Forum: Wirtschaft
Plötzliche Reue: Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern steigt rasant
DPA

Torschlusspanik der Reuigen: Einer SPIEGEL-Umfrage zufolge haben sich im ersten Halbjahr 2014 fast so viele Steuersünder selbst angezeigt wie sonst in einem Jahr. Denn bald werden die Regeln strenger.

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spiegelleser987 14.07.2014, 12:36
80. Dann nehmen Sie mal ...

Zitat von Terrorist2
....Und hier nochmal ganz andere Zahlen: "das oberste ein Prozent aller Steuerpflichtigen (Einkünfte ab 184 000 Euro pro Jahr)" Jahr 2012 "Wer mehr als 126.000 Euro pro Jahr verdient, gehört zu diesem einen Prozent. " Jahr 2011 Also erheblich mehr als die von ihnen angegebenen 71.000 Euro. ...
Dann nehmen Sie mal noch die Daten des Statistischen Bundesamts und des Spiegels
z.B. hier:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-920777.html

Oder nehmen Sie die Aussagen von Barbara Hendricks von der SPD vergangenes Jahr bei Hart aber fair. Die sagte ab 64000 Euro Jahreseinkommen gehört man zu den 5% Reichen. Der Link auf den ZDF-Faktencheck
// www1.wdr.de/themen/politik/faktencheck296.html
funktioniert aber nicht mehr. Die Seite (und viele andere) wurden vom ZDF bei der Neugestaltung entfernt.


Zitat von Terrorist2
.... Und von "mehr Armut" kann ja wohl nicht die Rede sein, wenn ich darauf hinweise, daß ihre Versuche die Mittelschicht oder zumindest die obere Mittelschicht mit ins Boot der Reichen zu holen, einfach nur Lügen sind. Ziel dieser Propaganda ist, daß sich der gut verdienende Akademiker sagt "Was? Mit meinen 75.000 im Jahr gehöre ich zu den Reichen? ....".
Die Mittelschicht wurde getrennt. Wer ist denn arm oder reiich, wenn die Mehrheit weit weniger als 50000 Euro verdient und der geringere Anteil der Bevölkerung mehr als 60000 Euro? Und dass auch noch, indem denjenigen, die weniger verdienen, das Geld über Steuern weggenommen und den anderen (weil sie staatlich angestellt sind) zugeschoben wird. Deshalb spaltete sich an dieser Stelle die Gesellschaft. Auf die wenigen ganz Reichen kommt es nicht an. Entscheidend sollte sein, dass die KMUs ausreichend Geld durch Arbeit sammeln können. Nur dann können sie Arbeitnehmer ausreichend entlohnen und zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen. Dieses Prinzip funktionierte noch bis Ende der 1990er Jahre. Danach war es vorbei und die Löhne sanken. Rot/Grün und die EU haben aber deren Steuern durch neue Berechnungsverfahren extrem erhöht und neue Gebühren eingeführt. Dafür wurden den Banken und Großkonzernen die Steuern gestrichen. Kein Politiker oder Abgeordneter sollte Mindestlöhne fordern, wenn er den KMUs und Freiberuflern das Geld wegnimmt und es in die Taschen der eigenen Gruppe steckt.

Diese "Propaganda" mit den Professoren stammt auch nicht von mir. Dass die 70000 Euro zu gering empfinden, lesen Sie hier:

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-971706.html

Man muss sich dafür nur die ganz Reichen aussuchen und über Bildung reden. Dann bemerkt die Ursachen und den wirtschaftlichen Rückgang niemand. man sollte sich mal wieder an Erhards Grundprinzipien erinnern.

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piratenkoch 14.07.2014, 21:01
81. Einzelfall

Zitat von spiegelleser987
Sie hat nach 2 Jahren 1 1/2 Mio. Umsatz gemacht, aber noch keinen ausreichenden Gewinn. Verluste macht man nicht so einfach, die entstehen auch möglicherweise aus den Kreditzinsen und anderen Kosten und Gebühren. Kein kleines Unternehmen kann bereits nach so kurzer Zeit solche erforderlichen Gewinnmengen machen. Das denen dann aber als Hobby vorzuwerfen ist unangemessen.
Es sind in diesen "Liebhaberei-Fällen" immer Einzelentscheidungen. Das Finanzamt wird kaum leichtfertig über sowas entscheiden. In der Regel wird das auch nicht nach drei Jahren (der Zeitraum wurde irgendwo hier genannt) passieren. Das Finanzamt fragt nach drei Jahren vielleicht mal beim Unternehmer nach, was getan wird um in die Gewinnzone zu kommen. Wenn man sich dann etwas halbwegs plausibles einfallen lässt, dann bleiben die Verluste erst mal stehen. Das kann dann durchaus noch mal 2-3 Jahre so gehen.
Irgendwann ist halt der Zeitpunkt da, wo eine Entscheidung getroffen wird. Es ist unternehmerisch unklug in eine Geschäftsidee über viele Jahre hinweg Geld zu pumpen, ohne dass man auch nur in die Nähe einer Gewinnzone kommt. Es ist einfach nicht plausibel, dass jemand über Jahre für ein Gewerbe Geld investiert und nichts dabei rausschaut. Man will ja gerade Geld verdienen, oder? Mit Anlaufinvestitionen lässt sich das auch nicht über einen längeren Zeitraum begründen. Um Dinge wie Abschreibungsbeträge für Maschinen lässt sich die Bilanz ja bereinigen.
Was den Begriff "Hobby" angeht so ist der Nachweis einer Gewinnerzielungsabsicht bei gewissen Branchen natürlich etwas schwerer. Betriebe wie Reitställe oder Pferdezuchten sind nun mal landläufig enger mit dem Begriff Hobby verknüpft wie eine Imbissbude.

Zitat von spiegelleser987
In der Mitte des Films können Sie auch das Originalgesetz lesen. Betriebsprüfer dürfen sich Steuern ausdenken, das ist nicht strafbar.
Es gibt kein Gesetz nachdem sich Betriebsprüfer Steuern ausdenken. Zuschätzungen werden dann vorgenommen, wenn vom Unternehmer keine ordentlichen Aufzeichnungen vorliegen oder diese nicht vollständig scheinen. Davon geht die Betriebsprüfung aus, wenn z. B. bei einem hohen Wareneinsatz nur niedrige Einnahmen (Umsätze) erklärt werden. Dann wird, wie im Frontalbeitrag, vom Wirt mit Portionsgrößen argumentiert. Häufig lässt sich das Missverhältnis dadurch aber auch nicht recht erklären.
Dem Finanzamt bleibt gar nicht viel mehr übrig, als Einnahmen zuzuschätzen. Eigentlich geschieht dies fast immer im Rahmen einer Einigung zwischen Finanzamt und Unternehmer bzw. dessen Steuerberater.

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Beeblebrox 15.07.2014, 10:01
82. Reue?

Reue ist wohl das falsche Wort. Angst wäre passender.

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spiegelleser987 15.07.2014, 13:06
83.

Zitat von piratenkoch
..... Was den Begriff "Hobby" angeht so ist der Nachweis einer Gewinnerzielungsabsicht bei gewissen Branchen natürlich etwas schwerer. Betriebe wie Reitställe oder Pferdezuchten sind nun mal landläufig enger mit dem Begriff Hobby verknüpft wie eine Imbissbude.... .....Es gibt kein Gesetz nachdem sich Betriebsprüfer Steuern ausdenken. Zuschätzungen werden dann vorgenommen, wenn vom Unternehmer keine ordentlichen Aufzeichnungen vorliegen oder diese nicht vollständig scheinen. Davon geht die Betriebsprüfung aus, wenn z. B. bei einem hohen Wareneinsatz nur niedrige Einnahmen (Umsätze) erklärt werden. Dann wird, wie im Frontalbeitrag, vom Wirt mit Portionsgrößen argumentiert. Häufig lässt sich das Missverhältnis dadurch aber auch nicht recht erklären. ....
Wenn jemand Pferde für andere anschafft, die dann vorbeikommen, um zu reiten und dafür bezahlen, hat das sicher nichts mit Hobby zu tun. Der Besitzer des Reitstalles muss dafür arbeiten. Und das heißt, er muss die Pferde nicht nur füttern.

Wenn solche Effekte, wie in dem Video an zweiter Stelle erwähnt (das Ding mit den Schnitzeln), nur einmalig auftreten , könnte man behaupten, dass da der Unternehmer betrogen hätte. Wenn solche ähnlichen Ereignisse aber häufiger in der Presse und im Fernsehen vorgestellt werden, stimmt an anderer Stelle etwas nicht. Das Finanzamt hätte die Möglichkeit gehabt, zu jedem beliebigen Zeitpunkt jemanden (den der Betroffene nicht kennt) zur Kontrolle vorbeizuschicken, um zu prüfen, wie groß die Schnitzel sind. Eine solche Prüfung hat das Finanzamt abgelehnt. Warum? Aber warum darf das Finanzamt festlegen, wie groß ein Schnitzel ist?

Ich habe gerade überlegt. Der Betroffene hätte einen Trick machen können. Der Gast kriegt eine Rechnung, wo zwei Portionen draufstehen. An der Größe des Schnitzel ändert sich dann nichts, am Preis auch nicht. Der wird halbiert und dann zweimal hingeschrieben. Was wäre dann passiert?

Bei Youtube finden sich noch andere frühere Fernsehsendungen, z.B.
http://www.youtube.com/watch?v=LC-n2...feature=relmfu

Eine Behörde erlaubt / bestätigt ein Schiff für gewerbliche Zwecke. Die drehen damit Filme, die im Fernsehen kommen. Die werden dafür vonm Fernsehen bezahlt und bekommen Auszeichnungen dafür. Und dann kommt das Finanzamt und sagt, das wäre kein gewerbliches Schiff sondern nur Hobby und Urlaub. Das Finanzamt widerspricht damit den Behörden, die das genehmigt haben.

Und was heißt denn "keine ordentlichen Aufzeichnungen"? Das entscheidet der Steuerprüfer, ein anderer entscheidet vollkommen anders. Das haben wir auch schon erlebt, wenn man eine kleine Firma mit einem Großkonzern plötzlich gleichsetzt.

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piratenkoch 15.07.2014, 21:31
84.

Und warum hat das nichts mit Hobby zu tun? Weil Sie denken, dass das Ausmisten und Füttern von Pferden Arbeit ist?
Vielleicht haben Sie recht. Entscheidend ist trotzdem, ob ich den Reitstall in der Absicht Gewinne zu erzielen betreibe. Das heisst bedeutet klar, dass nach Abzug der Unkosten Geld übrig bleibt. Wenn ich einen Reitstall betreibe und noch so viele Leute ihr Pferd bei mir unterstellen, darf ich nicht am Ende finanziell was drauflegen müssen.
Ist das (über die Anlaufphase hinweg) der Fall, so gibt es drei Möglichkeiten:
1. Man trifft Maßnahmen die Kosten kurzfristig zu senken oder die Einnahmen zu erhöhen und kommt in die Gewinnzone.
2. Man macht den Betrieb zu.
3. Man nimmt das Draufzahlgeschäft hin. Vielleicht weil man es sich leisten kann, weil der Gatte gut verdient, weil man Spass mit der Arbeit an Pferden hat und weil man denkt, dass man mit den paar Tausend Euro Verlust im Jahr ja auch die Steuerschuld drücken kann.

Völlig logisch, dass die Finanzbeamten bei letzerem nicht zuschauen werden.

Also das Finanzamt soll einen "verdeckten Ermittler" in die Wirtschaft schicken, das Schnitzel abwiegen und die Pommes auf dem Teller abzählen lassen? Manche werden staunen, denn sowas gibt es wirklich...
Ich persönlich finde das hinterhältig und ekelhaft.
In der Realität gibt es auch statistische Werte, nach denen man vom Warenverbrauch auf den etwaigen Umsatz schließen kann. Sicher ist das Verhältnis nicht bei jeder Kneipe gleich. Aber wenn einem Betriebsprüfer auffällt, dass der geprüfte Betrieb fernab des statistischen Mittelwertes liegt, so muss er überlegen, warum das wohl so ist. Immer wird sich der Finanzbeamte auch den Betrieb besuchen, die Speisekarte anschauen und sich ein Bild vom Umfeld machen. Daneben gibt es im Finanzamt auch Erfahrungswerte von ganz ähnlichen Betrieben in vergleichbarer Lage. Glauben Sie bloß nicht, ein Betriebsprüfer könne die örtlichen Strukturen nicht einschätzen.

Was in den Medien von den "Betriebsprüfungsopfern" krakelt wird, mag ich nicht als Indikator für ein Fehlverhalten der Behörden sehen. Es gehen doch nicht nur jene öffentlich auf die Barrikaden, bei den vielleicht was schief gelaufen ist. Vor allem sind es doch die, die sowieso einen Hang zum Beschweren, Schimpfen und Maulen haben. Nur weil jemand aufschreit, bedeutet es noch nicht, dass er auch im Recht ist.

(Sorry, wegen Überlänge musste ich die Zitate leider rausnehmen)

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piratenkoch 15.07.2014, 21:32
85.

Zitat von spiegelleser987
Ich habe gerade überlegt. Der Betroffene hätte einen Trick machen können. Der Gast kriegt eine Rechnung, wo zwei Portionen draufstehen. An der Größe des Schnitzel ändert sich dann nichts, am Preis auch nicht. Der wird halbiert und dann zweimal hingeschrieben. Was wäre dann passiert?
???? Ich verstehe nicht ganz was Sie meinen. Aber seinen sie vorsichtig mit so merkwürdigen Tricks! Erst recht wenn zu viele Leute involviert sind. Das geht vieleicht einmal oder zweimal gut. Der dritte Gast rennt zum Finanzamt und zeigt das an. Die schicken dann keinen freundlichen Betriebsprüfer sondern die Steuerfahndung, die morgens um 7:00 den Landen so richtig auseinander nimmt.


"keine ordentlichen Aufzeichnungen" kann vieles bedeuten. Fehlende Belege, keine regelmäßigen Aufzeichnungen im Kassenbuch usw.
Dass Steuerprüfer in gleichen Fällen unterscheidlich entscheiden ist so. Unbestritten! Liegt aber in der Natur der Sache. So eine Prüfung zieht sich ja meist über Wochen hin, ordnerweise werden Belege angeschaut und die Gewinnermittlung umfasst zig Ausgabenposten.... Und dann der Wust an Gesetzen, Richtlinen und Verordnungen im deutschen Steuerrecht. Das genau gleiche Ergebnis bei zwei unterschiedlichen Prüfern wäre ein Wunder. Um die Perspektive zu wechseln: Sicher kämen auch zwei verschiedene Steuerberater zu unterscheidlichen Ergebnissen.
Im Endeffekt muss man als Steuerbürger damit leben. Gehen Sie davon aus, dass ein "strenger" Prüfer alles herausholt und 30.000 € Gewinn feststellt. Ein etwas oberflächlicherer Beamter stellt 26.000 € fest. Erwischen Sie den Oberflächlichen, haben Sie Glück. Erwischen Sie den Strengen, haben Sie eben Pech. Wobei die von ihm festgestellten 30.000 € nicht unzutreffend sein müssen. :)

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piratenkoch 15.07.2014, 21:48
86. Das mit dem Schiff...

Zitat von spiegelleser987
Eine Behörde erlaubt / bestätigt ein Schiff für gewerbliche Zwecke. Die drehen damit Filme, die im Fernsehen kommen. Die werden dafür vonm Fernsehen bezahlt und bekommen Auszeichnungen dafür. Und dann kommt das Finanzamt und sagt, das wäre kein gewerbliches Schiff sondern nur Hobby und Urlaub. Das Finanzamt widerspricht damit den Behörden, die das genehmigt haben.
Das ist ein nettes Beispiel. Sie dürfen Gewerberecht nicht mit Steuerrecht vermixen. Sie können natürlich auf Ihrer Stadtverwaltung alles mögliche als Gewerbe anmelden.

Es wäre auch zu schön! Ich kauf mir z. B. für 10 Mio. eine Jacht. Ich melde das Gewerbe "Bootsverleih" an. Ich verleihe den Kahn für 3 Wochen an einen TV-Sender, der einen Film damit produziert. Ich bekomme dafür 50.000 € Miete. Die übrigen Kosten von 9.950.000 € (zuzüglich Liegegebühren, Spritkosten, pipapo) mach ich in der Steuererklärung als Verlust geltend.
Ich denke, es versteht sich von selbst, dass sowas nicht sein kann....

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spiegelleser987 16.07.2014, 21:47
87. neuer Versuch

Zitat von piratenkoch
Das ist ein nettes Beispiel. Sie dürfen Gewerberecht nicht mit Steuerrecht vermixen. Sie können natürlich auf Ihrer Stadtverwaltung alles mögliche als Gewerbe anmelden. Es wäre auch zu schön! Ich kauf mir z. B. für 10 Mio. eine Jacht. Ich melde das Gewerbe "Bootsverleih" an. Ich verleihe den Kahn für 3 Wochen an einen TV-Sender, der einen Film damit produziert. Ich bekomme dafür 50.000 € Miete. Die übrigen Kosten von 9.950.000 € (zuzüglich Liegegebühren, Spritkosten, pipapo) mach ich in der Steuererklärung als Verlust geltend. Ich denke, es versteht sich von selbst, dass sowas nicht sein kann....
weil meine Antwort nicht erschienen ist, hier eine extrem kurze Kurzfassung: gucken Sie den Film nochmal und informieren sich. Die beiden haben selbst gearbeitet und das 8 Jahre lang. Später hat das Finanzamt das auch anerkannt. Nur kann niemand nachweisen, dass man ein Schiff auch privat benutzt, genauso wenig wie, dass man es nicht privat benutzt.

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piratenkoch 17.07.2014, 08:42
88.

Zitat von spiegelleser987
weil meine Antwort nicht erschienen ist, hier eine extrem kurze Kurzfassung: gucken Sie den Film nochmal und informieren sich. Die beiden haben selbst gearbeitet und das 8 Jahre lang. Später hat das Finanzamt das auch anerkannt. Nur kann niemand nachweisen, dass man ein Schiff auch privat benutzt, genauso wenig wie, dass man es nicht privat benutzt.
Im Prinzip muss nicht das Finanzamt beweissen, dass die Filmemacher das Schiff privat nutzen. Sondern die Filmemacher müssen beweissen, dass sie es NICHT privat nutzen.
Es ist einfach überhaupt nicht glaubhaft, dass so ein Freizeitschiff AUSSCHLIESSLICH beruflich genutzt wird.
Dass hier von Liebhaberei die Rede ist, deutet an, dass die Filmemacherei ein Verlustgeschäft ist. Vielleicht liegt es an den hohen Kosten für das Schiff? Das wirft die Frage auf, warum sie den Aufwand betreiben. Um Geld zu verdienen müssten sie ja eigentlich Gewinne erwirtschaften. Tun sie das nicht, stellt sich die Frage nach der Gewinnerzeilungsabsicht (Liebhaberei).

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pittiken 17.07.2014, 10:37
89.

Zitat von Terrorist2
Das Video was sie verlinken ist ja echt die Höhe. Der Pizzeria Typ "wollte das Steuergeheimnis nicht aufheben, weil er mehr Schikane vom Finanzamt fürchtet"...wieso? Der Laden ist doch angeblich dicht? Nee...weil der Typ GENAU weiß, daß er erwischt wurde. Die ganzen Colas hat nich seine Belegschaft getrunken, sondern die hat er an Kunden verkauft!!! Natürlich zusammen mit Pizzen. Und dafür keine Mehrwertsteuer abgeführt oder sie als Umsatz angegeben. Weil man nämlich Cola, die ja geliefert werden muß, nicht so einfach verbergen kann, wie selbst hergestellte Pizzen, wo man einfach andere Werte für z.B. den Mehlverbrauch angibt und schon ein paar hundert Pizzen extra/schwarz zum verkaufen herstellen kann. Genauso diese unbedarfte Gastronomin. Dieser Beschiss ist doch ALLTAG in der Gastronomie. Da sogtu wie niemand eine Rechnung fordert, kann der Wirt im Grunde beim Umsatz angeben, was er will. Das Finanzamt müßte erst durch aufwendige Beobachtungen nachweisen, daß der Wirt viel mehr Einnahmen hat, als er angibt. Außerdem werden mittelständische Betriebe statistisch nur alle 20 Jahre geprüft. Also hier von häufiger Schikane des Finanzamts zu sprechen ist doch echt lachhaft.


Ich bekomme seit Jahren immer eine kassengedruckte Rechnung. Der Kellner/die Kellnerin gibt die Bestellungen in diese Kasse, nimmt den Bestellungsbon, trägt diesen in die Küche und nach Aufforderung, bitte zahlen, kommt der kassengedruckte Beleg und es wird abkassiert, es wird eingenommen cach, ec-/Kreditkartenzahlung.

Mag ja sein, dass es in Kneipen noch die Deckel-Strich-Listen gibt. Aber selbst da muss der Wirt aufpassen, dass das Fass Bier, welches von der Brauerei geliefert wird per Rechnung und Zahlung über das Konto, dem Wirt schon nachzuweisen ist, wieviel Gläserchen denn getrunken worden sind.

Bei den gezeigten Fällen wird die vom Steuerzahler angegebene Umsatzsumme viel zu niedrig angesetzt worden sein. Diese Summe wurde immer schön beibehalten bis zur Prüfung, und dann kommt dann das Hammerergebnis zusammen.

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