Forum: Wirtschaft
Plötzliche Reue: Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern steigt rasant
DPA

Torschlusspanik der Reuigen: Einer SPIEGEL-Umfrage zufolge haben sich im ersten Halbjahr 2014 fast so viele Steuersünder selbst angezeigt wie sonst in einem Jahr. Denn bald werden die Regeln strenger.

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naklar? 13.07.2014, 15:17
50. Hier werden sich noch einige schwer umgucken. Die Besteuerung der Renten läuft ja ...

... erst so richtig an. Das große Verständnis gegenüber dem Finanzamt wird bei sehr vielen ehrlichen Steuerzahlern noch schwinden. Da kann man zukünftig ungewollt sehr schnell zu einem Steuersünder degradiert werden.

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mrkswue 13.07.2014, 15:37
51. Verharmlosende Bezeichnungen...

... wie SteuerSÜNDER sollten in der Tat ein Ende finden. Es dient der Sache nicht im geringsten, wenn besonders durch die Medien eine solche unterschwellige Quasi-Absolution erteilt und den Tätern immer noch das gute Gefühl vermittelt wird, es sei ja im Grunde alles nicht so schlimm sondern mehr oder weniger ein Zeichen vernünftiger finanzieller Vorsorge.

Steuerbetrüger, Steuerkriminelle, Steuerverbrecher - oder einfach "Zecken der Gesellschaft" - wären angemessenere Begriffe für solche Menschen.

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warholandy 13.07.2014, 15:57
52. hmm

Zitat von sysop
Torschl
Liebe Spiegelredakteure,

eine Sünde ist ein Verstoss gegen religiöse Normen.

Ihr seid doch der Sprache mächtig sowie euch deren mächtiger Bedeutung bewusst.

Wozu also diese Zweckentfremdung des Begriffs "Sünde"?

Reue als Motiv für Selbstanzeigen ist unplausibel, weil deren Häufung zeitlich mit aktuellen Gesetzesänderungen positiv korreliert.

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warholandy 13.07.2014, 16:03
53. hmm

Zitat von chirin
Das ist eine gute Nachricht! Aber, die Bundesregierung sollten dann auch die Steuern für Steuerzahler senken. Und besonders schön wäre es, wenn durch Fachpersonal und nichtdurch ungelernte Kräfte, bei den Sozialämtern,Kindergeldzahlstellen,Hartzern, - insbesondere bei unseren lieben Ostblockflüchtlingen und den Leuten vom vorderen Orient - da ganz vorn - Kurdenstämmige - von amtswegen mal nachgerechnet wird. Die Betrügereien bei diesen Leuten sind bzw. waren schon immer extrem hoch.
Entscheidend hierbei ist die Höhe des erschwindelten Betrags pro Person, sowie die persönlichen Verhältnisse der Betrügenden.

Ich unterscheide zwischen dem Sozialbetrug von Armen und Reichen.

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naive is beautiful 13.07.2014, 16:20
54. Wenn schon 'ehrlich machen', dann aber bitte konsequent

Hier wird fast ausschließlich über die medienwirksamen Fälle von Steuerhinterziehung geredet und ein Eimer voller Häme nach dem anderen vergossen. Ja: Steuer- UND Abgabenverkürzung/Hinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, und es ist richtig, dass sich die Netze enger ziehen. Die Einforderung von Steuer-/Abgabenehrlichkeit beschränkt sich aber keineswegs auf die so genannten Besserverdienenden', es gibt auch die unzähligen 'kleinen' Tricksereien und Hinterziehungen, über die sich kaum jemand so herzergreifend ereifert. Vielleicht deshalb, weil fast jeder Bürger seine eigenen Leichen im Keller hat... - die nicht angemeldete Putzhilfe, das als 'Nachbarschaftshilfe' getarnte Nebengewerbe, das steuerwirksame Hinzuschummeln von Entfernungen zum Arbeitsplatz in der Steuererklärung, aber auch Sozialleistunsbetrug. Nicht zu vergessen: Auch Versicherungsbetrug (dazu gehört auch das von der Haftpflichtversicherung bezahlte Handy, das ein Bekannter 'angeblich' mit dem Auto überfahren hat...) schädigt die Allgemeinheit mit höheren Prämiensätzen. Wir reden hier alles in allem über MILLIONENFACHE 'kleine' Tricksereien und bewusste Steuer-/Abgabenverkürzungen. Nachdem die Nation durch die 'großen' Fälle anscheinend hoch sensibiliisiert ist - die so aufgeregten Beiträge hier scheinen das ja auch zu belegen - rechne ich nun mit großem Optimismus mit einem drastischen Rückgang auch im Bereich dieser millionenfachen 'kleinen' Vergehen - zusammen genommen bringt das nämlich Mehreinnahmen, die alle in letzter Zeit aufgedeckten 'großen' Fällen und der dadurch ausgelösten Welle von Selbstanzeigen locker um ein x-faches übersteigen...
Steuerehrlichkeit beginnt eben nicht erst bei 500.000 Euro ;)

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widderfru 13.07.2014, 16:24
55. Kapitalisten höriges System- wesentliches

wird sich- zum Nachteil der Reichen nicht ändern, sonst gibt es für die Politiker- als DANK- keine Posten in der Wirtschaft oder von den Kapitalisten.
Posten in der Wirtschaft

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spiegelleser987 13.07.2014, 16:28
56. ganz solidarisch

Zitat von chb_74
....sondern das Geld fließt in unserem gemeinsamen Staatshaushalt, aus dem wir ("der Staat") unsere gemeinschaftlichen Aufgaben finanzieren. ...
zum Beispiel erhöhen wir unsere gemeinnützigen Abgeordnetendiäten. Und wir müssen natürlich auch den Staatsangestellten mehr Geld zukommen lassen. Ein Einstiegsgehalt von 70000 Euro ist natürlich zu wenig (hatten wir neulich bei einer Studie zu den Professoren). Und die EU-Beamten können mit ihren monatlichen 18000 Euro sicher auch nicht richtig leben.

Wer 51000 Euro jährlich verdient gehört zu den 10%, mit 64000 Euro schon zu den 5% Reichen. Und mit 71000 Euro schafft man es in die Gruppe der 1% Reichen.

Nun muss man nur gucken, zu welchen Berufsgruppen diese Reichen gehören. Und da landet man vorrangig beim Staat. Peinlich. Darüber kann man nicht reden. Also muss man sich die 0,0001% Reichen suchen und nur über die reden.

Und wenn man dann dei Steuern der 5% oder 1% Reichen erhöht, dann trifft es die Geringverdiener, weil die Gewerkschaften für Beamte und Lehrer mit geringen 64000 Euro wieder noch mehr Geld fordern. Und irgendwoher muss das Geld kommen.


Zitat von chb_74
....Nennt man übrigens auch "Solidargemeinschaft"...
Beamtenbund fordert höhere Einkommen: Schere zwischen Rente und Pension geht weiter auseinander!
http://www.youtube.com/watch?v=JWWwKKiGQEw

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spiegelleser987 13.07.2014, 16:35
57. da kann richtig ....

Zitat von naklar?
.... spätestens im 3-Verlustjahr Reif für §164-AO ...
da kann richtig zugeschlagen werden. Da reicht es schon, wenn das Wachstum nicht schnell genug geht. Wer nicht sofort mehrere Millionen verdient und Wachstum plant, den kann es schon bei 1 Mio. Umsatz und Gewinn steuerlich richtig treffen. Dann macht das Finanzamt Hobby einen einen Hartz-4-Empfänger draus.

Bei Selbständigen wird extrem abkassiert. Stört aber niemanden, sind ja keine Arbeitnehmer.

http://www.youtube.com/watch?v=A4eWL575twM

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piratenkoch 13.07.2014, 17:19
58. Frontalbeitrag

Zitat von spiegelleser987
da kann richtig zugeschlagen werden. Da reicht es schon, wenn das Wachstum nicht schnell genug geht. Wer nicht sofort mehrere Millionen verdient und Wachstum plant, den kann es schon bei 1 Mio. Umsatz und Gewinn steuerlich richtig treffen. Dann macht das Finanzamt Hobby einen einen Hartz-4-Empfänger draus. Bei Selbständigen wird extrem abkassiert. Stört aber niemanden, sind ja keine Arbeitnehmer.
Völlig oberflächlich dieser Frontalbeitrag im Youtube-Link! Die Gegenseite (Finanzämter) dürfen sich wegen des Steuergeheimisses zum Einzelfall nicht äußern. So bleibt unklar ob das auch stimmt, was diese Leute in dem reisserischen Filmchen erzählen.

Man sollte hier schon mal so vernünftig sein und sehen, dass wir in einem Rechtsstaat leben. Jeder der Beteiligten hat die Möglichkeit vor das Finanzgericht oder bis zum Bundesfinanzhof zu ziehen. Das dort willkürlich entschieden wird, halte ich für Quatsch. In der Regel ist es so, dass bei den Beteiligten schon irgend etwas faul ist. Oft ist auch die Buchhaltung so schludrig, dass einem nichts anderes übrig bleibt als Umsätze zuzuschätzen.

Es ist eben schon oft so, dass bei Gaststätten Aushilfsbedienungen auf die Bar auf die Kralle entlohnt werden. Das Geld wird nach Feierabend aus der Kasse genommen und taucht als Einnahme nie auf. Gleiches gilt sehr oft für private Einkäufe der Wirtsfamilie da wird dann halt das Geld für das neue Kleidchen, Taschengeld für die Kinder und Pipapo mal kurz aus der Schublade genommen. Das geht so nebenbei unter und ist nicht mal bewusst auf die Seite geräumt, was natürlich auch oft genug passiert.
Das Geschrei geht los, wenn das Finanzamt bei einer Prüfung auf ungereimtheiten stösst. Da werden dann halt schon mal kumuliert einige Euro fällig. Tut weh, wenn man sich das nicht vorher bewusst macht....

Auffällig ist der Fall dieser "Pferdezüchterin". Wenn sie keinen Gewinn erzielt, Verluste macht und somit die Zucht aus "Liebhaberei" betreibt, müsste Sie doch auch keine Steuern Nachbezahlen müssen. Irgendwas kann bei der nicht stimmen.....

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Terrorist2 13.07.2014, 17:30
59.

Zitat von chb_74
Wer einen *Durchschnittssteuersatz* von 42% hat, verdient dermaßen viel Geld, dass da netto am Ende immer noch sehr viel übrig bleibt - wir reden dann über hoch Euro-sechsstellige Jahreseinkommen! In Steuerklasse 1 hat man bei Jahreseinkommen in Richtung 100.000 EUR p.a. und ein paar üblichen Spendenabzügen für Vereine, Verbände etc. einen *Durchschnittssatz* von knapp unter 30%. Nicht verwechseln mit dem *Spitzensteuersatz*, der wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet! Im Übrigen hält nicht das Finanzamt "gierige Finger" darauf, sondern das Geld fließt in unserem gemeinsamen Staatshaushalt, aus dem wir ("der Staat") unsere gemeinschaftlichen Aufgaben finanzieren. Da Kleinverdiener mit mehreren Kindern fast gar keine direkte Steuer zahlen, müssen eben wir "Besserverdiener" (haha) in Steuerklasse 1 mehr zahlen, um den Karren am Laufen zu halten. Nennt man übrigens auch "Solidargemeinschaft"... Dass an vielen Stellen unnötig Geld vergeudet wird und/oder andere Prioritätensetzungen denkbar wären, steht ungeachtet obiger Ausführungen gänzlich außer Frage, das nur zur Klarstellung.
Es ist mal wieder erstaunlich...und damit meinte ich eher die Kommentatoren, auf die sie geantwortet haben...wie klein obere Mittelklasse/untere Oberklasse Michel wieder nix kapiert. Wer hier über seine hohen Steuern jammert und auf die Sozialschmarotzer schimpft, der hat nicht kapiert, daß er deshalb so hohe Steuern zahlt, weil die gnaz oben (reichstes bzw. einkommen stärkste 0,1%) praktisch GAR NIX mehr zahlen.

Außerdem sind die unteren 20-30% inzwischen so arm, daß sie nix mehr zahlen können. Nicht nur haben die Reichen ihre Steuerlast auf praktisch Null gesenkt, sie haben auch noch ihren Anteil sowohl am Vermögen/Besitz als auch am Einkommen dramatisch gesteigert in den letzten 10 Jahren.

Und ich wette meine Sackhaare darauf, daß sich keiner der obserten 0,1% herabläßt hier rumzujammern. Also sind das alles nur Leute, die nicht kapiert haben, was abgeht und weiter den Lastesel spielen. Abgesehen davon, daß die 0,1% natürlich Prozentual gesehen eh fast keine Steuern zahlen. Und Abgaben natürlich schon mal gar nicht und überhaupt gar nicht im Verhältnis zu ihren finanziellen Möglichkeiten. Krankenkasse gedeckelt, Rentenkasse gedeckelt und außerdem brauchen die da sowieso nicht rein. (und sich somit auch nicht an der Finanzierung verschiedener gesellschaftlicher Aufgaben beteiligen, die von unseren korrupten Politikern in betrügerischer Weise daraus bezahlt werden)

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