Forum: Wirtschaft
Pleite von Germania und Flybmi: Braucht Deutschland 39 Regionalflughäfen?
imago/Fotoagentur Nordlicht

Nur zwei Airlines haben Rostock-Laage angesteuert - beide sind pleite. Der Flughafen bangt um seine Existenz und hofft auf neues Geld vom Land. Der Fall wirft erneut die Frage auf, ob der Betrieb solcher Kleinst-Airports sinnvoll ist.

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three-horses 19.02.2019, 12:15
30. Verluste machen alle.

Zitat von nadennmallos
... denn sie machen nur Verluste.
Abgesehen von der Umwelt, wer schon mal von so einem "klein" Flughafen geflogen ist, sehnt sich sicher nicht nach Frankfurt/Stuttgart/...auch kleine Abenteuer sind möglich. Am Rande von Flugfeld über eine Malerleiter aussteigen und zu Fuß bei Regen Richtung Koffer Band zu latschen. Auch Lustiges kann man erleben.
In Zeiten von Ali, die Frage, ob man von Kanaren kommend, was von der so billige Elektronik dort, was verzollen will. Unterhaltung um Mitternacht.

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motzkistenbewohner 19.02.2019, 12:17
31. Landebahn gleich Autobahn oder Bahnstrecke

Natürlich sollen die Regionalflugplätze zugemacht werden, wozu braucht die Provinz schnelle Infrastruktur? Ja, zeiht alle in die Ballungsräume und macht dort eure Läden auf. >> Ironie aus......
Wir brauchen eine schnelle Anbindung der Fläche an die Dehkreuze, egal ob das Schnellfahrtrassen der Bahn oder Flugverbindungen sind. Es ist zwar richtig, daß man heute fast alles über Internet und Videoschalte diskutieren kann, aber nach wie vor ist das persönliche Gespräch im Geschäftsleben wichtig. Aber auch der Urlaubsflug ist wichtig. Wenn man 8 bis 10 Stunden braucht um zu einem Flughafen zu kommen, um dann 2 bis 3 Stunden nach Mallorca zu fliegen, brauche ich keinen Urlaub zu machen.
Aber in unserer Missgunstgesellschaft zählt Reisegeschwindigkeit und -komfort grundsätzlich zum Luxus, und der muß abgewürgt werden.
Sollen die Bosse und Bonzen doch im Regionalzug fahren; sollen die auch mal ein bisschen leiden. Ganz toll, wenn man für ein Dreistundenmeeting zwei Tage unterwegs ist, überlege ich mir es dreimal ob ich in dem Provinzkaff einen Euro investieren werde.
Hauptsache die gleichen Vögel, die den Regionalflugplatz und die Schnellbahntrasse vehement ablehnen und bekämpfen, beklagen sich über das Aussterben der Provinz und die Preisexplosion in den Ballungszentren.
Allerdings muss man fairerweise dazu sagen, daß die Fluglinien es auch nicht hinbekommen haben den Kosten entsprechend zu wirtschaften. Ein 50-Sitzer-Jet der mit 15 Paxen besetzt ist, ist unrentabel. Aber eine Do228-NG mit 19 Sitzen, die nur eine halbe Stunde länger unterwegs ist, wäre fast voll und verbraucht nur einen Bruchteil des Treibstoffes.
Dann hätte der Herr Landrat aber keine Jets auf dem Vorfeld stehen...

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hardeenetwork 19.02.2019, 12:17
32. Kostendeckend

Arbeitet ein Betrieb nicht wenigstens kostendeckend, muss er schliessen oder sich private Sponsoren suchen. Kann ja nicht sein das der Steuerzahler für diese unnötige Misswirtschaft aufkommen muss.

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mantrid 19.02.2019, 12:19
33. Touristen-Airport Rostock?

Das der Flughafen Rostock für den Toruismus von existenzieller Bedeutung sein soll, hält doch keinem Faktencheck stand. Wenn die Dinger dauerhaft Miese machen, ist das ein Zeichen, das keine ausreichende Nachfrage vorhanden ist. International betrachtet sind Fahrzeiten von 2-3 Stunden zum nächsten Flughafen Standard. Für Rostock kommen da Berlin und Hamburg in Frage. Ähnlich dürfte es bei den vielen anderen kleinen Flughäfen gelagert sein.

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cpt.z 19.02.2019, 12:20
34. Infrastruktur ist Staatsaufgabe

Die Aufgabe ist es Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch ein Flughafen. Der Ostseeraum ist ohne Flughafen in Rostock darauf angewiesen auf Berlin oder Hamburg auszuweichen. Von da ist es zur Insel Rügen zum Beispiel jeweils über 200km. Ich kann nicht nachvollziehen, dass hier Rentabilität zum Argument gemacht wird. Eine Autobahn wirft doch auch keinen Gewinn ab und wird dennoch gebaut. Infrastruktur ist eine Grundvoraussetzung und sollte Staatsaufgabe sein. 2 Mio pro Jahr ist selbst im MVP Landeshaushalt doch nun wirklich kein Aufwand.

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Airkraft 19.02.2019, 12:21
35. Mit Sicherheit...

Zitat von Hoellenhagen
Solln Sie doch. Wenn Sie es selbst zahlen. Infrastruktur lohnt immer - auch wenn die betriebswirtschaftlichen Zahlen nicht stimmen. In USA hat jede Kleinstadt einen Flughafen für die Bürger und deren Flugzeuge.
Mit Sicherheit keinen Flughafen, wohl eher eine(n) Landebahn/Landeplatz. Flughafen ist etwas ganz anderes!

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ghdstz 19.02.2019, 12:21
36. Gesundschrumpfen

Ein nur mittelgroßes Land mit guter sonstiger Verkehrsinfrastruktur braucht bestimmt nicht mehr als 20 Verkehrsflughäfen. Und man braucht auch nicht mehr sondern weniger Flüge. Neben Überkapazitäten sollten auch völlig unzeitgemäße Subventionen abgebaut werden. Die Steuerfreiheit für Flugbenzin wurde vor Ewigkeiten mal eingeführt um die damals noch dringend notwendige Entwicklung des Flugverkehrs zu fördern. Heute kann von einer solchen Notwendigkeit schon lange keine Rede mehr sein, und Flüge nach Malle für nur 19 Euro sind asozial weil zu Lasten der Umwelt und der Allgemeinheit. Also die Mineralölsteuer für Kerosin (abgestimmt mit der EU) stufenweise bis auf das im Strassenverkehr übliche Maß anheben ! Steuerfreiheit nur für sauberes und mit regenerativen Energien produziertes eFuel, welches dringend gefördert werden sollte - sowohl für den Strassen- als auch für den Flugverkehr.

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Cannonier 19.02.2019, 12:21
37. Am Ende muss der Steuerzahler

....JA, der Steuerzahler MUSS sowieso. Ob indirekt via Landesmittel zu den Betriebsausgaben z.B. hundert Festangestellte bezahlen ODER die nun wohl arbeitslosen Festangestellten alimentieren. Oder ihnen gar ein bedingungsloses Grundeinkommen bezahlen.

Am Ende MUSS der Steuerzahler sowieso :)

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frank_n_furter 19.02.2019, 12:23
38. Absurde Kleinstaaterei

Selbstverständlich braucht Deutschland nicht 39 Flughäfen. Das ganze Elend hat viel mit der Zuständigkeit der Länder zu tun. Deutschland, Europa und die Welt braucht einen sinnvoll organisierten Luftverkehr, wo sich die Airlines nicht gegenseitig das Wasser abgraben und nebeneinander her fliegen. Die Airlines müssen ausreichend Gewinn erwirtschaften, um ihre Flotten laufend modernisisern zu können. Die Flughäfen müssen vernünftig vernetzt und gut erreichbar sein, vor allem mit optimaler Anbindung an ÖPNV und Bahn.
Alle Verkehrsinvestitionen müssen langfristig prognostiziert, geplant und abgestimmt werden. Eigentlich alles ganz einfach. In einer Diktatur.

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Gluehweintrinker 19.02.2019, 12:24
39. Wir sind eindeutig überversorgt

Zitat: "Braucht Deutschland dieses ewige Gemecker über alles und über jeden? Solln Sie doch. Wenn Sie es selbst zahlen. Infrastruktur lohnt immer - auch wenn die betriebswirtschaftlichen Zahlen nicht stimmen. In USA hat jede Kleinstadt einen Flughafen für die Bürger und deren Flugzeuge." Sie übersehen dabei den klitzekleinen Schönheitsfehler, dasa die Flughafendichte in den USA aufgeschlüsselt nach Bevölkerung deutlich weniger hoch ist als in Deutschland. Zwar gehörte in Nordamerika das Flugzeug schon viel länger zu den gängigen Verkehrsmitteln, schon aufgrund der Entdernungen, jedoch haben wir mehr Flughäfen, auf Fläche und Einwohner gerechnet. Es sind also tätsächlich vermeidbare Milliardengräber, die sich geltungssüchtige Provinzfürsten in die Pampa pflastern lassen.

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