisten Infrastrukturnetze gar nicht stimmt. Das Straßennetz wird vom Autofahrer z. B. überfinanziert, weil die Autofahrer fürs Autofahren weitaus mehr an den Staat abdrücken, als dieser für Straßenbau und -unterhalt ausgibt. Aber auch das Schienennetz wird aus dem allgemeinen Steueraufkommen querfinanziert. Wollen die Foristen daher die Bahn auch abschaffen? Und was ist mit dem ÖPNV? Der wird zumeist auch aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert. Wenn also ein Teil der Gewerbesteuerzahlungen von Unternehmen verwendet wird, diesen eine Infrastruktur bereit zu stellen, um diese Steuern erwirtschaften zu können, dann ist dies absolut korrekt.

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Hans-Dampf 19.02.2019, 13:34
144.

Zitat von hexagon7467
Was sich nicht rechnet, muss geschlossen werden. Egal ob Flughafen, Bergwerk oder Schwimmbad,
Wenn es nach Ihnen ginge, müsste fast der gesamte ÖPNV eingestellt werden, der ist nahezu überall defizitär.

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Hans-Dampf 19.02.2019, 13:36
145.

Zitat von mlarsen
Von Kassel nach Frankfurt (größter Flughafen) sind es gerade mal zwei Stunden. Das ist keine "ewig lange Strecke".
Bei Kassel fällt mir einiges ein, aber nicht "Landbevölkerung".

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karlo1952 19.02.2019, 13:38
146. @ 115. Nein,Zubringerflüge braucht es nicht.

Dafür reichen auch Zubringerzüge, mit deren Infrastruktur noch weitere Vorteile für den Regionalverkehr entstehen. Die Kosten eines Flughafens sind da viel zu hoch mit der Personalvorhaltung für Gepäckabfertigung, Fluggastkontrolle , Flugabfertigung und Sicherheitspersonal.

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unglaublich_ungläubig 19.02.2019, 13:39
147. Brauchen? Nein. Wollen? Ja.

Mit dem Argument relativ geringer Nutzungszahlen könnte man vielen Regionen die Erschließung per Autobahn und ICE absprechen. Es ist aber Aufgabe des Staates, die Lebensbedingungen anzugleichen. Auch rund um Saarbrücken muss man in endlicher Zeit in Berlin sein. Wer nicht will, dass diese Regionen vergreisen und aussterben, muss ihnen Infrastruktur gönnen. Zentralisierung ist bei Verkehr meist Quatsch.

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der_rookie 19.02.2019, 13:39
148. Hm

Bitte Staatsbuergschaften (etc.) und alle staatlichen Notfallunterstützungen für Flughäfen mit z.B. Weniger als 5 Mio Passagieren in den letzten 5 Jahren verbieten. Wenn es dann Geld- oder Kreditgeber gibt die so einen Flughafen am Leben halten, okay. Wenn nicht, dann nicht. Dann ist es billiger wenn die lokale Wirtschaft ihre kritischen Ersatzteile per Hubschrauber auf den Firmenparkplatz anfliegen lässt - dafür braucht es keinen Flughafen.

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Dieter Koll 19.02.2019, 13:40
149.

Zitat von aufgemerkt
Wie schade, dass der Artikel sich mit der Hälfte der notwendigen Informationen begnügt. Dadurch wird er polemisch. Ich sage nicht, dass die Schlussfolgerungen, die er zieht, ungenügend sind. Aber ich wüsste als Leser doch gern: 300.000 Passagiere - was bringen die an Geldern in die Region? Touristen: Übernachtungen, Mietwagen, Essen, Taxis ... Business: Spesen, Übernachtungen, Geschäftsabschlüsse ... Wie viel kommt hierdurch an Geld zurück in die Region - und dadurch an Steuergeldern herein? Was bringt der Flughafen durch Frachtmaschinen in die eine oder andere Richtung? So, und wenn man das alles weiß, dann kann man neu rechnen. - Ich bezweifle, dass der Flughafen den Steuerzahler damit immer noch so viel kostet, wie der Artikel durchblicken lässt.
egal was die bringen...... die Airlines sind pleite und andere wollen da nicht hinfliegen. Die Touristen, die da hinwollen, fahren auch mit der Bahn oder mit dem Auto.
Einen Flughafen zu betreiben für weniger als 1000 Menschen pro Tag ist Irrsinn. Das sind bei 15 Stunden Flugbetrieb gerade mal 66 Passagiere pro Stunde, also nicht mal eine ausgebuchte Maschine.

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