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Pleitewarnung: Verbraucherschützer gehen juristisch gegen Prokon vor
DPA

Neuer Ärger für Prokon: Der von der Pleite bedrohte Ökokonzern mache "in unangemessener Weise" Druck auf Anleger, kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Verbraucherschützer wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen erwirken.

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Andreas J. 16.01.2014, 16:36
1. Na ja, wer da Geld angelegt hat...

... ist an sich selber Schuld. Auch ich hatte die Anzeigen gesehen, aber mein Geld nicht angelegt wegen zu hoher Zinsen im Verhältnis zum Business.
Nun warnt Prokon seine Anleger, dass sie Insolvenz anmelden müssen, wenn bestimmte Sachverhalte eintreten. Warum sollen sie das nicht dürfen? Wie soll nach den Verbraucherschützern denn eine solche - in meinen Augen dringend notwendige - Warnung den aussehen?

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autogene 16.01.2014, 16:44
2. Stampede

In dieser Gemengelage kann der Einsatz der Juristen nur als Startschuss zur Flucht - mit dem Ziel Totalverlust - verstanden werden.

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proanima 16.01.2014, 16:47
3. ?

Zitat von sysop
Neuer Ärger für Prokon: Der von der Pleite bedrohte Ökokonzern mache "in unangemessener Weise" Druck auf Anleger, kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Verbraucherschützer wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen erwirken.
Also die Vorwürfe dieser selbst ernannten Verbraucherschützer sind lächerlich und wie in vielen anderen Fällen unbegründet.

Prokon stellt die Lage dar wie diese ist und dies ist legitim.

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tomcat2313 16.01.2014, 16:51
4.

Die Angst der Anleger ist wohl alles andere als unnötig. Also spielt man auch nicht mit ihr, wenn man bittet oder auffordert, zur Vermeidung einer Insolvenz die Anteile nicht zu kündigen. Effekthascherische Aktion der Verbraucherschützer ohne juristische Substanz.

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euronote 16.01.2014, 16:59
5. Sparbuch

legt euer Geld lieber auf das Sparbuch,da habt ihr zwar Verlust,aber es ist noch wenigstens was da.

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krueger-56 16.01.2014, 17:03
6. Prokon ist WindparkBETREIBER

Zitat von sysop
Neuer Ärger für Prokon: Der von der Pleite bedrohte Ökokonzern mache "in unangemessener Weise" Druck auf Anleger, kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Verbraucherschützer wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen erwirken.
Man sollte doch bitte Windparkfinanzierer und -betreiber auseinanderhalten. Prokon ist ja gerade kein Finanzakrobat, sondern hat das Geld der Anleger in Sachwerte gesteckt, die sich nun einmal nicht so schnell verkaufen lassen wie börsengängige Wertpapiere.

Genau das bringt die Firma jetzt in Schwierigkeiten, und so wird es wohl zur Insolvenz kommen, ganz egal was das Landgericht Itzehoe entscheidet. Immerhin ist mit dem (renovierten) deutschen Insolvenzrecht wohl davon auszugehen, das sich Prokons Windräder weiter werden drehen dürfen und auf diese Weise wenigstens ein paar Tonnen Braunkohle weniger verstromt werden.

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happy2010 16.01.2014, 17:07
7.

Zitat von proanima
Also die Vorwürfe dieser selbst ernannten Verbraucherschützer sind lächerlich und wie in vielen anderen Fällen unbegründet. Prokon stellt die Lage dar wie diese ist und dies ist legitim.
Prokon trat schon vor Jahren aus dem Verband erneuerbarer Energien aus.
Grund:
Der Verband EE bemängelte die Intransparenz und nicht Nachvollziehbarkeit der Rendite der Kundengelder

Seit 3 Jahren macht Prokon folgendes:

A: legt keine Zahlen vor, die Aussagekräftig sind
B: Überzieht alle mit Klagen bzw beschuldigt alle der Hetze

Frage: Wieso

Laut Prokon funktioniert es
Laut Prokon ist man ein Dorn im Auge der Konkurrenz
Laut Prokon ist die Konkurrenz neidisch

Ja warum um alles in der Welt legt man dann keine belastbaren Daten vor, dann wäre doch den ganzen Kritikern das Mundwerk gestopft

Antwort: Ganz einfach
Pyramidensystem

Und das wird auch bei Staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen rauskommen

Gestern im TV: Freunde von Prokon

O Zitat: Es ist Wagniskapital, wir haben den Verlust durchaus einkalkuliert
Selbst die begreifen es langsam

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Alamak 16.01.2014, 17:11
8. Prokons Schreiben (@ 1. und 3.)

Wer, wie Prokon das in seinem Schreiben tat, jene Anleger, die ihr Geld zurückhaben wollen, zwingt, diesen Satz anzukreuzen: "Mir ist bewusst, dass ich mit der Entscheidung für eine Planinsolvenz entscheidend zur Vernichtung eines zukunftsfähigen und nicht systemkonformen Unternehmens mit über 1300 Arbeitsplätzen beitrage." - der übt in der Tat einen moralischen Druck aus, der weder angemessen noch legitim ist, sondern zumindest hart an Nötigung grenzt.

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u.loose 16.01.2014, 17:12
9. Prokon?

Zitat von krueger-56
Man sollte doch bitte Windparkfinanzierer und -betreiber auseinanderhalten. Prokon ist ja gerade kein Finanzakrobat, sondern hat das Geld der Anleger in Sachwerte gesteckt, die sich nun einmal nicht so schnell verkaufen lassen wie börsengängige Wertpapiere. Genau das bringt die Firma jetzt in Schwierigkeiten, und so wird es wohl zur Insolvenz kommen, ganz egal was das Landgericht Itzehoe entscheidet. Immerhin ist mit dem (renovierten) deutschen Insolvenzrecht wohl davon auszugehen, das sich Prokons Windräder weiter werden drehen dürfen und auf diese Weise wenigstens ein paar Tonnen Braunkohle weniger verstromt werden.
Welches Prokom meinen Sie? Die GmbH die das Geld beschafft? Die GembH die die das Geld verteilt? Die GmbH die ein Windrad betreibt?

Prokon gibt es extrem viele - da wird man sicher Monate benötigen um die Besitzverhältnisse aufzuklären und ob die Geld Beschaffer GmbH überhaupt einen Anteil an den "Sachwerten" hat.

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