Forum: Wirtschaft
Pleitewarnung: Verbraucherschützer gehen juristisch gegen Prokon vor
DPA

Neuer Ärger für Prokon: Der von der Pleite bedrohte Ökokonzern mache "in unangemessener Weise" Druck auf Anleger, kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Verbraucherschützer wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen erwirken.

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mrmink 16.01.2014, 18:11
30. Gegen die Energiewende

Nachdem die PV-Branche kaputt gemacht worden ist, ist jetzt Windkraft dran. Eins muss man den Lobbyisten der großen Energiekonzerne ja lassen. Sie haben viel Fantasie, eine Menge Einfluß und haben schon viel für ihre Arbeitgeber erreicht.

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juharms 16.01.2014, 18:21
31. Ach herrje

Was passiert dort. Prokon zahlt seit Jahren zu hohe Zinsen und kann von daher keine Rücklagen aufbauen. die ÜBerschuldung einer Gesellschaft in der über 90 % Genussscheinkapital stecken, besteht auch nur juristisch. Denn Genussscheinkapital ist bei nicht Auszahlung der bevorzugten Verzinsung automatisch Eigenkapital. Eine Firma mit mehr als 90 % EK als überschuldet darzustellen, halte ich auch für sehr lustig. Normalerweise ist es legitim als Firma in einer dortigen Situation über einen Finanzplan zu sprechen.

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bikenstrings 16.01.2014, 18:21
32. Wir sollten vor den Verbr.-schützern geschützt werden

Wir Verbraucher sollten vor den Verbraucherschützern und den schlecht recherchierenden Journalisten geschützt werden, nicht vor Prokon. Prokon ist ein Vorbild. Deutschland sollte stolz auf Prokon sein. Jeder der die Gegenteilige Meinung vertritt, sollte sich auf der Website von Prokon gründlich informieren; auch die Journallie.

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DerDodga 16.01.2014, 18:27
33. Seufz

Zitat von mrmink
Nachdem die PV-Branche kaputt gemacht worden ist, ist jetzt Windkraft dran. Eins muss man den Lobbyisten der großen Energiekonzerne ja lassen. Sie haben viel Fantasie, eine Menge Einfluß und haben schon viel für ihre Arbeitgeber erreicht.
Ich weiss schon - die Gewinne bei großen Stormkonzernen sind selbstverfreilich nur den ganzen Geldern vom Staat zuzuschreiben, Verluste durch überraschenden Politikwechsel - z.B. in Sachen Kernenergie - selbstverständlich dem unfähigen Management.

Bei EE ist es genau andersrum: Da haben Subventionen natürlich NICHTS mit der Zukunftsfähigkeit von Firmen oder Gewinnen zu tun, und die ganzen Verluste kommen selbstverständlich ausschliesslich durch polistische Entscheidungen zu ungunsten dieser Firmen zustande - Managementfehler oder sowas gibt es in der Branche nämlich grundsätzlich nicht.

So wie ja auch die Schutzzölle auf Solarzellen selbstverständlich nicht etwa von Solarworld & Co. auf den Weg gebracht wurden, sondern insgeheim von RWE - und was Wirtschaftszeitungen schreiben, dass ist ja sowieso alles nur Propaganda...

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irgendwieanders 16.01.2014, 18:49
34. :d

Zitat von mrmink
Nachdem die PV-Branche kaputt gemacht worden ist, ist jetzt Windkraft dran. Eins muss man den Lobbyisten der großen Energiekonzerne ja lassen. Sie haben viel Fantasie, eine Menge Einfluß und haben schon viel für ihre Arbeitgeber erreicht.
Entschuldigung, aber diese Verschwörungstheorie ist entweder Ihrer Phantasie geschuldet, oder sie sind auch der Prokon-Gehirnwäsche unterzogen worden.

Die Wahrheit ist ganz einfach, Prokon hat Geld eingesammelt, mit Zinsversprechungen, die nicht aus den laufenden Gewinnen bedient werden können. Damit ist es notwendig, immer mehr Geld einzusammeln, als man ausbezahlen muss um die Zinsen zu bedienen. Das hat nicht mehr geklappt, und damit ist der Ofen aus. Sthet übrigens in den Zahlen die Prokon zur Verfügung stellt.

Sollten die bösen Energiekonzerne beabsichtigt haben, Prokon platt zu machen, haben sie sich das Zahlenmaterial angesehen und die Jagd abgeblasen, weil das Wild sich ja bereits selber erschiesst, da verschwendet man keine Patrone mehr...

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Martin Chr 16.01.2014, 18:51
35. prokon ist halt keine Bank

Was ich an dem Ganzen hier nicht verstehe: Warum verstehen die (jetzt flüchtenden) Anleger eigentlich nicht, dass sie Eigentümer der Windräder sind? Und dass sie eben nicht ihr Geld auf ein Bankkonto gepackt haben? (Übrigens: Wenn 20% der Spar-Kunden der xy-Bank auf die Idee kämen, ihre Ersparnisse ad hoc zurück zu fordern, dann wäre auch die xy-Bank platt. U.a. deshalb haben Sparkonten bei jeder Bank Kündigungsfristen.)

Ich glaube nicht, dass prokon ein Schneeballsystem betrieben hat / betreibt. Dann wäre das Luftschloss viel eher zusammen gebrochen als nach 16 oder 18 Jahren oder wie alt das Unternehmen inzwischen ist.

Das System funktioniert halt nur, solange Verkaufs-Wünsche von Anteilseignern sich in etwa die Waage halten mit Wünschen von Neu-Käufern. prokon legt das Geld halt nicht irgendwo in die Ecke und kann es auf Zuruf in beliebiger Höhe dann auch wieder zurück zahlen, sondern sie bauen davon Windräder etc. Die kann man nicht mal so eben (und vielleicht auch noch: teilweise) versilbern, wenn ein Teil der Eigentümer von heute auf morgen - warum auch immer (siehe unten) - ihre Einlagen zurück fordern.

Nun fragt man sich, woher auf einmal die große Unruhe der prokon-Anlager stammt.

M.E. ist diese Unruhe gezielt herbei-geredet und geschrieben worden und zwar von Leuten, die ein großes Interesse daran haben, prokon zu demolieren. Und Feinde hat die Fa. prokon sehr viele, sowohl im Energie-Bereich (das RWE "baut" gerade die Hälfte seiner Mitarbeiter im "Öko-Strom"-Bereich "ab"; siehe heutige Pressemeldungen) wie auch im Banken-Sektor. Flankiert wurde das Ganze Spiel natürlich durch die unsäglichen Machenschaften rund um das EE-Gesetz, von dessen Geist sich immer mehr von den ganz großen Drecksäcken dieser Republik hinfortstehlen ("Ausnahme-Tatbeststände" / Befreiung von der EEG-Umlage). Daher steigt natürlich die Unruhe bei allen Menschen, die ihr Geld in Techniken zur Nutzung erneuerbare Energien stecken (wollen).

Was kann jetzt noch helfen?

Ich hoffe (und wünsche es den 1300 prokon-Mitarbeitern, die übrigens einen ganz großartigen Job machen), dass die Anleger, die verstanden haben, was prokon da mit ihrem Geld macht, die Nerven behalten. Für den Rest, für die Idioten, die dort nur die schnelle Kohle machen wollten, sollte m.E. das Land SH einspringen. Besser kann SH sein Geld gar nicht anlegen. Immerhin gelten für die von prokon bereits getätigten Investitionen auch unter den neuen Spielregeln des EEG die dort festgelegten Bestandsschutzregeln. D.h. für prokon ist es eine Kleinigkeit, unter diesen Rahmenbedingungen 6% (8% zahlen die schon lange nicht mehr) Rendite zu erwirtschaften.

Wenn dann in zwei Jahren wieder Ruhe in diesem Hühnerstall herrscht, in den gewisse daran Interessierte gezielt den einen oder anderen Fuchs geschickt haben, dann kann das Land SH ja seine prokon-Anteile (schweren Herzens, denn wie gesgt: Wo gibt es sonst solche Renditen?) an dann neue Interessenten verkaufen. Vielleicht ist aber eine solch große Wartezeit auch gar nicht nötig.

(Fortsetzung folgt)

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Martin Chr 16.01.2014, 18:52
36. prokon ist halt keine Bank (2)

(Fortsetzung:)

Was ich nicht möchte, ist, dass sich ein Energie-Riese diese Anteile unter den Nagel reißt (was für die leider ein Kinderspiel wäre [um das Wort peanuts zu vermeiden]): Die machen damit eh nur Unsinn.

PS: Ich bin übrigens weder prokon-Mitarbeiter noch -Anleger, sondern ein Sympathisant, der nur aus Angst vor der Ignoranz der anderen prokon-Anteilseigner und nicht aus Angst vor dem prokon-Geschäftsmodell dort noch kein Geld investiert hat.

PPS: Es gibt auch Investment-Fonds, die ihre Verkäufe schlichtweg verbieten, wenn sie zu viel Verkaufsaufträge bekommen. Ich hatte da mal einen Fonds im Auge, der über Jahre keine Verkaufsaufträge seiner Eigner ausgeführt hat.

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laotse8 16.01.2014, 18:52
37.

Zitat von mrmink
Nachdem die PV-Branche kaputt gemacht worden ist, ist jetzt Windkraft dran. Eins muss man den Lobbyisten der großen Energiekonzerne ja lassen. Sie haben viel Fantasie, eine Menge Einfluß und haben schon viel für ihre Arbeitgeber erreicht.
Die grossen Kraftwerkbetreiber haben längst realisiert, daß in Deutschland Kraftwerke als industrielles Rückgrad weder beim Wahlvolk, noch in der Politik als unabdingbar geschätzt sind. Stattdessen gibt man sich der Illussion hin, daß das Öl- Kohle- und Kernkraftzeitalter schon so gut wie vorbei sei und verbietet, beschränkt und sonderbesteuert alles, was mit großindustrieller Stromerzeugung zu tun hat. Entsprechend wurden die vergebliche Lobbyarbeit ebenso wie Parteispenden und Politversorgungsposten in Deutschland eingedampft. Noch ein paar Jahre den großen Versorgungskonzernen dumm wie Merkel kommen, dann sind die energieintensiven Arbeitsplätze entweder in verbeamteter Hand oder entschwunden. Anderswo schätzt man eine technisch solide, ordentlich durchfinanzierte Stromversorgung viel höher ein, als im verwöhnten Deutschland, wo der Politesel auf dem abschmelzenden Eis wild herumtrampet und schreit, daß es noch immer gehalten hätte!

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tkedm 16.01.2014, 18:53
38.

Zitat von bikenstrings
Wir Verbraucher sollten vor den Verbraucherschützern und den schlecht recherchierenden Journalisten geschützt werden, nicht vor Prokon. Prokon ist ein Vorbild. Deutschland sollte stolz auf Prokon sein. Jeder der die Gegenteilige Meinung vertritt, sollte sich auf der Website von Prokon gründlich informieren; auch die Journallie.
Wieviel Euro haben Sie eigentlich im Prokon-Sumpf verloren?

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conocedor 16.01.2014, 18:56
39. Schuld sind natürlich dunkle Mächte

Zitat von mrmink
Nachdem die PV-Branche kaputt gemacht worden ist, ist jetzt Windkraft dran. Eins muss man den Lobbyisten der großen Energiekonzerne ja lassen. Sie haben viel Fantasie, eine Menge Einfluß und haben schon viel für ihre Arbeitgeber erreicht.
Und am Niedergang zum Beispiel der PV-Branche haben natürlich größenwahnsinnige Firmenchefs wie Sonnenkönig Asbeck überhaupt keinen eigenen Anteil. Schon klar.

In einem hier bei Spiegel Online vor drei Tagen zu lesenden Interview hat Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) zu solchen Vorwürfen bezüglich Prokon klar Stellung bezogen:

„Die Vorwürfe, man sei Opfer einer Verschwörung, sind sehr weit hergeholt. Die Bilanzsumme von Prokon ist gerade mal doppelt so hoch wie die von der Volksbank Itzehoe, das ist die Geschäftsbank von Prokon. Das Unternehmen interessiert mit seiner Größenordnung keinen. Da von einer Verschwörung des Großkapitals und der Energiekonzerne zu sprechen, ist schlicht realitätsfremd.“

Diese Aussage erscheint auf jeden Fall schlüssiger als die hier wabernden Verschwörungstheorien von den großen Energiekonzernen, denen Prokon angeblich ein Dorn im Auge war.
Nehmen Sie einfach mal zur Kenntnis, dass eine Firma, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Transparenz schwafelt, aber seit Jahren eine ordentliche Bilanz und belastbare Informationen verweigert, zu ihren wirtschaftlichen Schwierigkeiten den größten Teil selbst beiträgt.

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