Forum: Wirtschaft
Plötzliche Reue: Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern steigt rasant
DPA

Torschlusspanik der Reuigen: Einer SPIEGEL-Umfrage zufolge haben sich im ersten Halbjahr 2014 fast so viele Steuersünder selbst angezeigt wie sonst in einem Jahr. Denn bald werden die Regeln strenger.

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chb_74 13.07.2014, 14:20
40. 42% Abzug

Zitat von Thunder79
aber wer z.B. als Selbstständiger, gewerblicher oder sogar wie in meinem Fall mit einem Nebengewerbe, Lohnsteuerklasse 1 und 42% Abzügen Steuern vom Gewinn an das Finanzamt löhnen muss, dabei zusieht wie das Geld verschwendet wird, kommt klar in Versuchung, das Geld so anzulegen, dass das Finanzamt nicht die gierigen Finger draufhält. ...
Wer einen *Durchschnittssteuersatz* von 42% hat, verdient dermaßen viel Geld, dass da netto am Ende immer noch sehr viel übrig bleibt - wir reden dann über hoch Euro-sechsstellige Jahreseinkommen! In Steuerklasse 1 hat man bei Jahreseinkommen in Richtung 100.000 EUR p.a. und ein paar üblichen Spendenabzügen für Vereine, Verbände etc. einen *Durchschnittssatz* von knapp unter 30%. Nicht verwechseln mit dem *Spitzensteuersatz*, der wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet!

Im Übrigen hält nicht das Finanzamt "gierige Finger" darauf, sondern das Geld fließt in unserem gemeinsamen Staatshaushalt, aus dem wir ("der Staat") unsere gemeinschaftlichen Aufgaben finanzieren. Da Kleinverdiener mit mehreren Kindern fast gar keine direkte Steuer zahlen, müssen eben wir "Besserverdiener" (haha) in Steuerklasse 1 mehr zahlen, um den Karren am Laufen zu halten. Nennt man übrigens auch "Solidargemeinschaft"... Dass an vielen Stellen unnötig Geld vergeudet wird und/oder andere Prioritätensetzungen denkbar wären, steht ungeachtet obiger Ausführungen gänzlich außer Frage, das nur zur Klarstellung.

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discprojekt 13.07.2014, 14:20
41. Als die

CDU/CSU/FDP in der Opposition waren, was haben die gegiftet, als rot/gruen die Benzin/Oekosteuer beschloss. Nach dem Regierungswechsel war das kein Thema mehr. Na ja, das Geld wird gebraucht. Fuer Drohnen und so.

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beimspiegelzugast 13.07.2014, 14:33
42. haute volée?

Zitat von chirin
Das ist eine gute Nachricht! Aber, die Bundesregierung sollten dann auch die Steuern für Steuerzahler senken. Und besonders schön wäre es, wenn durch Fachpersonal und nichtdurch ungelernte Kräfte, bei den Sozialämtern,Kindergeldzahlstellen,Hartzern, - insbesondere bei unseren lieben Ostblockflüchtlingen und den Leuten vom vorderen Orient - da ganz vorn - Kurdenstämmige - von amtswegen mal nachgerechnet wird. Die Betrügereien bei diesen Leuten sind bzw. waren schon immer extrem hoch. Sei es, dass 20 Kinder angegeben werden, wovon 10 auf dem Friedhof liegen oder nciht geboren wurden oder den Nachbarn gehören u.s.w. Wenn man sich ausgrechnet, wieviel Millionen uns da durch die Lappen an falsch und zu Unrecht ausgezahlten Geldern gehen, so übertrifft das in der Tat um ein Vielfaches der sogenennten großen Steuerhinterzieher. Aber das Schlimmste sind für mich diese heuchlerischen Politiker - fast jeder Partei-. Ich hatte das Glück, in unserem kleinen Westberlin sozusagen alles kennen zu lernen ,was wir so an Heute Volaute hatten. Aber die waren wirklich niedliche Waisenknaben gegen die heutigen Bundes-und Landespolitiker - es ist durch Schröder der Lobbyismus ,also die Bestechlichkeit hoffähig gemacht worden und das gab es früher äußerst selten -das waren noch Ehrenmänner und Frauen- .
Können sie diese Behauptungen denn mit Zahlen belegen, oder ist das nur Stammtischgepoltere?

Ach ja: was bedeutet eigentlich "Heute Volaute" ?

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quadraginti 13.07.2014, 14:34
43. Gesetzlich geschützt?

[Jotrocken:"Steuerbetrug" gibt es juristisch nicht, es heißt einfach nur "Steuerhinterziehung".

Da der Begriff "Steuerhinterzieher" nicht urheberrechtlich geschützt ist, darf er außerhalb der Justiz verändert oder umbenannt werden:
In Steuer-Betrüger.

Den vcerharmlosenden Begriff Steuer-Sünder gibt es ja auch nicht.

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kdshp 13.07.2014, 14:43
44.

Zitat von Jotrocken
Die von Ihnen gewählten Vokabeln sind leider auch nicht zutreffend. "Steuerbetrug" gibt es juristisch nicht, es heißt einfach nur "Steuerhinterziehung". Und ein Verbrechen ist es auch nicht, sondern ein Vergehen. Demnach richtig wäre "Steuerhinterzieher" oder "Steuervergeher".
Steuerstraftäter wäre wie ich meine richtig.

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Dirk Ahlbrecht 13.07.2014, 14:44
45.

Zitat von sysop
Torschl
Jeder Euro, den man dieser Herumverschenker-Truppe in Berlin vorenthält, ist ein guter Euro. Schade, dass es jetzt zu derart vielen Selbstanzeigen kommt.

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kdshp 13.07.2014, 14:54
46.

Zitat von chb_74
Wer einen *Durchschnittssteuersatz* von 42% hat, verdient dermaßen viel Geld, dass da netto am Ende immer noch sehr viel übrig bleibt - wir reden dann über hoch Euro-sechsstellige Jahreseinkommen! In Steuerklasse 1 hat man bei Jahreseinkommen in Richtung 100.000 EUR p.a. und ein paar üblichen Spendenabzügen für Vereine, Verbände etc. einen *Durchschnittssatz* von knapp unter 30%. Nicht verwechseln mit dem *Spitzensteuersatz*, der wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet! Im Übrigen hält nicht das Finanzamt "gierige Finger" darauf, sondern das Geld fließt in unserem gemeinsamen Staatshaushalt, aus dem wir ("der Staat") unsere gemeinschaftlichen Aufgaben finanzieren. Da Kleinverdiener mit mehreren Kindern fast gar keine direkte Steuer zahlen, müssen eben wir "Besserverdiener" (haha) in Steuerklasse 1 mehr zahlen, um den Karren am Laufen zu halten. Nennt man übrigens auch "Solidargemeinschaft"... Dass an vielen Stellen unnötig Geld vergeudet wird und/oder andere Prioritätensetzungen denkbar wären, steht ungeachtet obiger Ausführungen gänzlich außer Frage, das nur zur Klarstellung.
Zumal die die so viel verdienen ja auch nur so viel verdienen können weil das ganze ein (1) system ist. Ohne den bauern gibts keinen könig und ohne könig keinen bauern!

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knutka 13.07.2014, 15:06
47. Die Angst geht um

Jetzt packt diejenigen, die zuvor mit breiter Brust ihr angeblich schwer verdientes Geld dem Zugriff durch Vater Staat mit allen erdenklichen Tricks entzogen haben doch noch die Angst. Es brauchte also einen prominenten Häftling, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Fabian Holting hat in seinem Krimi Sonne am Westufer sehr schön die Charaktere derer nachgezeichnet, die jetzt doch noch im Angesicht einer Strafe klein beigeben.

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RMG 13.07.2014, 15:07
48. Von wegen Sünder, Reue und mögliche Steuerreduzierung..

Reuige Sünder ?
Reue ? Wieso eigentlich ?
Der Druck zur Offenlegung kommt in vielen Fällen von den Banken im Ausland. Hier ist erheblicher Druck aufgebaut worden. Siehe die Strafzahlungen der Banken in den USA, Luxemburg und Österreich haben erklärt, dass sie Transparenz schaffen werden etc. Die Banken zwingen ihre Kunden zu handeln.
Herr Schäuble hat dieses Jahr schon mehrfach gesagt, dass das Bankgeheimnis praktisch nicht mehr existiert. In einigen Jahren wird diese Tatsache für alle offensichtlich sein.
Die Banken bringen ihr Haus in Ordnung.
Sünder ? Naivität oder „Moral“ ?
Vielen „Flüchtlingen“ geht es darum ihr Eigentum vor dem Staat zu schützen. Ein Staat der seine eigenen Ausgaben kaum hinterfragt, wird das Eigentum seiner Bürger immer weniger respektieren.
Es geht auch nicht um die offensichtlichen und ausgereizten direkten Steuer wie die Einkommensteuer. Es ist die MwSt., die Besteuerung der Rentner, die EGG Umlage, die Maut und letztlich auch die niedrigen Zinsen der Bankguthaben.
Man sollte in „Staatsabgaben“ als Sammelbegriff für alles denken, was zwischen „Brutto“ und verfügbarem Einkommen liegt.
Hier liegen wir schon deutlich über 50% mit steigender Tendenz.

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naklar? 13.07.2014, 15:09
49. Ich muß leider widersprechen ...

Zitat von postmaterialist2011
Ich habe als Arbeitnehmer auch ein "Nebengewerbe", Sie verschweigen allerdings, dass man die ersten Jahre wenn man hiermit Verluste macht, diesen Verlust gegen die Einnahmen aus dem Hauptjob gegenrechnen kann und damit bedeutend weniger Einkommenssteuer zahlt. Auch wird der Spitzensteuersatz erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 52.000 € fällig, dies mit dem Einkommen gleichzusetzen ist Unsinn, da man durch das Gewerbe auch sehr viel mehr steuerabzugsfähige Posten hat, welche der normale Arbeitnehmer nicht besitzt. Sie zahlen dann ja auch nur den Satz von 42% auf jeden Euro über 52.000 € zu versteuerndes Einkommen und nicht auf den Gesamtbetrag. Wenn man wirklich erfolgreich ist zahlt man dann auch einiges an Steuern, aber dafür sind unser Schulen und Unis kostenlos, die Infrastruktur noch immer gut und die Sozialleistungen im Notfall ebenfalls exzellent. Wenn jeder so denken würde wie Sie hätten bald nur noch die Reichen die Möglichkeit im Sommer zu Baden, Sporteinrichtungen zu nutzen und nur die Kinder Wohlhabender könnten sich eine Schulbildung leisten. Ich will so etwas nicht und daher zahle ich meine Steuern und betrüge die Allgemeinheit nicht mit Transkationen in die Schweiz, nach Singapur oder mit windigen Steuersparmodellen.
Das Finanzamt interessiert sich Null dafür, ob Sie mit dem Hauptgewerbe ein wahrhafter Steuerzahler sind. Wenn im Nebengewerbe Verluste anfallen, dann sind Sie spätestens im 3-Verlustjahr Reif für §164-AO ---Nachprüfungsandrohung. Selbst wenn Sie mit dem Nebengewerbe viele Jahre zuvor so richtig Steuern abgedrückt haben und selbst wenn Sie im Hauptgewerbe immer noch viel Steuern zahlen und deswegen Ihre Steuerzahlungen immer noch weit höher sind, als die Steuererstattungen. So bekloppt und verkommen ist inzwischen unser Steuerrecht geworden. Verluste in einem anderen Geschäftsbereich dürfen nur noch Konzerne machen. Fazit: Die Finanzbeamten mögen mit Zahlen gut umgehen können; von dem freien Markt haben die aber leider keinen blassen Dunst.

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