Forum: Wirtschaft
Pleite von Germania und Flybmi: Braucht Deutschland 39 Regionalflughäfen?
imago/Fotoagentur Nordlicht

Nur zwei Airlines haben Rostock-Laage angesteuert - beide sind pleite. Der Flughafen bangt um seine Existenz und hofft auf neues Geld vom Land. Der Fall wirft erneut die Frage auf, ob der Betrieb solcher Kleinst-Airports sinnvoll ist.

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frank.huebner 19.02.2019, 13:42
150. Wenn es die Regionen wollen...

die Regionalfloghäfen knnen natürlich bestehen bleiben, es darf anber kein Zuschussgeschäft aus Steuermitteln werden. Es sind wirtschaftliche Unternehmen, und wenn sie nicht lebensfähig sind, dann müssen sie halt schließen.

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Newspeak 19.02.2019, 13:44
151. ...

Zitat von Hoellenhagen
Solln Sie doch. Wenn Sie es selbst zahlen. Infrastruktur lohnt immer - auch wenn die betriebswirtschaftlichen Zahlen nicht stimmen. In USA hat jede Kleinstadt einen Flughafen für die Bürger und deren Flugzeuge.
Sie zahlen es aber nicht selbst. Subventionen = Steuergeld.

"Der Fall wirft erneut die Frage auf, ob der Betrieb solcher Kleinst-Airports sinnvoll ist."

Nein. Fuer solche Art Verschwendung sollten Staatsanwaelte aktiv werden. Ich glaube ausserdem, dass in einer Mehrheit der Faelle dieser Lokalflughaefen Korruption mit im Spiel ist.

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b1964 19.02.2019, 13:44
152. Falsch!

Zitat von hman2
Nein, denn die kleinen Flughäfen haben keine Start-/Landebahnen für große Maschinen.
Gerade die kleinen Flughäfen (Verkehrslandeplätze) haben, wenn sie aus früheren Militärflugplätzen hervorgegangen sind, in der Regel die längsten Start- und Landebahnen. Eine Kampfjet benötigt eine Bahn von über 2.500 m Länge! Das macht sie ja auch vordergründig so attraktiv zum Weiternutzen bzw. Ausbau. Das Problem liegt vielmehr in den teuren Investitionen in die Verbreiterung der Landebahnen, denn diese entsprechen nicht den ICAO-Anforderungen. Auch die Einrichtungen für den Instrumentenflug sind teuer. Daran scheitert es eher!

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hexagon7467 19.02.2019, 13:44
153.

Zitat von Hans-Dampf
Wenn es nach Ihnen ginge, müsste fast der gesamte ÖPNV eingestellt werden, der ist nahezu überall defizitär.
ÖPNV ist ja in der Regel kein Privstumternehmen , sondern kn. Öffentlicher Hand.
Hier sind Subventionen nicht zu vemeiden, da ja der größte Konkurrent (Autoverkehr) ja massiv subrventioniert wird.
Wenn der Autofahrer die Kosten tragen müsste, die er verursacht, sähe die Sachenanders aus.

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g_bec 19.02.2019, 13:44
154. Ähem,

Zitat von hman2
Nein, denn die kleinen Flughäfen haben keine Start-/Landebahnen für große Maschinen.
Ähem, also in Trollenhagen konnte weiland die AN-124 landen, logisch, war ja ein Ex-Militärflugplatz. In Laage landen auch regelmäßig größere Bw-Flieger. Also gerade die (Ex-)Militärplätze sollten für größere Maschinen durchaus geeignet sein.

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Orca20094 19.02.2019, 13:45
155. Mit Ihrer Argumentation

Zitat von touri
Wir reden hier von Infrastruktur, die muss nicht zwangsläufig kostendeckend arbeiten. Oder wie berechnen Sie den Gewinn, den eine Autobahn erwirtschaftet? Man muss an der Stelle auf den gesamtwirtschaftlichen Nutzen schauen und prüfen ob der Aufwand diesen rechtfertigt.
kann man selbst einen Bahnhof komplett renovieren und mit Personal besetzen, obwohl die Strecke von keinem Zug mehr befahren wird. Eine im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge der Allgemeinheit zur Verfügung Autobahn ist etwas anderes als ein Flugplatz, der mangels Flugzeugen nur noch für Privatflieger auf Kosten der Allgemeinheit betrieben wird.

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markus_wienken 19.02.2019, 13:45
156.

Zitat von Dieter Koll
alles bestens.... dann sollen eben die Geschäftsleute den Betrieb bezahlen. Somit sind alle Probleme gelöst. Und die Airlines scheinen sich ja darum zu reißen, in Rostock abfliegen zu dürfen.... also win-win
Warum sollte die Firmen das tun?
Sie werden sich andere Standorte suchen, die auf ihre Belange mehr Rücksicht nimmt.
Das mit den Provinzflughäfen und der Politik ist ein schrieriges Thema, auf der einen Seite möchte man auch die infrastrukturschwachen Gebiete anbinden und für die Bürger attraktiv machen und gestalten, auf der anderen Seite stehen die Kosten.
So oder so ist es eine Gratwanderung.
Grundsätzlich:
Ob 39 Regionalflughäfen in Deutschland wirklich notwendig sind, darüber kann man sicherlich und zu Recht diskutieren und muss im Einzelfall entschieden werden.

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tb59427 19.02.2019, 13:47
157. Freizügigkeit ist auch ein Faktor

Alles, was in dem Artikel steht, unterschreibe ich sofort. Ein Aspekt, der hinzukommt: jeder dieser Flughäfen schränkt die Freiheit des individuellen Flugverkehrs durch zum Teil riesige Lufträume ein, für die man eine Flugverkehrskontrollfreigabe benötigt. Die gibt's aber nur, wenn der Lotse, der in diesem Sektor Dienst tut, die notwendige Kapazität dafür hat. Mir persönlich ist es am Hahn schon mehrfach passiert, dass ich aussen um den Luftraum herum fliegen musste, weil EINE (!!) Ryanair-Maschine irgendwo im Anflug war und der Lotse eigentlich etwas ganz anderes machen musste. Man stelle sich vor: die A57 wird für den Individualverkehr gesperrt, weil DHL mit 5 Gigalinern unterwegs ist. Klingt lächerlich? Stimmt. Ist am Himmel aber genau so. Jeder von diesen Winzflugplätzen, der verschwindet ist ein Gewinn für die allgemeine Luftfahrt.

Die Geschichte vieler kleiner Flugplätze ist die Geschichte von Gier, die Ehrenamtler vertreibt. Die meisten Verkehrslandeplätze werden mehr oder minder (manche mehr, manche weniger) von Ehrenamtlern betrieben. So entsteht ein Infrastruktur-Element und ein Platz für Luftsport, der das Umland und die Steuerzahler meist gar nichts kostet. Dann kommt irgendwann ein Politiker und meint, bei sich vor der Haustür Frankfurt/Main nachbauen zu müssen. Die Ehrenamtler und Freiwilligen werden vertrieben, jetzt muß man all die Infrastruktur bezahlen, die vorher umsonst war. Einziger Ausweg (die Ehrenamtler zurück zu holen ist unter der Ehre der handelnden Personen): Größer machen, damit endlich 1mio Menschen ab Pusemuckel fliegen. Tja, und da kommt dann am Ende sowas heraus, wie Rostock, Kassel, Lübeck, Memmingen, Weeze, Saarbrücken usw. usf.

Gruß
Torsten

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heine49 19.02.2019, 13:53
158. Das Problem sitzt tiefer

Brauchen wir 16 (in Worten: sechsen) Bundesländer mit Landesfürsten und Landgrafen, die analog der Feudalzeit Steuergelder für ihre persönlichen Prestige- resp. Wahlkampfzwecke vergeuden?

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heine49 19.02.2019, 13:55
159. Das Problem sitzt tiefer

Brauchen wir 16 (in Worten: sechsen) Bundesländer mit Landesfürsten und Landgrafen, die analog der Feudalzeit Steuergelder für ihre persönlichen Prestige- resp. Wahlkampfzwecke vergeuden?

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