Forum: Wirtschaft
Pleite von Germania und Flybmi: Braucht Deutschland 39 Regionalflughäfen?
imago/Fotoagentur Nordlicht

Nur zwei Airlines haben Rostock-Laage angesteuert - beide sind pleite. Der Flughafen bangt um seine Existenz und hofft auf neues Geld vom Land. Der Fall wirft erneut die Frage auf, ob der Betrieb solcher Kleinst-Airports sinnvoll ist.

Seite 17 von 28
Braveheart Jr. 19.02.2019, 13:55
160. Da in den Flugtickets ...

... oft die Weiterreise mit der Bahn zum Endziel schon eingepreist ist, sollte man Nägel mit Köpfen machen und alles unter ein Dach bringen. Die Bahn hat ja dreißig Jahre lang geträumt, der ICE wäre das bessere Flugzeug; Jetzt darf sie beweisen, daß regionale Flughäfen mit klug verzahnten Verbindungen sowohl den Fernverkehr unterstützen als auch große Flughäfen entlasten können. Probleme? Nicht wenn das Projekt von Ronald "The Donald" Pofalla dirigiert wird. Der kann das ...!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fellmonster_betty 19.02.2019, 13:56
161. eindeutig nein!

besser nur, wenn die Bahn den Flughafen anfährt. alles andere ist schwierig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erinnye 19.02.2019, 13:58
162. also nicht, dass es mich etwas anginge

aber um die Kosten von BER könnte man flächendeckend jeden Ort > 100 000 EW mit einem Flughafen versorgen. Käme vermutlich immer noch günstiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lebeinabsurdistan 19.02.2019, 14:01
163. Kein Plan

Wie in so vielen Bereichen in unserem Land, gibt es scheinbar keinen Plan.
ich wuerde vermuten, es sollte einen ueberregionalen Verkehrsplan mit allem, was dazugehört, beim Bund geben.
Wie kann es denn sein, dass auf Landesebene die Flughafenfrage geregelt wird, wenn u.U. zwei Flughäfen in zwei unterschiedlichen Bundesländern gerade mal 50-100 km auseinander liegen?
Ich stelle mir ein Verkehrsministerium derart vor, dass die dortigen Mitarbeiter - die in irgendeiner Form Fachleute sein sollten - einen uebergreifenden Ueberblick ueber die Situation in Deutschland (idealerweise auch EU) haben, wenn ueber irgendwas entschieden wird. Da kann man dann auch sagen, in X brauchen wir keinen Flughafen weil.... Das sollte dann Hand und Fuss haben und fuer die Mehrheit verständlich sein. Auch der Bund sollte haushalten, wie ein Unternehmen.
Wahrscheinlich zu naiv gedacht.
Konzentration auf die "grossen" Flughäfen bringt ueberhaupt nichts, wenn deren Auslastung schon am Limit ist und die Gebuehren so hoch, dass eine kleine Airline dort nicht operieren kann. Wer immer auf dem Vorfeld in FRA steht und die Passagiere schon 10 Minuten vom Flieger zum Terminal brauchen, der kann nicht konkurrenzfähig sein. Wenn ein Bahnticket zu einem Grossflughafen IMMER teuer ist und es NIE einen Sonderpreis gibt, dann ist das uninteressant fuer nahezu jeden, weil nahezu jeder auf den EURO schauen muss, weil man sich Mobilität - egal ob per Auto, Bahn oder sonstwie, teuer erkaufen muss. Wenn es zu einem Kleinflughafen schon gar keine oder wenige ÖPNV Möglichkeiten gibt, dann ist dieser Flughafen unattraktiv. Man (Unternehmer, Kunden ....) rennt heute ueberall gegen die Wand. Mobilität ist heutzutage ueberlebenswichtig: fuer Unternehmen und Arbeitnehmer...eigentlich jeden. Sie kann in nicht gesichert werden.
Es ist vollkommen wurscht, ueber was man in welchem Forum diskutiert. Die Grundstrukturen des Lebens im 21. Jahrhunderts scheinen in diesem Land (ich sage nicht, dass es andernorts anders ist) nicht mehr zu erreichen sein. Es wird offensichtlich alles zum Problem in unserer modernen Welt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mertrager 19.02.2019, 14:02
164. Total verrückt

Dasz diese Flughäfen schon den Flugbetreib aufgenommen haben. Bin zuletzt auf der Landebahn des BER angekommen und dann in einer zwanzigminütigen Busfahrt nach Schönefeld gefahren worden. Da könnte eine Landung in Groß Drewitz durchaus eine Alternative sein. Nur hier fehlt leider die Infrastruktur. Das ganze Grenzgebiet zu Polen ist straßenmäßig schlecht erschlossen. Sogar die Autobahnen sind schwach. Und BER eine Katastrophe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mullertomas989 19.02.2019, 14:04
165. Was wir wirklich brauchen.....

.... ist eine deutliche Anhebung der Flugpreise. Nicht nur wird der Flugverkehr übe die vielen kleinen Airport vom Steuerzahler krass gefördert, auch sonst ist es ein sehr ungleicher Wettbewerb zwischen dem Flieger und der Bahn! Die Airlines müssen etwa keine Steuern auf das Kerosin zahlen. Außerdem werden die ganzen externen Kosten der Fliegerei brav vom Steuerzahler übernommen. Die Bahn dagegen erhält seit Jahrzehnten viel zu wenig Geld vom Staat für eine leistungsfähige Infrastruktur. Am Ende loben die Bürger das (günstige) Fliegen und meckern über die Bahn. Ja, wen wundert's??? Das ist politisch so gesteuert......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jj2005 19.02.2019, 14:17
167. Kerosinsteuer

Zitat von mullertomas989
Nicht nur wird der Flugverkehr übe die vielen kleinen Airport vom Steuerzahler krass gefördert, auch sonst ist es ein sehr ungleicher Wettbewerb zwischen dem Flieger und der Bahn! Die Airlines müssen etwa keine Steuern auf das Kerosin zahlen. Außerdem werden die ganzen externen Kosten der Fliegerei brav vom Steuerzahler übernommen. Die Bahn dagegen erhält seit Jahrzehnten viel zu wenig Geld vom Staat für eine leistungsfähige Infrastruktur. Am Ende loben die Bürger das (günstige) Fliegen und meckern über die Bahn. Ja, wen wundert's??? Das ist politisch so gesteuert......
Richtig, wir brauchen eine saftige Kerosinsteuer! Falls sich die Flughäfchen dann trotzdem noch lohnen, sollen sie halt offenbleiben. Auf keinen Fall aber Subventionen aus Steuergeldern! ("Ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand von zuletzt 2,8 Millionen Euro per annum hätte der zivile Flughafen längst dichtmachen müssen").

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegerlguckerl 19.02.2019, 14:24
168. Gäbe es in Deutschland

ein modernes funktionierendes Bahn- und Personennshverkehrsnetzwerk bis hinein in den entlegendsten Gegenden, bräuchte es nur ein Drittel von 39 Flughäfen, oder gar weniger. Fehlgeleiteter, kaputtsparender, und dogmatisch rigider Austeritätswahnsinn, Kurzsichtigkeit und obstinater Widerstand gegen radikale Erneuerung sorgen bis heute dafür, dass eine Infrastruktur die dem 21. Jahrhundert entspricht in Deitschland weiterhin unmöglich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bernstein9 19.02.2019, 14:25
169. Standortvorteil

Für Unternehmen bestimmter Größe ist es ein Standortfaktor, ob man relativ schnell z.B. mit einem Privatflieger in andere Standorte fliegen kann. Hält man das Angebot nicht aufrecht, ist halt dann schnell mal die Firmenzentrale weg. Typisches Beispiel ist Brose in Coburg und Bamberg. Letztendlich kann man den Verlust also mit Steuereinahmen der Unternehmen ausgleichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 17 von 28